Das Museo Archeologico Nazionale di Napoli, kurz MANN, zählt zu den bedeutendsten archäologischen Museen der Welt und ist für jeden, der Pompeji oder Herculaneum besucht, ein notwendiger Bezugspunkt. Denn die wertvollsten beweglichen Funde aus den vom Vesuv verschütteten Städten, also Mosaike, Wandmalereien, Bronzen und Alltagsgegenstände, wurden hierher gebracht und sind im Museum ausgestellt, während an den Ausgrabungsstätten oft nur Kopien stehen. Zu den Höhepunkten gehört das gewaltige Alexandermosaik aus dem Haus des Fauns in Pompeji, das die Schlacht zwischen Alexander dem Großen und dem Perserkönig Dareios zeigt. Hinzu kommt die Farnese-Sammlung mit monumentalen antiken Marmorskulpturen wie dem Herkules Farnese und dem Farnesischen Stier, einer der größten erhaltenen antiken Skulpturengruppen. Ein eigener, nicht immer frei zugänglicher Bereich, das Gabinetto Segreto, versammelt die erotischen Funde aus Pompeji und Herculaneum. Das Museum ist groß, und für einen sinnvollen Besuch sollte man mehrere Stunden einplanen. Es liegt fußläufig zur Piazza Bellini und zur Metro-Station Museo und lässt sich gut mit einem Rundgang durch die nördliche Altstadt verbinden. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Wer Pompeji wirklich verstehen will, sollte das MANN idealerweise im Zusammenhang mit dem Besuch der Ausgrabungen sehen, denn erst hier wird sichtbar, wie reich die zerstörten Städte ausgestattet waren.
Erwartet wird ein großes, mehrgeschossiges Museum mit weitläufigen Sälen. Im Erdgeschoss stehen die monumentalen Marmorskulpturen der Farnese-Sammlung, darunter der Herkules Farnese und der Farnesische Stier. In den oberen Etagen folgen die Mosaike und Wandmalereien aus Pompeji und Herculaneum, allen voran das Alexandermosaik, sowie Bronzen und Alltagsgegenstände. Ein eigener Bereich, das Gabinetto Segreto, zeigt erotische Funde. Der Besuch ist kostenpflichtig und beansprucht je nach Interesse mehrere Stunden.
Das Museum geht auf die Sammlungen der bourbonischen Könige zurück und vereint die geerbte Farnese-Sammlung mit den Funden, die ab dem 18. Jahrhundert bei den Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum geborgen wurden. Im Lauf der Zeit entwickelte es sich zu einer der weltweit wichtigsten Sammlungen griechisch-römischer Kunst.
