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Largo Maradona
Das mehrstöckige Maradona-Wandbild von 1990 mit Fan-Schrein ist ein weltbekanntes Pilgerziel der Fußballfans.
◆ STADTVIERTEL · NEAPEL
Die Quartieri Spagnoli sind das ungeschönte, pulsierende Neapel: ein steiles Schachbrett enger Gassen über der Via Toledo, voller Wäscheleinen, Heiligennischen und Streetfood-Düfte. Seit dem riesigen Maradona-Wandbild am Largo Maradona ein weltberühmtes Pilgerziel der Fußballfans, hat sich das einst berüchtigte Viertel zu einem der lebendigsten und authentischsten Stadtteile gewandelt.
Die Quartieri Spagnoli entstanden im 16. Jahrhundert unter dem spanischen Vizekönig Don Pedro de Toledo, der hier am Hang über der nach ihm benannten Via Toledo seine Truppen einquartierte – daher der Name. Das Ergebnis ist ein striktes, steiles Schachbrett aus engen, schattigen Gassen, das sich über die Bezirke Montecalvario, Avvocata und San Ferdinando erstreckt. Über den Köpfen flattert die berühmte Wäsche von Balkon zu Balkon, an den Hausecken hängen unzählige votivische Heiligennischen, und überall mischen sich die Düfte aus Trattorien und Friggitorien.
Lange galten die Quartieri als rau und mieden Touristen sie eher. Heute strömen Besucher aus aller Welt herein, vor allem zum Largo Maradona: Dort prangt das mehrstöckige Wandbild, das Mario Filardi 1990 zu Ehren des zweiten Meistertitels des SSC Napoli malte und das der argentinische Künstler Francisco Bosoletti 2017 nachbesserte. Neben dem Mural steht ein kleiner Schrein, an dem Fans Schals, Fotos und Devotionalien hinterlassen – ein fast religiöser Kult um Diego Armando Maradona, der diese Stadt vergöttert.
Doch das Viertel ist weit mehr als eine Fußball-Wallfahrt. Hunderte Murales schmücken die Wände, zwischen barocken Devil-Masken (apotropäischen Figuren gegen böse Energien) und modernen Werken. Vor allem aber lebt man hier auf der Straße: Aus winzigen Lokalen werden „cuoppi“ mit Frittiertem, „rosette“-Brötchen und cremiger Sfogliatelle gereicht. Wer das echte, ungefilterte Neapel sucht, findet es zwischen diesen Mauern.
01 · Highlights
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Das mehrstöckige Maradona-Wandbild von 1990 mit Fan-Schrein ist ein weltbekanntes Pilgerziel der Fußballfans.
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Hunderte Murales und apotropäische Devil-Masken machen das Viertel zu einer Freiluftgalerie.
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Cuoppi mit Frittiertem, Rosette-Brötchen und frische Sfogliatelle aus winzigen Lokalen.
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An vielen Hausecken erinnern kleine, geschmückte Altäre an die tief verwurzelte Volksfrömmigkeit Neapels.
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Die belebte Einkaufsachse am Fuß der Quartieri verbindet das Viertel mit dem Zentrum und der prachtvollen Toledo-Metrostation.
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Das Viertel ist heute touristisch belebt und tagsüber gut zu erkunden. Es bleibt aber ein dicht bewohntes Volksviertel: Wertsachen sichern, in vollen Gassen auf Taschen und Roller achten.
Am Largo Maradona im Bezirk Montecalvario, wenige Gehminuten oberhalb der Via Toledo. Das Mural ist mehrstöckig und nicht zu verfehlen, ein Schrein steht direkt daneben.
Echtes neapolitanisches Streetfood: einen Cuoppo mit Frittiertem, ein Rosette-Brötchen, Pizza a portafoglio und zum Nachtisch eine warme Sfogliatelle.
Mit der Metro Linie 1 bis Toledo oder Dante; von der Via Toledo geht es zu Fuß den steilen Hang in die Gassen hinauf.
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