Wenige Kilometer westlich von Amalfi, an der Küstenstraße Richtung Conca dei Marini, bezieht die Grotta dello Smeraldo ihr Licht auf ungewöhnliche Weise: Statt durch eine offene Öffnung dringt das Sonnenlicht durch einen Spalt unterhalb der Wasserlinie in die Höhle. Das Ergebnis ist der Effekt, der ihr den Namen gab – das Wasser leuchtet in einem tiefen, fast unwirklichen Smaragdgrün, das von unten her zu strahlen scheint. Im Inneren der Höhle wachsen Stalagmiten aus dem Grund empor, was darauf hindeutet, dass die Grotte einst trocken lag und erst später vom Meer überflutet wurde. Eine Besonderheit ist die versenkte Keramik-Krippe unter der Wasseroberfläche, die Taucher zur Weihnachtszeit besuchen – eine lokale Tradition, die die natürliche Höhle mit dem religiösen Brauchtum der Küste verbindet. Bootsführer rudern die Gäste in kleinen Booten über das leuchtende Wasser und erläutern die Formationen. Den Zugang gibt es auf zwei Wegen: per Ausflugsboot ab dem Hafen von Amalfi, was sich gut mit einer Bootstour entlang der Küste verbinden lässt, oder über einen Aufzug und eine Treppe direkt von der Küstenstraße. Der Lichteffekt ist am stärksten, wenn die Sonne hoch steht und ihre Strahlen flach durch den Unterwasserspalt fallen, also rund um die Mittagsstunden. Da der Zugang vom Seegang abhängt, kann die Höhle bei rauem Wetter geschlossen bleiben. Der Eintritt ist kostenpflichtig.
Eine Meereshöhle, in der das Wasser durch einen Unterwasserspalt smaragdgrün leuchtet. Bootsführer rudern die Gäste in kleinen Booten über das Wasser, vorbei an Stalagmiten und der versenkten Keramik-Krippe. Der Besuch dauert in der Regel nur kurz, ist aber wegen des Lichteffekts eindrucksvoll.
Die Höhle lag ursprünglich trocken, wie die Stalagmiten belegen, und wurde erst durch das ansteigende Meer überflutet. Sie wurde im 20. Jahrhundert für Besucher erschlossen; die versenkte Krippe ist eine spätere lokale Tradition.
