Auf einem geführten Rundgang fügen sich Algheros Schichten zusammen: die aragonesische Eroberung von 1354, die Wehrtürme der Stadtmauer, die katalanische Gotik von Kathedrale und der Kirche San Francesco und die Geschichte der Korallenfischer, die der Riviera del Corallo den Namen gab. Unterwegs hörst du, warum hier bis heute Algherese gesprochen wird – ein katalanischer Dialekt, der die Stadt von der übrigen Insel abhebt. Der Weg führt durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an Pflaster aus dunklem Stein und Fassaden, an denen sich gotische und spätere Bauphasen ablesen lassen. Die Kathedrale Santa Maria mit ihrem katalanisch-gotischen Chor und achteckigen Campanile ist eine Station, ebenso die Kirche San Francesco, deren Architektur dieselbe katalanische Handschrift trägt. Dazwischen erklärt die Führung, wie die Aragonesen die ursprüngliche Bevölkerung ersetzten und Alghero zu einer katalanischen Enklave auf Sardinien machten. Ein roter Faden ist die Koralle: Vor der Küste wächst die wertvolle rote Mittelmeerkoralle, deren Fang und Verarbeitung Alghero über Jahrhunderte prägten und der Riviera del Corallo ihren Namen gaben. Der Rundgang verbindet diese Wirtschaftsgeschichte mit der heutigen Stadt, in der Korallenschmuck noch immer in den Auslagen liegt. Am Ende steht man auf den Bastionen, wenn das Licht über dem Capo Caccia weich wird. Rund zwei Stunden dauert der Spaziergang – kompakt genug, um ihn gleich am ersten Abend zu machen und sich danach in der Stadt zurechtzufinden.
Der geführte Rundgang verbindet die wichtigsten Stationen von Algheros Altstadt zu einem zusammenhängenden Bild: Man startet in den Gassen mit ihrem dunklen Pflaster, hört von der aragonesischen Eroberung 1354 und der katalanischen Neubesiedlung, besucht die Kathedrale Santa Maria und die Kirche San Francesco und endet auf den Bastioni am Meer. Unterwegs erklärt der Guide den Dialekt Algherese und die Bedeutung der roten Koralle für die Stadt. Mit rund zwei Stunden ist die Tour entspannt und ohne körperliche Anstrengung zu bewältigen.
