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Kathedrale Santa Maria & Campanile
Algheros Bischofskirche mit katalanisch-gotischem Chor und achteckigem Glockenturm – im Sommer lässt sich der Campanile besteigen.
◆ STADTVIERTEL · ALGHERO
Hinter den Bastionen drängt sich Algheros katalanisch-gotische Altstadt: Kopfsteingassen zwischen mittelalterlichen Wehrtürmen, die bunt gekachelte Kuppel von San Michele über den Dächern, Korallenjuweliere neben Weinbars und Trattorien. Abends decken die Restaurants ihre Tische direkt auf der Stadtmauer – und auf den Straßenschildern steht alles zweimal: auf Italienisch und auf Katalanisch.

Die Altstadt von Alghero sitzt auf einer kleinen Halbinsel, und ihre Form erzählt ihre Funktion: Nach der aragonesischen Eroberung 1354 wurde die Stadt zur Festung ausgebaut, die Türme an der Porta Terra, am Largo San Francesco und an der Südspitze – der mächtige Torre Sulis – sicherten die Landseite, die Bastionen das Meer. Innerhalb dieses Panzers wuchs ein dichtes Netz aus Gassen, in dem katalanische Kaufleute, Korallenfischer und Handwerker lebten.
Die katalanische Prägung ist bis heute greifbar. Die Kathedrale Santa Maria zeigt hinter ihrer neoklassizistischen Vorhalle einen katalanisch-gotischen Chor, der Kreuzgang von San Francesco gehört zu den stimmungsvollsten Orten der Stadt, und über allem leuchtet die mit bunten Majolikafliesen gedeckte Kuppel von San Michele – Algheros heimliches Wahrzeichen. An der Piazza Civica, dem alten Salon der Stadt, erinnert der Palazzo d'Albis an den Besuch Kaiser Karls V. im Jahr 1541.
Gelebt wird die Altstadt am Abend: Dann zieht die Passeggiata über die Via Carlo Alberto, vorbei an den Vitrinen der Korallenjuweliere, und auf den Bastionen Marco Polo und Magellano decken Bars und Restaurants ihre Tische auf der Mauerkrone. Wenn die Sonne hinter dem Capo Caccia versinkt, ist jeder Platz an der Brüstung besetzt – das tägliche Schauspiel, zu dem Algheresen und Gäste gleichermaßen erscheinen.
01 · Highlights
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Algheros Bischofskirche mit katalanisch-gotischem Chor und achteckigem Glockenturm – im Sommer lässt sich der Campanile besteigen.
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Die mit bunten Majolikafliesen gedeckte Kuppel der Jesuitenkirche ist das heimliche Wahrzeichen der Stadt – am besten von den Bastionen aus zu sehen.
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Die begehbare Seemauer der Altstadt: tagsüber Spazierweg über dem Wasser, abends Freiluftbühne für Aperitivo und Sonnenuntergang.
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Der alte Salon Algheros gleich hinter dem Hafentor – im Palazzo d'Albis logierte 1541 Kaiser Karl V.
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Die Wehrtürme der Landseite rahmen die Altstadt – der Torre Sulis an der Südspitze trägt den Namen eines hier inhaftierten Revolutionärs.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die Kathedrale mit ihrem Campanile, den Kreuzgang von San Francesco, die Piazza Civica und zum Abschluss die Bastionen zum Sonnenuntergang. Dazwischen lohnt der Blick nach oben: Die Majolika-Kuppel von San Michele taucht immer wieder zwischen den Dächern auf.
Weitgehend ja – die Gassen sind für den Verkehr gesperrt oder schlicht zu eng. Geparkt wird außerhalb der Mauern, etwa am Hafen oder an der Via Garibaldi, von dort ist alles in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Die traditionsreichen Juweliere konzentrieren sich an der Via Carlo Alberto und ihren Seitengassen. Echte Corallium-rubrum-Arbeiten haben ihren Preis – sehr billige Stücke sind meist gefärbte Imitate. Ein vorheriger Besuch im Museo del Corallo schärft den Blick.
Ja, vor allem bei der älteren Generation und bei Festen. Das Algherese ist als Minderheitensprache anerkannt, die Straßenschilder sind zweisprachig, und Kulturvereine halten Kurse und Konzerte in der Sprache ab.
07 · In der Nähe
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