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Via delle Volte
Über zwei Kilometer mittelalterliche Gasse unter Backsteinbögen – abends im Laternenlicht am schönsten.
◆ STADTVIERTEL · FERRARA
Südlich der Piazza fällt Ferrara ins Mittelalter: Die Via delle Volte spannt ihre Backsteinbögen über zwei Kilometer Kopfsteinpflaster, in den engen Gassen des einstigen Ghettos um die Via Mazzini erzählt die Stadt ihre jüdische Geschichte, und Richtung Osten warten Palazzo Schifanoia und Casa Romei. Abends zählen die Osterien an der Via Carlo Mayr zu den stimmungsvollsten Adressen der Stadt.

Dies ist das älteste Ferrara: Die Stadt wuchs am Ufer eines Po-Arms, der dort floss, wo heute die Via Ripagrande verläuft. Die Kaufleute bauten ihre Häuser an den Hafen, und die berühmten Bögen der Via delle Volte verbanden Wohnhäuser und Warenlager über die Gasse hinweg. Geblieben ist eine über zwei Kilometer lange, von Backsteinbögen überspannte Straße – abends, im Licht der Laternen, einer der atmosphärischsten Orte der Stadt.
Wenige Gassen nördlich liegt das einstige jüdische Viertel: Ferraras Gemeinde gehörte zu den bedeutendsten Italiens, die Este nahmen 1492 auch aus Spanien vertriebene Sepharden auf. Unter päpstlicher Herrschaft wurde das Quartier um Via Mazzini und Via Vignatagliata ab 1627 zum abgeriegelten Ghetto. Heute erinnern die Synagogen in der Via Mazzini, Gedenktafeln und das Nationalmuseum MEIS an diese Geschichte – und Giorgio Bassani hat ihr mit den 'Gärten der Finzi-Contini' ein literarisches Denkmal gesetzt.
Richtung Osten öffnet sich das Viertel zu den stillen Seiten der Renaissance: Der Palazzo Schifanoia birgt mit dem Salone dei Mesi einen der bedeutendsten profanen Freskenzyklen des 15. Jahrhunderts, die Casa Romei zeigt, wie ein reicher Kaufmann zwischen Spätgotik und Renaissance wohnte. Den Abend beschließt man in den Osterien an der Via Carlo Mayr – bei Cappellacci und einem Glas Lambrusco.
01 · Highlights
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Über zwei Kilometer mittelalterliche Gasse unter Backsteinbögen – abends im Laternenlicht am schönsten.
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Die engen Gassen des einstigen jüdischen Viertels mit Synagogen und Gedenkorten.
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Lustpalast der Este mit dem Salone dei Mesi, einem Hauptwerk der Ferrareser Frührenaissance.
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Seltene erhaltene Kaufmannsresidenz des 15. Jahrhunderts zwischen Spätgotik und Renaissance.
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Die Osterienmeile des Viertels – abends Treffpunkt für Cappellacci, Salumi und ein Glas Wein.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die Bögen verbanden im Mittelalter die Wohnhäuser der Kaufleute mit ihren Lagerhäusern auf der Flussseite – der Po floss damals dort, wo heute die Via Ripagrande verläuft. So konnten Waren trockenen Fußes über die Gasse gebracht werden.
Die Gassen des einstigen Ghettos um Via Mazzini und Via Vignatagliata, das Synagogengebäude in der Via Mazzini sowie das MEIS, das Nationalmuseum des italienischen Judentums und der Shoah in der Via Piangipane, das die Geschichte mit modernen Ausstellungen erzählt.
Ja – der Salone dei Mesi mit seinem Monatszyklus, gemalt um 1469/70 von Francesco del Cossa und Werkstattkollegen für Borso d'Este, zählt zu den bedeutendsten profanen Freskenräumen der italienischen Frührenaissance.
Entlang der Via Carlo Mayr und in den Gassen um die Via delle Volte reihen sich traditionsbewusste Osterien und Trattorien – ideal für Cappellacci di zucca, Salama da sugo und regionale Weine in unaufgeregter Atmosphäre.
07 · In der Nähe
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