Hinter der klassizistischen Säulenfront der Cattedrale di San Pietro Apostolo, des Doms von Treviso, verbirgt sich ein vielschichtiger Bau, der die Baugeschichte mehrerer Jahrhunderte in sich vereint. Während die Fassade mit ihrer strengen Säulenordnung klassizistisch wirkt, überrascht das Innere mit einer ungewöhnlichen Raumwirkung: Sieben Kuppeln überspannen das Kircheninnere und verleihen ihm eine besondere Weite und Helligkeit. Ein Höhepunkt liegt unter dem Boden. In der Krypta trägt ein Wald schlanker Säulen ein romanisches Gewölbe aus dem 11. und 12. Jahrhundert – ein stiller, eindrucksvoller Raum, der die mittelalterlichen Wurzeln des Doms erlebbar macht. Diese frühen Bauteile zeugen davon, wie lange dieser Ort schon religiöses Zentrum der Stadt ist. Der größte Kunstschatz des Doms befindet sich in der Cappella Malchiostro: die Verkündigung von Tizian aus der Zeit um 1520. Ergänzt wird das Werk durch Fresken des Pordenone. Die beiden Maler galten als Rivalen ihrer Zeit, und hier sind ihre Werke auf engstem Raum vereint – eine spannungsreiche Begegnung zweier großer Künstler der Renaissance, die den Besuch der Kapelle besonders lohnenswert macht. Der Eintritt in den Dom ist frei, angemessene Kleidung ist erwünscht, wie es in Kirchen üblich ist. Der Dom liegt an der Piazza del Duomo, am Ende der Laubengasse Calmaggiore, die von der Piazza dei Signori herführt. Damit lässt sich der Besuch gut in einen Rundgang durch die Altstadt einbinden. Wer sich für Renaissance-Malerei und romanische Architektur interessiert, sollte sich Zeit für Krypta und Cappella Malchiostro nehmen.
Besucher erwartet die Kathedrale San Pietro Apostolo mit klassizistischer Säulenfront und einem überraschenden Inneren, das von sieben Kuppeln überspannt wird. In der Krypta trägt ein Wald schlanker Säulen ein romanisches Gewölbe aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Der größte Kunstschatz ist Tizians Verkündigung in der Cappella Malchiostro, ergänzt durch Fresken des Pordenone. Der Eintritt ist frei, angemessene Kleidung erwünscht.
Der Dom von Treviso reicht in seinen ältesten Teilen bis ins Mittelalter zurück: Die romanische Krypta mit ihrem Säulenwald stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Über die Jahrhunderte wurde der Bau verändert und erhielt schließlich seine klassizistische Säulenfront. In der Cappella Malchiostro vereinen sich mit Tizians Verkündigung (um 1520) und den Fresken des Pordenone zwei Hauptwerke der Renaissance an einem Ort.
