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Piazza dei Signori & Palazzo dei Trecento
Der zentrale Platz der Stadt mit dem mittelalterlichen Ratspalast – Bühne für Aperitivo, Märkte und das tägliche Schauspiel der Stadt.
◆ STADTVIERTEL · TREVISO
Zwischen Piazza dei Signori, der Arkadenstraße Calmaggiore und dem Dom schlägt das Herz Trevisos: Hier flaniert die Stadt unter Laubengängen mit freskierten Fassaden, trinkt ihren Aperitivo vor dem Palazzo dei Trecento und kauft in Boutiquen, die an Mailand erinnern – nur ohne dessen Tempo. Abends ziehen Cicchetti-Gänger von Theke zu Theke.

Das Zentrum von Treviso ist seit dem Mittelalter dasselbe geblieben: die Piazza dei Signori mit dem Palazzo dei Trecento, dem backsteinernen Ratssaal des 13. Jahrhunderts, der nach dem verheerenden Luftangriff vom Karfreitag 1944 sorgfältig wiederaufgebaut wurde. Ein paar Schritte weiter steht die Loggia dei Cavalieri, ein offener Arkadenpavillon, unter dem einst der Stadtadel würfelte und politisierte – byzantinisch angehauchte Backsteinarchitektur, wie man sie in Venetien kein zweites Mal findet.
Vom Platz zum Dom führt der Calmaggiore, die alte römische Hauptachse, heute eine elegante Einkaufsgasse, deren Laubengänge bei jedem Wetter trockenen Fußes durch die Stadt tragen. Am Ende öffnet sich der Domplatz: Hinter der klassizistischen Säulenfront der Kathedrale warten sieben Kuppeln, eine romanische Krypta und – als größter Schatz – Tizians Verkündigung in der Cappella Malchiostro.
Dazwischen liegt das Vergnügen: In einem Innenhof nahe dem Calmaggiore steht eine Kopie der Fontana delle Tette, jenes Brunnens von 1559, aus dessen Brüsten zur Amtseinführung eines neuen Podestà drei Tage lang Wein floss – Rot aus der einen, Weiß aus der anderen. Heute fließt der Wein in den Bars rund um die Piazza: Ab dem späten Nachmittag gehört das Viertel dem Aperitivo, und unter den Arkaden wird es eng und gesellig.
01 · Highlights
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Der zentrale Platz der Stadt mit dem mittelalterlichen Ratspalast – Bühne für Aperitivo, Märkte und das tägliche Schauspiel der Stadt.
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Die elegante Laubengasse auf der Trasse des römischen Cardo verbindet Piazza und Dom – Schaufenster, Cafés und freskierte Fassaden inklusive.
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Offener Arkadenpavillon des 13. Jahrhunderts, einst Treffpunkt des Adels – ein in Venetien einzigartiges Stück Backsteinarchitektur.
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Sieben Kuppeln, eine romanische Krypta und Tizians Verkündigung von etwa 1520 – große Kunst ohne Anstehen.
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Der kuriose Brunnen von 1559, aus dem zur Amtseinführung des Podestà Wein statt Wasser floss – heute als Kopie in einem Innenhof zu sehen.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die Trias aus Piazza dei Signori, Calmaggiore und Dom lässt sich in ein bis zwei Stunden ablaufen. Dazu lohnen die Loggia dei Cavalieri und ein Blick auf die Kopie der Fontana delle Tette in einem Innenhof nahe der Piazza.
An der Piazza dei Signori zahlt man Platzzuschlag – ein paar Gassen weiter sitzen die Trevisaner selbst, und die Preise sinken spürbar. Hotels im Zentrum sind zudem deutlich günstiger als vergleichbare Häuser in Venedig.
Viele Fassaden der Altstadt waren einst vollständig freskiert – ‚die bemalte Stadt'. Reste dieser Malereien sieht man bis heute an Häusern am Calmaggiore und rund um die Piazza, am schönsten im Streiflicht des Nachmittags.
Ja, der Eintritt in die Kathedrale ist frei; angemessene Kleidung wird erwartet. Tizians Verkündigung hängt in der Cappella Malchiostro, und die Krypta mit ihrem Säulenwald gehört zu den ältesten Teilen des Baus.
07 · In der Nähe
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