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Chiesa di San Nicolò
Trevisos größte Kirche: dominikanische Backsteingotik mit Freskenpfeilern von Tomaso da Modena.
◆ STADTVIERTEL · TREVISO
Im Südwesten der Altstadt wird Treviso still: Über den Dächern ragt die gewaltige Backsteinkirche San Nicolò auf, in deren Kapitelsaal Tomaso da Modena 1352 die früheste bekannte Brille der Kunstgeschichte malte. Wenige Schritte weiter fließt der Sile an der Riviera Santa Margherita vorbei – hier beginnt die Restera, der alte Treidelpfad, auf dem heute Radfahrer und Spaziergänger flussabwärts rollen. Dazu: Bahnhofsnähe und faire Hotelpreise.

Die Dominikaner bauten groß: San Nicolò, begonnen im 13. Jahrhundert, ist die mächtigste Kirche Trevisos – ein hochgotisches Backsteinschiff, dessen runde Pfeiler Tomaso da Modena mit Heiligenfiguren freskierte. Der eigentliche Schatz hängt nebenan: Im Kapitelsaal des Seminars porträtierte der Maler 1352 vierzig Gelehrte des Ordens an ihren Schreibpulten, darunter Kardinal Hugo von Saint-Cher mit einer Brille auf der Nase – die früheste bekannte Darstellung einer Brille in der europäischen Kunst.
Vor der Kirche beginnt das Wasser: An der Riviera Santa Margherita zieht der Sile vorbei, gesäumt von Platanen und alten Villen. Flussabwärts schließt die Restera an, der Treidelpfad, auf dem einst Pferde und Männer die Lastkähne – die burci – nach Treviso zogen. Heute ist sie der beliebteste Rad- und Spazierweg der Stadt und führt bis zu den Dörfern Casier und Casale sul Sile, vorbei am ‚Cimitero dei Burci', wo die Wracks der letzten Kähne aus dem Wasser ragen.
Das Viertel selbst bleibt angenehm unaufgeregt: Studenten und Pendler prägen die Gassen, der Bahnhof liegt gleich hinter dem Fluss, und wer hier übernachtet, wohnt günstiger als im Herzen der Altstadt – und ist trotzdem in fünf Minuten auf der Piazza dei Signori. Abends lohnt der Umweg über die Mauerpromenade, wenn die Sonne hinter den Alpenkämmen im Nordwesten versinkt.
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Trevisos größte Kirche: dominikanische Backsteingotik mit Freskenpfeilern von Tomaso da Modena.
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Vierzig Dominikanergelehrte, gemalt 1352 – darunter die früheste bekannte Darstellung einer Brille in der Kunst.
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Platanengesäumte Uferpromenade am Sile – der grüne Auftakt zur Restera.
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Der alte Treidelpfad flussabwärts nach Casier – unterwegs ragen die Wracks versunkener Lastkähne aus dem Sile.
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Es ist die größte Kirche Trevisos und ein Hauptwerk der dominikanischen Backsteingotik in Venetien. Die runden Pfeiler tragen Heiligenfresken von Tomaso da Modena, und der hohe Chor überragt das ganze Viertel.
Im Kapitelsaal (Sala del Capitolo) des angrenzenden Seminario vescovile, Eingang neben der Kirche. Dort porträtierte Tomaso da Modena 1352 vierzig Dominikanergelehrte – Kardinal Hugo von Saint-Cher trägt die früheste in der Kunst dargestellte Brille.
Am Sile-Ufer unterhalb der Altstadt: einfach der Uferpromenade flussabwärts folgen. Der Weg ist flach, autofrei und führt in rund einer Stunde per Rad nach Casier; Leihräder gibt es in der Altstadt.
Ja – besonders für Zugreisende: Der Bahnhof liegt gleich hinter dem Fluss, die Piazza dei Signori ist in wenigen Gehminuten erreichbar, und die Zimmerpreise liegen meist unter denen der zentralen Altstadtlagen.
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