Die Antica Trattoria della Pesa serviert seit 1880 an derselben Adresse und gehört damit zu den ältesten durchgehend betriebenen Gasthäusern Mailands. Die Stuben mit ihren alten Öfen, der Holzvertäfelung und einer über die Jahrzehnte gewachsenen Patina brauchen keine Inszenierung – die Atmosphäre ist echt und unverstellt, weit entfernt von nachgebauter Gemütlichkeit. Hier ist die Geschichte der Stadt in den Wänden eingeschrieben. Auf der Karte stehen die Säulen der lombardischen Küche. Das Risotto alla milanese, das mit Safran gekochte Mailänder Risotto, gehört ebenso dazu wie das Ossobuco, die geschmorte Kalbshaxe, die in Mailand traditionell mit dem Risotto kombiniert wird. Auch die Cotoletta, das panierte Kalbsschnitzel, und im Winter die deftige Cassoeula, ein kräftiger Eintopf aus Schweinefleisch und Wirsing, finden sich auf der Speisekarte. Die Küche pflegt diese Klassiker ohne modische Abwandlungen. Die Trattoria hat über die Jahrzehnte auch eine eigene Geschichte geschrieben. Sie war ein Treffpunkt der Mailänder Gesellschaft und Politik und ist mit der jüngeren Stadtgeschichte verwoben – ein Ort, der über das rein Kulinarische hinaus Bedeutung hat. Besonders eindrücklich ist der Kontrast vor der Tür. Direkt gegenüber wächst das Porta-Nuova-Viertel mit seinen Glastürmen und dem Bosco Verticale in den Himmel, das moderne Mailand in seiner reinsten Form. Zwischen diesen Glasfassaden und den 140 Jahren Trattoria-Geschichte könnte der Gegensatz kaum größer sein – ein Bild, das die beiden Gesichter der Stadt auf engem Raum zusammenbringt. Wer die authentische, traditionelle Mailänder Küche sucht, findet hier eine der verlässlichsten Adressen.
Auf der Karte stehen die Säulen der lombardischen Küche. Das Risotto alla milanese, das mit Safran gekochte Mailänder Risotto, gehört ebenso dazu wie das Ossobuco, die geschmorte Kalbshaxe, die in Mailand traditionell mit dem Risotto kombiniert wird. Auch die Cotoletta, das panierte Kalbsschnitzel, und im Winter die deftige Cassoeula, ein kräftiger Eintopf aus Schweinefleisch und Wirsing, finden sich auf der Speisekarte. Die Küche pflegt diese Klassiker seit 1880 ohne modische Abwandlungen.
Die Stuben mit ihren alten Öfen, der Holzvertäfelung und einer über die Jahrzehnte gewachsenen Patina wirken echt und unverstellt, weit entfernt von nachgebauter Gemütlichkeit. Hier ist die Geschichte der Stadt in den Wänden eingeschrieben; das Haus war über Jahrzehnte ein Treffpunkt der Mailänder Gesellschaft. Vor der Tür bildet das moderne Porta-Nuova-Viertel einen eindrücklichen Kontrast.
