Der Archäologiepark von Rudiae wird bei geführten Rundgängen lebendig. Wenige Kilometer südwestlich von Lecce liegt das Gelände der antiken Stadt Rudiae, die als messapische Siedlung begann und in römischer Zeit zur Stadt wuchs. Archäologisch geschulte Guides führen über das Areal, ordnen die Mauerreste ein und machen verständlich, wie aus einer vorrömischen Gründung eine römische Stadt wurde. Im Mittelpunkt steht das bei jüngeren Grabungen freigelegte Amphitheater, das lange unter der Erde verborgen lag. Anders als die großen Touristenmagnete der Region ist Rudiae ein stiller Ort: Hier erklärt sich antike Geschichte ohne Gedränge, zwischen Olivenbäumen und freigelegten Fundamenten. Die Guides erzählen von Quintus Ennius, dem hier geborenen Dichter, der als Vater der römischen Dichtung gilt und im 3. und 2. Jahrhundert vor Christus lebte – ein Bezug, der Rudiae weit über seine sichtbaren Reste hinaus bedeutsam macht. Gerade für Reisende, die Lecce nicht nur als Barockstadt, sondern in seiner langen Geschichte verstehen wollen, ist der Rundgang ein lohnender Kontrapunkt. Man begreift, dass die Gegend schon Jahrhunderte vor dem Bau der barocken Kirchen besiedelt war. Die Termine sind begrenzt und sollten vorab reserviert werden, da der Park nicht durchgehend frei zugänglich ist. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind sinnvoll: Das Gelände zwischen den Olivenbäumen bietet wenig Schatten, und der Boden ist uneben. Wasser mitzunehmen empfiehlt sich besonders in den Sommermonaten. Der Besuch lässt sich gut mit dem nahen Lecce zu einem halben Tag verbinden.
Archäologisch geschulte Guides führen über das Gelände der antiken Stadt Rudiae wenige Kilometer vor Lecce. Im Mittelpunkt steht das bei jüngeren Grabungen freigelegte Amphitheater. Die Führung ordnet die messapischen und römischen Reste ein und erzählt von Quintus Ennius, dem hier geborenen Vater der römischen Dichtung. Ein stiller Ort, der Lecces Geschichte weit vor der Barockzeit greifbar macht.
