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Tempio Malatestiano
Albertis unvollendete Renaissance-Kathedrale mit Piero della Francescas Fresko und Giottos Kruzifix – das Hauptwerk der Malatesta-Ära.
◆ STADTVIERTEL · RIMINI
Riminis Altstadt ist ein kompaktes Lehrstück italienischer Geschichte: römische Bögen und Brücken, ein Renaissance-Tempel der Malatesta, eine Festung voller Fellini-Träume und Plätze, auf denen abends der Aperitivo regiert. Alles liegt wenige Gehminuten auseinander – und einen Radweg vom Strand entfernt.

Das Zentrum Riminis folgt noch immer dem Raster der römischen Kolonie Ariminum. Die heutige Piazza Tre Martiri war das Forum, an dem sich Via Flaminia und Via Emilia trafen; eine Säule erinnert an Caesar, der hier nach der Überschreitung des Rubikon zu seinen Legionen gesprochen haben soll. Wenige Schritte weiter überspannt ein Glaspavillon die Domus del Chirurgo – die Praxis eines römischen Arztes aus dem 2. Jahrhundert, deren Instrumentenfund Archäologen weltweit staunen ließ.
Im 15. Jahrhundert machten die Malatesta Rimini zur Renaissance-Bühne. Sigismondo Pandolfo Malatesta ließ Leon Battista Alberti die gotische Franziskanerkirche in den Tempio Malatestiano verwandeln, mit Marmorfassade nach dem Vorbild römischer Bögen, einem Fresko Piero della Francescas und Giottos Kruzifix. Seine Festung Castel Sismondo blieb das Machtzeichen der Familie – heute beherbergt sie das Fellini Museum, dessen Inszenierungen aus Kostümen, Szenenbildern und Projektionen das Werk des Regisseurs begehbar machen.
Dazwischen lebt ein sehr italienischer Alltag: Auf der Piazza Cavour klappern Espressotassen vor dem Palazzo dell'Arengo, in der alten Fischhalle Vecchia Pescheria reihen sich abends die Weinbars, und im Mercato Coperto duftet es nach Squacquerone und frischem Fang. Wer den Tag am Strand verbringt, sollte der Altstadt wenigstens einen Abend schenken – dann gehört sie den Riminesi.
01 · Highlights
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Albertis unvollendete Renaissance-Kathedrale mit Piero della Francescas Fresko und Giottos Kruzifix – das Hauptwerk der Malatesta-Ära.
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Die Malatesta-Festung von 1437 als begehbarer Fellini-Traum: Kostüme, Szenenbilder und Projektionen, ergänzt um das Cinema Fulgor.
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Die Praxis eines römischen Arztes unter Glas an der Piazza Ferrari – mit einem der reichsten antiken Instrumentenfunde der Welt.
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Riminis guter Stube mit Arengo-Palast und Pigna-Brunnen folgt die alte Fischhalle – heute das Epizentrum des Abendlebens.
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Der älteste erhaltene römische Ehrenbogen Norditaliens, errichtet 27 v. Chr. am Ende der Via Flaminia.
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Unbedingt – kaum eine Adria-Stadt hat so viel Substanz hinter dem Strand: römische Monumente, ein Renaissance-Tempel, das Fellini Museum und lebendige Plätze. Ein halber Tag reicht für die Highlights, ein Abend in der Vecchia Pescheria macht das Bild komplett.
Die Kathedrale von Rimini – eine gotische Franziskanerkirche, die Leon Battista Alberti ab 1450 für Sigismondo Malatesta in ein Renaissance-Manifest verwandelte. Innen finden sich ein Fresko von Piero della Francesca und ein Kruzifix von Giotto. Der Eintritt ist frei, angemessene Kleidung wird erwartet.
Etwa 20 bis 25 Gehminuten oder wenige Minuten mit dem Rad: Vom Ponte di Tiberio führt der Weg am Hafenkanal entlang zur Marina, vom Arco d'Augusto die Achse Richtung Miramare. Stadtbusse verbinden Bahnhof, Altstadt und Küste im dichten Takt.
Rund um die Piazza Cavour und in der alten Fischhalle Vecchia Pescheria: Dort reihen sich Weinbars und Osterien, im Sommer sitzt halb Rimini draußen. Die Cafés am Corso d'Augusto sind die klassische Adresse für den Espresso zwischendurch.
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