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Zoom 5 / 5Viertel · in Rimini

◆ STADTVIERTEL · RIMINI

Borgo San Giuliano.
wo Fellinis Träume an den Hauswänden wohnen

Ein paar Schritte über die 2.000 Jahre alte Römerbrücke, und Rimini wird zum Dorf: Im Borgo San Giuliano drängen sich pastellfarbene Fischerhäuschen an Kopfsteingassen, Wandbilder erzählen Szenen aus Fellinis Filmen, und abends duftet es aus den Osterien nach gegrilltem Fisch und Piadina. Das einst ärmste Viertel der Stadt ist heute ihr Herzstück.

Borgo San Giuliano.
Westlich des Ponte di Tiberio, am alten Hafenarm
Lage
Fischerdorf-Gassen, Murales, Osterien
Charakter
Fotografen, Genießer, Abendessen mit Atmosphäre
Gut für
Goldene Stunde für die Murales, abends zum Essen
Beste Zeit
Borgo San Giuliano

Vom Fischerdorf zur Freiluftgalerie

Jahrhundertelang lebte das Borgo vom Meer: Hier wohnten die Fischer, deren Boote am alten Hafenarm hinter dem Ponte di Tiberio lagen, in niedrigen Häusern mit bunten Fassaden – damit die Männer ihr Zuhause schon vom Wasser aus erkannten, erzählt man sich. Die Gassen tragen noch die alten Namen, und wer durch die Via Marecchia oder die Vicoli dahinter schlendert, läuft durch ein Stück Rimini, das der Bäderboom nie erreicht hat.

Berühmt machten das Viertel seine Wandbilder. Seit den 1980er-Jahren bemalen Künstler zur Festa de' Borg die Fassaden, viele Motive huldigen Federico Fellini und seinen Filmen – Gelsomina aus „La Strada“, die Rex aus „Amarcord“, Marcello Mastroianni mit Sonnenbrille. Alle zwei Jahre erneuert das Fest die Galerie und verwandelt das Borgo in eine einzige Tafel mit Musik, Wein und Geschichten.

Kulinarisch ist San Giuliano längst die erste Adresse der Stadt: In den Osterien kommen Strozzapreti, gegrillter Adria-Fisch und Piadina auf den Tisch, dazu Sangiovese aus den Hügeln. Vor dem Essen lohnt die Runde über die Piazza sull'Acqua am Fuß der Römerbrücke – von der Wiese am Wasser hat man den besten Blick auf die fünf Bögen, besonders wenn die Abendsonne den istrischen Stein golden färbt.

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Zu Fuß über den Ponte di Tiberio vom Centro Storico; 15 Gehminuten vom Bahnhof
Beste Zeit
Später Nachmittag für die Murales im goldenen Licht, abends für die Osterien
Gut für
Fotospaziergänge, Abendessen, Sonnenuntergang an der Piazza sull'Acqua
Preisniveau
Moderat – ambitionierte Osterien, aber ehrliche Portionen und Hauswein
Insider-Tipp
Für die beliebten Osterien am Wochenende unbedingt einen Tisch reservieren

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Warum ist Borgo San Giuliano so bunt bemalt?

Seit den 1980er-Jahren bemalen Künstler zur Festa de' Borg die Fassaden des alten Fischerviertels. Viele Murales zeigen Szenen aus den Filmen Federico Fellinis, der in Rimini geboren wurde – das Viertel ist seine inoffizielle Freiluft-Hommage.

Wo isst man im Borgo am besten?

Die Klassiker sind die Osteria de Börg für romagnolische Küche, die Trattoria La Marianna für Fisch und Nud e Crud für Piadina und Cassoni auf die Hand. Am Wochenende und im Sommer sollte man reservieren – das Viertel ist klein und beliebt.

Wie lange braucht man für das Viertel?

Für die Gassen und Murales reicht eine gute Stunde, mit Fotostopps und einem Aperitif eher zwei. Ideal ist die Kombination: am späten Nachmittag durchs Borgo schlendern, den Sonnenuntergang an der Piazza sull'Acqua erleben und danach in einer Osteria essen.

Was ist die Piazza sull'Acqua?

Ein Park mit Holzstegen und Wiesen am Becken des alten Hafenarms direkt am Ponte di Tiberio. Von hier hat man den schönsten Blick auf die fünf Bögen der Römerbrücke – abends treffen sich Familien, Jogger und Pärchen mit Picknickdecke.

07 · In der Nähe

Weiter erkunden.

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travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026