Highlight
Piazza Duomo
Der schräg ansteigende Hauptplatz von Ibla, inszeniert wie ein Bühnenbild – gesäumt von Palazzi, Palmen und der Freitreppe von San Giorgio.
◆ STADTVIERTEL · RAGUSA
Ragusa Ibla ist die alte Stadt: ein Gewirr aus Treppengassen und honigfarbenem Kalkstein, nach dem Erdbeben von 1693 auf mittelalterlichem Grundriss barock wiederaufgebaut. Zwischen der Freitreppe des Duomo di San Giorgio und dem Giardino Ibleo verdichtet sich das barocke Sizilien auf wenigen hundert Metern – und abends gehören die Plätze den Trattorien, Gelaterie und Sterne-Restaurants.

Als das Erdbeben von 1693 Ragusa zerstörte, wollte der alte Adel seine Stadt nicht aufgeben: Auf dem Felssporn zwischen zwei Schluchten entstand Ibla neu – auf dem verwinkelten mittelalterlichen Grundriss, aber in der Formensprache des Spätbarock. So wurde aus der Katastrophe ein Gesamtkunstwerk: schmale Gassen, die sich plötzlich zu Bühnenplätzen öffnen, Palazzi mit schmiedeeisernen Balkonen auf grotesken Konsolfiguren, dazwischen Dutzende Kirchen.
Das Zentrum ist die abschüssige Piazza Duomo: oben die geschwungene Turmfassade des Duomo di San Giorgio von Rosario Gagliardi, unten der neoklassizistische Circolo di Conversazione, in dem sich der Adel zum Gespräch traf. Den Corso XXV Aprile hinab erreicht man die Piazza Pola mit San Giuseppe und schließlich den Giardino Ibleo, dessen Balustraden über der Irminio-Schlucht hängen – gleich am Eingang erinnert das gotische Portale di San Giorgio an die Kirche, die das Beben verschlang.
Heute ist Ibla beides: Museum und Wohnzimmer. Tagsüber folgen Besucher den Montalbano-Kulissen, abends füllen sich Trattorien, Weinbars und zwei der besten Restaurants Siziliens. Wer hier übernachtet, erlebt die Stunden, die das Viertel am schönsten machen – den frühen Morgen, wenn die Schwalben über der Kuppel kreisen, und die blaue Stunde, wenn die Fassaden golden angestrahlt werden.
01 · Highlights
Highlight
Der schräg ansteigende Hauptplatz von Ibla, inszeniert wie ein Bühnenbild – gesäumt von Palazzi, Palmen und der Freitreppe von San Giorgio.
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Der Stadtgarten am östlichen Sporn: Palmenalleen, Kirchen und Balustraden mit weitem Blick über die Schlucht des Irminio.
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Das gotisch-katalanische Portal ist der berührendste Rest des alten Ragusa – die Kirche dahinter stürzte 1693 ein.
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Neoklassizistischer Adelsclub an der Piazza Duomo – außen streng, innen Samt und Fresken; bis heute ein privater Zirkel.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Am schönsten zu Fuß: Der Treppenweg ab Santa Maria delle Scale führt mit rund 340 Stufen und immer neuen Ausblicken hinunter. Zurück nimmt man bequem den Stadtbus, der beide Stadthälften verbindet. Mit dem Auto parkt man am Rand von Ibla – die Gassen selbst sind weitgehend verkehrsberuhigt.
Den Duomo di San Giorgio mit seiner Freitreppe, die Piazza Duomo mit dem Circolo di Conversazione, das gotische Portale di San Giorgio und den Giardino Ibleo über der Schlucht. Dazu mindestens einen Abend in einer Trattoria – oder gleich in einem der Sterne-Restaurants.
Ja, aber angenehm: Abends füllen sich die Restaurants, Weinbars und Gelaterie rund um Piazza Duomo und Piazza Pola, ohne dass das Viertel laut würde. Nach dem Abendessen gehören die beleuchteten Fassaden fast wieder dir allein – die Stimmung ist eher Bühnenbild als Partymeile.
Unbedingt, wenn dir Atmosphäre wichtiger ist als Anfahrtskomfort: Die Boutique-Hotels stecken in Barockpalazzi, und du erlebst die magischen Randstunden vor und nach den Tagesbesuchern. Wer aufs Budget achtet oder viel mit dem Auto unterwegs ist, findet in Ragusa Superiore praktischere Alternativen.
07 · In der Nähe
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