📍 40.75°N · 17.54°E
Zoom 5 / 5Viertel · in Ostuni

◆ STADTVIERTEL · OSTUNI

Contrade & Olivenhaine.
das silbergrüne Meer um die weiße Stadt

Zwischen Stadthügel und Küste liegt die Piana degli Ulivi Monumentali, eine Ebene voller knorriger, teils weit über tausend Jahre alter Olivenbäume. Verstreut darin: weiß gekalkte Masserien hinter Trockenmauern, viele mit in den Fels gehauenen Ölmühlen, heute oft als Landhotels und Agriturismi geöffnet. Hier schmeckt man Ostuni – beim Olivenöl direkt vom Erzeuger und bei langen Abendessen unter freiem Himmel.

Contrade & Olivenhaine.
Die ländlichen Contrade zwischen Stadt, Valle d'Itria und Küstenebene
Lage
Monumentale Olivenhaine, Masserien, Trockenmauern, Stille
Charakter
Landhotel-Romantik, Öl-Verkostungen, lange Abendessen
Gut für
Mai–Juni und September–Oktober; ab Oktober Olivenernte
Beste Zeit
Contrade & Olivenhaine

Bäume, die Jahrhunderte tragen

Die Ebene zwischen Ostuni und der Adria gehört zu den eindrucksvollsten Kulturlandschaften des Mittelmeers: In der Piana degli Ulivi Monumentali stehen Olivenbäume, deren verdrehte Stämme seit weit über tausend Jahren Früchte tragen – lebende Denkmäler, durch die schon die römische Via Traiana führte. Das Öl von hier war über Jahrhunderte der Reichtum der Region.

Gepresst wurde in den Masserien, den befestigten Gutshöfen, deren Ölmühlen oft unterirdisch in den Fels gehauen sind – kühle Gewölbe, in denen Mensch und Tier im Halbdunkel arbeiteten. Viele dieser frantoi ipogei lassen sich heute bei Führungen besichtigen, und etliche Masserien sind zu Landhotels und Agriturismi geworden, vom Bio-Hof mit Kerzenschein-Dinner bis zum puristischen Designrefugium.

Wer hier draußen wohnt, bekommt das andere Ostuni: Morgens Vogelstimmen statt Vespa, mittags Pool zwischen Olivenbäumen, abends Menüs aus dem eigenen Garten. Die weiße Stadt liegt nur wenige Fahrminuten entfernt – und leuchtet von den Landstraßen aus gesehen am schönsten.

03 · Sehenswürdigkeiten

Im Umland entdecken.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Eigenes Auto nötig – die Masserien verteilen sich über Landstraßen und Contrade rund um die Stadt
Beste Zeit
Mai–Juni und September–Oktober; zur Ernte ab Oktober gibt es frisch gepresstes Öl
Gut für
Ruhesuchende, Genießer, Paare – und alle, die Apulien vom Land aus erleben wollen
Preisniveau
Vom bodenständigen Agriturismo bis zum Luxus-Landgut – meist gehoben
Insider-Tipp
Verkostung vorab reservieren und nach dem frantoio ipogeo fragen – die unterirdische Mühle ist oft das Eindrucksvollste am Hof

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Was ist eine Masseria?

Ein befestigter apulischer Gutshof, oft aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, mit Wohntrakt, Stallungen und häufig einer eigenen Ölmühle. Viele Masserien um Ostuni produzieren bis heute Olivenöl und beherbergen daneben Gäste – vom Agriturismo bis zum Boutique-Landhotel.

Wie alt sind die Olivenbäume wirklich?

Die ältesten Exemplare der Piana degli Ulivi Monumentali werden auf deutlich über tausend Jahre geschätzt; ihre knorrigen, gedrehten Stämme stehen unter Schutz und dürfen nicht verpflanzt werden. Bei Führungen erfährt man, wie die Riesen bis heute beerntet werden.

Kann man Olivenöl direkt ab Hof kaufen?

Ja – fast jede produzierende Masseria verkauft ihr natives Öl direkt, oft nach einer Verkostung mit Brot und regionalen Produkten. Zur Erntezeit ab Oktober gibt es das grüne, pfeffrige olio nuovo, das sich gut als Mitbringsel eignet.

Lohnt sich das Wohnen außerhalb der Stadt?

Wer Ruhe, Pool und lange Abendessen sucht, wird die Contrade lieben – die weiße Stadt ist in wenigen Fahrminuten erreicht. Ohne Auto wird es allerdings unpraktisch; dann ist ein Hotel in Alt- oder Neustadt die bessere Wahl.

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travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026