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Dom von Modena
Romanisches Schlüsselwerk von Lanfranco und Wiligelmo, begonnen 1099 – mit der Krypta des Stadtheiligen Geminianus.
◆ STADTVIERTEL · MODENA
Um die Piazza Grande verdichtet sich Modena zu seinem Wesenskern: der Dom des Lanfranco mit den Reliefs des Wiligelmo, die schiefe Ghirlandina, der Palazzo Comunale mit der Acetaia im Dachstuhl – seit 1997 UNESCO-Welterbe. Und gleich dahinter der Mercato Albinelli, in dem die Küche der Emilia ihre Zutaten stapelt.

Als Baumeister Lanfranco 1099 den Dom begann, holte er den Bildhauer Wiligelmo dazu – dessen Genesis-Reliefs an der Fassade gehören zu den frühesten großen Skulpturenzyklen der europäischen Romanik. Im Inneren ruht der Stadtheilige Geminianus in der Krypta, draußen wacht die Ghirlandina über den Platz: rund 87 Meter hoch, leicht geneigt und über Jahrhunderte Uhr, Wachturm und Stolz der Stadt zugleich.
Die Piazza Grande selbst war immer Bühne des bürgerlichen Modena – Markt, Gericht, Versammlungsort. Am Palazzo Comunale erinnert die Bonissima-Figur an die Redlichkeit der Kaufleute, und unter dem Dach des Rathauses reift bis heute der Balsamico der kommunalen Acetaia. Wer die Stufen des Doms als Sitzplatz nutzt und dem Treiben zusieht, betreibt die ortsübliche Form der Kontemplation.
Der Bauch des Viertels liegt einen Block südwestlich: Im Mercato Albinelli, einer lichten Markthalle von 1931, türmen sich Parmigiano Reggiano, frische Tortellini, Salumi und Obst; mittags füllen sich die Theken und Trattorien ringsum. Hier isst Modena selbst – schnell, gut und ohne jede Inszenierung.
01 · Highlights
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Romanisches Schlüsselwerk von Lanfranco und Wiligelmo, begonnen 1099 – mit der Krypta des Stadtheiligen Geminianus.
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Der schiefe Glockenturm der Stadt – der Aufstieg lohnt für den Blick über das Ziegelrot der Altstadt bis zum Apennin.
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UNESCO-Welterbe und Wohnzimmer der Stadt – mit Palazzo Comunale, Bonissima-Figur und den Domstufen als bester Sitzbank.
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Markthalle von 1931 – Parmigiano, frische Pasta, Salumi und Lambrusco; vormittags am lebendigsten.
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Im Dachstuhl des Palazzo Comunale reift der Balsamico der Stadt – zu festen Zeiten mit Führung zu besichtigen.
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06 · Häufige Fragen
Das Ensemble aus Dom, Torre Ghirlandina und Piazza Grande – seit 1997 als herausragendes Zeugnis der Romanik des 12. Jahrhunderts gelistet.
Ja, der Turm ist zu festen Zeiten geöffnet, die Besucherzahl ist begrenzt. Tickets gibt es vor Ort oder vorab – in der Hochsaison empfiehlt sich die Reservierung.
Am Vormittag, wenn alle Stände geöffnet sind und die Modeneser selbst einkaufen. Sonntags und nachmittags bleibt die Halle weitgehend geschlossen.
In den Trattorien um den Markt: mittags Tortellini in Brodo bei Aldina, klassische Modeneser Küche bei Da Danilo – beide wenige Gehminuten vom Dom.
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