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Piazza Vecchia
Das Renaissance-Herz der Oberstadt mit Palazzo della Ragione, weißer Bibliothek und Contarini-Brunnen – abends am stimmungsvollsten.
◆ STADTVIERTEL · BERGAMO
Hinter den venezianischen Mauern, die seit 2017 UNESCO-Welterbe sind, bewahrt die Città Alta ein nahezu geschlossenes Stadtbild aus Mittelalter und Renaissance: die Piazza Vecchia mit dem Campanone, die Marmorfassade der Cappella Colleoni und die Corsarola, auf der abends die ganze Stadt flaniert. Wer hier übernachtet, hat die Gassen nach Abfahrt der Tagesgäste fast für sich.

Als Venedig ab 1561 seine westlichste Festlandstadt befestigte, entstand in Jahrzehnten Bauzeit ein rund fünf Kilometer langer Ring aus Bastionen, Pulverkammern und Toren – ganze Stadtviertel und Kirchen mussten dafür weichen. Angegriffen wurden die Mura nie, und genau das macht sie heute so kostbar: Sie stehen nahezu unverändert, gekrönt von der weißen Porta San Giacomo mit dem Markuslöwen, und tragen seit 2017 den UNESCO-Welterbetitel.
Im Inneren drängt sich Bergamos Geschichte auf engstem Raum. Die Via Bartolomeo Colleoni – von den Bergamasken nur Corsarola genannt – führt geradewegs zur Piazza Vecchia, deren Ensemble aus Palazzo della Ragione, Biblioteca Angelo Mai und Contarini-Brunnen als eines der harmonischsten Italiens gilt. Dahinter liegen die romanische Basilica di Santa Maria Maggiore, in der Gaetano Donizetti begraben ist, und die schimmernde Marmorkapelle des Condottiere Bartolomeo Colleoni.
Der schönste Moment gehört dem Abend: Wenn die Tagesgäste mit der Standseilbahn talwärts fahren, kehrt die Oberstadt zu ihrem eigenen Rhythmus zurück. In den Tavernen werden Casoncelli aufgetragen, an der Theke der La Marianna gibt es die 1961 hier erfundene Stracciatella – und um 22 Uhr schlägt der Campanone seine 100 Schläge, wie damals, als sich die Tore schlossen.
01 · Highlights
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Das Renaissance-Herz der Oberstadt mit Palazzo della Ragione, weißer Bibliothek und Contarini-Brunnen – abends am stimmungsvollsten.
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Grabkapelle des Söldnerführers Bartolomeo Colleoni mit polychromer Marmorfassade von Amadeo – Eintritt frei.
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Romanisch außen, barock prunkvoll innen – mit Chorintarsien nach Lorenzo Lotto und dem Grab Donizettis.
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Der Spaziergang auf den venezianischen Mura – von der Porta San Giacomo bis zum Colle Aperto, mit Blick über die Po-Ebene.
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Die Flaniergasse der Oberstadt mündet am Stadtturm: hinauffahren, den Rundblick genießen – und um 22 Uhr die 100 Schläge hören.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Mit der historischen Standseilbahn von 1887 ab Viale Vittorio Emanuele II – die Fahrt dauert nur wenige Minuten und ist selbst schon ein Erlebnis. Alternativ fährt die Buslinie 1 bis in die Oberstadt, oder du steigst zu Fuß durch die Porta San Giacomo auf.
Sehr. Tagsüber ist die Città Alta gut besucht, doch abends gehören die beleuchteten Gassen den Übernachtungsgästen und Einheimischen. Hotels wie das Relais San Lorenzo oder das GombitHotel liegen mitten im Geschehen – Anreise am besten per Standseilbahn, da die Zufahrt beschränkt ist.
So nennen die Bergamasken die Via Bartolomeo Colleoni, die Hauptgasse der Oberstadt. Sie verbindet die Piazza Mercato delle Scarpe an der Standseilbahn mit der Piazza Vecchia und ist gesäumt von Polenta-Läden, Pasticcerien, Weinbars und historischen Fassaden.
Ja, die Mauerpromenade ist ein öffentlicher Spazierweg und rund um die Uhr offen – am schönsten bei Sonnenuntergang, wenn das Licht über der Po-Ebene liegt. Nur einzelne Bereiche wie Pulverkammern oder unterirdische Anlagen sind nur mit Führungen zu besichtigen.
07 · In der Nähe
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