Wer durch die Altstadt von Krems an der Donau schlendert, stößt unweigerlich auf den mächtigen Turm der Pfarrkirche St. Veit. Er überragt die Dächer der umliegenden Bürgerhäuser und dient seit Jahrhunderten als Orientierungspunkt in der Kremser Stadtsilhouette. Schon von weitem kündigt das Bauwerk an, dass hier Geschichte in Stein gemeißelt wurde. Das Innere der Kirche entfaltet seine Wirkung langsam. Wer die schwere Eingangspforte passiert, tritt in einen Raum, der von hohen gotischen Gewölben überspannt wird. Das Licht fällt durch die Fenster in langen, schrägen Bahnen auf den Steinboden und verleiht dem Kirchenschiff eine feierliche Stimmung, die sich auch bei Besucherandrang kaum auflöst. Die Ausstattung spiegelt verschiedene Epochen wider: Gotik, Barock und spätere Umgestaltungen haben alle ihre Spuren hinterlassen und machen St. Veit zu einem kunsthistorischen Dokument der Kremser Stadtgeschichte. Besonders lohnt sich ein aufmerksamer Blick auf die Altäre und die Fresken, die die Wände und Gewölbe schmücken. Hier zeigt sich, wie über Generationen hinweg Handwerker und Künstler an der Ausgestaltung dieses Gotteshauses gearbeitet haben. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt immer neue Details: ein Epitaph an der Seitenwand, eine Kapelle im Halbdunkel, ein Ornament im Gewölbeschlussstein. Der Besuch eignet sich für alle, die neben Wachau-Panorama und Weinkultur auch die urbane Geschichte der Region verstehen möchten. St. Veit ist keine museale Schaukirche, sondern ein lebendiger Ort des Gottesdienstes, was dem Besuchserlebnis eine besondere Authentizität verleiht. Wer die Kirche an einem Werktagnachmittag aufsucht, erlebt sie oft nahezu menschenleer und kann die Stille des Raumes vollständig auf sich wirken lassen.
Weitwinkelobjektiv für das gotische Gewölbe und die Raumtiefe des Kirchenschiffs verwenden.






























