Region · Österreich

Burgenland

Am Ostrand Österreichs spannt sich unter der pannonischen Sonne ein flaches Weinland um den schilfgesäumten Neusiedler See.

4 Städte20 Sehenswürdigkeiten15 Hotels
Überblick

Deine Burgenland auf einen Blick

Beste Reisezeit
April – Juni & September – Oktober; Sommer für Badeurlaub am See
Anreise
Flughafen Wien-Schwechat (VIE) nur rund 50 km entfernt; Bahn nach Eisenstadt und Neusiedl am See, Autobahnanschluss über die A4
Sprache
Deutsch, dazu kroatische und ungarische Volksgruppen
Vor Ort
Mietwagen für Weinorte und Mittelburgenland; rund um den See ideal mit dem Rad und der Seefähre zwischen Mörbisch und Illmitz
Wichtigster Tipp
Den Seewinkel früh am Morgen besuchen – dann sind die Vögel aktiv und das Licht über den Lacken am schönsten
Währung & Sprache
Euro · Deutsch, dazu kroatische und ungarische Volksgruppen; Kartenzahlung verbreitet
Die Region

Was Burgenland ausmacht

Das Burgenland ist Österreichs östlichster und sonnigster Landstrich, ein flaches, weites Land, das schon halb in die ungarische Tiefebene übergeht. Sein Mittelpunkt ist der Neusiedler See, der einzige Steppensee Mitteleuropas: ein riesiges, kaum mannstiefes Schilfgewässer, in dem im Sommer gebadet, gesegelt und gesurft wird und an dessen Ostufer im Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel Tausende Zugvögel über den Salzlacken rasten. Rundherum reift in der warmen Sonne der Wein: kräftige Rotweine aus Blaufränkisch und Zweigelt rund um Rust, Gols und das Mittelburgenland, dazu der edelsüße Ruster Ausbruch. In Eisenstadt, der kleinen Landeshauptstadt, residierten die Fürsten Esterházy, und Joseph Haydn komponierte hier als Hofkapellmeister einen Großteil seiner Sinfonien und Messen. Wer ins Burgenland reist, kommt für lange, warme Tage am Wasser, für den flachen Radweg rund um den See, für Thermen in Frauenkirchen und Lutzmannsburg und für eine Küche, in der sich österreichische, ungarische und kroatische Tradition mischen.

Reiseführer

Burgenland von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter Wien, wo die Ostautobahn ins Flachland ausläuft, verschwinden die Hügel und der Himmel wird plötzlich riesig. Rechts taucht das erste Schilf auf, dahinter ein Streifen silbriges Wasser, über dem im Sommer die Segel stehen. Das Burgenland kündigt sich nicht mit Bergen an, sondern mit Weite – mit Weingärten bis zum Horizont, mit Storchennestern auf den Kaminen und mit einer Sonne, die hier länger und wärmer scheint als sonst irgendwo in Österreich.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Burgenland

Fast alles im nördlichen Burgenland ordnet sich um ein einziges Zentrum – den flachen, warmen See, dessen Schilfgürtel die halbe Region umschließt.

Der Neusiedler See ist der unbestrittene Mittelpunkt und die erste Adresse für jeden Besuch. Er ist der einzige Steppensee Mitteleuropas – kaum zwei Meter tief, ohne nennenswerten Zu- und Abfluss allein von Regen und Grundwasser gespeist, und von einem Schilfgürtel gesäumt, der nach dem Donaudelta als einer der größten Europas gilt. Seit 2001 steht die Kulturlandschaft rund um den See gemeinsam mit dem ungarischen Fertő-Teil auf der UNESCO-Welterbeliste. Wer zum ersten Mal kommt, fährt am besten nach Podersdorf am Ostufer, dem einzigen Ort mit offenem Wasser ohne breiten Schilfstreifen davor – hier reicht der Blick ungehindert über den See.

Rust, die kleine Freistadt am Westufer, ist das zweite Postkartenmotiv der Region. Ihre Berühmtheit verdankt sie den Weißstörchen, die von März bis August auf den Schornsteinen der pastellfarbenen Bürgerhäuser brüten – ein Storchennest über dem Rathaus gehört hier zum normalen Straßenbild. Dazu kommt der Wein: Der edelsüße Ruster Ausbruch wird seit dem 17. Jahrhundert gekeltert, und die Stadt trug ihren Freistadt-Status einst mit einer Lieferung dieses Weins ab. Bummle durch die Kellergassen und Innenhöfe der kompakten Altstadt, sie lässt sich in ein, zwei Stunden zu Fuß erkunden.

Eisenstadt, die Landeshauptstadt, liegt am Fuß des Leithagebirges etwas abseits des Wassers und lebt vom Erbe der Fürsten Esterházy. Ihr gelbes Barockschloss beherbergt den Haydnsaal, einen der akustisch besten Konzertsäle Europas, in dem Joseph Haydn drei Jahrzehnte lang für die Fürsten musizierte. Sein Grab findest du im Mausoleum der Bergkirche, zu der auch ein begehbarer Kalvarienberg gehört. Die Innenstadt ist überschaubar und sonnig, mit Fußgängerzone, Weinlokalen und dem barocken Schlosspark – ein halber Tag reicht für einen ersten Eindruck.

Wer mehr Zeit hat, fächert die Region auf: Im Seewinkel östlich des Sees liegt der grenzüberschreitende Nationalpark mit seinen Salzlacken und Vogelschwärmen, in Mörbisch spielt die Seebühne im Sommer Operette, und das hügeligere Südburgenland lohnt mit Burgen wie Lockenhaus, Bernstein und Güssing sowie dem Kurort Bad Tatzmannsdorf. Auch das Designer Outlet in Parndorf, gleich an der Autobahn, zieht viele Tagesgäste an. Plane die Sehenswürdigkeiten großzügig über den See verteilt – die Wege sind flach und kurz, aber es gibt mehr zu sehen, als der erste Blick auf die Landkarte vermuten lässt.

Sehenswürdigkeiten in Burgenland

Alle 20 Sehenswürdigkeiten
Neusiedler See

Der Neusiedler See – Baden, Segeln und Surfen am Steppensee

Weil das Wasser nirgends tief und der Wind fast immer da ist, gehört der Neusiedler See den Seglern, Surfern und Familien mit kleinen Kindern gleichermaßen.

Der Neusiedler See – Baden, Segeln und Surfen am Steppensee
Neusiedler See

Der See misst rund 36 Kilometer in der Länge und ist im österreichischen Teil selten mehr als anderthalb Meter tief. Das prägt alles: Das Wasser erwärmt sich im Sommer rasch auf über 25 Grad, sodass die Badesaison verlässlich von Juni bis in den September reicht. Zum Baden gehst du in eines der Strandbäder – Podersdorf, Neusiedl, Rust, Mörbisch oder Weiden haben jeweils große Anlagen mit Liegewiesen, flachem Einstieg und Gastronomie. Kinder waten hier weit hinaus, ohne den Grund zu verlieren, weshalb der See als einer der familienfreundlichsten Badeplätze Österreichs gilt.

Segler und Surfer schätzen den beständigen Wind aus Nordwest, der über die offene Fläche streicht. Rund um den See gibt es mehrere Segel- und Surfschulen, Bootsverleihe und Yachthäfen, und weil Motorboote weitgehend verboten sind, bleibt das Wasser ruhig und leise. Kitesurfen und Stand-up-Paddling haben in den letzten Jahren dazugewonnen. Wichtig zu wissen: Der breite Schilfgürtel trennt viele Ufer vom offenen Wasser – der Zugang läuft fast überall über die ausgebaggerten Kanäle und Häfen der Strandbäder, nicht über einen frei zugänglichen Uferweg wie an alpinen Seen.

Eine Fähre verbindet in der warmen Jahreszeit das West- mit dem Ostufer und spart die lange Fahrt rund um den See – praktisch, wenn du morgens in Mörbisch startest und nachmittags im Seewinkel radeln willst. Die Überfahrt dauert gut eine halbe Stunde, Räder kommen mit. Prüfe vorab den saisonalen Fahrplan, denn außerhalb der Sommermonate ruht der Verkehr. Wer den See lieber vom Wasser aus sehen will, ohne selbst zu segeln, bucht eine geführte Schilf- oder Sonnenuntergangsfahrt mit einem der Ausflugsboote ab Podersdorf oder Rust.

In manchen kalten Wintern friert der flache See vollständig zu und verwandelt sich in eine der größten natürlichen Eisflächen Mitteleuropas – dann kommen Eisläufer und Eissegler aus dem ganzen Land. Verlass dich aber nie auf eine feste Decke: Ob und wo das Eis trägt, hängt von Wind und Frost ab und wird örtlich freigegeben oder gesperrt. Betritt die Fläche nur dort, wo sie offiziell freigegeben ist. In milden Wintern bleibt der See offen, dann ziehen stattdessen die überwinternden Wasservögel ihre Bahnen über dem grauen Wasser.

Nationalpark & Vögel

Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel und seine Vogelwelt

Östlich des Sees, wo flache Salzlacken zwischen Weiden liegen, beginnt eine der wichtigsten Vogellandschaften Europas.

Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel und seine Vogelwelt
Nationalpark & Vögel

Der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel wurde 1993 gegründet und war der erste grenzüberschreitende Nationalpark Österreichs – er reicht bis nach Ungarn in den Fertő-Hanság-Nationalpark hinein. Sein Kern ist der Seewinkel: eine flache Steppenlandschaft mit Dutzenden Salzlacken, seichten, oft nur zeitweise mit Wasser gefüllten Senken, deren salziger Boden weiß ausblüht. Diese Lacken sind mit dem Steppensee die eigentliche Besonderheit der Region – ein Lebensraum, wie es ihn sonst kaum in Mitteleuropa gibt, geprägt von Salz, Wind und großer Trockenheit.

Für Vogelbeobachter ist der Seewinkel ein Ziel ersten Ranges. Zur Zugzeit im Frühjahr und Herbst rasten hier Zehntausende Watvögel und Gänse, dazu brüten Säbelschnäbler, Seeadler, Reiher und viele Entenarten. In der Parndorfer Platte und im angrenzenden Grenzland lebt zudem die Großtrappe, der schwerste flugfähige Vogel der Welt, dessen Balz im Frühjahr eigene Beobachtungspunkte hat. Ein Fernglas gehört ins Gepäck; an den Lacken stehen Aussichtstürme und Beobachtungshütten, und das Nationalpark-Informationszentrum in Illmitz erklärt, wo gerade was zu sehen ist.

Bewege dich im Nationalpark auf den ausgewiesenen Wegen und respektiere die Ruhezonen – große Teile der Kernzone sind gesperrt, damit die Vögel ungestört brüten. Am eindrücklichsten sind die Randstunden: früh am Morgen, wenn die Gänse von den Schlafplätzen auffliegen, oder abends, wenn sie in langen Ketten zurückkehren. Geführte Exkursionen mit Nationalpark-Rangern führen zu Plätzen, die du allein nicht findest, und übersetzen das, was durchs Fernglas erst einmal nur nach vielen kleinen Punkten aussieht.

Die Dörfer im Seewinkel – Illmitz, Apetlon, Podersdorf – sind zugleich Weinorte, sodass sich Natur und Wein gut verbinden lassen: vormittags an die Lacken, nachmittags in einen Buschenschank. Die Landschaft ist flach und schattenarm, im Hochsommer brütend heiß und im Winter windig und kalt – kleide dich entsprechend und nimm Wasser mit. Wer die Weite dieser Steppe einmal erlebt hat, versteht, warum das Burgenland sich so anders anfühlt als der Rest Österreichs: Hier beginnt sichtbar die ungarische Tiefebene.

Wein

Burgenland und sein Wein – Blaufränkisch, Zweigelt und Ruster Ausbruch

Das Burgenland ist Österreichs Rotweinland: Wo im Rest der Republik der Grüne Veltliner regiert, reifen hier in der pannonischen Sonne kräftige Rote.

Vier große Weinbaugebiete teilen sich die Region. Rund um den See liegt das Gebiet Neusiedlersee mit dem Winzerdorf Gols, dem flächenmäßig größten Weinort Österreichs, wo der samtige Zweigelt zu Hause ist. Am Westufer schließt das Leithaberg an, wo Blaufränkisch und Weißweine über kalkigem Boden wachsen. Im Mittelburgenland, dem sogenannten Blaufränkischland um Deutschkreutz und Horitschon, gibt der Blaufränkisch dunkle, würzige Rotweine, und im Südburgenland zieht sich das kleine Gebiet Eisenberg über eisenhaltige Böden, die dem Wein eine mineralische Note geben. Jedes dieser Gebiete führt heute eine geschützte DAC-Herkunft.

Der berühmteste Wein der Region ist süß: der Ruster Ausbruch, eine edelsüße Spezialität aus Trauben, die von der Edelfäule Botrytis befallen und teils schon rosinenartig eingetrocknet sind. Das warme, feuchte Klima am See mit seinen Herbstnebeln schafft dafür ideale Bedingungen. Auch der weitere Seewinkel ist eine Hochburg edelsüßer Weine – Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen aus Illmitz gehören zu den gesuchtesten Süßweinen des Landes. Ein Glas davon zum Abschluss eines Essens ist im Burgenland fast so selbstverständlich wie der Rote zum Hauptgang.

Weinproben laufen hier bodenständig ab. Viele Winzer führen einen Buschenschank – ein saisonal geöffnetes Hoflokal, das eigenen Wein und eine kalte Jause aus Speck, Käse und Aufstrichen serviert. Ob geöffnet ist, zeigt der ausgehängte Föhrenbusch am Tor, daher der Name. Zusätzlich laden Vinotheken und Weingüter zur Verkostung; in Gols, Rust und im Mittelburgenland reihen sich die Betriebe dicht. Ruf bei kleineren Weingütern vorher an, dann nimmt sich der Winzer Zeit. Und wer probiert und danach fährt, bestimmt vorher einen nüchternen Fahrer – kontrolliert wird auch hier.

Am schönsten verbindest du Wein und Landschaft zu Fuß oder mit dem Rad. Beschilderte Weinwanderwege ziehen sich durch die Rieden, etwa über den Ruster Hügel oder durch das Leithagebirge, und enden verlässlich bei einem Heurigen. Im Herbst, zur Lesezeit im September und Oktober, feiern die Dörfer ihre Weinlese mit Festen und geöffneten Kellergassen. Kauf ruhig direkt ab Hof: Die Preise sind fair, und die Flasche erinnert dich zu Hause an einen konkreten Ort und einen Winzer, nicht an ein Supermarktregal.

Eisenstadt & Haydn

Eisenstadt und seine Sehenswürdigkeiten rund um Haydn und Esterházy

Die kleinste Landeshauptstadt Österreichs verdankt ihren Rang zwei Namen: den Fürsten Esterházy und ihrem Hofkapellmeister Joseph Haydn.

Das Schloss Esterházy dominiert die Stadt mit seiner langen, ockergelben Barockfassade. Sein Herzstück ist der Haydnsaal, ein holzvertäfelter Festsaal, dessen Akustik zu den besten Europas zählt und in dem bis heute Konzerte stattfinden. Die Führungen durch die Prunkräume erzählen von einer Fürstenfamilie, die zeitweise reicher war als der Kaiser und sich einen eigenen Hofstaat mit Orchester leistete. Vor dem Schloss dehnt sich ein weitläufiger Landschaftspark, in dem sich nach der Besichtigung gut eine Pause einlegen lässt.

Joseph Haydn stand fast dreißig Jahre in Diensten der Esterházy und komponierte in Eisenstadt einen Großteil seiner Sinfonien, Messen und Streichquartette. Sein Wohnhaus in der Stadt ist heute ein Museum, und sein Grab liegt im Mausoleum der Bergkirche, das zugleich Endpunkt eines begehbaren barocken Kalvarienbergs ist – ein verwinkelter Nachbau des Kreuzwegs mit Figuren und Kapellen, durch den du bis zur Turmspitze steigst. Im September füllen die Haydn-Festspiele Schloss, Kirchen und Stadt mit seiner Musik; Karten dafür sind gefragt und sollten früh gebucht werden.

Die Innenstadt selbst ist kompakt und sonnig. Die Fußgängerzone entlang der Hauptstraße reiht Cafés, Weinlokale und Geschäfte, dazwischen liegen die Domkirche und das jüdische Viertel Unterberg-Eisenstadt, das an die einst bedeutende jüdische Gemeinde erinnert – das Österreichische Jüdische Museum und der alte Friedhof dokumentieren diese Geschichte. Für die Stadt selbst reicht ein halber Tag; wer die Schlossführung, das Haydn-Haus und den Kalvarienberg verbindet, füllt damit gut einen ganzen.

Eisenstadt eignet sich zudem als ruhigeres Standquartier abseits des Trubels am See. Es liegt am Fuß des Leithagebirges, von hier führen Weinwanderwege durch die Rieden, und das Westufer mit Rust und Mörbisch ist in einer Viertelstunde erreicht. Weil die Stadt weniger auf Badegäste ausgerichtet ist, findest du hier oft auch in der Hochsaison noch Zimmer und Parkplätze – und abends sitzt du in einem der Weinlokale zwischen Einheimischen statt zwischen Tagestouristen.

Radfahren & Aktiv

Radfahren im Burgenland und der Neusiedler See Radweg

Kaum eine Steigung, viel Wind im Rücken oder von vorn und überall ein Weingarten in Reichweite – das Burgenland ist ein Radland, wie es im Buche steht.

Die Hauptattraktion ist der Neusiedler See Radweg, eine rund 125 Kilometer lange Runde einmal um den See, die über die ungarische Südseite des Sees und Fertőd führt und dabei komplett flach bleibt. Die meisten teilen sie auf zwei bis drei Tage auf, mit Übernachtungen in Rust, Podersdorf oder Illmitz, und lassen das Gepäck von Zimmer zu Zimmer transportieren. Wer weniger Zeit hat, kürzt mit der Seefähre zwischen West- und Ostufer ab und fährt nur eine Hälfte. Räder und E-Bikes leihst du in fast jedem Ort; die Beschilderung ist durchgehend und zuverlässig.

Neben der Seerunde durchzieht ein dichtes Netz weiterer Routen die Region. Der B31 führt durch das Weinland, Themenwege verbinden Buschenschänken und Kellergassen, und im hügeligeren Südburgenland wird das Radeln sportlicher, dafür einsamer. Weil der Nordwind über die offene Ebene oft kräftig weht, lohnt es sich, die Richtung nach dem Wetter zu wählen – gegen den Wind anzutreten kann anstrengender sein als jeder Anstieg. Plane genug Trinkpausen ein, denn Schatten ist auf den Feldwegen zwischen den Rieden knapp.

Zum aktiven Burgenland gehört mehr als das Rad. Auf dem See segelst, surfst und paddelst du, an Land laufen Weinwanderwege durch Leithagebirge und Seewinkel, und Reiterhöfe nutzen die weite Landschaft. Vogelbeobachtung im Nationalpark ist die ruhigste Variante, sich draußen zu bewegen. Für Kinder gibt es neben den flachen Strandbädern Ausflugsziele wie den Familypark bei St. Margarethen, einen der größten Freizeitparks Österreichs, und den Steinbruch St. Margarethen, in dem im Sommer Oper unter freiem Himmel gespielt wird.

Wenn das Wetter kippt oder die Saison vorbei ist, verlagert sich das Programm in die Thermen. Die St. Martins Therme in Frauenkirchen liegt am Rand des Seewinkels und setzt auf ein Naturthema mit angeschlossener Lagune und Safari im benachbarten Naturraum. Weiter südlich locken die Sonnentherme Lutzmannsburg mit langen Rutschen als ausgesprochene Familientherme sowie die Kurbäder rund um Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach. So funktioniert das Burgenland auch im Herbst und Winter: draußen Wind und Wein, drinnen warmes Wasser.

Aktivitäten & Touren in Burgenland

Alle 9 Aktivitäten
Rundreise

Burgenland-Rundreise vom See bis in den Süden

Das Burgenland ist lang und schmal – eine sinnvolle Rundreise verbindet den See im Norden mit dem hügeligen Weinland im Süden.

Der Klassiker ist die Seerunde: Starte in Neusiedl am See, fahr über Podersdorf und den Seewinkel mit Illmitz und Apetlon ans Ostufer, quere per Fähre oder um den Südzipfel herum nach Mörbisch und Rust und schließe über Eisenstadt den Kreis. In drei bis vier Tagen verbindest du damit Baden, Vogelbeobachtung, Wein und Kultur, ohne lange Etappen – zwischen zwei Orten liegen selten mehr als zwanzig, dreißig Minuten. Als Standquartier reicht ein einziger Ort am See, weil von dort alles in kurzer Fahrzeit erreichbar ist.

Wer eine Woche hat, hängt den Süden an. Vom See aus fährst du über das Mittelburgenland – das Blaufränkischland um Deutschkreutz – ins hügeligere Südburgenland mit seinen Burgen: Lockenhaus mit sommerlichem Kammermusikfest, das Felsenmuseum mit dem seltenen Edelserpentin von Bernstein und das weithin sichtbare Güssing. Dazu kommt der Kurort Bad Tatzmannsdorf mit seinen Thermen. Der Süden ist grüner, stiller und weniger auf Tagestourismus ausgelegt als der See – ein Kontrastprogramm, das gut zwei, drei Tage füllt.

Kombiniere das Burgenland ruhig mit den Nachbarn, die Grenzen liegen nah. Wien ist von Neusiedl in unter einer Stunde erreicht und lohnt als Städtekontrast am Anfang oder Ende der Reise. Nach Ungarn ist es noch näher: Sopron liegt direkt hinter der Grenze bei Rust und ist als günstige Einkaufs-, Zahnarzt- und Thermenstadt bei Österreichern populär, und die Barockstadt Fertőd mit dem ungarischen Esterházy-Schloss liegt an der Seerunde. Für all das brauchst du nur den Ausweis, kein Umtausch nötig für einen Tagesausflug – Karte reicht meist.

Ein praktischer Hinweis zur Planung: Das nördliche Burgenland lebt stark von der Sommersaison. Viele Strandbäder, die Seefähre und ein Teil der Gastronomie haben nur von Ostern bis in den Oktober geöffnet, und die Seefestspiele in Mörbisch sowie die Oper im Steinbruch St. Margarethen spielen im Juli und August. Prüfe für Reisen in der Nebensaison vorab die Öffnungszeiten deiner Ziele – dafür hast du dann Thermen, Weinkeller und den herbstlichen Vogelzug für dich weitgehend allein.

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Unterkünfte

So wohnst du im Burgenland – vom Winzerhof bis zur Therme

Ob Weingut mitten in den Rieden, Familienhotel am Strandbad oder Lodge an der Therme – die Unterkunft entscheidet, wie dein Burgenland-Tag rhythmisiert ist.

Am See selbst wohnst du am praktischsten, wenn Baden und Wassersport im Vordergrund stehen. Podersdorf, Neusiedl, Rust und Mörbisch bündeln Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Gehweite zu Strandbad und Hafen; in Podersdorf liegen viele Häuser direkt hinter der Liegewiese. Rechne in der Hochsaison im Juli und August mit spürbar höheren Preisen und früher Ausbuchung – die guten Zimmer am Wasser sind Monate vorher weg. Wer flexibel ist, weicht auf die Schulter-Wochen im Juni und September aus, dann ist es wärmer im Preis und ruhiger am Steg.

Die burgenländischste Variante ist der Winzerhof. Viele Weingüter in Gols, Rust, Illmitz oder im Mittelburgenland vermieten Gästezimmer und Ferienwohnungen zwischen ihren Rebzeilen, oft mit eigenem Buschenschank im Haus. Du frühstückst mit Blick auf die Weingärten, verkostest abends den Wein des Hauses und bekommst vom Winzer die besten Tipps für die Umgebung. Für Ruhesuchende und Weinfreunde ist das die stimmigste Adresse, und preislich liegt sie meist unter den Hotels am Wasser. Frag vorab, ob der Buschenschank während deines Aufenthalts geöffnet hat.

Familien steuern oft direkt eine Therme an. Die St. Martins Therme in Frauenkirchen und die Sonnentherme Lutzmannsburg haben angeschlossene Hotels beziehungsweise Lodges, sodass Bademantel-Wege statt Autofahrten den Tag bestimmen – gerade mit kleinen Kindern oder bei durchwachsenem Wetter ein Argument. Ähnliches gilt für die Kur- und Golfhotels rund um Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach im Süden. Diese Häuser sind ganzjährig geöffnet und tragen das Burgenland auch durch Herbst und Winter, wenn der See in den Winterschlaf geht.

Für Aktive lohnt der Blick auf radfreundliche Betriebe: Häuser mit dem Prädikat für Radfahrer bieten abschließbare Radräume, Werkzeug, Ladestationen für E-Bikes und ein frühes Frühstück, und viele organisieren den Gepäcktransport für die Seerunde. Wer die ganze Region sehen will, muss nicht jede Nacht umziehen – ein bis zwei Standquartiere reichen, eines am See für Norden und Wasser, optional ein zweites im Süden für Burgen und Thermen. So bleibt die Reise entspannt und du packst nur einmal um.

Hotels in Burgenland

Alle 15 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken im Burgenland

Die burgenländische Küche schmeckt nach dem Grenzland, das sie ist – österreichische Wirtshaustradition trifft auf ungarische Schärfe und kroatische Einflüsse.

Der pannonische Einschlag ist unübersehbar. Paprika und Gulasch gehören selbstverständlich dazu, ebenso Fischgerichte aus dem See – der Zander, hier oft Fogosch genannt, ist der Klassiker, gebraten oder als Suppe nach ungarischer Art. Dazu kommen die Erträge des warmen, sonnigen Landes: Im Frühsommer der Spargel aus dem Seewinkel, im Herbst Kürbis und Wild, dazwischen die Tomaten, Paprika und Gurken, für die das milde Klima wie geschaffen ist. Es ist eine Küche der Gärten und Felder, bodenständig und ohne Schnörkel, aber mit klaren, kräftigen Aromen.

Gegessen wird oft im Buschenschank, dem saisonalen Winzerlokal. Traditionell darf dort nur eine kalte Jause serviert werden: hausgemachte Aufstriche wie Verhackert oder Liptauer, Speck, Käse, Grammelschmalz, dunkles Brot und eingelegtes Gemüse, dazu der eigene Wein. Der ausgehängte Föhrenbusch am Tor zeigt, dass geöffnet ist – daher der Name. Diese einfache Brettljause zum offenen Roten ist die typischste Mahlzeit der Region und meist überraschend günstig. Wer warmes Essen sucht, geht ins Wirtshaus oder in eines der ambitionierten Restaurants, die es rund um den See inzwischen reichlich gibt.

Süß wird es zum Abschluss und beim Wein. Die Region ist stolz auf ihre Mehlspeisen aus der k.-u.-k.-Tradition – Palatschinken, Strudel, Buchteln – und auf ihre edelsüßen Weine. Ein Glas Ruster Ausbruch oder eine Trockenbeerenauslese aus Illmitz ersetzt hier oft das Dessert oder krönt es. Auch der Uhudler hat seinen festen Platz: ein eigenwilliger, erdbeerig duftender Wein aus alten Direktträger-Reben, den es fast nur im Südburgenland gibt und der lange ein rechtliches Nischendasein führte. Probier ihn einmal, schon der Kuriosität wegen.

Der Wein ist beim Essen ständiger Begleiter, und die Auswahl ist im Rotweinland entsprechend. Zum Fisch aus dem See passt ein Weißer vom Leithaberg, zum Gulasch oder zum Wild ein dunkler Blaufränkisch aus dem Mittelburgenland, zum Käse am Ende der süße Ausbruch. Frag im Wirtshaus ruhig nach der offenen Empfehlung des Hauses – meist ist es ein Wein aus dem Nachbardorf, und der Wirt erzählt gern dazu, von welchem Winzer er stammt. So schmeckt das Burgenland am Ende immer auch nach dem Ort, an dem du gerade sitzt.

Restaurants in Burgenland

Alle 18 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise ins Burgenland und Mobilität vor Ort

Das Burgenland liegt näher, als viele denken – der Neusiedler See beginnt keine Autostunde hinter dem Flughafen Wien.

Mit dem Auto führt der Weg für die meisten über Wien und dann auf der A4 Ostautobahn Richtung Ungarn: Von Wien bis Neusiedl am See sind es rund fünfzig Kilometer, gut vierzig Minuten. Für alle österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du die Vignette – als Klebe-Version oder digital, erhältlich als Tages-, Zehntages-, Zwei-Monats- oder Jahresvignette. Kaufe sie vor der Grenze oder online im Voraus, denn ohne gültige Vignette drohen auf der Autobahn empfindliche Ersatzmauten. Auf den Landstraßen des Burgenlands selbst fällt keine Maut an.

Ohne Auto kommst du bequem mit der Bahn: Von Wien fahren Regional- und Schnellzüge nach Neusiedl am See und nach Eisenstadt, jeweils in ungefähr einer Stunde. Von Neusiedl bringt dich im Sommer ein Anschlussbus oder das Rad die letzten Kilometer an den See. Der Flughafen Wien-Schwechat liegt nur rund dreißig Kilometer vom Nordufer entfernt – von dort nimmst du einen Mietwagen oder die Bahn über Wien beziehungsweise Bruck an der Leitha.

Vor Ort ist das Rad oft das beste Verkehrsmittel. Weil die Region flach ist und ein dichtes, beschildertes Radwegenetz hat, erreichst du die Orte am See untereinander gut ohne Auto, und die Seefähre nimmt Räder mit. Für das nördliche Seeufer gibt es zudem einen Rad- und Ausflugsbus, der in der Saison die Orte verbindet. Wer allerdings den Süden des Landes mit seinen verstreuten Burgen und Thermen erkunden oder abends flexibel zwischen Weinkellern wechseln will, ist mit dem eigenen Wagen deutlich unabhängiger.

Ein paar Kleinigkeiten erleichtern die Anreise. Wenn du einen Abstecher nach Ungarn planst – Sopron liegt direkt hinter Rust –, brauchst du für die dortigen Autobahnen eine eigene elektronische Vignette (e-matrica), die du an der Grenze oder online löst; auf den Landstraßen nach Sopron ist keine nötig. Der Personalausweis reicht für den Grenzübertritt. Und in der Hauptsaison im Juli und August lohnt es sich, früh am Tag anzureisen: An heißen Wochenenden füllen sich die Parkplätze der Strandbäder schnell, und wer erst mittags kommt, sucht länger.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Burgenland – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für das Burgenland mit Wetter und Klima

Das Burgenland ist der wärmste und sonnigste Landstrich Österreichs – die Saison reicht vom ersten Storch im März bis zum letzten goldenen Weinlaub im Oktober.

Das Burgenland hat pannonisches, also kontinentales Klima mit dem stärksten Sonneneinfluss Österreichs: heiße, trockene Sommer mit oft über 28 Grad, kalte Winter, in denen der flache See gelegentlich zufriert, und lange, milde Übergangszeiten. Die beste Reisezeit hängt vom Plan ab – zum Baden und für Wassersport brauchst du Juni bis September, wenn der seichte See über 25 Grad warm wird; fürs Radfahren, für Wein und Vogelbeobachtung sind das mildere Frühjahr und der Herbst oft angenehmer. Die Werte unten gelten für die Seeregion um Neusiedl und Eisenstadt.

Jan3°-3°kalt, oft zugefroren
Feb6°-2°still, Thermenzeit
Mär11°1°Störche kehren zurück
Apr17°6°Frühling, Vogelzug
Mai22°10°mild, ideal zum Radeln
Jun26°14°Badesaison beginnt
Jul28°16°Hochsaison, Seefestspiele
Aug28°15°heiß, warmes Wasser
Sep23°11°Weinlese, ideal
Okt16°7°goldener Herbst
Nov9°3°neblig, ruhig
Dez4°-1°kalt, Adventzeit

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für das Burgenland sind Mai bis September – mit einer doppelten Saison: Juni bis August für Baden, Segeln und die Seefestspiele, wenn der See über 25 Grad warm ist, sowie Mai, September und Oktober für Radfahren, Weinlese und Vogelzug bei milderen Temperaturen und weniger Andrang. Der Winter bleibt kalt und leert die Seeorte, dafür laufen dann die Thermen im Süden – und in strengen Jahren wird der zugefrorene See zur Eisfläche.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Burgenland

Wie viele Tage sollte man fürs Burgenland einplanen?
Für den Neusiedler See mit Baden, Wein und Eisenstadt reichen drei bis vier Tage. Wer den Nationalpark Seewinkel, den Süden mit Burgen und Thermen und Abstecher nach Ungarn dazunimmt, füllt gut eine ganze Woche, ohne täglich umziehen zu müssen.
Wann ist die beste Reisezeit fürs Burgenland?
Zum Baden und für Wassersport Juni bis September, wenn der flache See über 25 Grad warm wird. Fürs Radfahren, für Weinlese und Vogelbeobachtung sind das mildere Frühjahr ab Mai und der goldene Herbst im September und Oktober oft angenehmer und ruhiger.
Kann man im Neusiedler See baden?
Ja, der See ist einer der beliebtesten Badeseen Österreichs. Weil er nur rund anderthalb Meter tief ist, erwärmt sich das Wasser rasch auf über 25 Grad. Gebadet wird in den Strandbädern von Podersdorf, Neusiedl, Rust, Mörbisch und Weiden mit flachem Einstieg und Liegewiesen.
Braucht man im Burgenland ein Auto?
Für die Orte am See nicht unbedingt – Bahn ab Wien, Rad und die Seefähre reichen weit, und das Land ist flach. Für den Süden mit seinen verstreuten Burgen und Thermen und für abendliche Wechsel zwischen Weinkellern bist du mit dem eigenen Wagen aber deutlich flexibler.
Was ist der Neusiedler See für ein See?
Er ist der einzige Steppensee Mitteleuropas: sehr flach, ohne nennenswerten Zu- und Abfluss allein von Regen gespeist, und von einem der größten Schilfgürtel Europas umgeben. Seit 2001 gehört die Kulturlandschaft rund um den See zum UNESCO-Welterbe Fertő/Neusiedler See.
Warum sind in Rust so viele Störche?
Die Weißstörche finden im flachen, feuchten Seewinkel reichlich Nahrung und nisten auf den Kaminen der Ruster Bürgerhäuser, wo ihre Horste seit Generationen geschützt werden. Sie kehren im März aus Afrika zurück und ziehen bis August ihre Jungen groß – Rust gilt als Storchenstadt.
Welche Weine kommen aus dem Burgenland?
Vor allem Rotweine: Blaufränkisch aus dem Mittelburgenland und vom Eisenberg, samtiger Zweigelt rund um Gols am See. Dazu die edelsüßen Weine, allen voran der Ruster Ausbruch und die Beerenauslesen aus Illmitz. Im Südburgenland gibt es außerdem den seltenen Uhudler.
Was ist ein Buschenschank?
Ein Buschenschank ist ein saisonal geöffnetes Winzerlokal, das den eigenen Wein und eine kalte Jause aus Speck, Käse, Aufstrichen und Brot serviert. Ob geöffnet ist, zeigt der ausgehängte Föhrenbusch am Tor. Es ist die typischste und meist günstigste Art, im Burgenland zu essen und Wein zu trinken.
Lohnt sich der Nationalpark Seewinkel?
Für Naturfreunde sehr: Der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel ist mit seinen Salzlacken einer der wichtigsten Vogelrastplätze Europas. Zur Zugzeit rasten hier Zehntausende Gänse und Watvögel. Nimm ein Fernglas mit, nutze die Aussichtstürme und am besten eine geführte Tour mit einem Ranger.
Welche Thermen gibt es im Burgenland?
Im Norden liegt die St. Martins Therme in Frauenkirchen am Rand des Seewinkels mit Naturthema und Lagune. Im Süden locken die Sonnentherme Lutzmannsburg als Familientherme mit langen Rutschen sowie die Kurbäder rund um Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach – ideal für Herbst und Winter.
Wie lang ist der Neusiedler See Radweg?
Die Runde um den See ist rund 125 Kilometer lang und führt über die ungarische Grenze. Sie bleibt komplett flach und lässt sich auf zwei bis drei Tage aufteilen, mit Gepäcktransport von Ort zu Ort. Wer weniger Zeit hat, kürzt mit der Seefähre zwischen West- und Ostufer ab.
Ist das Burgenland gut für Familien mit Kindern?
Sehr gut: Der flache See ist ideal für kleine Kinder, die weit hinauswaten können. Dazu kommen Familienthermen wie Lutzmannsburg, der Familypark bei St. Margarethen als einer der größten Freizeitparks Österreichs und kurze, sichere Radwege ohne nennenswerte Steigungen.
Kann man vom Burgenland aus nach Ungarn fahren?
Ja, die Grenze ist nah. Sopron liegt direkt hinter Rust und ist als günstige Einkaufs- und Thermenstadt beliebt, die Barockstadt Fertőd mit dem ungarischen Esterházy-Schloss liegt an der Seerunde. Der Personalausweis reicht; für ungarische Autobahnen brauchst du eine eigene e-Vignette.
BurgenlandAm Ostrand Österreichs spannt sich unter der pannonischen Sonne ein flaches Weinland um den schilfgesäumten Neusiedler See.
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