Region · Österreich

Kärnten

Südlich des Alpenhauptkamms reihen sich türkise Badeseen vor grasgrünen Bergrücken – Kärnten ist Österreichs sonnige Südseite.

5 Städte30 Sehenswürdigkeiten24 Hotels
Überblick

Deine Kärnten auf einen Blick

Beste Zeit
Juni–September für Seen und Baden; Winter für Ski in den Nockbergen
Gut für
Badeurlaub, Familien, Seen-Rundtouren, Naturgenuss in den Nockbergen
Anreise
Flughafen Klagenfurt (~4 km zum Zentrum, Direktflüge u. a. ab Köln/Bonn und Hamburg); ÖBB-Bahn über die Tauernroute, ab Graz mit der Koralmbahn ~42 Min.
Hauptstadt
Klagenfurt am Wörthersee
Basis
Klagenfurt oder Velden am Wörthersee; alternativ Millstätter See
Tipp
Der Wörthersee zählt zu den wärmsten Alpenseen — ideal für späten Badesommer
Die Region

Was Kärnten ausmacht

Kärnten liegt südlich des Alpenhauptkamms und bekommt davon das mildeste Klima und die meisten Sonnenstunden aller österreichischen Bundesländer ab. Der Wörthersee erwärmt sich im Hochsommer auf über 25 Grad und zählt damit zu den wärmsten Badeseen der Alpen; an seinen Ufern liegen Klagenfurt mit dem Lindwurm, das mondäne Velden mit Casino und Schlosshotel sowie das Seebad Pörtschach. Weiter westlich spiegelt der tiefe Millstätter See die runden Kuppen der Nockberge, der Faaker See leuchtet vor den Felszähnen der Karawanken, und über Villach ragt der Dobratsch. Im Norden führt die Großglockner-Hochalpenstraße von Heiligenblut zur Pasterze und zum Gletscher, im Süden grenzt das Land direkt an Italien und Slowenien. Kärnten ist die Region, in die Deutsche zum Baden, Wandern und im Winter zum Skifahren an Nassfeld und Bad Kleinkirchheim kommen.

Reiseführer

Kärnten von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter dem Tauerntunnel fällt die Autobahn nach Süden ins Kärntner Becken, das Thermometer klettert, und wo eben noch graue Felswände standen, blitzt plötzlich türkises Wasser durch die Föhren. Kärnten beginnt in dem Moment, in dem du die Klimaanlage runterdrehst und das Fenster aufmachst, weil die Luft nach warmem Kiefernharz und Seewasser riecht – die Alpen liegen im Rücken, und vor dir liegt der Süden.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kärnten

Am Neuen Platz in Klagenfurt bäumt sich seit über 400 Jahren ein steinerner Drache auf – der Lindwurm ist das Wahrzeichen der Stadt und ein guter Startpunkt für alles Weitere.

Klagenfurt zuerst, denn hier bündelt sich die Kultur: Der Lindwurmbrunnen am Neuen Platz zeigt das Fabeltier, das der Sage nach den Sumpf am Wörthersee bewohnte, und rundum liegt eine kompakte Renaissance-Altstadt mit dem Alten Platz und den arkadengesäumten Innenhöfen. Im Landhaus lohnt der Große Wappensaal mit 665 gemalten Wappen und einer illusionistischen Deckenmalerei. Nur wenige Minuten außerhalb steht am Ostufer des Sees der Europapark mit Minimundus, wo über hundert berühmte Bauwerke der Welt im Maßstab 1:25 nebeneinander stehen – ein Klassiker mit Kindern.

Über dem Südufer des Wörthersees ragt der Pyramidenkogel auf, mit gut 100 Metern der höchste Holzaussichtsturm der Welt. Der spiralförmige Bau schraubt sich über die bewaldeten Hügel, von der Plattform reicht der Blick über den ganzen See bis zu den Karawanken, und wer will, saust über die 120 Meter lange Rutsche wieder nach unten. Unten am See liegt Maria Wörth auf einer Halbinsel, mit zwei mittelalterlichen Kirchen direkt über dem Wasser – einer der fotografiertesten Punkte Kärntens, besonders im Abendlicht, wenn sich die Türme im See spiegeln.

Villach, die zweitgrößte Stadt, bringt einen anderen Ton ins Spiel: ein langer, südlich wirkender Hauptplatz, die Stadtpfarrkirche St. Jakob mit begehbarem Turm und die Draulände als Promenade am Fluss. Von hier ist es ein Katzensprung zur Villacher Alpenstraße, einer mautpflichtigen Panoramastraße, die sich in Kehren auf den Dobratsch schraubt – oben stehen ein Naturpark, eine Wallfahrtskirche und ein Rundblick über das ganze Becken. Im Februar verwandelt der Villacher Fasching die Innenstadt in einen der größten Faschingsumzüge Österreichs.

Im Norden des Landes wartet die alpine Sehenswürdigkeit schlechthin: Die Großglockner-Hochalpenstraße beginnt in Kärnten bei Heiligenblut, dessen Wallfahrtskirche mit spitzem Turm vor der vergletscherten Glocknerwand steht. Die Straße ist mautpflichtig und nur von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet; sie führt in Serpentinen zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf den Großglockner und die Pasterze, den größten Gletscher Österreichs. Rechne einen ganzen Tag ein, starte früh, und lass dich von Murmeltieren und den kehrenreichen Aufstiegen nicht hetzen.

Sehenswürdigkeiten in Kärnten

Alle 30 Sehenswürdigkeiten
Wörthersee & Badeseen

Der Wörthersee und die warmen Badeseen Kärntens

Um sieben Uhr früh liegt der Wörthersee noch spiegelglatt, das Wasser hat schon über 20 Grad, und der einzige Lärm kommt von den ersten Ruderern, die ihre Bahnen ziehen.

Der Wörthersee und die warmen Badeseen Kärntens
Wörthersee & Badeseen

Der Wörthersee ist der Star unter Kärntens Seen und mit rund 16,5 Kilometern Länge der größte im Land. Was ihn besonders macht, ist die Wärme: Im Hochsommer klettert die Wassertemperatur auf 26, in Ausnahmejahren fast 28 Grad – das ist Badewannenniveau und der Grund, warum der See seit dem 19. Jahrhundert Sommerfrischler anzieht. An den Ufern reihen sich Klagenfurt im Osten, Pörtschach in der Mitte und Velden im Westen; dazwischen liegen Strandbäder, Bootsverleihe und die Villen der Belle Époque, viele davon türmchengeschmückt im sogenannten Wörthersee-Stil.

Weil das Ostufer und weite Teile des Nordufers verbaut sind, lohnt es, gezielt zu den öffentlichen Zugängen zu fahren: Das Strandbad Klagenfurt ist mit über 700 Metern Länge eines der größten Binnenland-Strandbäder Europas, in Pörtschach gibt es mehrere Bäder direkt am Wasser, und am Südufer bei Maria Wörth und Reifnitz geht es ruhiger zu. Fürs Panorama nimmst du am besten ein Ausflugsschiff der Wörthersee-Schifffahrt: In gut anderthalb Stunden gleitest du von Klagenfurt nach Velden, vorbei an Maria Wörth und den Bootshäusern, und siehst die Küste von der Seite, die den meisten verborgen bleibt.

Rund um den See gibt es mehr als nur Baden. Der Wörthersee-Rundwanderweg und die Radrouten am Ufer verbinden die Orte, für Sportliche lohnt der Aufstieg zum Pyramidenkogel oder eine Runde mit dem Stand-up-Paddle in der Morgenstille. Wer es mondän mag, findet in Velden Casino, Seepromenade und eine lebhafte Barszene, während Pörtschach mit dem Werzers und den Landspitz-Bädern die klassische Sommerfrische pflegt. Klagenfurt schließlich verbindet Stadt und See über den Lendkanal, der die Altstadt auf vier Kilometern mit dem Ostufer verbindet – im Sommer eine schattige Rad- und Spazierachse.

Der Wörthersee ist im Juli und August allerdings kein Geheimtipp, sondern voll und entsprechend teuer. Wer die gleiche Wärme mit weniger Trubel sucht, weicht auf die kleineren Seen aus: Der Keutschacher See und der Hafnersee im Süden sind naturnäher und flacher, der Ossiacher See bei Villach ist der drittgrößte See des Landes mit langen Uferradwegen und der Gerlitzen als Bergkulisse. Alle diese Seen teilen die Kärntner Besonderheit – sie werden warm, weil das milde Südklima und die geringe Höhe zusammenkommen, was sie von den kalten Hochgebirgsseen Tirols klar unterscheidet.

Millstätter & Faaker See

Millstätter See, Faaker See und die stillen Alternativen

Am Millstätter See fällt das Ufer nach wenigen Metern steil ab, das Wasser wird tiefblau, und gegenüber schieben sich die runden Kuppen der Nockberge in den Himmel.

Millstätter See, Faaker See und die stillen Alternativen
Millstätter & Faaker See

Der Millstätter See ist der zweitgrößte und mit bis zu 141 Metern der tiefste See Kärntens – ein stiller, tiefblauer Gegenentwurf zum trubeligen Wörthersee. Sein Nordufer wird vom Höhenzug der Millstätter Alpe beschattet, im Süden blicken die Orte Millstatt, Seeboden und Döbriach über das Wasser zu den Nockbergen. In Millstatt lohnt das ehemalige Benediktinerstift mit romanischem Kreuzgang und Portal ein Innehalten. Das Wasser wird im Hochsommer rund 24 Grad warm, und weil der See weniger verbaut ist, gibt es viele naturnahe Badestellen und den beliebten Uferweg für Wanderer und Radler.

Der Faaker See südöstlich von Villach ist der kleinere, aber vielleicht fotogenste See des Landes: Sein Wasser leuchtet in einem intensiven Türkis, das vom feinen Kalkuntergrund kommt, und im Hintergrund steht der spitze Mittagskogel der Karawanken. Mitten im See liegt eine bewaldete Privatinsel mit Hotel, das Ufer ist streng geschützt, weshalb der Motorbootverkehr eingeschränkt ist und der See ruhig bleibt. Ende Sommer verwandelt allerdings die European Bike Week den Raum um den Faaker See für ein paar Tage in ein dröhnendes Harley-Treffen – wer Stille sucht, prüft vorher den Termin.

Für echte Ruhe fährst du weiter westlich zum Weissensee im Oberkärntner Bergland westlich des Gailtals, dem höchstgelegenen Badesee Kärntens auf rund 930 Metern. Sein Ufer ist zu weiten Teilen unverbaut und nur zu Fuß, per Rad oder mit dem Elektroboot erreichbar – ein Modell für sanften Tourismus, das den See zu einem der saubersten Badegewässer der Alpen macht. Im Winter kehrt sich das Bild um: Der Weissensee friert zu und bildet mit bis zu sechs Quadratkilometern eine der größten präparierten Natureisflächen Europas, auf der sogar eine Fernstrecken-Eislauftour nach niederländischem Vorbild ausgetragen wird.

Kärnten zählt weit über tausend Seen, und die kleineren lohnen den Umweg. Der Ossiacher See bietet Wassersport und mit der Gerlitzen die nächste Seilbahn, der Pressegger See bei Hermagor wärmt sich früh auf und ist besonders flach und familienfreundlich, der Turnersee und der Klopeiner See im Südosten gelten als die wärmsten Badegewässer überhaupt. Der Klopeiner See erreicht im Hochsommer regelmäßig 28 Grad, weil er klein, flach und windgeschützt in einer Senke liegt. Wer flexibel ist, wählt den See nach Wetter und Wind – an windigen Tagen ist der geschützte Kleinsee dem großen Wörthersee oft voraus.

Rundreise

Kärnten-Rundreise entlang der Seen und Berge

Die klassische Kärnten-Runde legt sich wie ein liegendes L über die Landkarte – erst die Seenkette im Süden, dann hinauf in die Nockberge und an den Großglockner.

In einer Woche fährst du eine Schleife, die das Land gut abbildet. Beginne am Wörthersee mit zwei, drei Tagen zwischen Klagenfurt, Pörtschach und Velden – Baden, Pyramidenkogel, Schifffahrt und ein Abend in der Stadt. Weiter geht es nach Villach mit Abstechern zum türkisen Faaker See und zum Ossiacher See mit der Gerlitzen. Dann nordwärts an den tiefen Millstätter See, von dort über die Nockalmstraße in die Nockberge und schließlich hinauf nach Heiligenblut an den Fuß des Großglockners. Wer zehn Tage hat, hängt das Gailtal mit Weissensee und Nassfeld an oder taucht über die Grenze nach Italien und Slowenien ab.

Auch in Kärnten gilt: Wechsle nicht jede Nacht das Quartier. Zwei Standorte reichen für die ganze Runde – einer am Wörthersee oder in Villach für die Seenwelt im Süden, ein zweiter am Millstätter See oder im Raum Bad Kleinkirchheim für Nockberge und Hochgebirge. Von dort fährst du sternförmig los, die Etappen bleiben meist unter einer Stunde, und du packst nur einmal um. Gerade mit Kindern oder vollem Kofferraum spart das Nerven, weil abends immer dasselbe vertraute Bett wartet statt der nächste Check-in in einem fremden Ort.

Rechne die Panoramastraßen bewusst als eigene Programmpunkte ein, nicht als bloße Verbindungen. Die Nockalmstraße von Innerkrems nach Ebene Reichenau ist rund 35 Kilometer lang, mautpflichtig und nur im Sommerhalbjahr geöffnet; sie schlängelt sich über zwei Pässe durch den Biosphärenpark, mit Almen, Aussichtskanzeln und einem Nockberge-Erlebniszentrum unterwegs. Ähnlich funktionieren die Villacher Alpenstraße auf den Dobratsch, die Malta-Hochalmstraße zur Kölnbreinsperre im Maltatal und die Großglockner-Hochalpenstraße – jede kostet Maut und will als Halbtages- oder Tagestour eingeplant sein.

Vom Süden Kärntens liegen zwei Länder in Tagesausflug-Reichweite, was die Runde bereichert. Italiens Tarvisio mit seinem großen Wochenmarkt erreichst du vom Faaker See in einer knappen Stunde, die Lichtreflexe der Laghi di Fusine liegen gleich dahinter. Slowenien ist ähnlich nah: Der Bleder See mit seiner Inselkirche ist von Villach in gut einer Stunde erreichbar. Beides funktioniert als Kontrastprogramm zum See – morgens baden, mittags über die Grenze, abends zurück am Kärntner Ufer. Achte in Italien und Slowenien auf die jeweils eigenen Mautsysteme, in Slowenien brauchst du eine elektronische Vignette.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Wandern & Nockberge

Wandern in den Nockbergen und der Kärntner Bergwelt

In den Nockbergen sind die Gipfel keine Felszacken, sondern grasbewachsene Kuppen, über die du in Turnschuhen laufen könntest – die sanftesten Berge Kärntens laden zum stundenlangen Gehen.

Die Nockberge im Norden sind eine geologische Ausnahme in den Alpen: Statt schroffer Kalk- oder Granitgipfel formen weiche, grasüberzogene Kuppen – die namensgebenden Nocken – ein wellenförmiges Hochland auf rund 2000 Metern. Der Biosphärenpark Nockberge schützt diese Kulturlandschaft aus Almen, Zirbenwäldern und Weiden. Zum Wandern ist das ideales Terrain für Familien und Einsteiger: Vom Nockalmstraßen-Parkplatz bei der Karlbadhütte oder von der Bergstation der Kaiserburgbahn in Bad Kleinkirchheim führen breite, aussichtsreiche Höhenwege ohne ausgesetzte Passagen über die Rücken, mit Almhütten für die Jause unterwegs.

Deutlich alpiner geht es im Nationalpark Hohe Tauern rund um den Großglockner zu. Von der Franz-Josefs-Höhe führen Wege entlang der Pasterze und zu den Gletscherlehrpfaden, der berühmte Gamsgrubenweg schlängelt sich durch einen Blumenhang mit Blick auf die vergletscherte Glocknerwand. Wer höher hinaus will, findet in den Karnischen Alpen an der italienischen Grenze den Karnischen Höhenweg, einen mehrtägigen Weitwanderweg entlang der ehemaligen Gebirgsfront des Ersten Weltkriegs, mit Hütten und weitem Blick nach Süden über die Dolomiten.

Für schnelle Höhenmeter ohne langen Anstieg helfen die Sommerseilbahnen. Die Gerlitzen über dem Ossiacher See bringt dich per Kabinenbahn auf fast 1900 Meter, von wo Rundwege mit Panorama auf Wörthersee, Julische Alpen und Karawanken abzweigen. Am Nassfeld bei Hermagor erschließen Bahnen ein weites Wander- und Klettersteiggebiet an der Grenze zu Italien, und in Bad Kleinkirchheim verbindet die Kaiserburgbahn den Ort mit dem Höhenwandergebiet. Prüfe vor der Fahrt die Betriebszeiten: Viele Bergbahnen laufen im Sommer erst ab Ende Juni oder Anfang Juli und stellen im September wieder ein.

Ein Wort zur Ausrüstung und Sicherheit, das in Kärnten oft untergeht, weil die Nocken so zahm aussehen: Auch auf 2000 Metern schlägt das Wetter im Gebirge schnell um, Nachmittagsgewitter im Hochsommer sind die Regel, nicht die Ausnahme. Nimm feste Schuhe, Regenschutz und genug Wasser mit, starte für längere Touren früh und drehe rechtzeitig um, wenn Wolken aufziehen. Almhütten haben oft nur bar Kasse und schließen am frühen Nachmittag; wer dort einkehren will, plant die Jause nicht zu spät. Für Familien sind die vielen Themen- und Erlebniswege rund um die Bergstationen der einfachste Einstieg.

Aktivitäten & Touren in Kärnten

Alle 19 Aktivitäten
Winter & Ski

Skifahren in Kärnten von Nassfeld bis Bad Kleinkirchheim

Wenn der Wörthersee im Januar unter Nebel liegt, scheint 1500 Meter höher am Nassfeld die Sonne über den Pisten – der Kärntner Winter spielt sich über der Hochnebelgrenze ab.

Das größte Skigebiet Kärntens ist das Nassfeld bei Hermagor, direkt an der italienischen Grenze im Gailtal gelegen. Rund 110 Pistenkilometer und über 30 Anlagen verteilen sich über ein weites, sonniges Hochtal, das dank der Südlage und der Nähe zur Adria oft üppige Schneemengen abbekommt. Eine rund sechs Kilometer lange Millennium-Express-Gondel bringt dich vom Tal direkt ins Zentrum des Gebiets. Das Nassfeld gilt als schneesicher und familienfreundlich, mit langen Talabfahrten und einer entspannten Hüttenszene, in der italienischer Espresso und Kärntner Kasnudeln friedlich nebeneinander stehen.

Der bekannteste Name ist jedoch Bad Kleinkirchheim, die Heimat von Skilegende Franz Klammer. Das Gebiet verbindet zwei Berge mit rund 100 Pistenkilometern, darunter die anspruchsvolle Weltcup-Abfahrt Kärnten-Franz Klammer. Die Besonderheit hier ist die Kombination aus Ski und Therme: Nach dem letzten Schwung steigst du direkt in eines der beiden Thermalbäder, das Römerbad oder die Therme St. Kathrein, wo warmes Quellwasser die Muskeln lockert. Diese Verbindung aus Pistentag und Thermalabend macht Bad Kleinkirchheim zu einer eigenen Kategorie unter den Kärntner Skiorten.

Dazu kommen kompaktere Gebiete, die vor allem für Familien und Tagesgäste taugen. Die Gerlitzen über dem Ossiacher See ist der Hausberg von Villach und Klagenfurt, ein Sonnenplateau mit Blick über die Seenlandschaft und guter Erreichbarkeit von der Autobahn. Der Katschberg an der Grenze zu Salzburg und die Turracher Höhe an der Grenze zur Steiermark bieten schneesichere Höhenlagen, breite Hänge und viel Angebot für Anfänger. Für Langläufer ist der zugefrorene Weissensee mit seinen Loipen auf dem Natureis ein Ziel für sich, und rund um die Nockberge finden sich stille Skitouren- und Rodelstrecken abseits des Lifttrubels.

Praktisch heißt Skifahren in Kärnten fast immer, über die Hochnebelgrenze zu fahren. Das Klagenfurter Becken neigt im Winter zu tagelangen Inversionen mit kaltem Nebel im Tal, während die Berge in der Sonne liegen – ein Grund, das Quartier eher am Berg als am nebligen See zu wählen. Die Skisaison läuft je nach Höhe und Schneelage etwa von Anfang Dezember bis Ostern, am zuverlässigsten im Januar und Februar. Für die Anreise brauchst du die österreichische Vignette, und auf der Tauern Autobahn kommt die Sondermaut für den Tauern- und Katschbergtunnel dazu; plane an Ferienwochenenden Zeitpuffer für Stau vor den Tunneln ein.

Unterkünfte

Unterkünfte in Kärnten vom Seehotel bis zur Almhütte

Morgens um sieben trittst du vom Zimmer direkt auf den hauseigenen Steg, das Wasser ist noch spiegelglatt und warm – wer am See wohnt, badet vor dem Frühstück.

Die begehrteste Adresse ist das Hotel mit eigenem Seezugang. Am Wörthersee reihen sich in Velden, Pörtschach und Reifnitz Häuser mit privatem Badesteg, Liegewiese und Bootsverleih; am ruhigeren Millstätter und Ossiacher See findest du Ähnliches oft zu moderateren Preisen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du badest morgens und abends, wenn die öffentlichen Strandbäder leer sind, und sparst dir die Parkplatzsuche. Der Preis dafür ist genau dieser Seezugang – gerade am Wörthersee zahlst du für die erste Reihe deutlich mehr, und die guten Häuser für Juli und August sind früh ausgebucht.

Wer flexibler und günstiger unterwegs sein will, wählt die Ferienwohnung oder das Privatzimmer im Ort. Kärnten hat eine lange Tradition der Sommerfrische, entsprechend dicht ist das Netz an Appartements, Pensionen und Urlaub-am-Bauernhof-Höfen, oft mit Seezugang über ein öffentliches oder vereinseigenes Bad wenige Gehminuten entfernt. Für Familien ist der Bauernhof ideal: Platz, eine Küche für die Selbstversorgung, Tiere für die Kinder und Gastgeber, die die besten Badestellen und Wanderziele der Umgebung kennen. Achte bei der Buchung auf die Entfernung zum Wasser – am See heißt nicht immer am See.

Im Norden und in den Bergen wechselt das Bild zur Almhütte und zum Chalet. Rund um Bad Kleinkirchheim, in den Nockbergen und am Nassfeld vermieten Betriebe komplette Hütten mit Kachelofen und Sauna, im Winter direkt an der Piste, im Sommer am Wanderweg. Das ist die richtige Wahl für alle, die das Panorama dem Seebad vorziehen, mit dem Vorteil, im Winter über der Nebelgrenze zu wohnen. Viele dieser Hütten vermieten in fixen Wochen von Samstag bis Samstag, und die Wintertermine über Weihnachten und in den Februarferien sind lange im Voraus vergeben.

Für Camper ist Kärnten geradezu ein Kernland: An fast jedem größeren See liegen gut ausgestattete Campingplätze direkt am Wasser, viele mit eigenem Strandabschnitt, Bootssteg und Restaurant. Der Ossiacher, der Millstätter und der Faaker See sind besonders campingfreundlich, und die Kombination aus warmem Wasser und mildem Klima macht Plätze hier von Mai bis September attraktiv. Reserviere für die Hochsaison rechtzeitig, denn die Seeplätze in erster Reihe sind begehrt. Wildes Campen ist in Österreich und speziell in Naturschutzgebieten wie den Nockbergen verboten und wird kontrolliert.

Hotels in Kärnten

Alle 24 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Kärnten

In der Buschenschank stellt die Wirtin einen Teller mit gekrendelten Kasnudeln auf den Tisch – handgeformte Teigtaschen, deren gewellter Rand in Kärnten Familiensache ist.

Das Nationalgericht sind die Kärntner Kasnudeln: große, halbmondförmige Teigtaschen, gefüllt mit Bröseltopfen (einem Kärntner Topfen), Kartoffeln und frischer Minze. Ihr charakteristisches Merkmal ist das Krendeln, der von Hand gedrehte Zierrand, auf den jede Familie stolz ist. Serviert werden sie klassisch mit zerlassener Butter. Daneben gehört das Reindling auf den Tisch, ein süßer Hefekuchen mit Zimt und Rosinen, der besonders zu Ostern gebacken wird, sowie der Ritschert, ein deftiger Eintopf aus Rollgerste, Bohnen und Selchfleisch – Hausmannskost aus einer Zeit, in der die Berge karg und die Winter lang waren.

Am und im See spielt der Fisch die Hauptrolle. Aus den kalten, tiefen Gewässern wie dem Millstätter und dem Weissensee kommen Reinanke, Seesaibling und Forelle, oft schlicht gebraten oder geräuchert und in den Seehotels und Fischereien am Ufer serviert. Der Weissensee-Reinanke und der Millstätter Saibling haben einen eigenen Ruf, und viele Betriebe fangen selbst. Ein Fischessen mit Blick aufs Wasser, dazu ein Glas Weißwein, gehört zu den entspanntesten Kärntner Abenden – frag im Zweifel nach dem Fisch des Tages, das ist meist der frischeste.

Die Nähe zu Italien und Slowenien prägt Küche und Genuss stärker als in den nördlichen Bundesländern. Espresso, Aperol Spritz und gute Eisdielen gehören selbstverständlich dazu, in Grenznähe finden sich Trattorien und italienische Feinkost, und das Gailtal ist für seinen Gailtaler Speck und den Gailtaler Almkäse bekannt, beide mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Der Villacher Kirchtag im Sommer ist das größte Brauchtumsfest Kärntens und ein guter Anlass, sich durch die regionale Küche zu essen, während auf mehreren Bühnen musiziert wird.

Für den Durst gibt es zwei Kärntner Klassiker. Das Villacher und das Hirter Bier werden im Land gebraut, Hirt gilt als eine der ältesten Brauereien Österreichs. Weinbau spielt in Kärnten traditionell eine kleinere Rolle als im Osten, erlebt aber am Wörthersee und im Lavanttal eine junge Renaissance mit ersten eigenen Lagen. In der Buschenschank, dem bäuerlichen Ausschank, bekommst du Hausmost, Schnaps und eine kalte Jause aus Speck, Käse und Brot – die günstigste und ehrlichste Art, sich durch die Region zu kosten. Öffnungszeiten wechseln saisonal, ein Blick auf die Aushänge oder die Website lohnt vor der Fahrt.

Restaurants in Kärnten

Alle 25 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Kärnten und unterwegs vor Ort

Kurz vor dem Katschbergtunnel staut sich an Ferienwochenenden die Kolonne, doch dahinter fällt die Tauern Autobahn nach Süden ins mildere Kärnten – und das Thermometer steigt mit jedem Kilometer.

Mit dem Auto führt die Hauptroute aus Deutschland über Salzburg und die Tauern Autobahn A10 durch den Tauern- und den Katschbergtunnel nach Villach. Für Österreichs Autobahnen brauchst du zwingend die Vignette – als Kleber oder digital, erhältlich für zehn Tage, zwei Monate oder ein Jahr. Auf der A10 kommt für die beiden Scheiteltunnel eine Sondermaut obendrauf, die nicht in der Vignette enthalten ist. Von München rechnest du rund vier bis fünf Stunden. An den Reisewochenenden im Sommer und in den Winterferien stauen sich die Tunnel regelmäßig; wer kann, fährt früh morgens oder unter der Woche.

Mit der Bahn ist Kärnten gut erreichbar: Direkte Nachtzüge und Fernverbindungen aus Deutschland und Wien halten in Villach und Klagenfurt, beide zentrale Knoten im Süden. Die seit Ende 2025 durchgehend befahrbare Koralmbahn verkürzt zudem die Fahrt zwischen Klagenfurt und Graz erheblich und bindet Kärnten enger an den Osten an. Von den Bahnhöfen Villach und Klagenfurt erreichst du die Seenorte mit Regionalzügen und Bussen – der Wörthersee etwa ist per Bahn und Schiff gut erschlossen, sodass ein Seeurlaub ohne eigenes Auto durchaus funktioniert.

Für die Landschafts-Kärnten und die Bergstraßen ist der eigene oder gemietete Wagen aber im Vorteil. Die Nockberge, das Maltatal, das Gailtal mit Weissensee und die Panoramastraßen liegen abseits dichter Taktverbindungen, und Busse fahren dort selten und nach Schulzeiten. Beachte, dass die großen Alpenstraßen – Großglockner-Hochalpenstraße, Nockalmstraße, Malta-Hochalmstraße und Villacher Alpenstraße – jeweils eine eigene Streckenmaut kosten, unabhängig von der Vignette, und nur im Sommerhalbjahr geöffnet sind. Die Großglocknerstraße etwa öffnet meist Anfang Mai und schließt Anfang November.

Vor Ort machen die Kärnten Card und die vielen Gästekarten die Fortbewegung leichter und günstiger. Viele Regionen geben ihren Übernachtungsgästen eine Gästekarte, die freie oder ermäßigte Fahrten mit Bergbahnen, Schiffen und teils dem Nahverkehr sowie Eintritte zu Ausflugszielen enthält – frag im Quartier gezielt danach, das rechnet sich oft schon am zweiten Tag. Für Ausflüge über die Grenze nach Italien gilt die dortige Autobahnmaut per Ticket, für Slowenien brauchst du eine eigene elektronische E-Vignette, die du vorab online kaufst.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Mit Kindern

Kärnten mit Kindern

Um vier Uhr nachmittags springt das Kind zum zehnten Mal vom Steg ins 26 Grad warme Wasser, während am Ufer der Sandkübel wartet – Kärntens Seen sind wie gemacht für Familien.

Der stärkste Trumpf für Familien ist das warme, flach abfallende Wasser. Seen wie der Pressegger See bei Hermagor, der Klopeiner See und der Turnersee erwärmen sich früh und stark und haben ausgedehnte Flachwasserzonen, in denen kleine Kinder gefahrlos planschen. Viele Strandbäder sind auf Familien eingerichtet, mit Liegewiesen, Spielplätzen, Rutschen und Bademeistern. Weil die Wassertemperaturen so hoch sind, funktioniert das Baden hier verlässlicher als an vielen kühleren Alpenseen – ein Grund, warum Kärnten seit Generationen ein Klassiker für den Familiensommer ist.

An Schlechtwetter- oder Nichtbadetagen gibt es Programm mit Wiedererkennungswert. Der Minimundus in Klagenfurt zeigt die Bauwerke der Welt in Miniatur, gleich nebenan liegt das Reptilienzoo Happ, der Pyramidenkogel lockt mit Aussichtsturm und langer Röhrenrutsche, und im Tierpark Rosegg streifen Wildtiere durch ein weitläufiges Gehege. In den Bergen sind die Erlebnis- und Themenwege rund um die Bergstationen von Gerlitzen, Nassfeld und Bad Kleinkirchheim auf Kinder zugeschnitten, oft mit Stationen zum Anfassen und einer Almhütte als Ziel.

Für aktive Familien lohnen die vielen Freizeitangebote rund um die Seen. Auf dem Ossiacher und dem Wörthersee kannst du Tretboote, Stand-up-Paddles und Kanus mieten, in den Klettergärten und Hochseilparks toben größere Kinder, und mit dem Ausflugsschiff wird die Seerundfahrt selbst zum Erlebnis. Im Sommer bieten viele Bergbahnen Familienermäßigungen und Sommerrodelbahnen, im Winter sind Bad Kleinkirchheim und Nassfeld für ihre Kinderskischulen und flachen Übungshänge bekannt. Die Kärnten Card bündelt viele dieser Ziele zu einem Preis und lohnt sich für Familien besonders.

Ein paar praktische Hinweise erleichtern den Familienurlaub. Wähle das Quartier bewusst am flachen Kleinsee statt am tiefen, steilen Ufer, wenn die Kinder klein sind – der Millstätter See etwa fällt schnell ab, der Pressegger See bleibt lange flach. Nimm für die intensive Südsonne konsequent Sonnenschutz und Kopfbedeckung mit, denn Kärnten hat mehr Sonnenstunden als der Alpennorden. Und plane die Fahrten in die Berge nicht zu ambitioniert: Auf den kurvigen Alpenstraßen wird Kindern schnell übel, weshalb ein Ziel pro Tag und regelmäßige Pausen an der Alm mehr bringen als eine durchgezogene Pass-Rundfahrt.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Kärnten – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Kärnten und das Wetter im Jahreslauf

Kärnten hat zwei Hochsaisons – den warmen Seesommer und den sonnigen Winter über der Nebelgrenze – und dazwischen liegen ruhige, oft unterschätzte Wochen.

Kärnten ist das sonnenreichste und wärmste Bundesland Österreichs, weil es südlich des Alpenhauptkamms liegt und der Regen sich meist an den Nordflanken abregnet. Der Sommer bringt warme, oft stabile Tage mit Seetemperaturen über 25 Grad, unterbrochen von kräftigen Nachmittagsgewittern. Der Winter ist zwiespältig: In den Tälern und im Klagenfurter Becken drückt tagelang kalter Hochnebel, während die Berge in der Sonne liegen. Frühling und Herbst sind mild und ruhig. Die Werte unten gelten für Klagenfurt im Becken; am Berg ist es im Winter oft milder und sonniger als im nebligen Tal.

Jan3°-6°Ski, Talnebel
Feb6°-5°beste Skiwochen
Mär11°-1°Firn, erstes Grün
Apr16°3°mild, ruhig
Mai21°8°grün, Seen noch kühl
Jun25°12°Badestart, lange Tage
Jul27°14°Hochsaison, warm
Aug26°14°Seen am wärmsten
Sep21°9°warm, ruhiger
Okt15°4°goldener Herbst
Nov8°-1°neblig, still
Dez3°-5°Skistart, Nebel

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Kärnten hat eine doppelte Hochsaison: Für den Seesommer sind Juni bis September ideal, mit den wärmsten Wassertemperaturen im Juli und August und ruhigeren, günstigeren Tagen im Juni und September. Für den Skiurlaub sind Januar und Februar am verlässlichsten – dann liegt Schnee, und über der Nebelgrenze scheint an den meisten Tagen die Sonne. Wer Ruhe und milde Luft ohne Baden sucht, kommt im Mai oder im goldenen Oktober, wenn die Seen noch oder wieder still daliegen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Kärnten

Wie viele Tage sollte man für Kärnten einplanen?
Für einen ersten Überblick plane eine Woche: zwei, drei Tage am Wörthersee mit Klagenfurt und Velden, dann Villach mit Faaker See, der Millstätter See und ein Ausflug in die Nockberge oder an den Großglockner. Mit zehn bis vierzehn Tagen kombinierst du Seen, Berge und Grenzausflüge nach Italien und Slowenien, ohne täglich umziehen zu müssen.
Welcher ist der wärmste Badesee in Kärnten?
Am wärmsten sind die kleinen, flachen und windgeschützten Seen: Der Klopeiner See und der Turnersee im Südosten erreichen im Hochsommer regelmäßig 28 Grad. Der große Wörthersee kommt auf 26, mancherorts fast 28 Grad, ist aber weitläufiger. Der Faaker und der Pressegger See wärmen sich ebenfalls stark auf und eignen sich gut für Familien.
Braucht man in Kärnten ein Auto?
Für einen reinen Seeurlaub am Wörthersee nicht zwingend: Villach und Klagenfurt sind per Bahn erreichbar, die Seeorte per Regionalzug, Bus und Schiff. Für die Nockberge, das Maltatal, die Panoramastraßen und die kleineren Seen im Westen ist ein Auto aber klar von Vorteil, weil dort Busse selten fahren und die schönsten Strecken abseits der Bahn liegen.
Was kostet die Anreise nach Kärnten mit dem Auto?
Für Österreichs Autobahnen brauchst du die Vignette, erhältlich ab rund zehn Tagen Gültigkeit. Auf der Tauern Autobahn A10 kommt für den Tauern- und den Katschbergtunnel eine Sondermaut dazu, die nicht in der Vignette enthalten ist. Die genauen Tarife ändern sich jährlich, prüfe sie vor der Fahrt auf der offiziellen Asfinag-Seite. Von München sind es rund vier bis fünf Stunden.
Wann ist die beste Reisezeit für Kärnten?
Für den Seesommer sind Juni bis September am besten, mit den wärmsten Wassertemperaturen im Juli und August. Für Skiurlaub sind Januar und Februar am verlässlichsten. Mai und Oktober sind mild und ruhig, ideal für Wandern und Städte ohne Badebetrieb. Der November und Anfang Dezember sind im Becken oft neblig und die stillste Zeit im Jahr.
Ist Kärnten gut für einen Urlaub mit Kindern?
Sehr gut: Die warmen, flach abfallenden Seen wie Pressegger, Klopeiner und Turnersee sind ideal für kleine Kinder, dazu gibt es familienfreundliche Strandbäder, Minimundus und den Pyramidenkogel in Klagenfurt, Tierparks und im Winter Kinderskischulen in Bad Kleinkirchheim und am Nassfeld. Wähle das Quartier am flachen Kleinsee statt am tiefen, steilen Ufer.
Was sind die schönsten Seen in Kärnten?
Der Wörthersee ist der größte und wärmste mit lebhaften Orten wie Velden und Pörtschach, der Millstätter See der tiefste und ruhigere vor den Nockbergen, der Faaker See der türkiseste vor den Karawanken. Dazu kommen der Ossiacher See bei Villach, der kristallklare Weissensee in Oberkärnten und die warmen Kleinseen Klopeiner und Turnersee im Südosten.
Kann man in Kärnten gut wandern?
Ja, und in verschiedenen Schwierigkeitsgraden: Die grasigen Nockberge bieten einfache Höhenwege für Familien, der Nationalpark Hohe Tauern rund um den Großglockner anspruchsvollere Gletscher- und Höhentouren, und die Karnischen Alpen an der italienischen Grenze einen mehrtägigen Weitwanderweg. Sommerseilbahnen an Gerlitzen, Nassfeld und in Bad Kleinkirchheim verkürzen die Aufstiege.
Welche Skigebiete gibt es in Kärnten?
Das größte ist das Nassfeld bei Hermagor mit rund 110 Pistenkilometern an der italienischen Grenze. Bad Kleinkirchheim verbindet rund 100 Kilometer Pisten mit zwei Thermen. Dazu kommen die Gerlitzen über dem Ossiacher See sowie Katschberg und Turracher Höhe an der Grenze zur Steiermark. Am zuverlässigsten ist die Schneelage im Januar und Februar.
Was muss man in Kärnten unbedingt essen?
Die Kärntner Kasnudeln, große Teigtaschen mit Topfen, Kartoffeln und Minze und einem handgedrehten Zierrand, sind das Nationalgericht. Dazu gehören der süße Reindling, der Ritschert-Eintopf und Fisch aus den Seen wie Reinanke und Saibling. Das Gailtal ist für Gailtaler Speck und Almkäse bekannt, und die Nähe zu Italien bringt guten Espresso und Eis.
Lohnt sich die Großglockner-Hochalpenstraße von Kärnten aus?
Ja, sie beginnt in Kärnten bei Heiligenblut und führt zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf den Großglockner und die Pasterze, den größten Gletscher Österreichs. Die Straße ist mautpflichtig, nur von etwa Anfang Mai bis Anfang November geöffnet und will als ganzer Tagesausflug eingeplant sein. Starte früh, um Menschenmassen und Nachmittagswolken zu entgehen.
Wie kalt wird es im Kärntner Winter?
Im Klagenfurter Becken kann es empfindlich kalt werden, mit Tiefstwerten deutlich unter dem Gefrierpunkt und tagelangem Hochnebel, der die Sonne im Tal kaum durchlässt. Genau deshalb liegen die Skiorte im Vorteil: Über der Nebelgrenze scheint oft die Sonne bei angenehmen Temperaturen. Wer im Winter kommt, wählt das Quartier eher am Berg als am neblig-kalten See.
KärntenSüdlich des Alpenhauptkamms reihen sich türkise Badeseen vor grasgrünen Bergrücken – Kärnten ist Österreichs sonnige Südseite.

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