Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kärnten
Am Neuen Platz in Klagenfurt bäumt sich seit über 400 Jahren ein steinerner Drache auf – der Lindwurm ist das Wahrzeichen der Stadt und ein guter Startpunkt für alles Weitere.
Klagenfurt zuerst, denn hier bündelt sich die Kultur: Der Lindwurmbrunnen am Neuen Platz zeigt das Fabeltier, das der Sage nach den Sumpf am Wörthersee bewohnte, und rundum liegt eine kompakte Renaissance-Altstadt mit dem Alten Platz und den arkadengesäumten Innenhöfen. Im Landhaus lohnt der Große Wappensaal mit 665 gemalten Wappen und einer illusionistischen Deckenmalerei. Nur wenige Minuten außerhalb steht am Ostufer des Sees der Europapark mit Minimundus, wo über hundert berühmte Bauwerke der Welt im Maßstab 1:25 nebeneinander stehen – ein Klassiker mit Kindern.
Über dem Südufer des Wörthersees ragt der Pyramidenkogel auf, mit gut 100 Metern der höchste Holzaussichtsturm der Welt. Der spiralförmige Bau schraubt sich über die bewaldeten Hügel, von der Plattform reicht der Blick über den ganzen See bis zu den Karawanken, und wer will, saust über die 120 Meter lange Rutsche wieder nach unten. Unten am See liegt Maria Wörth auf einer Halbinsel, mit zwei mittelalterlichen Kirchen direkt über dem Wasser – einer der fotografiertesten Punkte Kärntens, besonders im Abendlicht, wenn sich die Türme im See spiegeln.
Villach, die zweitgrößte Stadt, bringt einen anderen Ton ins Spiel: ein langer, südlich wirkender Hauptplatz, die Stadtpfarrkirche St. Jakob mit begehbarem Turm und die Draulände als Promenade am Fluss. Von hier ist es ein Katzensprung zur Villacher Alpenstraße, einer mautpflichtigen Panoramastraße, die sich in Kehren auf den Dobratsch schraubt – oben stehen ein Naturpark, eine Wallfahrtskirche und ein Rundblick über das ganze Becken. Im Februar verwandelt der Villacher Fasching die Innenstadt in einen der größten Faschingsumzüge Österreichs.
Im Norden des Landes wartet die alpine Sehenswürdigkeit schlechthin: Die Großglockner-Hochalpenstraße beginnt in Kärnten bei Heiligenblut, dessen Wallfahrtskirche mit spitzem Turm vor der vergletscherten Glocknerwand steht. Die Straße ist mautpflichtig und nur von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet; sie führt in Serpentinen zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf den Großglockner und die Pasterze, den größten Gletscher Österreichs. Rechne einen ganzen Tag ein, starte früh, und lass dich von Murmeltieren und den kehrenreichen Aufstiegen nicht hetzen.




























