Wer von Klagenfurt aus in Richtung Süden fährt, sieht ihn schon von Weitem: den schlanken Holzturm auf dem Pyramidenkogel, der wie ein riesiger Bleistift aus dem Waldkamm ragt. Mit seiner exponierten Lage auf 851 Metern Seehöhe und einer Turmhöhe von 100 Metern ist er der höchste Holzaussichtsturm der Welt – ein Bauwerk, das allein schon als architektonisches Erlebnis eine Reise rechtfertigt.
Das Besuchserlebnis beginnt bereits am Parkplatz, wo ein Waldweg durch Fichten und Lärchen zum Turmeingang führt. Wer die 441 Stufen der innen liegenden Wendeltreppe aufsteigt, erlebt einen langsamen Wechsel der Perspektive: Zunächst schließt der Wald die Sicht, dann öffnet sich das Panorama schlagartig auf der ersten Aussichtsplattform. Noch dramatischer wird es auf der obersten Ebene, der gläsernen Rundum-Plattform auf rund 85 Metern Höhe. Hier liegt der Wörthersee in seiner vollen Länge zu Füßen, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln und den schneebedeckten Gipfeln der Karawanken im Süden. An klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Julischen Alpen und den Dolomiten.
Für alle, denen 441 Stufen zu viel sind, gibt es eine Alternative: Eine Rutsche windet sich von der Plattform in rasantem Tempo hinunter – was den Turm besonders bei Familien mit Kindern beliebt macht. Der Abstieg per Rutsche dauert nur wenige Sekunden und ist ein Erlebnis für sich.
Der Pyramidenkogel liegt nur rund 15 Kilometer von Klagenfurt entfernt, in der Gemeinde Keutschach am See. Die Anfahrt führt durch das sanft hügelige Keutschacher Seental, das mit seinen kleinen Badeseen eine eigene Ausflugswelt bildet. Wer den Turm mit einem Spaziergang am Wörthersee oder einem Besuch in Velden kombiniert, bekommt ein rundes Bild der Region – von oben und von unten.