Region · Österreich

Steiermark

Zwischen dem Dachstein-Gletscher im Norden und den Weinhügeln an der slowenischen Grenze packt die Steiermark Hochgebirge, Kürbiskernöl und Renaissance-Stadt auf einen Landstrich.

6 Städte38 Sehenswürdigkeiten31 Hotels
Überblick

Deine Steiermark auf einen Blick

Beste Zeit
Mai–Oktober für Wein und Wandern (Weinlese im Herbst), Winter für Ski am Dachstein
Gut für
Städtetrip in Graz, Weinreise, Kulinarik, Wandern und Burgen
Anreise
Flughafen Graz (~10 km südlich, Bahnhalt 5 Gehminuten vom Terminal); ÖBB-Schnellverbindungen über die neue Südbahn/Koralmbahn
Hauptstadt
Graz (UNESCO-Altstadt)
Basis
Graz; für die Weinstraße Leibnitz/Ehrenhausen, für die Berge die Hochsteiermark
Tipp
Bahnlinie ab Graz Richtung Süden bringt einen direkt in die Weinregion
Die Region

Was Steiermark ausmacht

Die Steiermark ist das grüne Herz Österreichs und zieht sich vom vergletscherten Dachstein bis an die Weinberge an der slowenischen Grenze im Süden. In Graz wacht der Uhrturm auf dem Schlossberg über die UNESCO-Altstadt, während das Kunsthaus wie ein blauer Fremdkörper an der Mur klebt. Im Norden gehört Schladming zu den großen Skiorten der Alpen, mit dem Dachstein-Gletscher, dem Sky Walk und der Hängebrücke über dem Abgrund. Ganz anders der Süden: An der Südsteirischen Weinstraße reihen sich Buschenschänke und Klapotetze zwischen Sauvignon-Blanc-Hängen, die Landschaft trägt zu Recht den Beinamen steirische Toskana. Dazu das Thermen- und Vulkanland mit heißen Quellen, die Wallfahrtsbasilika von Mariazell und ein Kürbiskernöl, das hier auf fast jedem Teller landet.

Reiseführer

Steiermark von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo zwischen dem Gleinalmtunnel und Graz öffnet sich das Land, die Tunnelröhren geben den Blick frei auf Weinhügel, und wo eben noch Schnee auf den Nordhängen lag, hängt jetzt der Geruch von reifen Trauben in der Luft. Die Steiermark macht diesen Sprung an einem einzigen Tag – morgens Gletscherbahn am Dachstein, mittags ein Glas Sauvignon Blanc an der Südsteirischen Weinstraße, abends die Füße in einer der Thermen im Vulkanland. Kaum eine andere Region Österreichs presst Hochgebirge, Wein und heiße Quellen so dicht zusammen.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Steiermark

Vom Uhrturm auf dem Grazer Schlossberg bis zur Burg Riegersburg auf ihrem Vulkankegel spannt sich die Steiermark über ein paar Autostunden.

Fang in Graz an, denn hier verdichtet sich die halbe Region auf einen Kilometer. Der Schlossberg mitten in der Stadt trägt den Uhrturm mit den vertauschten Zeigern – der große zeigt die Stunden, der kleine die Minuten –, und du kommst zu Fuß über die Kriegssteig-Stufen, mit der Standseilbahn oder per Lift durch den Fels hinauf. Oben blickst du über das rote Ziegeldach-Meer der Altstadt, die seit 1999 auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Unten an der Mur schwimmt die künstliche Murinsel, gleich gegenüber wölbt sich das Kunsthaus, das die Grazer den freundlichen Außerirdischen nennen.

Ein paar Schritte weiter bewahrt das Landeszeughaus die größte historisch erhaltene Waffensammlung der Welt: rund 32.000 Objekte auf vier Etagen, Harnische und Hellebarden in Reih und Glied, so wie sie das Land einst gegen die Osmanen bereithielt. Am westlichen Stadtrand gehört auch das Schloss Eggenberg mit seinen Prunkräumen und dem Landschaftspark zum Welterbe. Für die Altstadt selbst brauchst du keinen Plan – lauf einfach durch die Innenhöfe, in denen sich Renaissance-Arkaden übereinanderstapeln, und setz dich am Hauptplatz oder in eines der Buschenschank-nahen Weinlokale.

Die zweite Ikone der Steiermark steht im Südosten: die Riegersburg, hoch auf einem erloschenen Vulkankegel über dem Vulkanland. Du erreichst die mittelalterliche Wehranlage über einen steilen Fußweg durch mehrere Tore oder bequem mit dem Schrägaufzug. Oben warten Ausstellungen zu Hexenprozessen und Waffen sowie eine Greifvogelwarte, deren Flugvorführungen die Adler und Geier tief über die Zuschauer ziehen lassen. Am Fuß des Berges presst die Schokoladenmanufaktur Zotter ihre Bohnen zu essbaren Experimenten – ein Rundgang lohnt sich, gerade mit Kindern.

Im Norden setzt der Dachstein den landschaftlichen Kontrapunkt. Von Ramsau am Dachstein bringt dich die Gletscherbahn auf rund 2.700 Meter, wo der Sky Walk als Aussichtsplattform ins Leere ragt, die Treppe ins Nichts über der Nordwand endet und die Hängebrücke – eine der höchstgelegenen Österreichs – über die Schlucht führt. Im Fels darunter glitzert der Eispalast mit Skulpturen aus Gletschereis. Wer keine Zeit fürs Skifahren hat, fährt allein für dieses halbe Stunde Bergbahn hinauf – nimm warme Kleidung mit, oben liegt auch im Hochsommer Schnee.

Sehenswürdigkeiten in Steiermark

Alle 38 Sehenswürdigkeiten
Landeshauptstadt

Graz und seine Sehenswürdigkeiten

Graz ist die entspannteste Großstadt Österreichs – Universitätsstadt, Genusshauptstadt und UNESCO City of Design in einem, und alles liegt fußläufig.

Graz und seine Sehenswürdigkeiten
Landeshauptstadt

Die Altstadt von Graz ist so gut erhalten, dass die UNESCO sie 1999 zum Welterbe erklärte – ein Ensemble aus Gotik, Renaissance und Barock, das die Jahrhunderte fast unbeschadet überstanden hat. Herzstück ist der Hauptplatz mit dem Rathaus und den Straßenzügen der Herrengasse, wo hinter barocken Fassaden die Innenhöfe mit ihren Arkadengängen liegen. Nimm dir Zeit, in die Höfe hineinzugehen: Der Landhaushof mit seiner dreistöckigen Arkadenloggia gilt als einer der schönsten Renaissance-Innenhöfe nördlich der Alpen und ist im Sommer Bühne für Konzerte.

Der Schlossberg ist der grüne Kern der Stadt und dein bester Aussichtspunkt. Neben dem Uhrturm steht der Glockenturm mit der Liesl, einer der größten Glocken der Steiermark, und im Inneren des Bergs windet sich die Grazer Märchenbahn durch die Stollen, die im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzanlage gegraben wurden. Hinauf kommst du über die serpentinenartigen Wege, die Schlossbergbahn als Standseilbahn oder den gläsernen Lift, der senkrecht durch den Fels fährt. Oben gibt es Gastgärten, von denen du bei Sonnenuntergang über die ganze Stadt schaust.

An der Mur setzen zwei Bauten von 2003 einen bewussten Bruch, dem Jahr, in dem Graz Kulturhauptstadt Europas war. Das Kunsthaus mit seiner blau schimmernden, blasenförmigen Hülle zeigt zeitgenössische Kunst, und die Murinsel des Künstlers Vito Acconci liegt als muschelförmige Stahlkonstruktion mitten im Fluss, mit Café und kleiner Freilichtbühne. Beide verbinden das moderne Graz mit der alten Stadt am anderen Ufer – ein Kontrast, der die Stadt bis heute prägt.

Graz trägt den Titel Genusshauptstadt zu Recht: Der Bauernmarkt am Kaiser-Josef-Platz und am Lendplatz bringt jeden Vormittag Käferbohnen, Kürbiskernöl, Vulcano-Schinken und steirisches Obst in die Stadt. In der Altstadt rund um Mehl- und Färberplatz sitzt abends die junge Stadt in den Lokalen des Bermudadreiecks, oben in Geidorf füllen die Studierendenlokale rund um die Universität die Abende, und in den Weinlokalen bekommst du steirische Weine aus allen drei Weinbaugebieten glasweise. Für den Ausflug in die Natur reicht eine kurze Fahrt: Das Schloss Eggenberg am Stadtrand und der Wald des Plabutsch liegen mit Bus und Bim in Reichweite.

Ski & Winter

Schladming und der Dachstein im Winter

Wenn im Januar das Flutlicht angeht und 45.000 Zuschauer die Planai säumen, ist Schladming für eine Nacht die lauteste Skistadt der Alpen.

Schladming im oberen Ennstal ist einer der großen Skiorte Österreichs und Teil des Skiverbunds Ski amadé. Das Herzstück ist die 4-Berge-Skischaukel, die Planai, Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm über Lifte und Abfahrten zu einem zusammenhängenden Gebiet mit rund 123 Pistenkilometern verbindet – auf einem Skipass fährst du von Berg zu Berg, ohne das Auto anzufassen. Die Talabfahrten enden mitten im Ort, und die Planai-Talstation liegt praktisch in der Fußgängerzone, was Schladming für Familien wie für Après-Ski-Fans gleichermaßen bequem macht.

Der sportliche Höhepunkt ist das Nightrace, der Weltcup-Nachtslalom auf der Planai Ende Januar. Unter Flutlicht rasen die besten Slalomfahrer die steile Zielhang-Piste hinab, während sich unten im Zielstadion Zehntausende drängen – für den Ort ist es das Fest des Jahres, und selbst wer keine Karte hat, spürt die Stimmung in jeder Bar. Schladming war 2013 auch Austragungsort der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft, weshalb die Infrastruktur von Liften bis Beschneiung auf hohem Stand ist. Buche Unterkünfte für die Nightrace-Woche früh, dann sind Betten knapp.

Gegenüber ragt der Dachstein auf, das ganzjährige Gletscher-Kontrastprogramm. Von Ramsau am Dachstein bringt dich die Dachstein-Gletscherbahn hinauf zum Hunerkogel, wo der Sky Walk als Plattform über die Kante ragt, die Hängebrücke die Schlucht überspannt und die Treppe ins Nichts über der Nordwand endet – nichts für schwache Nerven. Im Eispalast führen Gänge durch das Gletschereis, vorbei an Skulpturen. Oben liegt ein Gletscherskigebiet, das von Herbst bis in den Frühsommer offen ist, dazu Langlaufloipen auf dem Plateau.

Rund um Ramsau am Dachstein liegt eines der besten Langlaufreviere der Alpen, mit über 150 Loipenkilometern auf dem sonnigen Hochplateau – hier trainieren regelmäßig internationale Nationalteams. Wer nicht Ski fährt, findet Winterwanderwege, Rodelbahnen wie die von der Hochwurzen und Schneeschuhtouren. Zur Anreise im Winter gilt: Die Straßen ins Ennstal sind gut geräumt, vom 1. November bis 15. April gilt die witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht – bei winterlichen Verhältnissen mit Schnee, Matsch oder Eis sind Winterreifen vorgeschrieben –, und für die Passstraßen solltest du Schneeketten dabeihaben, auch wenn du sie selten brauchst.

Aktivitäten & Touren in Steiermark

Alle 18 Aktivitäten
Wandern & Seen

Wandern in der Steiermark und die Seen des Salzkammerguts

Im Sommer wird aus dem Skiland ein Wanderland – und im Ausseerland liegen die stillsten Seen des Salzkammerguts.

Wandern in der Steiermark und die Seen des Salzkammerguts
Wandern & Seen

Die Steiermark ist im Sommer ein Wanderrevier für jedes Niveau. Auf der Schladminger Tauern-Seite führen Höhenwege von Hütte zu Hütte, etwa zur Kette der Schladminger Seen wie dem Duisitzkarsee oder den Giglachseen, die du in einer Tagestour erreichst. Das Dachstein-Plateau bietet hochalpine Touren mit Fixseil-Passagen, während die Ramsau ein Netz sanfterer Almwege hat. Wichtig in den Bergen: Prüfe vor jeder Tour den Wetterbericht, denn Nachmittagsgewitter kommen im Hochsommer schnell, und plane die Rückkehr zur Bergbahn-Betriebszeit ein, sonst wird der Abstieg lang.

Ganz anders die Landschaft im Ausseerland, dem steirischen Teil des Salzkammerguts. Rund um Bad Aussee liegen drei Seen dicht beieinander: der Grundlsee, den ein Ausflugsschiff befährt, der von Bergen gerahmte Altausseer See mit dem Loser darüber und der abgelegene Toplitzsee, um den sich Legenden von versenkten Schätzen ranken. Ein flacher Rundweg führt um den Altausseer See in gut anderthalb Stunden, mit ständigem Blick aufs Wasser und die Wände dahinter – eine der schönsten leichten Wanderungen der Region, auch für Familien.

Das Salzkammergut erstreckt sich über drei Bundesländer, und ein Teil davon gehört zur Steiermark – Hallstatt selbst liegt allerdings schon in Oberösterreich, das verwechseln viele. Der steirische Anteil dreht sich um Bad Aussee und die Bergwelt des Toten Gebirges. In den Salzwelten Altaussee fährst du in den Salzberg ein, auf Holzrutschen hinab und durch beleuchtete Stollen – hier lagerten im Zweiten Weltkrieg tausende geraubte Kunstwerke, eine Geschichte, die der Bergwerksrundgang erzählt. Für Regentage ist der Besuch ein sicherer Plan.

Ende Mai oder Anfang Juni verwandelt das Narzissenfest das Ausseerland in ein Blütenmeer: Auf den feuchten Wiesen blüht die weiße Sternnarzisse zu Millionen, und beim Fest treiben aus tausenden Blüten gesteckte Figuren auf einem Korso über den Grundlsee. Es ist eines der ältesten Brauchtumsfeste der Steiermark und ein guter Anlass, den Frühsommer im Salzkammergut zu verbringen. Wer die Ruhe sucht, kommt lieber im September, wenn die Sommerfrischler weg sind und die ersten Lärchen sich golden färben.

Wein & Süden

Südsteiermark und die Steirische Weinstraße

An der slowenischen Grenze fallen die Weinhügel so steil ab und liegen so dicht gestaffelt, dass man die Südsteiermark die steirische Toskana nennt.

Die Südsteirische Weinstraße windet sich südlich von Graz durch ein Hügelland, das im Herbst nach gärendem Most riecht. Sie beginnt bei Ehrenhausen und führt über Gamlitz, Ratsch und Leutschach dicht an der Grenze zu Slowenien entlang, an manchen Stellen verläuft die Straße direkt auf der Grenzlinie. Charakteristisch sind die Klapotetze, hölzerne Windräder, die mit ihrem Klappern die Vögel aus den Trauben scheuchen – ihr Geräusch gehört zum Sound der Region wie das Zirpen der Grillen. Kitzeck im Sausal liegt als eines der höchstgelegenen Weindörfer Europas auf einem Kamm mit Rundumblick.

Der Star im Glas ist der Sauvignon Blanc, der auf den steilen, schieferhaltigen Hängen eine Frische und Würze entwickelt, für die südsteirische Winzer international gefeiert werden. Daneben stehen Welschriesling, Gelber Muskateller und Morillon – so heißt hier der Chardonnay. Probieren tust du all das am besten im Buschenschank, der urtypischen steirischen Institution: Ein Weinbauer schenkt seinen eigenen Wein aus und serviert dazu eine Brettljause mit Verhackert, Käse, Aufstrichen und Käferbohnen. Nur kalte Speisen, nur Eigenprodukte – dafür ehrlich und günstig.

Fahr die Weinstraße nicht als Transitstrecke, sondern als Tagesprogramm mit wenigen Stopps. Die Straßen sind eng und kurvig, und wer verkostet, sollte einen nüchternen Fahrer dabeihaben oder mit dem Rad unterwegs sein – Österreichs Promillegrenze liegt bei 0,5, und die Polizei kontrolliert im Weinland durchaus. Plane einen Aussichtspunkt wie die Terrasse bei Kitzeck ein, ein Mittagessen im Buschenschank und höchstens zwei Weingut-Termine. Viele Winzer bitten um Anmeldung, dann nimmt sich jemand Zeit für eine echte Verkostung statt eines schnellen Glases im Vorbeigehen.

Zwei weitere Weinbaugebiete ergänzen den Süden. In der Weststeiermark rund um Stainz und Deutschlandsberg wächst aus der Rebsorte Blauer Wildbacher der Schilcher, ein säurebetonter Rosé von kräftiger Farbe, den es fast nur hier gibt. Und im Vulkanland im Osten, wo erloschene Vulkane die Böden mineralisch machen, reifen Weißweine neben den Thermen. Wer im Spätsommer kommt, trifft auf Sturm – den halbvergorenen, trüben Traubenmost, der nur wenige Wochen im Jahr ausgeschenkt wird und tückisch süffig ist.

Thermen & Wellness

Thermen im steirischen Vulkanland

Unter dem hügeligen Südosten der Steiermark steigt heißes, mineralreiches Wasser auf – rund um Loipersdorf und Bad Blumau reihen sich die größten Thermen des Landes.

Das Thermen- und Vulkanland im Südosten der Steiermark sitzt über heißen Tiefenquellen, die schon in den 1970er-Jahren bei der Suche nach Erdöl angebohrt wurden. Statt Öl kam warmes, mineralreiches Wasser – und daraus wurde eine der dichtesten Thermenregionen Mitteleuropas. Die Therme Loipersdorf gehört zu den größten Thermalbädern Europas, mit weitläufigen Innen- und Außenbecken, Rutschen für Familien und einem großen Saunabereich. Sie ist ganzjährig ein verlässlicher Plan für Regen- wie für Wintertage, wenn draußen der Frost über den Weinhügeln liegt.

Das ungewöhnlichste Bad der Region ist die Therme Rogner Bad Blumau, gebaut nach den Entwürfen von Friedensreich Hundertwasser: bunte Fassaden, unebene Böden, grasbewachsene Dächer, goldene Kuppeln und kein einziger gerader Winkel. Das Vulkania-Heilwasser und das schwefelhaltige Becken machen es zu einem Spa-Erlebnis, das architektonisch einzigartig ist. Wer es kleiner und ruhiger mag, findet in der Heiltherme Bad Waltersdorf oder der Parktherme Bad Radkersburg an der slowenischen Grenze eine entspanntere Alternative mit Fokus auf Gesundheit und Ruhe.

Die Thermen liegen mitten im Vulkanland, sodass sich ein Thermenaufenthalt gut mit Wein und Genuss verbinden lässt. Zwischen zwei Badetagen fährst du zur Riegersburg, besuchst die Zotter-Schokoladenmanufaktur oder die Vulcano-Schinkenmanufaktur, wo der luftgetrocknete Rohschinken reift. Das milde, sonnige Klima des Südostens – ähnlich mediterran wie an der Weinstraße – macht die Gegend auch im Frühjahr und Herbst angenehm. Viele Thermenhotels bieten Halbpension mit steirischer Küche, was einen entspannten Wellnessurlaub ohne viel Planung ermöglicht.

Für den Besuch lohnt ein paar praktische Hinweise: Die großen Thermen sind an Wochenenden und in den Ferien voll, unter der Woche und am frühen Nachmittag geht es ruhiger zu. Viele bieten Tages- und Abendtarife, und der Saunabereich ist in Österreich in der Regel textilfrei – wer das nicht gewohnt ist, sollte es vorher wissen. Kombitickets mit Übernachtung in einem der angeschlossenen Hotels sind oft günstiger als Therme und Hotel getrennt. Bring genug Zeit mit, die Anlagen sind größer, als sie von außen wirken.

Rundreise

Steiermark-Rundreise in 7 bis 10 Tagen

Die Steiermark lässt sich als große Schleife fahren, die den vergletscherten Norden mit dem Weinland im Süden verbindet.

Eine klassische Runde beginnt im Norden im Ennstal: zwei, drei Tage Schladming und Dachstein mit Gletscherbahn und Wanderungen oder Skifahren, dazu ein Abstecher ins Ausseerland zu den Seen des Salzkammerguts. Von dort geht es über das obersteirische Industrie- und Bergland Richtung Süden – Leoben mit seiner Altstadt und der nahe Erzberg bei Eisenerz sind ein lohnender Zwischenstopp. Dann Graz für zwei volle Tage, und zum Abschluss der Süden mit der Südsteirischen Weinstraße und dem Thermen- und Vulkanland. In sieben bis zehn Tagen bekommst du so alle Gesichter der Region.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier. Zwei bis drei Standorte reichen für die ganze Schleife: einer im Ennstal für Norden und Seen, Graz als Basis für die Landeshauptstadt, und einer im Süden für Wein und Thermen. Von dort fährst du sternförmig los, die Etappen bleiben meist unter anderthalb Stunden. Gerade mit Kindern oder vollem Kofferraum macht das den Unterschied zwischen Urlaub und ständigem Kofferpacken. Graz liegt zentral genug, um von dort sowohl die Weinstraße als auch die Riegersburg als Tagestouren zu machen.

Wer eine kürzere Runde will, koppelt zwei Regionen: Graz plus Südsteiermark und Vulkanland ist ein entspannter Wochenendtrip mit Stadt, Wein und Therme, ohne die langen Fahrten in den Norden. Alternativ verbindest du Schladming und das Ausseerland zu einer reinen Bergwoche. Die Kombination aus allem lohnt sich erst ab einer Woche, weil die Fahrt vom Dachstein bis an die slowenische Grenze rund zweieinhalb bis drei Stunden dauert – die Steiermark ist größer, als die Karte vermuten lässt.

Vom Süden aus liegt ein Ausflug über die Grenze näher, als man denkt: Die slowenische Untersteiermark mit Maribor und ihren Weinbergen erreichst du von der Südsteirischen Weinstraße in unter einer Stunde, und Ljubljana in gut anderthalb. Von Graz aus sind auch Warmbad Villach in Kärnten oder ein Sprung nach Wien machbar. Als reines Kontrastprogramm funktioniert das gut – morgens Buschenschank, mittags eine andere Region, abends zurück im eigenen Quartier.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Unterkünfte

Unterkünfte in der Steiermark vom Berghotel zum Weingut

Ob Chalet im Ennstal, Winzerzimmer über den Reben oder Thermenhotel im Vulkanland – wo du wohnst, entscheidet über den Charakter der Reise.

Im Norden, rund um Schladming und Ramsau, dominieren Berghotels, Chalets und Ferienwohnungen. Für den Skiurlaub zählt die Lage an der Piste oder am Skibus – viele Häuser liegen direkt an den Talstationen, und ein kostenloser Skibus verbindet die Orte des Ennstals. Im Sommer sind dieselben Unterkünfte oft deutlich günstiger, mit Wander-Angeboten und der Sommercard, die viele Bergbahnen und Bäder inkludiert. Buche die Nightrace-Woche im Januar und die Weihnachtsferien früh, denn dann sind die guten Betten in Schladming knapp und teuer.

In der Südsteiermark wohnst du am schönsten beim Winzer. Viele Weingüter an der Weinstraße vermieten Zimmer oder Suiten mit Blick über die Reben, und das Frühstück bringt Produkte aus der eigenen Landwirtschaft auf den Tisch. Das ist die südsteirische Variante des Agriturismo – du wohnst mitten im Weinberg, verkostest abends im Haus und musst nach der Weinprobe nicht mehr fahren. Dazu gibt es kleine Design-Chalets, die sich in die Hügel ducken. Für Juli bis Oktober und alle Wochenenden mit Weinfesten solltest du früh reservieren.

Das Thermen- und Vulkanland ist das Reich der Thermenhotels: große Häuser mit direktem Bademantelgang in die Therme, Halbpension und Spa. Sie eignen sich für einen ruhigen Wellnessurlaub, gerade außerhalb der Sommersaison, wenn Wandern und Baden im Freien weniger locken. Kombitickets aus Übernachtung und Thermeneintritt sind meist günstiger als beides getrennt gebucht. Wer es individueller mag, findet auch hier Winzerzimmer und Ferienwohnungen zwischen den Weinhügeln des Ostens.

In Graz selbst wohnst du am besten in oder nahe der Altstadt, wo du alles zu Fuß erreichst und das Auto ohnehin nur stört – die Innenstadt ist weitgehend Fußgängerzone und Kurzparkzone. Design- und Boutiquehotels haben sich in den letzten Jahren gehäuft, dazu klassische Stadthotels und günstige Pensionen etwas außerhalb, gut mit der Straßenbahn angebunden. Für einen Städtetrip mit Weinstraßen-Ausflug ist Graz die praktischste Basis: zentral, gut erreichbar und mit kurzer Fahrt in den Süden.

Hotels in Steiermark

Alle 31 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in der Steiermark

Auf fast jedem Teller landet hier ein dunkelgrüner Faden Kürbiskernöl – das steirische Gold, das die Küche der Region zusammenhält.

Das steirische Kürbiskernöl ist das Wahrzeichen der Küche und trägt als Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Es ist dunkelgrün, nussig und wird kalt verwendet – über den Käferbohnensalat, über Vogerlsalat, sogar über Vanilleeis, was seltsam klingt und erstaunlich gut schmeckt. Die Käferbohne, eine große Feuerbohne, ist die zweite Säule: als lauwarmer Salat mit Zwiebeln, Essig und eben Kürbiskernöl gehört sie in jeden Buschenschank. Kauf beides am besten direkt beim Bauern oder auf dem Grazer Markt, dann ist das Öl frisch gepresst.

Als Hauptgericht führt kein Weg am Backhendl vorbei, dem in Butterschmalz herausgebackenen Hühnchen, das in seiner steirischen Variante gern mit Vogerlsalat und Kürbiskernöl serviert wird. Dazu kommen deftige Klassiker wie das Wurzelfleisch, das Steirische Wurzelfleisch mit Kren, und der Verhackert – ein streichfähiger Aufstrich aus faschiertem Speck, der auf die Brettljause im Buschenschank gehört. Aus dem Vulkanland stammt der luftgetrocknete Vulcano-Schinken, der es geschmacklich mit italienischem oder spanischem Rohschinken aufnimmt.

Getrunken wird steirischer Wein, und zwar am besten dort, wo er wächst. Der Sauvignon Blanc aus der Südsteiermark, der Welschriesling, der Gelbe Muskateller und der Morillon füllen die Weinkarten, aus der Weststeiermark kommt der eigenwillige Schilcher. Im Herbst gehört der Sturm dazu, der halbvergorene Most, den es nur wenige Wochen gibt. Wer keinen Wein trinkt, greift zum steirischen Bier – die Brauerei Gösser in Göss bei Leoben ist eine der bekanntesten Österreichs – oder zu Apfelsaft und Most aus dem obstreichen Osten.

Zum Schluss ein Wort zum Buschenschank, der zentralen Genuss-Institution der Steiermark. Ein Buschenschank ist kein Restaurant: Der Weinbauer darf nur seine eigenen Produkte ausschenken, warme Küche gibt es klassisch nicht, dafür Brettljausen, Aufstriche und den eigenen Wein. Erkennbar sind sie am ausgehängten Buschen, einem Föhrenbüschel am Eingang. Die Öffnungszeiten wechseln saisonal – viele haben nur an bestimmten Wochen im Jahr offen –, weshalb sich ein Blick auf die Buschenschankkalender der Weinstraßen lohnt, bevor du losfährst.

Restaurants in Steiermark

Alle 30 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise in die Steiermark und Mobilität vor Ort

Für die Autobahnen brauchst du die Vignette – und für zwei Tunnel auf der Strecke nach Graz zusätzlich eine Sondermaut.

Mit dem Auto führen zwei Hauptrouten in die Steiermark. Aus dem Norden, etwa aus dem Raum München über Salzburg und Linz, kommst du über die A9 Pyhrn Autobahn, die durch den Bosrucktunnel und den Gleinalmtunnel nach Graz führt. Für beide Tunnel wird eine Sondermaut fällig, die du zusätzlich zur Vignette zahlst. Aus dem Osten, von Wien her, führt die A2 Süd Autobahn direkt nach Graz. Nach Schladming fährst du dagegen übers Ennstal, häufig über die Tauern-Route und Radstadt – die Region liegt abseits der großen Tunnelstrecken.

Die österreichische Vignette ist auf allen Autobahnen und Schnellstraßen Pflicht, erhältlich als digitale Vignette online oder als Klebevignette an Tankstellen und Grenzen. Achtung: Die digitale Vignette wird bei Online-Kauf erst nach einer gesetzlichen Frist gültig, kauf sie also nicht erst kurz vor der Grenze. Die Sondermaut für Tunnel wie Bosruck, Gleinalm oder – auf der Anreise über Salzburg – die Tauern- und Katschbergtunnel zahlst du extra an der Mautstelle oder digital. Rechne diese Kosten für eine Steiermark-Reise fest ein.

Mit der Bahn erreichst du Graz gut: Direkte Fernverbindungen kommen aus Wien in gut zweieinhalb Stunden, aus dem Süden über die neue Koralmbahn wird die Anbindung Richtung Kärnten deutlich schneller. Aus Deutschland reist du über Salzburg oder Wien an. Schladming liegt an der Ennstalbahn und ist per Zug aus Salzburg oder über Bischofshofen erreichbar – gerade für den Skiurlaub ohne Auto eine gute Option, weil der Ort einen Bahnhof im Zentrum hat. Nach Mariazell fährt zudem die schmalspurige Mariazellerbahn aus St. Pölten.

Vor Ort brauchst du für Weinstraße, Vulkanland und die Bergregionen praktisch ein Auto, denn Busse fahren dort selten und nach Schulzeiten. Graz selbst erkundest du dagegen am besten ohne Wagen: Die Altstadt ist Fußgängerzone, Straßenbahnen und Busse bringen dich in die Außenbezirke, und Parken in der City ist teuer und knapp. Einen Flughafen gibt es mit Graz (GRZ) in Feldkirchen südlich der Stadt, angebunden per Bahn und Bus – für die meisten deutschen Reisenden ist die Anreise mit dem eigenen Auto aber die praktischste und flexibelste Wahl.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Steiermark – und welche Basis zu dir passt

GrazGrazÖsterreichs zweitgrößte Stadt trägt ihre Altstadt als UNESCO-Welterbe: Schlossberg mit Uhrturm, Renaissance-Innenhöfe, das Landeszeughaus und das Kunsthaus an der Mur. Genusshauptstadt mit Märkten, Weinlokalen und kurzen Wegen ins Weinland.Ideal für: Stadt & Genuss2 TageSchladmingSchladmingDer Skiort im Ennstal ist Teil von Ski amadé, verbindet über die 4-Berge-Skischaukel vier Berge und feiert im Januar das Nightrace. Gegenüber ragt der Dachstein mit Gletscherbahn und Sky Walk auf – im Sommer ein Wanderrevier.Ideal für: Ski & Berge2–3 TageBad AusseeBad AusseeDer Kurort im Ausseerland gilt als geografischer Mittelpunkt Österreichs und liegt zwischen Grundlsee, Altausseer See und Toplitzsee. Ende Mai färbt das Narzissenfest die Wiesen weiß, im Salzberg Altaussee geht es unter Tag.Ideal für: Seen & Ruhe1–2 TageMariazellMariazellDer wichtigste Wallfahrtsort Österreichs im nördlichen Bergland: Die Basilika mit der Gnadenmutter zieht Pilger aus halb Mitteleuropa an. Dazu die Bürgeralpe, der Erlaufsee zum Baden und die schmalspurige Mariazellerbahn.Ideal für: Wallfahrt & Natur1 TagLeobenLeobenDie obersteirische Stadt an der Mur hat eine sehenswerte Altstadt mit dem Hauptplatz und dem Alten Rathaus, dazu die Montanuniversität und die Brauerei Gösser in Göss. Der Erzberg bei Eisenerz liegt als spektakulärer Tagbau ganz in der Nähe.Ideal für: Industriekultur1 TagHartbergHartbergDie kleine Stadt in der Oststeiermark am Rand des Vulkanlands hat eine erhaltene Ringmauer, einen romanischen Karner und den Ökopark als Freizeitziel. Sie liegt günstig als Basis für Thermen und die Weinhügel des Ostens.Ideal für: Oststeiermark-Basis1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für die Steiermark mit Wetter im Jahreslauf

Die Steiermark hat zwei Hauptsaisons – den Winter für Ski am Dachstein und den langen Sommer für Wein, Wandern und Thermen.

Das steirische Klima ist zweigeteilt: Der alpine Norden um Schladming und den Dachstein ist im Winter tief verschneit und im Sommer angenehm kühl, während der Süden um Graz und die Weinstraße mit heißen Sommern und milden Übergangszeiten fast schon pannonisch-mild wirkt. Graz liegt in einem Becken, in dem sich im Winter zäher Nebel halten kann, während oben in den Bergen die Sonne scheint. Die Werte unten gelten für Graz; im Ennstal und am Dachstein liegen die Temperaturen im Winter deutlich tiefer und der Schnee bleibt bis ins Frühjahr liegen.

Jan3°-3°Ski-Hochsaison, Nightrace
Feb6°-2°beste Pistenmonate
Mär11°1°Firn oben, erstes Grün unten
Apr16°5°Frühling im Süden
Mai21°10°Narzissenblüte, ideal
Jun25°13°warm, lange Tage
Jul27°15°heiß im Becken, Berge kühl
Aug26°15°Gewitterneigung nachmittags
Sep21°11°Weinlese, Sturm, ideal
Okt15°6°goldener Herbst, Buschenschank
Nov8°1°Nebel im Becken, ruhig
Dez4°-2°Skistart, Advent in Graz

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die Steiermark hat eine Doppelsaison: Januar und Februar sind die besten Skimonate am Dachstein und in Schladming, mit sicherem Schnee und dem Nightrace als Höhepunkt. Der Sommer von Mai bis September gehört dem Süden – Mai bringt die Narzissenblüte im Ausseerland, September die Weinlese und den Sturm an der Weinstraße, und dazwischen ist es warm genug für Thermen und Seen. Den heißen Hochsommer im Grazer Becken meidet, wer Städte erkunden will; oben in den Bergen ist der Juli dagegen ideal zum Wandern. Der Oktober ist mit goldenem Licht und offenen Buschenschänken einer der schönsten und ruhigsten Monate.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Steiermark

Wie viele Tage braucht man für die Steiermark?
Für einen Überblick plane eine Woche: zwei, drei Tage im Norden für Schladming und Dachstein, zwei Tage Graz und der Rest für die Südsteiermark mit Wein und Thermen. Ein verlängertes Wochenende reicht dagegen gut für die Kombination aus Graz, Weinstraße und einer Therme.
Was ist die beste Reisezeit für die Steiermark?
Das hängt vom Plan ab: Januar und Februar für Ski am Dachstein, Mai bis September für Wein, Wandern und Thermen im Süden. Der Mai bringt die Narzissenblüte im Ausseerland, der September Weinlese und Sturm. Der Oktober ist mild, golden und deutlich ruhiger als der Hochsommer.
Braucht man in der Steiermark ein Auto?
Für Weinstraße, Vulkanland und die Bergregionen praktisch ja, weil Busse dort selten fahren. Graz selbst erkundest du besser ohne Auto zu Fuß und mit der Straßenbahn, und Schladming hat einen Bahnhof im Ort. Für die klassische Rundreise durch die ganze Region ist der eigene Wagen aber die flexibelste Wahl.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Graz?
Der Schlossberg mit dem Uhrturm, die UNESCO-Altstadt mit ihren Renaissance-Innenhöfen, das Landeszeughaus mit der größten historischen Waffensammlung der Welt, das Kunsthaus an der Mur und die Murinsel. Am Stadtrand gehört auch das Schloss Eggenberg zum Welterbe – alles gut zu Fuß erreichbar.
Lohnt sich der Dachstein auch ohne Skifahren?
Ja. Die Dachstein-Gletscherbahn bringt dich von Ramsau auf rund 2.700 Meter zu Sky Walk, Hängebrücke, Treppe ins Nichts und Eispalast – ein Ausflug, für den du keine Ski brauchst. Nimm warme Kleidung mit, oben liegt auch im Hochsommer Schnee, und prüfe vorher die Wetterlage, denn bei Nebel bleibt die Aussicht aus.
Wo liegt die Südsteirische Weinstraße?
Südlich von Graz, direkt an der Grenze zu Slowenien, zwischen Ehrenhausen, Gamlitz, Ratsch und Leutschach. Die Hügellandschaft mit ihren steilen Weinbergen und den Klapotetz-Windrädern trägt den Beinamen steirische Toskana. Der bekannteste Wein ist der Sauvignon Blanc, verkostet wird am besten im Buschenschank.
Welche Thermen gibt es in der Steiermark?
Im Thermen- und Vulkanland im Südosten liegen die größten: die Therme Loipersdorf, eine der größten Europas, die von Hundertwasser gestaltete Therme Rogner Bad Blumau, die Heiltherme Bad Waltersdorf und die Parktherme Bad Radkersburg. Sie eignen sich ganzjährig, besonders an Regen- und Wintertagen.
Was ist ein Buschenschank?
Ein Buschenschank ist eine steirische Weinbauern-Schänke, in der nur die eigenen Produkte ausgeschenkt werden – Wein, Most und kalte Speisen wie Brettljause, Verhackert und Käferbohnensalat. Warme Küche gibt es klassisch nicht. Erkennbar sind sie am ausgehängten Buschen am Eingang; die Öffnungszeiten wechseln saisonal.
Gehört Hallstatt zur Steiermark?
Nein, das ist eine häufige Verwechslung. Hallstatt liegt in Oberösterreich, nicht in der Steiermark. Der steirische Teil des Salzkammerguts ist das Ausseerland rund um Bad Aussee mit dem Grundlsee, dem Altausseer See und dem Toplitzsee – ebenfalls sehr sehenswert, aber ein anderer Ort.
Was kostet die Anreise in die Steiermark mit dem Auto?
Für die Autobahnen brauchst du die österreichische Vignette, dazu kommt auf der A9 nach Graz eine Sondermaut für den Bosruck- und Gleinalmtunnel, über Salzburg zusätzlich für die Tauern- und Katschbergtunnel. Kauf die digitale Vignette einige Tage vorher, weil sie bei Online-Kauf erst nach einer Frist gültig wird.
Ist Schladming auch im Sommer einen Besuch wert?
Ja. Im Sommer wird aus dem Skigebiet ein Wander- und Bike-Revier mit der 4-Berge-Skischaukel als Bergbahn-Netz. Rund um Ramsau liegt eines der besten Wanderreviere der Alpen, dazu die Schladminger Seen und die Dachstein-Gletscherbahn. Die Sommercard vieler Unterkünfte inkludiert Bergbahnen und Bäder.
Was sollte man in der Steiermark unbedingt essen?
Das steirische Kürbiskernöl über Käferbohnen- oder Vogerlsalat, ein Backhendl mit Salat, eine Brettljause mit Verhackert im Buschenschank und den luftgetrockneten Vulcano-Schinken aus dem Vulkanland. Dazu ein Glas Sauvignon Blanc aus dem Süden oder im Herbst den halbvergorenen Sturm.
Lohnt sich Mariazell als Ausflug?
Ja, wenn du im Norden unterwegs bist. Die Basilika von Mariazell ist der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs, die Bürgeralpe eine Familien-Ausflugsbahn, und der nahe Erlaufsee lädt im Sommer zum Baden. Aus St. Pölten fährt die schmalspurige Mariazellerbahn durch das Bergland dorthin – eine reizvolle Anreise abseits der Autobahn.
Wo kann man in der Steiermark am besten baden?
Im Ausseerland an den Salzkammergut-Seen wie dem Grundlsee und dem Altausseer See, mit klarem, aber kühlem Bergwasser. Wärmer und ganzjährig sind die Becken der Thermen im Vulkanland. Der Erlaufsee bei Mariazell und kleinere Badeseen im Süden runden das Angebot ab – ein reines Strandziel ist die Steiermark aber nicht.
SteiermarkZwischen dem Dachstein-Gletscher im Norden und den Weinhügeln an der slowenischen Grenze packt die Steiermark Hochgebirge, Kürbiskernöl und Renaissance-Stadt auf einen Landstrich.

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