Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Steiermark
Vom Uhrturm auf dem Grazer Schlossberg bis zur Burg Riegersburg auf ihrem Vulkankegel spannt sich die Steiermark über ein paar Autostunden.
Fang in Graz an, denn hier verdichtet sich die halbe Region auf einen Kilometer. Der Schlossberg mitten in der Stadt trägt den Uhrturm mit den vertauschten Zeigern – der große zeigt die Stunden, der kleine die Minuten –, und du kommst zu Fuß über die Kriegssteig-Stufen, mit der Standseilbahn oder per Lift durch den Fels hinauf. Oben blickst du über das rote Ziegeldach-Meer der Altstadt, die seit 1999 auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Unten an der Mur schwimmt die künstliche Murinsel, gleich gegenüber wölbt sich das Kunsthaus, das die Grazer den freundlichen Außerirdischen nennen.
Ein paar Schritte weiter bewahrt das Landeszeughaus die größte historisch erhaltene Waffensammlung der Welt: rund 32.000 Objekte auf vier Etagen, Harnische und Hellebarden in Reih und Glied, so wie sie das Land einst gegen die Osmanen bereithielt. Am westlichen Stadtrand gehört auch das Schloss Eggenberg mit seinen Prunkräumen und dem Landschaftspark zum Welterbe. Für die Altstadt selbst brauchst du keinen Plan – lauf einfach durch die Innenhöfe, in denen sich Renaissance-Arkaden übereinanderstapeln, und setz dich am Hauptplatz oder in eines der Buschenschank-nahen Weinlokale.
Die zweite Ikone der Steiermark steht im Südosten: die Riegersburg, hoch auf einem erloschenen Vulkankegel über dem Vulkanland. Du erreichst die mittelalterliche Wehranlage über einen steilen Fußweg durch mehrere Tore oder bequem mit dem Schrägaufzug. Oben warten Ausstellungen zu Hexenprozessen und Waffen sowie eine Greifvogelwarte, deren Flugvorführungen die Adler und Geier tief über die Zuschauer ziehen lassen. Am Fuß des Berges presst die Schokoladenmanufaktur Zotter ihre Bohnen zu essbaren Experimenten – ein Rundgang lohnt sich, gerade mit Kindern.
Im Norden setzt der Dachstein den landschaftlichen Kontrapunkt. Von Ramsau am Dachstein bringt dich die Gletscherbahn auf rund 2.700 Meter, wo der Sky Walk als Aussichtsplattform ins Leere ragt, die Treppe ins Nichts über der Nordwand endet und die Hängebrücke – eine der höchstgelegenen Österreichs – über die Schlucht führt. Im Fels darunter glitzert der Eispalast mit Skulpturen aus Gletschereis. Wer keine Zeit fürs Skifahren hat, fährt allein für dieses halbe Stunde Bergbahn hinauf – nimm warme Kleidung mit, oben liegt auch im Hochsommer Schnee.

































