
◆ STADT · STEIERMARK
Hartberg ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte der Steiermark – und doch kennen sie viele nur als Namen an der Autobahn nach Wien. Wer abbiegt, findet einen ovalen Altstadtkern, der sich noch immer an den Verlauf der einstigen Stadtmauer hält: ein durchgehender Ring aus pastellfarbenen Bürgerhäusern, ein begehbares Mauerstück, der Hauptplatz mit der Mariensäule und, über allem, der romanische Karner mit seinen rätselhaften Fresken. Vom Reinerkogel blickt die Ringwarte über ein Land aus sanften Hügeln, Apfelgärten und Buschenschänken – das steirische Thermenland, dessen Thermen, Weinstraßen und die Tierwelt Herberstein alle in Tagesausflug-Reichweite liegen. Hartberg ist eine Stadt für Reisende, die das Echte dem Spektakulären vorziehen.

Hartberg entstand im 12. Jahrhundert als Grenzstadt der Babenberger gegen Ungarn – eine planmäßige Anlage, deren ovaler Grundriss bis heute lesbar ist. Wer durch die Gassen geht, umrundet eigentlich die alte Stadtmauer: Die Häuserzeile am Ring steht auf ihrem Verlauf, an mehreren Stellen ist das Mauerwerk noch sichtbar, ein Abschnitt sogar begehbar. Im Zentrum öffnet sich der langgestreckte Hauptplatz mit seinen Bürgerhäusern, der Mariensäule und dem Rathaus – ein Platz, der an Markttagen noch immer der Mittelpunkt der ganzen Oststeiermark ist.
Das eigentliche Juwel steht etwas abseits, neben der Stadtpfarrkirche: der Karner, ein romanischer Rundbau aus dem späten 12. Jahrhundert, der als Beinhaus diente. Seine Fresken – ein thronender Christus in der Mandorla, umgeben von rätselhaften Tierkreis- und Fabelwesen-Darstellungen – gehören zu den bedeutendsten romanischen Wandmalereien Österreichs und geben Kunsthistorikern bis heute Fragen auf. Wenige Schritte weiter markiert das Schloss Hartberg, einst Sitz der Stadtherren, den Übergang vom mittelalterlichen Kern zur jüngeren Stadt.
Hartberg blieb klein und das ist sein Glück. Statt sich zur Industriestadt zu wandeln, wurde der Ort zur entspannten Hauptstadt eines genussreichen Landstrichs. Der Reinerkogel mit der Ringwarte lädt zur kurzen Wanderung über der Stadt, der Ökopark am Stadtrand verbindet Glashäuser und Themengärten zu einem Ausflugsziel für Familien, und ringsum beginnt das Thermenland: Apfelstraße, Buschenschänken, die Therme Loipersdorf und die weitläufige Tierwelt Herberstein liegen alle in bequemer Tagesreichweite. travelperfect rät, Hartberg als ruhiges Standquartier zu nutzen – und von hier aus die sanfte Oststeiermark zu erkunden.
01 · Auf einen Blick
· Stadtteile



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02 · Was tun
Mittelalter & Altstadtring
Der Spaziergang folgt dem ovalen Altstadtring: vom Hauptplatz mit Mariensäule und Rathaus über die Bürgerhauszeilen zur Stadtpfarrkirche und zum romanischen Karner mit seinen rätselhaften Fresken. Ein Abschnitt der alten Stadtmauer ist begehbar und gibt den Blick frei, wie eng sich Hartberg über Jahrhunderte an seinen mittelalterlichen Grundriss gehalten hat.
Über der Stadt
Vom Altstadtrand führt ein kurzer Anstieg auf den Reinerkogel zur Ringwarte, einem Aussichtsturm, von dem aus sich das sanfte Hügelland der Oststeiermark, das Thermenland und bei klarer Sicht der Wechsel überblicken lassen. Die Wege am Berg sind familientauglich und lassen sich mit einem Abstecher in den nahen Ökopark zu einem halben Tag verbinden.
Genuss im Thermenland
Rund um Hartberg beginnt das steirische Thermenland: Buschenschänken schenken jungen Wein und Most aus, entlang der Apfelstraße reihen sich Obstgärten und Hofläden, und die großen Thermen der Region – etwa Loipersdorf und Bad Waltersdorf – liegen bequem im Tagesausflug. Wer Familie dabeihat, kombiniert das mit der weitläufigen Tierwelt Herberstein im benachbarten Feistritztal.
03 · Wann
Hartberg liegt im sanften Hügelland der Oststeiermark, geschützter und milder als die nahen Alpen. Die warme Jahreshälfte von Mai bis Oktober ist klar die beste Reisezeit: dann sind die Buschenschänken offen, das Land grünt und blüht, und die langen Abende laden auf die Plätze. Der Frühherbst mit Wein- und Apfelernte gilt vielen als schönste Zeit überhaupt.
04 · Häufige Fragen
Die Altstadt mit Karner, Hauptplatz und Stadtmauer lässt sich gut an einem halben Tag erkunden. Wer den Ökopark, die Ringwarte am Reinerkogel und das Thermenland ringsum mitnehmen möchte, plant zwei bis drei Tage ein – ideal als ruhiges Standquartier für Ausflüge in die Oststeiermark.
Mit dem Auto über die A2 Süd Autobahn (eigene Abfahrt Hartberg) – aus Graz knapp eine Stunde, aus Wien rund eineinhalb Stunden. Mit der Bahn erreicht man Hartberg über die Thermenbahn; der nächste größere Flughafen ist Graz (rund 70 km), Wien liegt etwa 130 km entfernt.
Der romanische Karner aus dem 12. Jahrhundert neben der Stadtpfarrkirche. Sein Inneres ist mit außergewöhnlichen Fresken bemalt, die zu den bedeutendsten romanischen Wandmalereien Österreichs zählen. Gleich danach lohnt der Bummel über den langgestreckten Hauptplatz und entlang des erhaltenen Stadtmauerrings.
Sehr. Hartberg liegt am Rand des steirischen Thermenlands: Buschenschänken und die Apfelstraße beginnen direkt vor den Toren, die Tierwelt Herberstein und die großen Thermen wie Loipersdorf und Bad Waltersdorf liegen im bequemen Tagesausflug. Die ruhige Altstadt macht die Stadt zu einem angenehmen Quartier.
Steirische Klassiker: Backhendl, Kürbiskernöl über Salat und Eierspeise, Käferbohnensalat sowie Most und junger Wein aus den Buschenschänken der Umgebung. Im Frühherbst gehören die Spezialitäten der Apfel- und Weinernte dazu – am besten direkt beim Buschenschank oder im Wirtshaus am Hauptplatz.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Hartberg und der Oststeiermark.
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