Region · Österreich

Niederösterreich

Zwischen den Weinterrassen der Wachau, dem granitenen Waldviertel und der Belle-Époque-Passhöhe des Semmering liegt das Land, das Wien umschließt.

6 Städte37 Sehenswürdigkeiten23 Hotels
Überblick

Deine Niederösterreich auf einen Blick

Beste Reisezeit
April – Juni & September – Oktober; Advent für Stiftsmärkte
Anreise
Flughafen Wien-Schwechat (VIE) zentral gelegen; Bahnknoten Sankt Pölten und Krems an der Donau, Westbahn und Franz-Josefs-Bahn
Sprache
Deutsch mit niederösterreichischer Mundart
Vor Ort
Mietwagen für Weinviertel und Waldviertel; Wachau per Donauschiff, Donauradweg oder Wachaubahn
Wichtigster Tipp
In der Wachau Schiff oder Rad mit dem Auto kombinieren – die Talstraße ist eng
Währung & Sprache
Euro · Deutsch (niederösterreichische Mundart), Kartenzahlung weit verbreitet
Die Region

Was Niederösterreich ausmacht

Niederösterreich ist Österreichs größtes Bundesland und der grüne Ring um Wien – ein Land, das sich am besten über seine Landschaften erschließt. Im Westen schneidet die Donau die Wachau in den Fels, ein UNESCO-Welterbe aus Weinterrassen, Marillengärten und Klöstern, über dem das Barockstift Melk thront und in dessen Mitte Dürnstein mit blauer Kirchturmhaube am Strom liegt. Nördlich dehnt sich das raue, granitene Waldviertel mit Mooren, Fischteichen und Whiskybrennereien, östlich das Weinviertel mit seinen Kellergassen und dem Grünen Veltliner. Südlich von Wien reihen sich das Thermenland um Baden, die Bergwelt von Rax und Schneeberg und der Semmering, über den sich seit 1854 die erste Gebirgsbahn der Welt windet. Wer herkommt, kombiniert Weinberge, Donaustifte und Wanderwege – und ist von Wien aus in einer Stunde mittendrin.

Reiseführer

Niederösterreich von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter Melk verengt sich das Donautal, die Weinterrassen treten bis an den Fluss, und auf der Bundesstraße riecht es im Spätsommer nach reifen Marillen und gärendem Most. Die Wachau beginnt nicht an einem Ortsschild, sondern in dem Moment, in dem du das Fenster runterkurbelst, ein Ausflugsschiff auf der Donau vorbeiziehen siehst und der blaue Barockturm von Dürnstein zwischen den Rebzeilen aufblitzt.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Niederösterreich

Fast alle großen Ziele reihen sich an drei Achsen auf – die Donau im Westen, die Bergschwelle im Süden, das Waldviertel im Norden – und keine ist von Wien mehr als anderthalb Stunden entfernt.

Der klare Auftakt ist die Donau. In Melk empfängt dich eines der größten Barockklöster Europas: Stift Melk thront seit dem 11. Jahrhundert über dem Strom, und der Rundgang durch Kaiserstiege, Marmorsaal, Bibliothek und Stiftskirche zeigt den Hochbarock in Reinform – buche in der Saison ein Zeitfenster, die Vormittage sind mit Bussen aus Wien und den Flusskreuzfahrten gut gefüllt. Flussabwärts folgt Dürnstein mit dem blau-weißen Kirchturm und der Burgruine über dem Ort, in der Richard Löwenherz gefangen saß, und am östlichen Ende thront Stift Göttweig über den Weinbergen von Krems. Wer nur einen Tag hat, fährt die Strecke Melk–Krems einmal ab und steigt an zwei, drei Orten aus.

Südlich von Wien wird es alpin. Der Schneeberg ist mit 2.076 Metern der höchste Berg Niederösterreichs, und du musst ihn nicht erwandern: Ab Puchberg zuckelt die Schneebergbahn – wegen ihrer Farbe der „Salamander“ genannt – als Zahnradbahn bis auf knapp 1.800 Meter, von wo ein kurzer Anstieg zum Gipfelkreuz führt. Nebenan spannt sich das Hochplateau der Rax, das du mit der Raxseilbahn erreichst, Österreichs erster Personenseilbahn von 1926. Beide Berge sind klassische Wiener Hausberge und an Schönwetter-Wochenenden entsprechend beliebt – fahr früh oder unter der Woche.

Dazwischen liegen die kleineren Ziele, die einen Ausflug tragen. Die Seegrotte in der Hinterbrühl ist der größte unterirdische See Europas, den du im Boot befährst; die Burg Kreuzenstein bei Korneuburg wirkt wie eine intakte mittelalterliche Burg und wurde tatsächlich um 1900 aus originalen Bauteilen neu errichtet. Im Norden reihen sich die Renaissanceburg Rosenburg im Kamptal mit ihren Falknerei-Vorführungen und das Renaissanceschloss Schallaburg bei Melk mit seinem Arkadenhof und den wechselnden Ausstellungen. Kein einzelnes dieser Ziele füllt einen ganzen Tag, aber je zwei davon ergeben zusammen mit einer Einkehr ein rundes Programm.

Und dann die Landeshauptstadt, die viele übersehen: Sankt Pölten ist erst seit 1986 Hauptstadt und trägt sein Doppelgesicht offen – barocke Altstadt mit Rathausplatz und Franziskanerkirche auf der einen, das moderne Regierungsviertel mit dem gläsernen Klangturm und dem Festspielhaus auf der anderen Seite. Als Tagesziel taugt die Stadt weniger, als Basis mit guter Bahnanbindung ins ganze Land aber sehr gut – die Weststrecke hält hier, und ins Traisental mit seinen Winzern rollst du in Minuten hinaus.

Sehenswürdigkeiten in Niederösterreich

Alle 37 Sehenswürdigkeiten
Wachau

Die Wachau zwischen Melk und Krems

Auf den knapp 35 Kilometern zwischen Melk und Krems drängt sich mehr Weltkulturerbe zusammen als in mancher ganzen Region – steile Terrassen, Klöster, Ruinen und ein Fluss, der alles zusammenhält.

Die Wachau zwischen Melk und Krems
Wachau

Die Wachau ist seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe, und zwar als Kulturlandschaft: nicht ein einzelnes Bauwerk, sondern das Zusammenspiel aus Trockensteinmauern, Weingärten, Marillenhainen und Flussdörfern, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Die Terrassen an den Steilhängen sind Handarbeit – jede Mauer ohne Mörtel geschichtet – und tragen den Grünen Veltliner und Riesling, für die das Tal weltweit bekannt ist. Fahr die Uferstraße bewusst langsam: Alle paar Kilometer folgt ein Ort, der zum Aussteigen zwingt, und die Strecke ist kurz genug, um sie an einem Tag zu erfahren und trotzdem mehrmals anzuhalten.

Die Reihe der Orte beginnt in Melk mit dem Stift und führt über Aggsbach und Spitz, wo sich der „Tausendeimerberg“ über den Ort wölbt, nach Weißenkirchen mit seiner wehrhaften Kirche und weiter nach Dürnstein. In Willendorf wurde 1908 die rund 30.000 Jahre alte „Venus von Willendorf“ gefunden – ein kleines Freiluft-Denkmal am Fundort erinnert daran, das Original steht im Naturhistorischen Museum in Wien. Fast jeder Ort hat einen Winzer mit Straußwirtschaft, eine Vinothek oder einen Marillenstand; im Frühjahr, um die Marillenblüte Ende März und Anfang April, steht das ganze Tal in Weiß.

Am schönsten erlebst du die Wachau nicht aus dem Auto, sondern vom Wasser oder vom Sattel. Ausflugsschiffe verkehren zwischen Melk, Spitz, Dürnstein und Krems, und weil die Donau hier ein gutes Stück Strömung hat, ist die Talfahrt schneller als die Bergfahrt – plane das bei der Rückfahrt ein. Der Donauradweg führt beidseitig durch das Tal, weitgehend flach und autofrei am Ufer; viele kombinieren Rad und Schiff und lassen sich eine Richtung fahren. Wer wandern will, nimmt den Welterbesteig, der über die Höhen oberhalb der Rebzeilen verläuft und die besten Ausblicke auf die Flussschleifen bietet.

Ein praktischer Hinweis zur Hochsaison: An sonnigen Wochenenden im Mai, September und zur Marillenzeit sind Dürnstein und Melk voll, und die wenigen Parkplätze an den Ortsrändern sind mittags belegt. Komm früh am Morgen oder bleib eine Nacht im Tal – am späten Nachmittag, wenn die Tagesbusse und Flusskreuzfahrer weiter sind, gehören dir die Gassen von Dürnstein fast allein, und das Licht auf den Terrassen wird warm. Unter der Woche ist ohnehin alles entspannter, und die Winzer haben mehr Zeit für ein Gespräch am Verkostungstisch.

Waldviertel

Das Waldviertel und seine Granitlandschaft

Nördlich der Donau kippt das Land ins Rauere – ein Hochplateau aus Granit, in dem Nebel über Mooren steht, Findlinge in den Wäldern liegen und die Winter länger dauern als anderswo im Osten.

Das Waldviertel und seine Granitlandschaft
Waldviertel

Das Waldviertel ist der karge, stille Gegenentwurf zur sonnigen Wachau – ein granitenes Hochland zwischen Donau und tschechischer Grenze, das lange als abgelegen galt und genau darin heute seinen Reiz hat. Die Landschaft ist geprägt von verwitterten Granitblöcken, ausgedehnten Wäldern, Hochmooren und Tausenden Fischteichen, in denen der Waldviertler Karpfen heranwächst. In der Blockheide bei Gmünd kannst du zwischen bizarr geformten „Wackelsteinen“ wandern, riesigen Granitfindlingen, die auf schmalen Sockeln balancieren – ein guter, kurzer Einstieg in die Eigenart der Region.

Kulturell hält das Waldviertel mehr bereit, als seine Ruhe vermuten lässt. Das Kamptal mit der Renaissanceburg Rosenburg und der Stausee Ottenstein bilden das grüne Herz, im äußersten Norden schützt der kleine Nationalpark Thayatal rund um Hardegg – Österreichs kleinste Stadt – eine ungezähmte Flussschlucht an der Grenze. Zwettl mit seinem Zisterzienserstift und die Kuenringerstadt Weitra mit ihrer alten Brauerei lohnen den Halt. Und weil die Böden hier karg und die Winter kalt sind, hat sich eine eigene Genusskultur entwickelt: Waldviertler Graumohn, Erdäpfel, Bier und – seit den 1990ern – sogar Whisky.

Genau diese Spezialitäten machen das Waldviertel zum Ziel für Genussreisende. In Roggenreith brennt die Destillerie Roggenhof den „Waldviertler“, einen der ersten österreichischen Whiskys, und bietet Führungen mit Verkostung; rund um Armschlag dreht sich im Sommer alles um den Mohn, der hier zu Mohnzelten, Mohnnudeln und Öl verarbeitet wird. In Sprögnitz hat sich der Kräutertee-Hersteller Sonnentor zu einem Ausflugsziel mit Erlebnisbetrieb entwickelt. Kombiniere zwei, drei dieser Stationen mit einer Wanderung, und du hast einen Tag, der satt und ruhig zugleich ist.

Rechne beim Wetter mit anderen Vorzeichen als an der Donau. Das Waldviertel liegt großteils über 500 Meter, die Nächte sind auch im Sommer frisch, und im Winter fällt hier verlässlicher und länger Schnee als im Wiener Umland – Langläufer und Winterwanderer schätzen genau das. Die beste Zeit für einen Besuch ist der späte Frühling bis in den goldenen Oktober, wenn die Wälder färben und die Teiche abgefischt werden. Packe auch im Hochsommer eine wärmere Schicht ein; ein Abend am Moor kann empfindlich kühl werden.

Semmering

Der Semmering und die erste Gebirgsbahn der Welt

Über dem Passort spannen sich steinerne Viadukte durch den Wald, und in den Villen unter dem Kamm hallt noch das Fin de Siècle nach, als halb Wien hier den Sommer verbrachte.

Der Semmering und die erste Gebirgsbahn der Welt
Semmering

Der Semmering ist zweierlei zugleich: ein Alpenpass an der Grenze zur Steiermark und ein Stück Technikgeschichte. Die Semmeringbahn, zwischen 1848 und 1854 unter Carl Ritter von Ghega gebaut, war die erste normalspurige Gebirgsbahn der Welt und ist seit 1998 UNESCO-Weltkulturerbe – 41 Kilometer mit 16 Viadukten und zahlreichen Tunneln, in Handarbeit durch felsiges Gelände getrieben. Am schönsten erlebst du sie, indem du selbst mitfährst: Die reguläre Bahn Wien–Graz nutzt die Strecke bis heute, und vom Fenster siehst du die berühmten Bögen im Wald aufscheinen.

Um 1900 wurde der Semmering zur ersten alpinen Sommerfrische der Wiener Gesellschaft. Entlang des Kamms entstanden großbürgerliche Villen und Grandhotels, deren bekanntestes, das Südbahnhotel, heute wieder für Führungen und Veranstaltungen geöffnet ist. Wer die Belle Époque nachspüren will, wandert den „Bahnwanderweg“ oder den Weg zum berühmten „20-Schilling-Blick“ – der Aussichtspunkt, der einst die Rückseite der 20-Schilling-Note zierte und den Kalte-Rinne-Viadukt vor der Bergkulisse zeigt. Die Villenlandschaft ist teils überwuchert, teils restauriert, und macht einen Spaziergang hier zur Zeitreise.

Der Semmering ist außerdem der schnellste Weg der Wiener ins Skigebiet. Der Zauberberg Semmering-Hirschenkogel ist wegen seiner Nähe zur Hauptstadt und seines Flutlichtbetriebs für den Nachtskilauf bekannt – von Wien aus bist du in gut einer Stunde am Lift. Es ist kein weites Skischaukel-Gebiet, sondern eine kompakte Anlage mit wenigen, dafür gut präparierten Abfahrten und starker Beschneiung, weil die Höhenlage allein keinen sicheren Naturschnee garantiert. Im Sommer läuft dieselbe Gondel für Wanderer und Mountainbiker, und oben startet ein Alpine Coaster.

Als Basis eignet sich der Semmering für ein langes Wochenende besser als für eine ganze Woche – dafür ist er zu klein. Reizvoll ist die Kombination mit den Nachbarn: die Rax und der Schneeberg liegen gleich nebenan, das Höllental mit der wilden Schwarza-Schlucht schneidet dazwischen ein, und die Thermenregion um Baden ist über die Südautobahn schnell erreicht. Wer die Anreise mit der Bahn plant, sollte sie ohnehin über die Semmeringstrecke legen – die Fahrt ist Teil des Ausflugs.

Wandern & Bergwelt

Wandern in Niederösterreich

Von den Wiener Hausbergen bis in die Schluchten des Ötschers reicht das Wandergelände – flache Welterbe-Steige im Weinland, echte Gipfel im Süden und schattige Talwege im Waldviertel.

Die bekanntesten Wanderberge liegen im „Wiener Alpen“-Süden. Der Schneeberg, mit 2.076 Metern der höchste Gipfel des Landes, lässt sich klassisch von Losenheim oder Puchberg besteigen – oder du fährst mit der Schneebergbahn hinauf und gehst nur das letzte Stück zum Klosterwappen und zur Fischerhütte. Die benachbarte Rax ist ein weites Karstplateau: Oben, hinter der Bergstation der Raxseilbahn, verläuft ein Netz gemütlicher Höhenwege von Hütte zu Hütte, während die Anstiege durch das Höllental oder über versicherte Steige den ernsteren Bergsteigern gehören. Beide Ziele sind Ganzjahresberge, aber im Winter alpin und nur mit Erfahrung zu Fuß begehbar.

Spektakulärer, aber weniger überlaufen ist der Naturpark Ötscher-Tormäuer im Mostviertel. Hier hat sich der Ötscherbach aus dem Fels eine tiefe Klamm gegraben, durch die ein gut ausgebauter Weg an Wasserfällen und Gumpen entlangführt – im Sommer ein kühler, schattiger Genuss, für den du festes Schuhwerk und ein paar Stunden Zeit einplanen solltest. Erreichbar ist das Gebiet gemächlich mit der schmalspurigen Mariazellerbahn, die von Sankt Pölten durchs Pielachtal ins Gebirge klettert. Der Ötscher selbst, der „Vater des Mostviertels“, lässt sich von Lackenhof aus besteigen, teils mit Hilfe der Gemeindealpen-Gondel.

Sanfter geht es im Weinland und im Norden zu. Der Welterbesteig Wachau zieht auf rund 180 Kilometern über die Höhen beidseits der Donau und lässt sich bequem in Tagesetappen zerlegen – von jeder Höhe blickst du auf die Flussschleifen und die Terrassen hinab, und unten wartet in jedem Ort ein Heuriger. Die Hohe Wand, ein steiler Tafelberg südlich von Wiener Neustadt, bietet einen Naturpark mit Aussichtsplattform und Klettersteigen. Im Waldviertel führen stille Wege durch Moore, entlang der Teiche und durch die Blockheide zwischen den balancierenden Granitfindlingen.

Für die Planung gilt in dieser Vielfalt: Kläre vorab, ob dein Ziel eine reine Wanderung oder eine alpine Tour ist. Schneeberg und Rax verlangen bei Fußanstiegen Trittsicherheit, feste Schuhe und Wetterbeobachtung – im Hochgebirge kann es auch im Juli plötzlich kalt und nass werden, und mehrere Steige sind seilversichert. Die Bergbahnen fahren saisonal und bei Sturm gar nicht; prüfe die Betriebszeiten, bevor du auf die Talfahrt setzt. Für Familien und Genusswanderer sind die Wachau-Höhen, die Klamm im Ötschergebiet und die Waldviertler Teichwege die entspanntere Wahl.

Aktivitäten & Touren in Niederösterreich

Alle 16 Aktivitäten
Winter & Ski

Skifahren und Winter im Süden Niederösterreichs

Die Skigebiete hier sind klein und familiär, aber näher an Wien als jedes andere – für den Nachmittag auf der Piste oder den ersten Schwung der Kinder oft genau das Richtige.

Niederösterreich ist kein Tirol, und das sollte man von Anfang an so einordnen. Die Skigebiete liegen im alpinen Süden zwischen Semmering, Wechsel und Ötscher, sind überschaubar und selten höher als rund 1.800 Meter – dafür erreichst du sie von Wien aus in ein bis zwei Stunden, und viele Wiener nutzen sie genau so: für einen Tag oder einen Abend statt für eine ganze Skiwoche. Weil die Höhenlage keinen sicheren Naturschnee garantiert, setzen alle Betriebe stark auf Beschneiung; die Saison hängt entsprechend am Wetter und läuft grob von Dezember bis in den März.

Das bekannteste Gebiet ist der Zauberberg Semmering-Hirschenkogel mit seinen beleuchteten Abfahrten für den Nachtskilauf – die Kombination aus Wien-Nähe und Flutlicht macht ihn zum Feierabend-Skiberg der Hauptstadt. Familienfreundlich sind Mönichkirchen-Mariensee am Wechsel und Sankt Corona am Wechsel, das sich ganz auf Anfänger und Kinder ausgerichtet hat, samt Motorikpark und Wintererlebnissen abseits der Piste. Im Mostviertel bietet Lackenhof am Ötscher mit der Gemeindealpe das schneesicherste und höchstgelegene der niederösterreichischen Gebiete, mit ein paar richtigen Talabfahrten.

Neben dem alpinen Skilauf hat der Winter hier andere Stärken. Das Waldviertel und die Bergtäler des Südens sind gutes Langlaufgelände, mit gespurten Loipen durch verschneite Wälder und über die Hochflächen. Winterwandern und Schneeschuhtouren funktionieren am Semmering, auf der Rax und rund um den Ötscher; Rodelbahnen gibt es an mehreren Liftstandorten. Wer den Trubel der großen Tiroler Orte scheut und ohnehin in Wien oder Umgebung ist, findet hier einen unkomplizierten, kurzen Weg in den Schnee.

Plane den Winterausflug mit einem Blick auf die Schneelage, nicht auf den Kalender. Weil die Berge niedrig sind, entscheidet die aktuelle Beschneiung und das Tauwetter mehr als das Datum – ein milder Januar kann magerer sein als ein kalter Dezember. Sieh dir vor der Fahrt die Webcams und Betriebsmeldungen der Gebiete an, und leg dir für die Anreise auf Semmering- und Wechselstraße Winterreifen und bei Bedarf Ketten bereit. Für einen sicheren Skiurlaub mit vielen Pistenkilometern bist du in Salzburg oder Tirol besser aufgehoben; für den schnellen, günstigen Schneetag ist der Süden Niederösterreichs unschlagbar nah.

Rundreise

Rundreise durch Niederösterreich in 5 bis 7 Tagen

Weil das Land ringförmig um Wien liegt, lässt es sich fast wörtlich umrunden – von der Donau im Westen über das Waldviertel im Norden bis zur Bergschwelle im Süden.

Der naheliegende Startpunkt ist die Wachau. Nimm zwei Tage für die Strecke Melk–Krems: einen für Stift Melk, die Uferorte und Dürnstein, einen zweiten für Krems, das Stift Göttweig und eine Radetappe oder Schifffahrt im Tal. Ein Winzerhof oder ein kleines Hotel in Dürnstein, Weißenkirchen oder Krems macht sich als erstes Standquartier gut, weil du von hier ohne täglichen Kofferwechsel das ganze Donautal abfährst. Schon diese erste Etappe verbindet Klöster, Wein und Fluss – das Kernprogramm, für das viele überhaupt kommen.

Von der Donau geht es nach Norden ins Waldviertel und ins Kamptal. Fahr über Langenlois, den größten Weinort des Landes, hinauf nach Zwettl, Gmünd und in die Blockheide, mit Abstechern zur Rosenburg und zum Stausee Ottenstein. Zwei Tage reichen für einen ersten Eindruck der Granitlandschaft, einer Whisky- oder Mohnverkostung und einer ruhigen Wanderung. Wer lieber flach und weinselig unterwegs ist, ersetzt das Waldviertel durch eine Schleife ins Weinviertel mit seinen Kellergassen rund um Poysdorf und Retz – beides funktioniert als nördlicher Teil der Runde.

Der Süden schließt den Kreis. Über Sankt Pölten – die Landeshauptstadt lohnt einen Zwischenstopp – erreichst du die Bergwelt um Schneeberg, Rax und Semmering und die Thermenregion um Baden. Hier mischst du eine Bergtour oder Bahnfahrt auf der Semmeringstrecke mit einem entspannten Nachmittag in der Therme oder im Biedermeier-Kurpark von Baden. Nach zwei Tagen bist du zurück am Ausgangspunkt bei Wien. In Summe ergibt das eine Woche, in der du Wein, Granit und Berge nacheinander erlebst, ohne je weit zu fahren.

Wer es langsamer mag, macht aus derselben Route eine Radreise. Der Donauradweg durch die Wachau ist weitgehend flach und autofrei und lässt sich mit Bahn und Schiff kombinieren, sodass du nicht jede Etappe strampeln musst. Für die reine Autoreise gilt: Die Wege sind kurz, aber die Straßen im Waldviertel und über den Semmering sind kurvig – rechne pro Etappe mehr Zeit ein, als die Kilometer vermuten lassen, und plane pro Tag nur ein größeres Ziel plus eine Einkehr, statt drei Sehenswürdigkeiten durchzuhetzen.

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Unterkünfte

Winzerhof, Heurigenzimmer oder Thermenhotel

Wo du schläfst, verrät hier oft schon, was du vorhast – zwischen den Rebzeilen der Wachau, im Wellnesshotel an der Therme oder im stillen Landgasthof des Waldviertels.

Das prägende Quartier der Region ist der Winzerhof. In der Wachau, im Kamptal und im Weinviertel vermieten unzählige Weingüter Gästezimmer oder ganze Ferienwohnungen – du wohnst zwischen den Fässern, frühstückst mit Blick auf die Terrassen, und der Wein zum Abend kommt aus dem Keller unter dir. Viele Betriebe haben eine eigene Straußwirtschaft oder einen Heurigen und schenken den eigenen Grünen Veltliner aus. Buche in der Wachau früh für die Marillenblüte im Frühjahr und die Weinlese im Herbst; das sind die vollsten Wochen, und die guten Höfe sind dann Monate vorher vergeben.

Für Erholung ist die Thermenregion südlich von Wien die erste Adresse. Rund um Baden reihen sich Kurhotels und die Römertherme, in Bad Vöslau lockt ein Thermalbad, und weiter östlich im Weinviertel liegt die Therme Laa an der Thaya mit angeschlossenem Hotel. Diese Häuser sind auf mehrtägige Wellness-Aufenthalte ausgelegt, mit Bademantelgang direkt ins Wasser – eine gute Basis, wenn Entspannung und nicht die tägliche Tour im Vordergrund steht. Baden selbst punktet zusätzlich mit Biedermeier-Villen, dem Kurpark und der Nähe zu Wien.

Wer Ruhe sucht, wird im Waldviertel und im Mostviertel fündig. Hier dominieren Landgasthöfe, kleine Wellnesshotels mit regionalem Anspruch und Bauernhöfe für den Urlaub mit Kindern; einige Schlösser und Klosteranlagen bieten Zimmer in historischen Mauern. Die Preise liegen spürbar unter denen der Donau-Hotspots, die Wege zu den Sehenswürdigkeiten sind dafür etwas länger. Für Familien ist der Bauernhof mit Tieren, Hof und Platz zum Toben oft die entspannteste Wahl – und abends musst du nach dem Essen nicht mehr fahren.

In den Städten schließlich wohnst du zentral und flexibel. Sankt Pölten, Krems und Wiener Neustadt liegen an der Bahn und eignen sich als Standquartier, von dem aus du ohne Auto in mehrere Richtungen aufbrichst. Der ehrlichste Rat für eine Woche ist die Kombination: ein paar Nächte im Winzerhof an der Donau für Wein und Fluss, danach ein Thermenhotel im Süden oder ein Landgasthof im Norden für den ruhigen Teil der Reise. So bekommst du beide Gesichter des Landes, ohne dich für eines entscheiden zu müssen.

Hotels in Niederösterreich

Alle 23 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in Niederösterreich

Am Verkostungstisch stellt der Winzer drei Gläser hin – Steinfeder, Federspiel, Smaragd – und erklärt dir am Grünen Veltliner den Unterschied zwischen leicht, klassisch und kräftig.

Der Wein ist die Identität dieses Landes. Niederösterreich ist das größte Weinbaugebiet Österreichs, und seine Leitsorte, der Grüne Veltliner mit seiner pfeffrigen Würze, wächst hier von der Wachau über das Kamp- und Traisental bis ins Weinviertel. In der Wachau ordnen die Winzer ihre trockenen Weißweine nach den Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd – von leicht und duftig bis dicht und lagerfähig; im Weinviertel garantiert die Herkunftsbezeichnung „Weinviertel DAC“ den typisch würzigen Veltliner. Neben dem Veltliner reifen an den Steilterrassen der Wachau erstklassige Rieslinge.

Rund um den Wein hat sich eine eigene Wirtshauskultur entwickelt: der Heurige und die Buschenschank. Ein ausgesteckter Föhrenbusch am Tor signalisiert, dass ein Winzer seinen jungen Wein und eine kalte Jause aus Aufstrichen, Speck, Käse und Brot ausschenkt – oft nur in bestimmten Wochen des Jahres. Das ist die bodenständigste und günstigste Art, die Region zu essen und zu trinken, und in fast jedem Weinort gibt es eine Handvoll dieser Betriebe. Im Mostviertel tritt an die Stelle des Weins der Most, ein herber Apfel- oder Birnensaft-Vergorener, den die „Moststraße“ von Hof zu Hof erschließt.

Auf dem Teller ist Niederösterreich herzhaft und saisonal. Aus der Wachau kommt die Marille: als Marillenknödel, als Marmelade und als klarer Marillenbrand, und zur Erntezeit im Juli und August verkaufen die Höfe die frischen Früchte direkt am Straßenrand. Das Waldviertel steuert den Graumohn bei – zu Mohnzelten und Mohnnudeln verbacken – dazu Erdäpfel und den Karpfen aus den Teichen, der besonders zur Adventzeit auf den Tisch kommt. Über allem steht die österreichische Wirtshausküche mit Tafelspitz, Backhendl und dem Wiener Schnitzel, das in den Gasthäusern rund um Wien in Bestform serviert wird.

Für die Praxis lohnt ein wenig Planung. Verkostungen auf den Weingütern sind oft keine reine Laufkundschaft – ruf in kleineren Betrieben vorher an, dann nimmt sich jemand Zeit, führt durch den Keller und die Jahrgänge und du kaufst ab Hof günstiger als im Handel. Wer selbst fährt, verkostet mit Maß oder wechselt sich am Steuer ab; kontrolliert wird auch hier. Heurige und Buschenschanken haben oft nur wochenweise geöffnet – ein Blick auf den Ausschankkalender des Orts vorab erspart die verschlossene Tür, gerade außerhalb der Hauptsaison.

Restaurants in Niederösterreich

Alle 26 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise und Mobilität in Niederösterreich

Weil Wien mitten im Land liegt, ist die Anreise einfach – und ein Gutteil der Region lässt sich sogar ohne eigenes Auto per Bahn, Schiff und Rad erschließen.

Mit dem Auto reist du aus Deutschland meist über die A1 Westautobahn an: von Passau über Linz erreichst du Melk und die Wachau in wenigen Stunden, Wien liegt am östlichen Ende. Wichtig ist die österreichische Vignette – für alle Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du eine gültige Maut, digital ans Kennzeichen gebunden oder als Klebevignette, und es gibt sie als Zehn-Tages-, Zwei-Monats- oder Jahresvignette. Wer aus dem Süden über die Tauern kommt, sollte beachten, dass einzelne Strecken zusätzlich bemautet sind; im Kernland Niederösterreich reicht die normale Vignette aber aus.

Die Bahn ist eine echte Alternative, gerade für die Donau und die Berge. Die Weststrecke verbindet Deutschland über Passau und Linz mit Sankt Pölten und Wien im Halbstundentakt, und von dort verzweigen die Regionalbahnen ins Land. Die Wachau erschließt die Wachaubahn entlang des Nordufers zwischen Krems und Emmersdorf, ins Mostviertel klettert die schmalspurige Mariazellerbahn, und die Semmeringbahn – selbst Weltkulturerbe – bringt dich auf der Linie Wien–Graz spektakulär über den Pass. Für viele Ziele ist die Bahn nicht nur Transport, sondern Teil des Ausflugs.

Am nächsten liegt der Flughafen Wien-Schwechat, der genau genommen schon in Niederösterreich liegt und aus ganz Deutschland gut angebunden ist. Von dort bist du mit Bahn oder Mietwagen rasch in der Region – in die Wachau etwa in gut einer Stunde. Ein Mietwagen lohnt sich, sobald du ins Waldviertel, ins Weinviertel oder von Weingut zu Weingut willst, denn dort fahren Busse selten und nach Schulzeiten getaktet. Für die reine Donau- und Städtereise kommst du hingegen gut ohne eigenes Auto aus.

Innerhalb der Region ist die Wachau ein Sonderfall, weil sie sich autofrei am schönsten erschließt. Der Donauradweg führt flach und größtenteils abseits der Straße durch das Tal, Ausflugsschiffe verbinden Melk, Spitz, Dürnstein und Krems, und viele kombinieren beides – eine Richtung radeln, die andere fahren lassen. An Wochenenden im Frühjahr und Herbst sind die Parkplätze in Dürnstein und Melk mittags voll; wer mit dem Auto kommt, stellt es am Ortsrand ab und geht die letzten Minuten zu Fuß, statt im Zentrum nach einer Lücke zu suchen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Niederösterreich – und welche Basis zu dir passt

DürnsteinDürnsteinDer blau-weiße Kirchturm über dem Donauknie und die Ruine, in der Richard Löwenherz gefangen saß, machen Dürnstein zum Herz der Wachau. Eine Gasse, Vinotheken, Marillen – komm früh oder bleib über Nacht, wenn die Tagesgäste weg sind.Ideal für: Wachau-Kern & Wein½–1 TagMelkMelkÜber der Stadt thront eines der größten Barockstifte Europas – Marmorsaal, Bibliothek und Stiftskirche bilden den westlichen Auftakt der Wachau. Unten am Ufer startet der Donauradweg Richtung Krems und die Schifffahrt ins Tal.Ideal für: Barockstift & Donau½–1 TagKrems an der DonauKrems an der DonauDas östliche Tor der Wachau, wo die Weinberge in die Stadt reichen. Durch das Steiner Tor führt die Altstadt zur Kunstmeile mit Landesgalerie und Karikaturmuseum; über dem Tal thront Stift Göttweig. Guter Bahnknoten und Weinstadt zugleich.Ideal für: Weinstadt & Kunst1 TagBaden bei WienBaden bei WienDer Biedermeier-Kurort südlich von Wien lebt von Schwefelthermen, dem weitläufigen Kurpark und dem Rosarium im Doblhoffpark. Beethoven arbeitete hier an seiner Neunten; heute ist Baden eine entspannte Basis für die Thermenregion.Ideal für: Kur & Entspannung1 TagSankt PöltenSankt PöltenDie Landeshauptstadt zeigt zwei Gesichter: barocke Altstadt mit Rathausplatz und das moderne Regierungsviertel mit Klangturm und Festspielhaus. Als Bahnknoten an der Weststrecke ist sie eine praktische Basis fürs ganze Land.Ideal für: Basis & Kultur½–1 TagWiener NeustadtWiener NeustadtDie Babenberger-Gründung im Süden trägt einen mächtigen Dom, die Burg mit der Militärakademie und einen weiten Hauptplatz. Als Tor zur Bergwelt von Schneeberg, Rax und Hoher Wand liegt sie günstig für Ausflüge in die Wiener Alpen.Ideal für: Tor zu den Bergen½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Niederösterreich im Jahresverlauf

Zwischen der Marillenblüte im Frühjahr und der Weinlese im Herbst liegt die stärkste Zeit des Landes – nur der Winter teilt sich in eine stille Talsaison und eine schneereiche im Süden.

Niederösterreich hat kontinentales Klima mit deutlichen Unterschieden je nach Landesteil: Das Donautal und der pannonisch geprägte Osten sind wärmer und trockener, das höher gelegene Waldviertel ist kühl und schneereich, und der alpine Süden um Semmering, Rax und Schneeberg trägt im Winter verlässlich Schnee. Daraus ergibt sich eine doppelte Saison – Frühling bis Herbst für Wein, Donau und Wandern, der Winter für Ski und Langlauf im Süden. Die Werte unten gelten für das Donautal um Krems; im Waldviertel und in den Bergen liegen sie mehrere Grad tiefer.

Jan3°-3°kalt, Ski im Süden
Feb5°-2°Winterende, ruhig
Mär11°1°Marillenblüte beginnt
Apr16°5°grün, launisch
Mai21°10°Weinberge, ideal
Jun24°13°lange Tage, ideal
Jul27°15°warm, Marillenernte
Aug26°15°hochsommerlich
Sep21°11°Weinlese, ideal
Okt15°6°goldener Herbst
Nov8°2°neblig, ruhig
Dez4°-1°Advent, Karpfenzeit

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Niederösterreich sind Mai und Juni sowie September bis Mitte Oktober: warme, klare Tage für Wachau, Wein und Wanderungen, dazu Marillenblüte im Frühjahr und Weinlese im Herbst. Der Hochsommer ist heiß, aber ideal fürs Baden und die Marillenernte. Wer Ski und Langlauf sucht, kommt von Dezember bis in den März in den schneereichen Süden um Semmering, Rax und Ötscher – dann ruht das Weinland, und die Berge übernehmen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Niederösterreich

Wie viele Tage braucht man für Niederösterreich?
Für die Wachau reichen zwei bis drei Tage. Wer Donau, Waldviertel und den alpinen Süden verbinden will, plant eine Woche – so umrundest du Wien einmal und erlebst Wein, Granitlandschaft und Berge nacheinander, ohne täglich das Quartier zu wechseln.
Was ist die beste Reisezeit für die Wachau?
Ende März und Anfang April zur Marillenblüte, wenn das Tal weiß steht, sowie September und Oktober zur Weinlese und im goldenen Herbstlicht. Der Mai ist grün und angenehm, der Hochsommer warm, aber an Wochenenden voll – komm dann früh am Morgen.
Braucht man in Niederösterreich ein Auto?
Für die Donau nicht: Wachaubahn, Ausflugsschiffe und der Donauradweg erschließen das Tal auch ohne Auto, und die Weststrecke bindet Sankt Pölten und Krems gut an. Fürs Waldviertel, das Weinviertel und den Weg von Weingut zu Weingut ist ein Auto aber klar von Vorteil.
Was kann man in der Wachau unternehmen?
Stift Melk und die Ruine von Dürnstein besichtigen, mit dem Schiff zwischen Melk und Krems fahren, den Donauradweg radeln, den Welterbesteig wandern und bei den Winzern Grünen Veltliner und Riesling verkosten. Zur Saison lockt die Marille als Frucht, Knödel und Brand.
Lohnt sich Stift Melk?
Ja – Stift Melk ist eine der größten Barockanlagen Europas und der westliche Auftakt der Wachau, mit Marmorsaal, Bibliothek und Stiftskirche. Buche in der Saison ein Zeitfenster, weil Reisebusse und Flusskreuzfahrten die Vormittage füllen; früh oder spät ist es ruhiger.
Was macht das Waldviertel besonders?
Eine karge Granitlandschaft mit Findlingen, Mooren und Fischteichen, dazu Whisky, Waldviertler Mohn und Karpfen als regionale Spezialitäten. Es liegt höher und ist kühler als die Donau, ruhiger und günstiger – ideal für Genuss, Wanderungen und im Winter Langlauf.
Warum ist die Semmeringbahn berühmt?
Sie war zwischen 1848 und 1854 die erste normalspurige Gebirgsbahn der Welt und ist seit 1998 UNESCO-Weltkulturerbe – 16 Viadukte und zahlreiche Tunnel durch felsiges Gelände. Am besten erlebst du sie, indem du auf der Linie Wien–Graz selbst mitfährst.
Kann man in Niederösterreich Ski fahren?
Ja, aber in kleinem Rahmen: Der Zauberberg Semmering-Hirschenkogel, Lackenhof am Ötscher und die Familiengebiete am Wechsel liegen sehr nah an Wien, sind aber niedrig und stark auf Beschneiung angewiesen. Für viele Pistenkilometer bist du in Tirol oder Salzburg besser aufgehoben.
Wo kann man in Niederösterreich gut wandern?
Auf dem Schneeberg und der Rax im alpinen Süden, in der Klamm des Naturparks Ötscher-Tormäuer, auf dem flachen Welterbesteig über der Wachau und durch die Blockheide im Waldviertel. Die Bergziele verlangen Trittsicherheit, die Weinland-Wege sind auch familientauglich.
Welcher Wein kommt aus Niederösterreich?
Vor allem Grüner Veltliner, die pfeffrige Leitsorte des Landes, dazu Riesling an den Wachauer Steilterrassen. In der Wachau ordnen die Winzer nach Steinfeder, Federspiel und Smaragd, im Norden garantiert die Bezeichnung Weinviertel DAC den typisch würzigen Veltliner.
Wie kommt man von Deutschland nach Niederösterreich?
Mit dem Auto über die A1 Westautobahn ab Passau – eine österreichische Vignette ist für Autobahnen und Schnellstraßen Pflicht. Alternativ fährt die Bahn über Passau und Linz nach Sankt Pölten und Wien, und der Flughafen Wien-Schwechat liegt selbst in Niederösterreich.
Ist Niederösterreich ein gutes Ziel mit Kindern?
Ja: Schiff und Rad in der Wachau, die Salamander-Zahnradbahn auf den Schneeberg, die Seegrotte mit ihrem unterirdischen See, Burgen wie Rosenburg und Kreuzenstein und Bauernhöfe zum Übernachten. Halte die Fahrzeiten kurz und plane pro Tag nur ein größeres Ziel.
Was ist ein Heuriger oder eine Buschenschank?
Ein Weinlokal, in dem ein Winzer seinen eigenen jungen Wein und eine kalte Jause ausschenkt – ein ausgesteckter Föhrenbusch am Tor zeigt an, dass geöffnet ist. Oft nur wochenweise, dafür bodenständig und günstig; ein Blick auf den Ausschankkalender lohnt sich vorab.
NiederösterreichZwischen den Weinterrassen der Wachau, dem granitenen Waldviertel und der Belle-Époque-Passhöhe des Semmering liegt das Land, das Wien umschließt.
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