Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien
Die halbe Kunstgeschichte Europas liegt in Wien fußläufig beieinander – der Trick ist, nicht alles an einem Tag zu wollen.
Fang im Zentrum an, wo die großen Namen dicht stehen. Der Stephansdom auf dem gleichnamigen Platz markiert das Herz der Altstadt, von hier führen dich zehn Minuten Fußweg zur Hofburg, zur Staatsoper und über den Graben und Kohlmarkt zu den Palästen der ersten Adresse. Rund um diese Achse reihen sich die Ikonen: die Albertina mit Dürers Feldhasen und einer der größten Grafiksammlungen der Welt, die Kapuzinergruft mit den Sarkophagen der Habsburger und die Karlskirche mit ihrer mächtigen Kuppel und den beiden Spiralsäulen, die du per Aufzug bis unters Deckenfresko hinaufsteigen kannst.
Zwei Häuser solltest du dir für die Klimt-Bilder merken. Im Oberen Belvedere, dem Barockschloss des Prinzen Eugen, hängt Gustav Klimts "Der Kuss" – das goldene Hauptwerk des Wiener Jugendstils, meist umlagert, deshalb geh gleich zur Öffnung. Im Kunsthistorischen Museum an der Ringstraße wartet die weltweit größte Bruegel-Sammlung samt Vermeer und Raffael unter einer prunkvollen Kuppelhalle, in der allein das Café schon einen Besuch wert ist. Direkt gegenüber im MuseumsQuartier zeigt das Leopold Museum die dichteste Sammlung von Egon Schiele, daneben liegen das mumok und schattige Innenhöfe zum Verschnaufen.
Zwischen den Klassikern lohnen ein paar eigenwillige Stopps. Das Hundertwasserhaus im dritten Bezirk ist eine bewohnte Gemeindebauten-Fantasie mit schiefen Böden, Zwiebeltürmchen und Bäumen aus den Fenstern – du siehst es von außen, das gegenüberliegende Hundertwasser-Kunsthaus zeigt sein Werk innen. Die Secession mit der goldenen Blätterkuppel beherbergt Klimts Beethovenfries im Untergeschoss, und im Naturhistorischen Museum steht die 30.000 Jahre alte Venus von Willendorf. Wer Sigmund Freud sucht, findet in der Berggasse 19 seine ehemalige Praxis, heute Museum.
Ein praktischer Rat zu Tickets und Timing: Für Schönbrunn und die Hofburg brauchst du reservierte Zeitfenster, und die Vormittagsslots in der Saison sind oft Tage vorher weg – buch vorab. Die Wien-Card oder ein Kombiticket rechnen sich erst ab drei, vier Museen am Tag, was ohnehin zu viel wäre; plane lieber zwei Häuser pro Tag und lass Zeit fürs Dazwischen. Viele Museen haben einen langen Abend pro Woche, an dem es deutlich leerer ist – ein Blick auf die Öffnungszeiten vor der Anreise spart dir die Warteschlange.




















