Region · Österreich

Oberösterreich

Zwischen der Donau bei Linz und den tiefblauen Seen des Salzkammerguts liegt Österreichs Land der stillen Wasser und weißen Kalkgipfel.

6 Städte36 Sehenswürdigkeiten33 Hotels
Überblick

Deine Oberösterreich auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai – September für Seen & Wandern; Herbst für klare Sicht; Advent für die Märkte
Anreise
Flughafen Linz (LNZ) und der gut erreichbare Flughafen Salzburg (SZG) fürs Salzkammergut; Bahnknoten Linz an der Westbahn, Salzkammergutbahn nach Bad Ischl und Hallstatt
Sprache
Deutsch mit oberösterreichischer Mundart
Vor Ort
Mietwagen für das Salzkammergut und Mühlviertel; die Seen per Schiff, Schafberg und Dachstein per Bergbahn, Hallstatt am besten autofrei mit Bahn und Fähre
Wichtigster Tipp
Hallstatt früh morgens oder am Abend besuchen – tagsüber drängen sich die Reisebusse
Währung & Sprache
Euro · Deutsch (oberösterreichische Mundart), Kartenzahlung weit verbreitet
Die Region

Was Oberösterreich ausmacht

Oberösterreich spannt sich von der Donau im Norden bis zum Dachstein im Süden und packt auf diese Strecke drei sehr verschiedene Reisen: die Kulturstadt Linz mit Ars Electronica, Lentos und einer der steilsten Adhäsionsbahnen Europas; die Barockstädte Steyr und Gmunden an ihren Flüssen und Seen; und vor allem das Salzkammergut, jene Landschaft aus glasklaren Bergseen und Salzbergen, in deren Mitte das Welterbe-Dorf Hallstatt am Ufer klebt. Der Traunsee ist mit rund 191 Metern der tiefste See Österreichs, am Wolfgangsee dampft die Zahnradbahn auf den Schafberg, in Bad Ischl residierte Kaiser Franz Joseph jeden Sommer. Dazu Wanderwege am Dachstein, kleine Skigebiete wie Hinterstoder und eine Küche von Linzer Torte bis Reinanke aus dem See – eine Region für Sommer und Winter zugleich.

Reiseführer

Oberösterreich von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo hinter Gmunden gibt die Straße den Blick auf den Traunsee frei, und die Felswand des Traunstein fällt so senkrecht ins Wasser, dass man kurz das Gas vergisst. Oberösterreich beginnt nicht an einem Ortsschild – es beginnt in dem Moment, in dem das Land von der breiten Donau-Ebene in die stillen Seen des Salzkammerguts kippt und die ersten weißen Kalkgipfel über dem Ufer stehen.

Ausflugsziele

Die schönsten Ausflugsziele in Oberösterreich

Um kurz nach neun, wenn die erste Schafbergbahn schnauft und der Nebel noch über dem Hallstätter See hängt, hast du die großen Ziele fast für dich allein.

Fang beim Wasser an, denn darum dreht sich in Oberösterreich fast alles. Die Seen des Salzkammerguts liegen in einer engen Kette im Süden des Landes – Traunsee, Attersee, Mondsee, Wolfgangsee und der Hallstätter See, keiner mehr als eine gute Autostunde vom nächsten entfernt. Der Traunsee bei Gmunden ist mit rund 191 Metern der tiefste See Österreichs, der Attersee der größte, der ganz auf österreichischem Boden liegt. Plane pro See mindestens einen halben Tag ein, sonst siehst du nur Parkplätze und Uferstraße, nie das Wasser selbst.

Über den Seen wartet der Berg: Vom Dachstein-Krippenstein bei Obertraun schwebt die Seilbahn hinauf zur Aussichtsplattform 5 Fingers, die frei über dem Abgrund schwebt, und zur Rieseneishöhle mit ihren Eisformationen im Berginneren. Am Wolfgangsee dampft die Schafbergbahn, eine Zahnradbahn aus dem 19. Jahrhundert, in gut 35 Minuten hinauf auf 1.783 Meter – oben stehst du über einem halben Dutzend Seen. Beide Bergbahnen fahren nicht ganzjährig gleich: Die Schafbergbahn läuft in der Regel von Mai bis Oktober, prüfe die Betriebszeiten vor der Anreise.

Kultur und Kaiserzeit liefert der Norden. In Linz gehören das Ars Electronica Center und das Lentos-Kunstmuseum am Donauufer zum Pflichtprogramm, dazu die Fahrt mit der Pöstlingbergbahn hinauf zur Wallfahrtsbasilika. In Bad Ischl steht die Kaiservilla, in der sich Kaiser Franz Joseph 1853 mit Sisi verlobte und danach jeden Sommer residierte – 2024 war die Stadt mit dem Salzkammergut Kulturhauptstadt Europas. Steyr wiederum zieht dich mit einem der schönsten gotischen Stadtplätze Österreichs an, dem Bummerlhaus als Blickfang.

Wer es ruhiger mag, fährt in den Norden ins Mühlviertel: sanfte Granithügel, Moore, Burgen wie Ruttenstein und weite Radwege entlang der Donau. Der Donauradweg zählt zu den beliebtesten Radfernwegen Europas und läuft von Passau kommend quer durch Oberösterreich nach Linz und weiter. Für einen ersten Besuch reicht das trotzdem nicht alles auf einmal – such dir aus See, Berg, Stadt und Fluss zwei Schwerpunkte und lass den Rest fürs nächste Mal.

Sehenswürdigkeiten in Oberösterreich

Alle 36 Sehenswürdigkeiten
Seen

Traunsee, Attersee und die Seen des Salzkammerguts

Am frühen Morgen liegt der Attersee so glatt, dass die Segelboote reglos auf ihrem eigenen Spiegelbild stehen und man das Klopfen der Wellen an den Bootssteg zählen kann.

Traunsee, Attersee und die Seen des Salzkammerguts
Seen

Der Traunsee ist der dramatischste der Salzkammergut-Seen: rund 191 Meter tief, damit der tiefste See Österreichs, und am Ostufer fällt der Traunstein mit 1.691 Metern fast senkrecht ins Wasser. In Gmunden am Nordufer liegt das Seeschloss Ort auf seiner kleinen Insel, über einen Holzsteg erreichbar und aus der Fernsehserie als Schlosshotel bekannt. Vom See aus bringt dich die historische Traunseeschifffahrt nach Traunkirchen mit seiner Fischerkanzel und weiter nach Ebensee, von wo die Feuerkogel-Seilbahn hinauf auf den Aussichtsberg fährt.

Der Attersee ist der größte See, der komplett in Österreich liegt – rund 46 Quadratkilometer türkis schimmerndes Wasser, im Sommer ein Revier für Segler und Taucher. Gustav Klimt verbrachte hier mehrere Sommer und malte am Ufer bei Kammer und Litzlberg; ein Themenweg führt heute zu seinen Motiven. Das Wasser hat Trinkwasserqualität und ist entsprechend klar, aber auch kühl – selbst im Hochsommer klettert die Oberflächentemperatur selten über 23 Grad. Für Familien eignen sich die flachen Badebuchten bei Weyregg und Nußdorf.

Kleiner und lieblicher gibt sich der Mondsee im Westen, mit warmem Wasser und der Basilika St. Michael, in der die Hochzeitsszene aus dem Film 'The Sound of Music' gedreht wurde. Gleich dahinter beginnt der Wolfgangsee, den sich Oberösterreich und das Land Salzburg teilen: St. Wolfgang mit dem Pacher-Altar und dem Hotel Weißes Rössl am oberösterreichischen Ufer, St. Gilgen auf der Salzburger Seite. Zwischen den Orten pendelt die Wolfgangseeschifffahrt – die entspannteste Art, den See zu sehen, ohne Parkplatzsuche.

Der Hallstätter See schließlich ist der stimmungsvollste: schmal, tief in die Berge eingeschnitten, mit Hallstatt und Obertraun an seinen Ufern. Rund um die Seen gilt überall dasselbe: Die öffentlichen Strandbäder (im Salzkammergut oft schlicht 'Seebad' genannt) kosten wenig Eintritt und haben Liegewiese, Steg und Buffet; wildes Baden ist an vielen Uferabschnitten wegen Privatgrund oder Naturschutz nicht erlaubt. Ein Rundgang oder eine Schifffahrt bringt dich meist näher ans Wasser als das Auto.

Welterbe

Hallstatt und der Dachstein im Welterbe-Salzkammergut

Steht man morgens um sieben am leeren Marktplatz von Hallstatt, hört man nur den Brunnen und das eigene Echo – drei Stunden später drängen sich hier Hunderte für dasselbe Foto.

Hallstatt und der Dachstein im Welterbe-Salzkammergut
Welterbe

Hallstatt ist der Ort, den halb Asien auf dem Handy hat, und die Bilder lügen nicht: pastellfarbene Häuser, die sich zwischen dem schmalen See und dem steilen Salzberg stapeln, dazwischen der Kirchturm, gespiegelt im ruhigen Wasser. Hinter der Postkarte steckt echte Geschichte – nach dem Ort ist eine ganze Epoche der Eisenzeit benannt, die Hallstattkultur, weil hier ab dem 8. Jahrhundert vor Christus ein riesiges Gräberfeld beim Salzabbau gefunden wurde. Seit 1997 steht die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut auf der UNESCO-Welterbeliste.

Hoch über dem Dorf liegt das Salzbergwerk, das als ältestes der Welt gilt und seit über 7.000 Jahren Salz liefert. Der Standseilbahn-Aufstieg lohnt sich schon für den Skywalk 'Welterbeblick', eine Plattform, die über der Felskante schwebt und den ganzen See überblickt. Im Dorf selbst gehört das Beinhaus neben der Bergkirche zu den ungewöhnlichsten Orten Österreichs: kunstvoll bemalte Schädel, aufgereiht, weil der Friedhof am steilen Hang schlicht zu klein war für alle Toten.

Der große Rat für Hallstatt heißt Timing. Der Ort hat unter dem Ansturm gelitten und die Zahl der Reisebusse inzwischen reguliert – trotzdem ist es zwischen 10 und 16 Uhr in der Saison voll. Komm mit dem ersten Licht, bleib eine Nacht oder weiche auf die Nachbarorte Obertraun und Bad Goisern aus, die genauso am See liegen. Parken musst du in den ausgewiesenen Parkhäusern am Ortsrand; die Durchfahrt durch den historischen Kern ist für Gäste ohnehin gesperrt.

Vom gegenüberliegenden Obertraun schwebt die Dachstein-Krippenstein-Seilbahn hinauf ins Hochgebirge. Oben warten gleich mehrere Ziele: die Aussichtsplattform 5 Fingers, die frei über 400 Meter Abgrund ragt, die Dachstein-Rieseneishöhle mit ganzjährigem Eis und die Mammuthöhle. Anders als die Schafbergbahn fährt die Krippensteinbahn weitgehend ganzjährig und wird im Winter zum Freeride-Berg. Nimm feste Schuhe und eine Jacke mit – oben ist es auch im Hochsommer deutlich kühler und windiger als unten am See.

Linz

Linz Sehenswürdigkeiten zwischen Donau und Pöstlingberg

Nachts wirft das Ars Electronica Center seine Lichtprogramme über die Donau, und drüben antwortet die farbig beleuchtete Glasfassade des Lentos – Linz zeigt sich am liebsten nach Einbruch der Dunkelheit.

Linz hat den Ruf der grauen Stahlstadt lange abgestreift. Das voestalpine-Werk prägt zwar noch immer den Osten der Stadt, aber das Gesicht nach außen bestimmt die Kultur: Das Ars Electronica Center am nördlichen Donauufer ist ein Museum der Zukunft rund um digitale Kunst, künstliche Intelligenz und Robotik, dessen Fassade abends in wechselnden Farben leuchtet. Direkt gegenüber, am Südufer, steht das Lentos-Kunstmuseum mit einer der wichtigsten Sammlungen moderner Kunst des Landes – zwei Häuser, die nachts über den Fluss hinweg miteinander sprechen.

Das Herz der Altstadt ist der Hauptplatz, einer der größten umbauten Plätze Mitteleuropas, mit der barocken Dreifaltigkeitssäule in der Mitte und bunten Bürgerhäusern ringsum. Von hier ist es nicht weit zum Mariendom (Neuer Dom), der größten Kirche Österreichs, die rund 20.000 Menschen fasst – der Turm blieb per Vorschrift knapp niedriger als der Stephansdom in Wien. In den Cafés der Altstadt bekommst du die Linzer Torte, ein Mürbeteig-Gitterkuchen mit Ribiselmarmelade, der als ältester Kuchen der Welt mit überliefertem Namen gilt.

Unbedingt einplanen solltest du die Fahrt auf den Pöstlingberg. Die Pöstlingbergbahn, eine schmalspurige Straßenbahn, klettert als eine der steilsten Adhäsionsbahnen Europas vom Hauptplatz hinauf zur weithin sichtbaren Wallfahrtsbasilika. Oben hast du den besten Blick über die Stadt, die Donau und bei klarem Wetter bis zu den Alpen; für Kinder verbirgt sich im alten Festungsturm die Grottenbahn mit ihren Zwergen und der Drachenfahrt.

Nimm dir Zeit für das Donauufer selbst. Vom Ars Electronica Center führt eine Promenade flussabwärts, Anlegestelle für die Donauschifffahrt Richtung Wachau und Passau. Im Sommer verwandelt sich der Donaustrand in einen Treffpunkt mit Bars und Liegestühlen, und die 'Klangwolke', ein großes Freiluft-Spektakel des Brucknerfestes, füllt im Herbst den Donaupark. Für einen Städte-Kurztrip reichen zwei Tage – Linz liegt direkt an der Westbahn und ist von München wie von Wien in rund anderthalb bis zwei Stunden erreichbar.

Wandern & Sommer

Wandern in Oberösterreich am Dachstein und Traunstein

Oben auf der Zwieselalm riecht es nach warmem Latschenkiefernholz, unten glänzt der Gosausee, und über allem steht die vergletscherte Wand des Dachsteins, deren Firn selbst im Hochsommer nicht ganz vom Fels weicht.

Zum leichten Einstieg taugt der Vordere Gosausee bei Gosau: Ein flacher, gut zwei Kilometer langer Uferweg führt einmal um den See, und am hinteren Ende steht der Dachstein-Gletscher perfekt gerahmt über dem Wasser – eine der bekanntesten Aussichten Oberösterreichs, machbar mit Kinderwagen und ohne Kletterei. Wer höher will, nimmt von dort die Gosaukammbahn und wandert auf der Zwieselalm. Für Familien ist der Salzkammergut-BergeSeen-Weitwanderweg in kurzen Etappen ein guter roter Faden, der Seen und Almen verbindet.

Der markante Traunstein über dem Traunsee ist der Berg der Ambitionierten. Auf 1.691 Meter führt kein einfacher Spazierweg, sondern durchweg steile, teils versicherte Steige (etwa der Naturfreundesteig oder der Zimitzsteig) mit Drahtseilen und Leitern – nur für Trittsichere und Schwindelfreie, festes Schuhwerk und Erfahrung sind Pflicht. Wer die Aussicht ohne Kraxelei will, fährt lieber mit der Grünbergseilbahn in Gmunden auf den Grünberg und wandert dort oben gemütlich mit Blick auf See und Traunstein.

Der Dachstein ist das große alpine Ziel im Süden. Vom oberösterreichischen Obertraun bringt dich die Krippensteinbahn ins Hochplateau, von wo Höhenwege wie der Weg zur Aussichtsplattform 5 Fingers oder die Welterbespirale starten – hochalpines Gelände, in dem Wetterstürze und plötzlicher Nebel real sind. Der Gipfel des Hohen Dachstein (2.995 m) selbst ist hochtouristisches Gletschergelände und nur mit Bergführer oder entsprechender Erfahrung zu erreichen; verwechsle die bequeme Bergbahn nicht mit einer Gipfelgarantie.

Sanfter wandert es sich im Norden. Das Mühlviertel mit seinen Granitkuppen, Mooren und Wäldern bietet kilometerlange, wenig steile Wege – etwa auf dem Johannesweg, einem beliebten Pilger- und Themenweg, oder rund um den Böhmerwald an der tschechischen Grenze. Plane für alle Bergtouren die Bergbahn-Zeiten ein: Viele Seilbahnen machen im Frühjahr und Spätherbst Revisionspausen, und die letzte Talfahrt am Nachmittag verpasst man leichter, als man denkt.

Aktivitäten & Touren in Oberösterreich

Alle 20 Aktivitäten
Ski & Winter

Skifahren in Oberösterreich von Hinterstoder bis Dachstein West

Wenn im Dezember der Nebel über der Donau hängt, liegt eine halbe Stunde weiter südlich oft strahlender Schnee – Oberösterreichs Skiberge stehen genau an dieser Grenze.

Oberösterreich ist kein Tirol, und das ist ehrlich gesagt Teil des Reizes: Die Skigebiete sind kleiner, familiärer und deutlich günstiger, die Warteschlangen kürzer. Das schneesicherste und sportlichste ist Hinterstoder mit dem Skiberg Höss im Stodertal, das schon Weltcup-Rennen ausgetragen hat – lange Talabfahrten, moderne Bahnen und ein ordentliches Höhenprofil bis über 2.000 Meter. Gleich benachbart liegt die Wurzeralm bei Spital am Pyhrn, erreichbar über eine Standseilbahn, mit breiten, sonnigen Hängen, die sich gut für sichere Fahrer und Familien eignen.

Am Rand des Salzkammerguts liegt Dachstein West rund um Gosau, Annaberg und Rußbach – ein zusammenhängendes Gebiet, dessen oberösterreichischer Teil in Gosau beginnt, mit vielen leichten und mittleren Abfahrten und guter Beschneiung. Für Genussfahrer und Familien ist das eine der freundlichsten Adressen der Region. Kleinere, sehr ursprüngliche Gebiete wie der Kasberg bei Grünau, der Feuerkogel bei Ebensee oder die Wurzeralm runden das Bild ab; sie leben von Charme und Preis, nicht von Kilometern.

Eine Sonderrolle spielt der Krippenstein am Dachstein oberhalb von Obertraun: Das ist kein klassisches Pistengebiet, sondern ein legendärer Freeride-Berg mit langen, teils anspruchsvollen Tiefschneeabfahrten – nur für erfahrene Variantenfahrer mit Lawinenausrüstung und idealerweise ortskundiger Begleitung. Wer präparierte Pisten sucht, ist hier falsch. Die klassischen Familienpisten liegen in Hinterstoder, auf der Wurzeralm und in Dachstein West.

Neben dem alpinen Skifahren lohnt der Blick auf die leisen Winter-Alternativen. Rund um den Dachstein und im Mühlviertel gibt es gespurte Langlaufloipen, in Gosau und am Feuerkogel Rodelbahnen, und viele Seepromenaden im Salzkammergut lassen sich winterlich erwandern. Zur Anreise gilt im Winter dasselbe wie im Sommer: Für die österreichischen Autobahnen brauchst du die Vignette, und ins Gebirge gehören im Winter Winterreifen und Schneeketten ins Auto – die Bergstraßen nach Hinterstoder oder Gosau können bei Schneefall Kettenpflicht haben.

Rundreise

Oberösterreich-Rundreise durch Seen, Städte und Berge

Die klassische Oberösterreich-Schleife passt auf einen Bierdeckel – von Linz an der Donau in den Süden zu den Seen, einmal ums Salzkammergut und über Steyr zurück.

In sieben bis zehn Tagen fährst du die Runde entspannt: Start in Linz mit zwei Tagen für Ars Electronica, Altstadt und Pöstlingberg. Dann südwärts nach Gmunden an den Traunsee, weiter über Ebensee und Bad Ischl ins Herz des Salzkammerguts. Von Bad Ischl aus erreichst du Hallstatt, den Dachstein und den Wolfgangsee mit St. Wolfgang jeweils als Tagesausflug. Auf dem Rückweg lohnt ein Stopp in Steyr mit seinem gotischen Stadtplatz, ehe du über die A1 zurück nach Linz oder weiter Richtung Deutschland rollst.

Wechsle nicht jede Nacht das Quartier. Zwei Standorte reichen für die ganze Schleife: einer in Linz oder Steyr für Donau, Stadt und Mühlviertel, einer im Salzkammergut – etwa in Bad Ischl, Gmunden oder St. Wolfgang – für Seen und Berge. Von einem zentralen Salzkammergut-Standort liegen alle großen Seen unter einer Fahrstunde, und du packst nur einmal um. Das spart Zeit und Nerven, gerade mit Kindern und vollem Kofferraum, und abends sitzt du wieder auf derselben Terrasse statt im nächsten Check-in.

Für die Bergstrecken solltest du die Realität der Bergbahnen einplanen. Schafbergbahn und einige Seilbahnen fahren nur saisonal (grob Mai bis Oktober), andere legen im Frühjahr und Spätherbst Revisionspausen ein. Prüfe die Betriebszeiten, bevor du eine Tagesetappe darum herum baust – nichts ist ärgerlicher, als vor einer geschlossenen Talstation zu stehen. Für die Seenschifffahrten gilt dasselbe: Die historischen Schiffe fahren im Sommer dicht getaktet, in der Nebensaison nur an wenigen Terminen.

Vom Salzkammergut aus liegt der Sprung über die Landesgrenze näher, als die Karte vermuten lässt: Salzburg mit Altstadt und Festung erreichst du von St. Wolfgang oder Mondsee in rund einer Stunde, der Wolfgangsee gehört ohnehin zur Hälfte zum Land Salzburg. Auch die steirische Seite des Dachsteins mit Ramsau und dem Gletscher ist ein lohnender Kontrastausflug. Beides funktioniert als Tagestour – morgens am oberösterreichischen See, mittags im Nachbarland, abends zurück am eigenen Quartier.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Unterkünfte

Seehotel, Ferienwohnung oder Bauernhof in Oberösterreich

Abends um sieben, wenn die letzte Fähre über den Wolfgangsee tuckert und vom Steg des Seehotels das Wasser gegen die Pfähle schwappt, verstehst du, warum die Lage am See jeden Aufpreis wert ist.

Die begehrteste Adresse ist das Hotel direkt am See. Am Wolfgangsee, Traunsee oder Attersee reihen sich Traditionshäuser mit eigenem Badesteg, Bootsverleih und Frühstücksterrasse überm Wasser – das legendäre Weiße Rössl in St. Wolfgang ist nur das bekannteste. Der Preis dafür ist hoch, besonders im Juli und August, und die guten Seezimmer sind für die Sommerferien oft Monate im Voraus weg. Buche früh und achte auf den Zusatz 'Seeblick' versus 'Seezugang' – das ist nicht dasselbe.

Günstiger und oft persönlicher wohnst du auf dem Bauernhof oder in der Ferienwohnung. 'Urlaub am Bauernhof' ist in Oberösterreich ein eingespieltes System: Du wohnst auf einem arbeitenden Hof, oft mit Tieren für die Kinder, hofeigenen Produkten zum Frühstück und Gastgebern, die dir die besten Badeplätze und Wanderwege verraten. Ferienwohnungen in den Seeorten geben dir eine Küche für den Einkauf am Markt und die Freiheit ohne Frühstückszeiten – ideal für Familien und längere Aufenthalte. In beiden Fällen brauchst du in der Regel ein Auto.

In Linz und Steyr spielt das Stadthotel seine Stärke aus: Du wohnst zu Fuß von Altstadt, Museen und Bahnhof entfernt und erlebst die Stadt auch abends, wenn die Tagesgäste weg sind. Linz ist als Städteziel gut mit klassischen Business- und Boutique-Hotels versorgt, häufig zu moderateren Preisen als in den Seeorten der Hochsaison. Wer die Region mit der Bahn bereist, macht ein zentrales Linzer Hotel zur Basis und fährt über die Westbahn bis Attnang-Puchheim und von dort mit der Salzkammergutbahn zu den Seen.

Die ehrlichste Empfehlung ist die Kombination: zwei, drei Nächte Stadt in Linz oder Steyr am Anfang, danach eine Woche am See oder auf dem Bauernhof im Salzkammergut. So bekommst du Kultur und Abendstunden der Stadt ohne Berg-Anfahrt – und danach die Langsamkeit, für die man eigentlich kommt: Frühschwimmen im See, eine Wanderung vor dem Frühstück und ein Abendessen, für das niemand mehr ins Auto steigen muss.

Hotels in Oberösterreich

Alle 33 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken in Oberösterreich

Im Wirtshaus am See stellt die Kellnerin die geräucherte Reinanke auf den Tisch, dazu ein Krügerl aus der Region – gefangen wurde der Fisch am Morgen ein paar Bootslängen entfernt.

Der Fisch aus dem See ist das Signaturgericht der Region. Reinanke (auch Renke oder Maräne), Saibling und Forelle kommen aus den Salzkammergut-Seen frisch auf den Teller – gebraten 'Müllerin', geräuchert oder als Filet. In den Seewirtshäusern von Hallstatt, Traunkirchen oder am Attersee gehört das zur Grundausstattung der Karte. Frag nach dem Fisch des Tages und woher er stammt; die guten Häuser beziehen ihn von den lokalen Fischereien am See, nicht aus der Tiefkühltruhe.

Deftig wird es beim Fleisch. Der Linzer Schweinsbraten mit Knödel und Kraut, der Tafelspitz aus der Kaiserzeit und Bratl in der Rein aus dem Rohr sind Wirtshausklassiker; dazu kommt der Erdäpfelsalat, in Oberösterreich meist lauwarm mit Essig, Öl, Zwiebel und einem Schuss Brühe angemacht (das steirische Kürbiskernöl findet man höchstens als Import). Im Innviertel und im Hausruckviertel gehört der Most dazu – vergorener Apfel- oder Birnensaft, süffig und regional, den die Bauernhöfe an ihren 'Mostschänken' und Buschenschanken direkt ausschenken.

Süß führt fast alles nach Linz. Die Linzer Torte, ein Mürbeteig-Gitterkuchen mit Nüssen, Zimt und Ribiselmarmelade, gilt als der älteste Kuchen der Welt mit überliefertem Namen und begegnet dir in jeder Konditorei. In Bad Ischl thront die Konditorei Zauner, k.u.k. Hoflieferant aus der Kaiserzeit, deren Zaunerstollen bis heute produziert wird. Und rund um Mondsee und Attersee bekommst du Mondseer Käse und Bauernkrapfen – Kaffee und Kuchen am Nachmittag sind hier kein Zusatz, sondern fester Programmpunkt.

Beim Bier wird es regional: Oberösterreich ist ein dichtes Brauereiland, von großen Namen bis zu kleinen Stiftsbrauereien. Viele Wirtshäuser schenken das Bier aus der nächstgelegenen Brauerei aus, und ein 'Krügerl' (halber Liter) oder 'Seidl' (0,3) gehört zur Brotzeit. Reservier in der Hochsaison und an Sonntagen die guten Seewirtshäuser vorab – die Terrassenplätze mit Seeblick sind begehrt, und viele Landgasthöfe haben unter der Woche einen Ruhetag, den du besser vorher prüfst.

Restaurants in Oberösterreich

Alle 32 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Oberösterreich und Mobilität vor Ort

Kurz hinter Passau wechselt das Autoradio ins Österreichische, und die A8 führt an der Donau entlang nach Linz, ehe die A1 südwärts Richtung Seen abbiegt.

Mit dem Auto ist Oberösterreich aus Deutschland gut erreichbar: Von München über Salzburg bringt dich die A1 Westautobahn in gut zweieinhalb Stunden bis Linz, aus Richtung Passau läuft die A8 direkt hinein. Wichtig für alle österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen ist die Vignette – die Maut-Plakette gibt es als Klebe- oder digitale Variante (Tages-, 10-Tages-, 2-Monats- oder Jahresvignette); ohne sie drohen empfindliche Ersatzmauten. Anders als in Tirol oder Salzburg gibt es in Oberösterreich keine großen Sondermaut-Straßen wie den Großglockner; die normale Vignette reicht.

Mit der Bahn geht es bequem: Linz Hauptbahnhof liegt an der Westbahn zwischen Wien und Salzburg, Fernzüge halten stündlich, aus München bist du in gut zwei bis zweieinhalb Stunden da. In Attnang-Puchheim (von Linz über die Westbahn in gut einer halben Stunde erreichbar) zweigt die Salzkammergutbahn ab und fährt mitten in die Seenregion – nach Gmunden, Bad Ischl, Hallstatt und Obertraun. Der Bahnhof Hallstatt liegt allerdings am gegenüberliegenden Seeufer; von dort setzt ein kleines Schiff passend zu den Zügen über ins Dorf, ein Erlebnis für sich.

Fliegen lohnt selten direkt: Der Flughafen Linz (Blue Danube Airport) hat nur wenige Verbindungen. Die meisten Reisenden aus weiterer Entfernung fliegen nach Salzburg, München oder Wien und fahren von dort mit Mietwagen oder Bahn weiter – Salzburg liegt dem Salzkammergut am nächsten. Für die Seenregion ist ein Auto klar im Vorteil, weil viele Uferorte, Almen und Talstationen abseits der Bahn liegen und Busse dort nur im Zweistundentakt fahren.

Vor Ort hilft die Gästekarte: Viele Salzkammergut-Orte geben ihren Übernachtungsgästen eine Karte, die Busse und teils Schifffahrten und Bergbahnen vergünstigt – frag im Quartier danach. In den Sommermonaten sind die Parkplätze in Hallstatt, St. Wolfgang und an den beliebten Badeplätzen früh voll; komm zeitig oder nutze Schiff und Bahn. Und rechne im Salzkammergut nicht mit Autobahn-Tempo: Die Seenstraßen sind kurvig und im Sommer voll, 40 Kilometer können schnell eine Stunde dauern.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Oberösterreich – und welche Basis zu dir passt

HallstattHallstattDas Welterbe-Dorf klebt zwischen See und Salzberg, mit ältestem Salzbergwerk der Welt, Beinhaus und dem meistfotografierten Seeblick Österreichs. Komm früh oder bleib über Nacht, tagsüber ist es eng und voll.Ideal für: Welterbe & Seeblick1 TagLinzLinzDie Kulturstadt an der Donau verbindet Ars Electronica und Lentos mit barocker Altstadt, dem Mariendom und der steilen Pöstlingbergbahn. Dazu ein Stück Linzer Torte im Kaffeehaus und Donauufer-Flair am Abend.Ideal für: Kunst & Stadtleben2 TageBad IschlBad IschlDer Kurort im Herzen des Salzkammerguts war die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph – die Kaiservilla und die Konditorei Zauner erzählen davon. 2024 war die Stadt Kulturhauptstadt Europas und guter Ausgangspunkt zu allen Seen.Ideal für: Kaiserzeit & Ausgangspunkt1 TagSankt WolfgangSankt WolfgangAm Wolfgangsee liegt der Wallfahrtsort mit dem Pacher-Altar und dem Hotel Weißes Rössl aus der Operette. Von hier dampft die Schafbergbahn hinauf auf den Aussichtsberg mit Blick über ein halbes Dutzend Seen.Ideal für: See & Schafbergbahn1 TagGmundenGmundenAm Nordufer des Traunsee spiegelt sich das Seeschloss Ort im Wasser, die Manufaktur brennt ihre grün geflammte Gmundner Keramik, und die Grünbergseilbahn schwebt zum Aussichtsberg über dem See.Ideal für: Traunsee & Keramik1 TagSteyrSteyrAm Zusammenfluss von Steyr und Enns liegt eine der schönsten gotischen Altstädte Österreichs, mit dem Bummerlhaus am Stadtplatz. Zur Weihnachtszeit zieht der Ortsteil Christkindl mit seinem Postamt Besucher an.Ideal für: Altstadt & Advent1 Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Oberösterreich im Jahreslauf

Oberösterreich hat zwei Hochsaisonen – den Seesommer von Juni bis September und den Skiwinter von Dezember bis März, dazwischen liegen ruhige, oft günstige Wochen.

Das Klima Oberösterreichs ist gemäßigt und wechselhaft, mit deutlichem Höhenunterschied zwischen der Donau-Ebene um Linz und den Bergen des Salzkammerguts. Die Winter sind kalt und in den Tälern oft neblig, während auf den Bergen der Schnee liegt; die Sommer sind warm, aber nie extrem heiß, mit erfrischend kühlen Seen und regelmäßigen Nachmittagsgewittern über den Alpen. Die beste Reisezeit hängt vom Plan ab: Für Baden, Wandern und Seenschifffahrt brauchst du Juni bis September, fürs Skifahren die Monate Dezember bis März. Die Werte unten sind Richtwerte für die Seenregion und die Linzer Ebene.

Jan2°-4°Skisaison, oft Talnebel
Feb4°-3°beste Schneelage
Mär10°0°Übergang, Skiende
Apr15°4°Frühling, wechselhaft
Mai20°8°grün, Seen noch kühl
Jun23°12°Wandern, lange Tage
Jul25°14°Badesaison, Hochsaison
Aug25°13°wärmstes Seewasser
Sep20°10°klar, ruhiger
Okt14°5°Herbstfarben
Nov7°1°grau, Nebel
Dez3°-3°Advent, Skistart

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Oberösterreich lohnt sich in zwei Fenstern. Für Seen, Berge und Städte sind Juni bis September ideal: warm genug zum Baden, mit langen Tagen und laufenden Bergbahnen – Juli und August sind am wärmsten, aber auch am vollsten, während Juni und September ruhiger und günstiger sind. Fürs Skifahren in Hinterstoder, Dachstein West und auf der Wurzeralm zählen Dezember bis März, mit der verlässlichsten Schneelage im Februar. Die Nebensaison im April, November und in der ersten Dezemberhälfte bringt oft Nebel in den Tälern und geschlossene Bergbahnen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Oberösterreich

Wie viele Tage sollte man für Oberösterreich einplanen?
Für einen ersten Überblick plane eine Woche: zwei Tage Linz, dann vier bis fünf Tage Salzkammergut mit Traunsee, Hallstatt, Dachstein und Wolfgangsee. Mit zehn Tagen kombinierst du Städte, Seen und Berge, ohne täglich das Quartier zu wechseln.
Was ist der schönste See in Oberösterreich?
Das ist Geschmackssache: Der Hallstätter See ist der stimmungsvollste, der Traunsee mit dem Traunstein der dramatischste und mit rund 191 Metern der tiefste See Österreichs, der Attersee der größte und klarste zum Baden und Segeln. Der Wolfgangsee punktet mit St. Wolfgang und der Schafbergbahn.
Lohnt sich Hallstatt trotz des Andrangs?
Ja, wenn du das Timing planst. Komm früh am Morgen oder bleib über Nacht, dann hast du den Ort fast für dich; zwischen 10 und 16 Uhr in der Saison ist es voll. Als ruhigere Alternative liegen Obertraun und Bad Goisern direkt am selben See.
Braucht man in Oberösterreich ein Auto?
Für Linz und die Städte nicht – die Bahn ist dicht und günstig. Für das Salzkammergut ist ein Auto klar im Vorteil, weil viele Seeufer, Almen und Talstationen abseits der Bahn liegen und Busse dort nur im Zweistundentakt fahren. Alternativ kombinierst du Salzkammergutbahn und Schifffahrt.
Braucht man für die Anreise eine Vignette?
Ja. Für alle österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du die Vignette, erhältlich als Klebe- oder digitale Variante (Tages-, 10-Tages-, 2-Monats- oder Jahresvignette). Sondermaut-Straßen wie den Großglockner gibt es in Oberösterreich nicht; die normale Vignette reicht.
Kann man in Oberösterreich Ski fahren?
Ja, wenn auch in kleinerem Maßstab als in Tirol. Die größten Gebiete sind Hinterstoder (Höss) und die Wurzeralm im Süden sowie Dachstein West rund um Gosau. Sie sind familiär und günstiger, mit der besten Schneelage im Februar. Der Krippenstein ist ein reiner Freeride-Berg für Erfahrene.
Wann ist die beste Reisezeit für die Salzkammergut-Seen?
Juni bis September. Im Juli und August ist das Seewasser mit rund 20 bis 23 Grad am wärmsten, dafür sind Orte und Parkplätze voll. Juni und September sind ruhiger und günstiger, zum Wandern und Schifffahren ideal, das Wasser aber etwas kühler.
Was muss man in Linz gesehen haben?
Das Ars Electronica Center und das Lentos-Kunstmuseum am Donauufer, den Hauptplatz mit der Altstadt, den Mariendom als größte Kirche Österreichs und die Fahrt mit der Pöstlingbergbahn hinauf zur Basilika. Dazu ein Stück Linzer Torte im Kaffeehaus.
Wie kommt man auf den Dachstein und zur Eishöhle?
Vom oberösterreichischen Obertraun bringt dich die Dachstein-Krippenstein-Seilbahn ins Hochplateau. Von dort erreichst du die Aussichtsplattform 5 Fingers, die Rieseneishöhle und die Mammuthöhle. Nimm feste Schuhe und eine Jacke mit – oben ist es auch im Sommer kühl und windig.
Kann man mit Kindern gut in Oberösterreich Urlaub machen?
Sehr gut. Flache Badebuchten am Attersee und Mondsee, die Grottenbahn auf dem Pöstlingberg in Linz, Schifffahrten, Bauernhöfe mit Tieren und leichte Uferwanderungen wie am Gosausee eignen sich für Familien. Halte die Fahretappen im kurvigen Salzkammergut kurz, das schont die Nerven.
Was sollte man in Oberösterreich essen?
Fisch aus dem See – Reinanke, Saibling und Forelle – frisch oder geräuchert, dazu Wirtshausklassiker wie Linzer Schweinsbraten und Tafelspitz. Süß gehören die Linzer Torte und der Zaunerstollen aus Bad Ischl dazu, zum Trinken Most und regionales Bier.
Lohnt sich das Mühlviertel im Norden?
Ja, als ruhiger Gegenpol zu den Seen. Sanfte Granithügel, Moore, Burgen und der Donauradweg machen es zum Rad- und Wanderland ohne Trubel. Wer Menschenmassen meiden will, findet hier stille Natur und Themenwege wie den Johannesweg – ideal für ein paar entschleunigte Tage.
OberösterreichZwischen der Donau bei Linz und den tiefblauen Seen des Salzkammerguts liegt Österreichs Land der stillen Wasser und weißen Kalkgipfel.
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