Direkt am Donauufer in Linz steht ein Bauwerk, das man so schnell nicht vergisst: das Lentos Kunstmuseum, ein langgestreckter Glaskubus, dessen Fassade abends in wechselnden Farben über den Fluss leuchtet. Schon der Weg dorthin entlang der Donaulände stimmt auf den Besuch ein – das Gebäude wirkt am Tag transparent und zurückhaltend, entfaltet seine ganze Wirkung aber erst in der Dämmerung, wenn die beleuchtete Hülle sich im Wasser spiegelt. Im Inneren erwartet Besucher eine der bedeutendsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst Österreichs. Die Wege durch die Ausstellungsräume sind großzügig angelegt, das Tageslicht fällt durch hohe Fensterfronten und gibt immer wieder den Blick auf die Donau frei – Kunst und Stadtlandschaft gehen hier eine reizvolle Verbindung ein. Neben der Dauerausstellung sorgen wechselnde Sonderausstellungen dafür, dass sich auch ein wiederholter Besuch lohnt. Für den Rundgang sollte man sich Zeit nehmen: Wer die Werke in Ruhe betrachten möchte, plant am besten ein bis zwei Stunden ein. Vormittags an Wochentagen ist es meist angenehm ruhig, am Wochenende und während großer Sonderausstellungen wird es voller. Ein Café lädt zwischendurch zur Pause ein, und die Lage am Wasser macht den Museumsbesuch leicht mit einem Spaziergang entlang der Donau kombinierbar. Das Lentos ist nicht nur ein Ort für Kunstliebhaber. Architekturinteressierte kommen wegen des markanten Baus, Familien finden ein zugängliches Programm, und wer Linz fotografisch festhalten möchte, hat hier eines der schönsten Motive der Stadt direkt vor sich. Gerade das Zusammenspiel aus klarer Architektur, Sammlung und Flusslage macht den besonderen Reiz dieses Hauses aus.
Ein lichtdurchfluteter Glasbau am Donauufer mit moderner und zeitgenössischer Kunst, wechselnden Sonderausstellungen und Blick auf den Fluss. Großzügige Räume, ein Café für die Pause und abends eine farbig leuchtende Fassade.
