Mariendom (Neuer Dom)

Mariendom (Neuer Dom)

Der Mariendom ist die größte Kirche Österreichs – ein neugotisches Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert, das Linz weithin sichtbar überragt.

Wer von den Hügeln rund um Linz auf die Stadt blickt, sieht ihn sofort: den Turm des Mariendoms, der sich 134 Meter in den oberösterreichischen Himmel reckt und damit die höchste Kirche des Landes bildet. Dieser Superlativ allein wäre schon Grund genug für einen Besuch – doch was einen im Inneren erwartet, übertrifft selbst hochgesteckte Erwartungen. Der Neue Dom, wie er im Volksmund heißt, ist ein Werk von mehreren Generationen. Der Grundstein wurde 1862 gelegt, die Fertigstellung zog sich bis 1924 hin – mehr als sechs Jahrzehnte, in denen Steinmetze, Glasmaler und Bildhauer an einem der ambitioniertesten Kirchenbauprojekte der Habsburgermonarchie arbeiteten. Der Architekt Vincenz Statz entwarf ein Gebäude im Stil der französischen Hochgotik, das mit seinen spitzen Bögen, den Strebewerken und dem filigranen Maßwerk an die großen Kathedralen von Köln oder Chartres erinnert – und doch unverkennbar österreichisch wirkt. Betritt man den Dom durch das Westportal, öffnet sich ein Raum von schwindelerregender Höhe. Das Mittelschiff misst 28 Meter bis zum Gewölbescheitel, und das Licht, das durch die insgesamt 54 Buntglasfenster fällt, taucht den Innenraum in ein vibrierendes Farbenspiel. Besonders das sogenannte Linzer Fenster im nördlichen Querhaus ist ein Hingucker: Es zeigt Szenen aus der Stadtgeschichte und gilt als eines der bedeutendsten Glaskunstwerke Österreichs. Wer langsam durch die Seitenschiffe schlendert, entdeckt immer neue Details – Altäre, Skulpturen, Epitaphe –, die sich erst bei genauem Hinsehen erschließen. Ein Turmerlebnis der besonderen Art bietet die Auffahrt mit dem Lift, der Besucher auf eine Aussichtsplattform bringt. Von dort schweift der Blick über die Linzer Altstadt, die Donau und an klaren Tagen bis weit ins Alpenvorland. Der Kontrast zwischen der steinernen Gotik unter den Füßen und der modernen Stahlstadt zu Füßen ist frappierend. Der Mariendom ist kein Museum, sondern eine lebendige Pfarrkirche. Wer ihn an einem Sonntag besucht, erlebt Gottesdienste mit Orgelklang unter dem mächtigen Gewölbe – eine Erfahrung, die selbst Nicht-Gläubigen in Erinnerung bleibt.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Kostenlos
Eintritt
Sakralbau
Typ

Öffnungszeiten

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Beste Besuchszeit
Wochentags am Vormittag bei Sonnenschein – dann ist das Licht durch die Buntglasfenster am schönsten und der Dom am ruhigsten. Wochenenden und Feiertage sind deutlich belebter.
01Foto-Tipp 1

Sonnige Vormittage bringen das beste Licht durch die Buntglasfenster – ideal für Innenaufnahmen ohne Blitz.

02Foto-Tipp 2

Das Linzer Fenster im nördlichen Querhaus eignet sich besonders für Detailaufnahmen der Glasmalerei.

03Foto-Tipp 3

Von der Turmplattform lassen sich Weitwinkelaufnahmen der Linzer Altstadt und der Donau machen.

04Foto-Tipp 4

Für Außenaufnahmen bietet sich der Blickwinkel von der gegenüberliegenden Straßenseite an, um den gesamten Turm einzufangen.

Größte Kirche Österreichs mit 134 Meter hohem Turm

54 Buntglasfenster, darunter das historische Linzer Fenster

Neugotische Architektur nach dem Vorbild der französischen Hochgotik

Aussichtsplattform mit Panoramablick über Linz und die Donau

Über 60 Jahre Bauzeit von 1862 bis 1924

Beeindruckendes Mittelschiff mit 28 Meter hohem Gewölbe

01Tipp 1

Besuche den Dom an Wochentagen am Vormittag – dann ist es ruhiger und das Licht fällt ideal durch die Buntglasfenster.

02Tipp 2

Nimm dir Zeit für die Seitenschiffe: Viele Skulpturen und Epitaphe sind nur bei langsamem Rundgang zu entdecken.

03Tipp 3

Für den Turmaufstieg empfiehlt sich festes Schuhwerk; die Aussichtsplattform lohnt sich besonders an klaren Tagen.

04Tipp 4

Sonntagsgottesdienste bieten ein eindrucksvolles Klangerlebnis unter dem Gewölbe – Besuch vorab planen.

05Tipp 5

Kombiniere den Dombesuch mit einem Spaziergang durch die Linzer Altstadt und dem nahen Hauptplatz.

Was kostet der Eintritt für den Mariendom Linz?

Der Eintritt in den Mariendom selbst ist kostenlos. Für den Turmaufstieg zur Aussichtsplattform wird ein gesondertes Ticket verlangt – genaue Preise sind direkt beim Dom oder auf der offiziellen Website erhältlich.

Wie lange dauert ein Besuch im Mariendom Linz?

Ein ausführlicher Rundgang durch den Dom dauert etwa 45 bis 60 Minuten. Wer zusätzlich den Turm besteigt und die Aussicht genießt, sollte insgesamt rund 90 Minuten einplanen.

Wann ist die beste Besuchszeit für den Mariendom Linz?

Die besten Lichtverhältnisse für die Buntglasfenster herrschen an sonnigen Vormittagen. Wochentags ist der Dom deutlich weniger besucht als an Wochenenden und Feiertagen.

Wie komme ich zum Mariendom in Linz?

Der Mariendom liegt fußläufig von der Linzer Altstadt und dem Hauptplatz entfernt. Mit der Straßenbahn ist er bequem erreichbar; Parkplätze gibt es in der Nähe des Stadtzentrums.

Wann wurde der Mariendom in Linz gebaut?

Der Grundstein wurde 1862 gelegt, die Fertigstellung erfolgte erst 1924 – eine Bauzeit von über 60 Jahren. Architekt Vincenz Statz entwarf den Bau im Stil der französischen Hochgotik.

Kann man den Turm des Mariendoms besteigen?

Ja, der Turm ist für Besucher zugänglich. Ein Lift bringt Besucher auf eine Aussichtsplattform, von der aus man einen Panoramablick über Linz, die Donau und das Alpenvorland genießt.

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Erreichbar zu Fuß ab Mariendom (Neuer Dom).

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