Stadt · Österreich

Linz

Der Hauptplatz endet im Norden an der Donau, und drüben leuchtet abends eine Medienfassade gegen den Barock an.

5 Stadtviertel9 Sehenswürdigkeiten9 Hotels
Überblick

Deine Linz-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
September ist ideal: Das Ars Electronica Festival verwandelt Linz in ein internationales Kulturereignis. Sommer (Juni–August) bietet angenehme Temperaturen und viel Programm am Donauufer. Der Advent auf dem Hauptplatz ist besonders stimmungsvoll. Frühling und Herbst außerhalb der Festivalzeit sind ruhiger – gut für alle, die Menschenmassen meiden. Im Winter lohnt sich die Stadt vor allem für Kulturinteressierte, da Museen wie das Ars Electronica Center und das Lentos ganzjährig geöffnet sind.
Mobilität vor Ort
Linz ist kompakt und zu Fuß gut erkundbar. Der öffentliche Nahverkehr mit Straßenbahn und Bus ist zuverlässig und deckt auch die Stadtränder ab. Die Linz Card inkludiert die Nutzung des ÖPNV.
Nahverkehr
Straßenbahnen und Busse verbinden alle wichtigen Stadtteile. Die Pöstlingbergbahn fährt direkt vom Hauptplatz auf den Hausberg. Tickets sind an Automaten und per App erhältlich.
Vom Flughafen
Der Flughafen Linz (Blue Danube Airport) liegt in Hörsching, etwa 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Per Shuttlebus oder Taxi ist das Zentrum in rund 20–30 Minuten erreichbar.
Über Linz

Reisen nach Linz

Linz ist Österreichs drittgrößte Stadt und die Landeshauptstadt von Oberösterreich – seit 2014 UNESCO City of Media Arts, 2009 Kulturhauptstadt Europas und davor jahrzehntelang vor allem als Stahlstadt bekannt. Beides steht bis heute nebeneinander. Am nördlichen Donauufer leuchtet die programmierbare Fassade des Ars Electronica Center, Herzstück einer Institution, deren Festival für digitale Kunst seit 1979 läuft; im hauseigenen Deep Space 8K werden Wand und Boden gleichzeitig bespielt. Gegenüber, am Südufer, steht der gläserne Riegel des Lentos Kunstmuseum, benannt nach Lentia, dem römischen Namen der Stadt, und daneben zieht sich die Donaulände mit dem Brucknerhaus und den Stahlplastiken des Forum Metall am Wasser entlang. Dahinter beginnt die Altstadt mit dem rund 13.000 Quadratmeter großen Hauptplatz, der Dreifaltigkeitssäule von 1723, dem Schloss über dem Fluss und dem Alten Dom, an dessen Orgel Anton Bruckner zwölf Jahre lang saß. Der neugotische Mariendom fasst mehr Menschen als jede andere Kirche Österreichs, sein Turm blieb bewusst niedriger als der Stephansdom in Wien. Und über allem liegt der Pöstlingberg, auf den seit 1898 eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt hinaufklettert – oben Wallfahrtsbasilika, Grottenbahn und der Blick über die Donau bis zu den Alpen. Von Wien wie von Salzburg ist Linz mit dem Zug in gut einer bis anderthalb Stunden erreichbar.

Linz – Karte
Reiseführer

Linz von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Der Hauptplatz endet im Norden an der Donau, und auf der anderen Seite des Flusses leuchtet abends die Medienfassade des Ars Electronica Center gegen den Barock an. Linz macht aus diesem Gegensatz kein Problem, sondern sein Programm – Stahlstadt, Kulturhauptstadt Europas von 2009, UNESCO City of Media Arts, dazu eine Bergbahn von 1898, die vom Hauptplatz aus auf 539 Meter klettert. Wer Österreich jenseits von Wien und Salzburg sucht, findet hier eine Stadt, die man in zwei Tagen durchschaut und trotzdem unterschätzt.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Linz

Zwischen Hauptplatz und Ars Electronica Center liegen keine zehn Gehminuten, und die Nibelungenbrücke dazwischen ist der kürzeste Weg vom Barock in die Gegenwart.

Der Hauptplatz ist mit rund 13.000 Quadratmetern einer der größten geschlossenen Stadtplätze Mitteleuropas und dabei kein Museumsstück, sondern Marktfläche und Treffpunkt. Seit Herbst 2024 ist er autofrei, über das Pflaster rollen nur noch Straßenbahnen sowie Taxis, Lieferverkehr und Räder; in den kommenden Jahren soll der Platz umgebaut werden, mit Bäumen und barrierefreien Plateaus. An den Rändern stehen Barockfassaden in Pastell, und in der Mitte steht die Dreifaltigkeitssäule von 1723, gut zwanzig Meter weißer Salzburger Marmor, gestiftet aus Dankbarkeit für das Überstehen von Krieg, Feuer und Pest. An der Nordseite endet der Platz an der Nibelungenbrücke und damit an der Donau. Wer sich einmal um die eigene Achse dreht, hat die Stadt schon halb sortiert.

Vom Hauptplatz führt die Hofgasse westwärts in das Altstadtviertel, den ältesten Teil der Stadt, wo die Gassen enger werden und abends die meisten Lokale offen haben. Über allem liegt das Linzer Schloss auf dem Felsrücken: Kaiser Friedrich III. residierte hier und starb 1493 in Linz, der Südflügel brannte 1800 ab und wurde erst 2009 durch einen scharfkantigen Glasbau ersetzt. Drinnen zeigt das Schlossmuseum Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte Oberösterreichs unter einem Dach, draußen öffnet die Terrasse den besten Überblick über Fluss und Urfahr. Ein paar Schritte weiter steht die Martinskirche, in Teilen karolingisch und damit eine der ältesten erhaltenen Kirchen Österreichs.

Der Mariendom, den in Linz alle den Neuen Dom nennen, steht wenige Straßen südlich und ist die größte Kirche Österreichs – nicht die höchste, denn sein Turm blieb mit knapp 135 Metern bewusst unter dem Stephansdom in Wien, aber die mit dem meisten Platz. Rund 20.000 Menschen fasst der neugotische Bau, an dem von 1862 bis 1924 gearbeitet wurde. Sehenswert sind vor allem die Linzer Fenster, in denen statt Heiligenlegenden Stadtgeschichte erzählt wird. Der barocke Alte Dom ein paar Blocks weiter ist das musikalische Gegenstück, denn Anton Bruckner war hier von 1856 bis 1868 Organist und hat die Stadt als Komponist geprägt wie kein Zweiter.

Am Wasser läuft die Kulturmeile. Zwischen Brucknerhaus und Lentos zieht sich die Donaulände als Parkstreifen am Ufer entlang, gesäumt von den Stahlplastiken des Forum Metall aus den 1970er-Jahren. Das Lentos Kunstmuseum ist der klare Glasriegel darin, benannt nach Lentia, dem römischen Namen der Stadt; die Sammlung reicht von Klimt, Schiele und Kokoschka bis in die Gegenwart, und nachts leuchtet die Fassade in wechselnden Farben über das Wasser. Gegenüber, am Nordufer, antwortet die Medienfassade des Ars Electronica Center – zwei Museen, ein Fluss dazwischen, und der bequemste Fotostandpunkt ist die Mitte der Nibelungenbrücke.

Sehenswürdigkeiten in Linz

Alle 9 Sehenswürdigkeiten
Medienkunst & Museen

Ars Electronica Center und das digitale Linz

Im Deep Space 8K sitzt du nicht vor einem Bildschirm, sondern mitten in der Projektion, weil Wand und Boden dasselbe Bild zeigen.

Ars Electronica Center
Ars Electronica Center

Das Ars Electronica Center steht direkt am nördlichen Brückenkopf der Nibelungenbrücke und nennt sich Museum der Zukunft, was hier ausnahmsweise keine Übertreibung ist. Seit 2009 sitzt es in einem erweiterten Bau, dessen Glashülle abends als Medienfassade in wechselnden Farben leuchtet und sich programmieren lässt. Drinnen geht es nicht um Vitrinen, sondern um Labore: künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Robotik und digitale Fabrikation zum Anfassen, mit Stationen, an denen du selbst etwas auslöst, statt Schildern, die dir erklären, was du gerade siehst. Plane mindestens drei Stunden ein, mit Kindern eher einen halben Tag.

Das Herzstück ist der Deep Space 8K, ein Raum, in dem großformatige Projektionen gleichzeitig über Wand und Boden laufen. Man steht oder sitzt mitten im Bild, während Aufnahmen aus dem Weltraum, hochaufgelöste Gemäldescans oder begehbare Stadtmodelle über beide Flächen wandern. Die Vorführungen folgen einem festen Tagesplan mit wechselnden Themen, und die moderierten Sessions sind deutlich lohnender als das freie Zuschauen. Frag deshalb gleich am Eingang nach dem Programm des Tages und richte den restlichen Museumsbesuch danach aus, statt umgekehrt.

Das Center ist nur der sichtbare Teil. Das Festival Ars Electronica gibt es seit 1979, es läuft jeden September und verteilt sich über die ganze Stadt, in umgenutzten Hallen, Universitätsgebäuden und auf Plätzen; dazu vergibt Linz mit dem Prix Ars Electronica einen der ältesten Preise für Medienkunst überhaupt. Den Auftakt macht traditionell die Klangwolke im Donaupark, eine Freiluftinszenierung aus Musik, Licht und Projektion bei freiem Eintritt, zu der zehntausende Menschen ans Ufer kommen. Seit 2014 trägt Linz den UNESCO-Titel City of Media Arts, fünf Jahre nach dem Kulturhauptstadtjahr.

Rundherum hat sich eine ganze Museumslandschaft angesiedelt. Die Kunstuniversität Linz sitzt in den beiden wuchtigen Brückenkopfgebäuden aus der NS-Zeit am Hauptplatz, also auf der Stadtseite der Nibelungenbrücke und damit dem Ars Electronica Center genau gegenüber; seit der Sanierung nutzt sie beide Häuser und hat dafür 2019 ihren früheren Standort in Urfahr aufgegeben. Das OÖ Kulturquartier im Ursulinenhof an der Landstraße zeigt Gegenwartskunst und betreibt Kino und Veranstaltungssäle, und das Musiktheater am Volksgarten von 2013 ist das jüngste große Opernhaus Österreichs. Wer Kunst und Klassik verbinden will, kombiniert Lentos und Schlossmuseum am Nachmittag mit einem Konzert im Brucknerhaus am Abend – zwischen allen drei Häusern liegen keine zwanzig Gehminuten.

Pöstlingberg & Bergbahn

Mit der Pöstlingbergbahn auf den Hausberg von Linz

Die Bahn fährt seit 1898 und schafft Steigungen, für die anderswo Zahnstangen eingebaut werden.

Die Pöstlingbergbahn fährt auf den 539 Meter hohen Hausberg und gilt als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt: Sie kommt ohne Zahnstange aus und bewältigt Steigungen von bis zu 105 Promille allein über die Reibung der Räder. Bis 2008 startete sie am Bergbahnhof in Urfahr, seit dem Umbau 2009 rollt sie als Linie 50 direkt vom Hauptplatz los, quert die Donau und klettert dann in engen Kurven durch Gärten und Wald nach oben. Für die Bergstrecke gilt ein eigener Tarif, ein normales Stadtticket reicht nicht überall – frag beim Kauf nach, bevor du einsteigst.

Oben steht die Wallfahrtsbasilika Sieben Schmerzen Mariä, ein Barockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, dessen zwei Türme man aus dem ganzen Linzer Becken sieht. Sie sind das Erkennungszeichen der Stadt, noch vor jedem Hochofen. Der Vorplatz und der Rundweg entlang der alten Befestigungsanlage geben den Blick frei über die Donau, die Altstadt, die Werksgelände im Süden und bei klarer Luft bis zu den Alpen. Am schönsten ist das eine Stunde vor Sonnenuntergang, wenn die Stadt unten schon im Schatten liegt und nur der Fluss noch Licht hat.

Direkt daneben liegt im Rundturm der alten Festungsanlage die Grottenbahn, eröffnet 1906 und damit eine der ältesten Märchenbahnen Europas. Handgemalte Kulissen, ein Drachenzug, ein Stockwerk tiefer die Altstadt im Zwergenmaßstab – das ist unverhohlen altmodisch und funktioniert bei kleinen Kindern trotzdem besser als jede Animation. Geöffnet ist saisonal, deshalb solltest du die Zeiten vor der Fahrt prüfen.

Der Berg ist mehr als seine drei Attraktionen. An der Südflanke liegt der Zoo Linz, klein, hügelig und für einen Vormittag mit Kindern gut genug; ein Stück unterhalb kocht das Verdi auf Haubenniveau und ist die Adresse, wenn der Berg abends mehr sein soll als ein Aussichtspunkt. Und wer nicht zweimal Bahn fahren mag, geht zu Fuß hinunter: Über die Wege durch Wald und die Siedlungen von Urfahr bist du in gut einer Stunde wieder unten an der Donau, mit der Stadt die ganze Zeit vor dir.

Aktivitäten & Touren in Linz

Mit Kindern

Linz mit Kindern zwischen Grottenbahn, Zoo und Deep Space

Bergbahn, Märchengrotte und ein Projektionsraum, in dem man mitten im Bild steht – die Familienadressen liegen in Linz erstaunlich dicht beieinander.

Pöstlingbergbahn
Pöstlingbergbahn

Der halbe Familientag steckt schon in der Anfahrt. Die Linie 50 startet am Hauptplatz, quert die Donau und klettert in engen Kurven auf den Pöstlingberg, und für kleinere Kinder ist die Fahrt am Fenster bereits die halbe Attraktion. Oben wartet im Rundturm der alten Festungsanlage die Grottenbahn von 1906: Ein Zug in Gestalt des Drachen Lenzibald fährt durch beleuchtete Märchengrotten, ein Stockwerk tiefer liegt der Zwergerlwald, die Linzer Altstadt im Zwergenmaßstab nachgebaut. Geöffnet ist saisonal in der warmen Jahreszeit und im Advent, prüfe die Zeiten also vor der Fahrt.

Der Zoo Linz an der Südflanke des Bergs bleibt überschaubar, die Gehege ziehen sich einen Hang hinauf, und mit Kinderwagen wird es auf den steilen Wegen stellenweise mühsam. Wer danach noch Kraft hat, spart sich die Rückfahrt und geht durch Wald und die Siedlungen von Urfahr hinunter an die Donau, gut eine Stunde bergab mit der Stadt vor Augen. Für die Bergstrecke der Pöstlingbergbahn gilt ein eigener Tarif, den ein normales Stadtticket nicht überall abdeckt – frag beim Kauf nach, bevor du einsteigst.

Bei Regen ist das Ars Electronica Center die verlässlichste Adresse der Stadt. Angefasst werden darf fast alles, die Stationen zu Robotik, künstlicher Intelligenz und digitaler Fabrikation funktionieren als Mitmachlabor statt als Vitrinenschau, und im Deep Space 8K sitzt man mitten in der Projektion, weil Wand und Boden dasselbe Bild zeigen. Die Vorführungen folgen einem Tagesplan mit wechselnden Themen; frag gleich am Eingang danach und lege den restlichen Besuch darum herum. Mit Kindern geht hier leicht ein halber Tag auf.

Draußen bleibt genug übrig. Von der Donaulände legen von Frühjahr bis Herbst die Ausflugsschiffe zu stadtnahen Runden ab, der Donauradweg führt flach und autofrei mitten durch Linz, und der Botanische Garten am Bauernberg ist der ruhige Gegenentwurf für einen Nachmittag. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, füllt der Urfahranermarkt das Jahrmarktgelände am nördlichen Ufer mit Fahrgeschäften und Ständen – das größte Volksfest Oberösterreichs und für ältere Kinder oft der Programmpunkt, der hängen bleibt.

Rundgang & Tagesplan

Linz in zwei Tagen von der Altstadt an die Donau

Alles Wichtige liegt in einem Radius von gut anderthalb Kilometern, und der Rest ist eine Straßenbahnfahrt entfernt.

Beginne den ersten Tag am Hauptplatz, bevor die Straßenbahnen richtig voll werden. Einmal um die Dreifaltigkeitssäule, dann durch die Hofgasse ins Altstadtviertel, wo hinter dem Alten Rathaus die Gassen enger und die Fassaden älter werden. Von dort steigst du in wenigen Minuten zum Linzer Schloss hinauf, siehst dir das Schlossmuseum an und nimmst vor allem die Terrasse mit, weil der Blick über die Donau nach Urfahr die Stadt besser ordnet als jeder Stadtplan. Auf dem Rückweg liegt die Martinskirche, klein, karg und deutlich älter als alles andere ringsum.

Mittags wechselst du in die Innenstadt südlich des Hauptplatzes. Die Landstraße ist die Einkaufsachse, an ihrem Rand liegen der Alte Dom mit Bruckners Orgel und, ein paar Blocks weiter, der Mariendom mit den Linzer Fenstern. Für die Kaffeepause gibt es in dieser Stadt keine Ausrede: Das Café Traxlmayr an der Promenade führt das großbürgerliche Kaffeehaus seit dem 19. Jahrhundert weiter, und ein Stück Linzer Torte gehört genau hierher. Den Abend verbringst du wieder im Altstadtviertel, wo die Lokaldichte zwischen Hofgasse und Altem Markt am höchsten ist.

Der zweite Tag gehört dem Berg und dem Fluss. Fahr früh mit der Linie 50 vom Hauptplatz auf den Pöstlingberg, nimm Basilika, Aussichtsweg und – mit Kindern – die Grottenbahn mit und sei zu Mittag wieder unten. Wer laufen mag, steigt statt der Rückfahrt zu Fuß nach Urfahr ab. Drüben liegt Alt-Urfahr mit niedrigen Häusern und alten Gasthäusern, ein guter Ort für die Mittagspause, bevor der Nachmittag technischer wird und du dich in Richtung Brückenkopf bewegst.

Nachmittags ins Ars Electronica Center, das nur ein paar Schritte weiter am Brückenkopf steht, und wenn möglich mit einer Vorführung im Deep Space 8K. Danach über die Nibelungenbrücke zurück, ins Lentos oder gleich an die Donaulände, wo zwischen Brucknerhaus und Museum der Uferpark liegt. Für den Abend entweder ein Konzert im Brucknerhaus oder ein Wirtshaus im Zentrum. Bleibt ein dritter Tag, nimmst du entweder die voestalpine Stahlwelt samt Werksführung oder einen Ausflug nach Mauthausen beziehungsweise ins Stift St. Florian dazu.

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Stadtviertel

Die Stadtviertel von Linz zwischen Innerer Stadt und Urfahr

Die Donau teilt Linz in zwei ungleiche Hälften, und die Nibelungenbrücke verbindet sie in wenigen Minuten zu Fuß.

Hauptplatz mit Dreifaltigkeitssäule
Hauptplatz mit Dreifaltigkeitssäule

Die Innere Stadt ist alles, was zwischen Donau, Landstraße und Schlossberg liegt, und dort passiert das meiste. Hauptplatz, Altstadtviertel, Schloss, Alter Dom, Landhaus und die Promenade liegen so dicht beieinander, dass du zwischen zwei Sehenswürdigkeiten selten länger als fünf Minuten brauchst. Die Landstraße zieht als Fußgängerachse das Geschäftsleben nach Süden Richtung Hauptbahnhof, während sich abends die Lokale in den engen Gassen der Altstadt sammeln. Wer zum ersten Mal in Linz ist und wenig Zeit hat, wohnt hier und lässt das Auto stehen.

Nördlich der Donau beginnt Urfahr, bis 1919 eine eigene Stadt und bis heute mit eigenem Selbstverständnis. Am nördlichen Brückenkopf steht das Ars Electronica Center, weiter hangaufwärts die Anton Bruckner Privatuniversität; die Kunstuniversität liegt ihm auf der Stadtseite der Brücke gegenüber. Alt-Urfahr an der Hauptstraße ist der ruhige Gegenpol mit niedrigen Häusern, alten Gasthäusern und Blick zurück auf die Altstadt. Auf dem Jahrmarktgelände am Ufer findet zweimal im Jahr der Urfahranermarkt statt, im Frühjahr und im Herbst, und er gilt als größtes Volksfest Oberösterreichs.

Zwischen Landstraße und Hauptbahnhof liegt das Neustadtviertel, im späten 19. Jahrhundert planmäßig angelegt und deshalb geradlinig geschnitten, mit hohen Gründerzeithäusern, Innenhöfen, Studentenwohnungen und einer Dichte an kleinen Lokalen, die es im Zentrum so nicht mehr gibt. An seinem südlichen Rand liegen der Volksgarten und das Musiktheater. Weiter westlich steigt das Gelände zum Froschberg an, einem ruhigen Wohnviertel mit Gärten, Einfamilienhäusern und Aussichtslagen; wer dort übernachtet, tauscht Nachtleben gegen Ruhe und ist trotzdem in wenigen Minuten am Bahnhof.

Bleiben die Ränder, an denen Linz seine zweite Geschichte erzählt. Im Osten steht die Tabakfabrik, ein Stahlskelettbau von Peter Behrens und Alexander Popp aus den 1930er-Jahren, seit der Schließung 2009 ein Areal für Kreativwirtschaft, Veranstaltungen und Clubnächte. Östlich davon, flussabwärts, liegt das Hafenbecken mit der Mural-Harbor-Galerie, und weiter im Südosten dehnen sich die Werksanlagen der voestalpine aus, die von der Autobahn aus das Bild der Stadt bestimmen. Und im Nordwesten steigt der Pöstlingberg über allem auf, Wohnlage, Wallfahrtsort und Aussichtsterrasse in einem.

Übernachten

Hotels in Linz und die richtige Lage für deinen Aufenthalt

Linz lebt stark von Geschäftsreisenden, und das dreht die übliche Preislogik einer Städtereise oft um.

Am zentralsten wohnst du rund um den Hauptplatz. Das Wolfinger Hotel liegt direkt am Platz in einem Haus mit jahrhundertealter Substanz und gehört zu den Adressen, bei denen morgens schon aus dem Fenster die halbe Stadt zu sehen ist. Zwei Straßen weiter setzt das Hotel am Domplatz auf das Gegenteil, nämlich auf klare, helle Architektur unmittelbar neben dem Mariendom, mit Blick auf den Turm. Wer mehr Haus und mehr Service will, nimmt das Park Inn by Radisson wenige Gehminuten südlich, von dem aus alles Wichtige zu Fuß erreichbar bleibt.

Ans Wasser ziehen die Häuser an der Donaulände. Das ARCOTEL Nike hat viele Zimmer zum Fluss und liegt zu Fuß sowohl am Brucknerhaus als auch am Lentos, das Spitz Hotel auf der Urfahrer Seite ist die designorientierte Alternative mit kurzem Weg zum Ars Electronica Center. Ein Stück flussabwärts, am Winterhafen, steht das frühere Steigenberger, das heute als Trans World Hotel Donauwelle firmiert: gehobene Ausstattung direkt an der Donau, ins Zentrum sind es allerdings rund zwanzig Gehminuten. Für Radreisende auf dem Donauradweg sind die Uferhäuser die naheliegende Wahl, weil du das Rad nicht erst durch die halbe Stadt schieben musst.

Rund um den Hauptbahnhof wohnt es sich unspektakulär, aber praktisch. Das Courtyard by Marriott liegt in Bahnhofsnähe und ist auf Geschäftsreisende zugeschnitten, das Hotel Schillerpark am gleichnamigen Park, lange als Austria Trend geführt und heute unter dem Label Radisson Individuals, ist ein Klassiker der Stadt mit kurzem Weg zur Landstraße, und das Hotel Kolping ist die solide, ruhige Adresse für alle, denen die Lage wichtiger ist als die Ausstattung. Vom Bahnhof bringen dich die Straßenbahnlinien in wenigen Minuten zum Hauptplatz, damit liegen auch diese Häuser zentral genug für eine Städtereise.

Beim Datum lohnt der Blick in den Kalender. In der Festivalwoche der Ars Electronica im September, während großer Messen und an den Adventswochenenden sind die zentralen Häuser früh ausgebucht. Unter der Woche außerhalb dieser Termine ist Linz dagegen eine der entspanntesten Städtereisen Österreichs, weil die Nachfrage stark von Geschäftsreisenden getragen wird und zum Wochenende hin nachlässt. Wer mit dem Auto kommt, klärt das Parken vorab, denn die Innenstadt ist großflächig Kurzparkzone und nicht jedes Haus hat eine eigene Garage.

Hotels in Linz

Alle 9 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Linz und was Oberösterreich auf den Teller bringt

Die Linzer Torte gilt als ältestes überliefertes Tortenrezept der Welt, und in Linz isst man sie nicht nur zu Weihnachten.

Die solide Mitte bilden die Wirtshäuser. Der Stiegl-Klosterhof im Zentrum bringt oberösterreichische Gasthausküche und Bier in einem historischen Klostergebäude zusammen und hat einen der größten Gastgärten der Stadt, in dem im Sommer halb Linz sitzt. Das Josef Stadtbräu braut selbst und ist die jüngere, lautere Variante mit deftiger Karte und Braukupfern im Gastraum. Und wer es unaufgeregt mag, landet im Wirtshaus Keintzel, wo Knödel, Braten und Salat aus der Schüssel kommen, ohne dass jemand daraus ein Konzept macht.

Das zweite Standbein ist das Kaffeehaus. Das Café Traxlmayr an der Promenade führt die großbürgerliche Tradition seit dem 19. Jahrhundert fort, mit Marmortischen, Zeitungshaltern und Mehlspeisen aus der eigenen Küche. Bestellt wird selbstverständlich Linzer Torte: mürber Nussteig, Zimt und Nelken, Ribiselmarmelade und das geflochtene Gitter obendrauf. Das älteste bekannte Tortenrezept der Welt stammt aus dem Jahr 1653 und wurde im Stift Admont gefunden, und Linz hat daraus ein Wahrzeichen gemacht, das dank des Teigs auch die Heimreise im Koffer übersteht.

Nach oben geht es in Linz weniger laut als in Wien, aber es geht. Das Verdi über der Stadt kocht auf Haubenniveau und verbindet österreichische Klassik mit eigener Handschrift, das Qube setzt auf moderne österreichische Küche mit auffällig sorgfältiger Patisserie, und das Restaurant im Arkadenhof mischt Wiener Klassiker mit mediterranen Einflüssen in historischem Hof. Vegetarisch und mediterran wird es im Gelben Krokodil, das seit Jahren zu den verlässlichsten Adressen der Stadt gehört. Reservieren solltest du überall dort, wo es abends eng wird, also praktisch immer am Wochenende.

Regional heißt in Oberösterreich vor allem Knödel in allen Varianten, von Grammelknödeln bis zu süßen Marillenknödeln im Sommer, dazu Bratl in der Rein, Surschnitzel und Erdäpfelkäse aufs Brot. Getrunken wird Bier aus dem Land, etwa Zipfer aus Oberösterreich oder Freistädter aus dem Mühlviertel, dessen Brauerei bis heute den Hausbesitzern der Altstadt von Freistadt gehört. Im Herbst kommt Most dazu, der vergorene Birnen- oder Apfelsaft, den man in den Mostschenken des Umlands ernster nimmt als mancherorts den Wein. Und weil Linz eine Arbeiterstadt war, wird früher gegessen als in Wien.

Restaurants in Linz

Alle 8 Restaurants
Industriekultur

Stahlwelt, Tabakfabrik und die industrielle Seite von Linz

Ohne die Werke im Süden gäbe es das heutige Linz nicht, und ohne deren Umbau auch nicht die Kulturstadt daneben.

Die voestalpine Stahlwelt steht mitten im Werksgelände im Süden der Stadt und ist der Ort, an dem sich der wichtigste Wirtschaftsfaktor von Linz von innen ansehen lässt. Im Museumsbau erklären Modelle, Filme und begehbare Installationen, wie aus Eisenerz, Koks und Kalk flüssiger Stahl wird und was daraus entsteht, von der Autokarosserie bis zur Weiche. Der eigentliche Höhepunkt ist die Werksführung im Bus, die über das Betriebsgelände und in Produktionshallen führt. Sie ist anmeldepflichtig, verlangt festes Schuhwerk und hat Altersgrenzen, also kläre beides vorher statt vor Ort.

Die Geschichte dahinter ist keine leichte Kost. Das Werk entstand ab 1938 als Teil der nationalsozialistischen Rüstungswirtschaft, Häftlinge aus dem nahen Konzentrationslager Mauthausen wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt, und Linz sollte als Patenstadt Hitlers zur Vorzeigemetropole umgebaut werden. Nach dem Krieg wurde daraus ein verstaatlichter Betrieb und der Ort, an dem 1952 das Linz-Donawitz-Verfahren in die industrielle Anwendung ging, jenes Sauerstoffaufblasverfahren, das die Stahlerzeugung weltweit umgekrempelt hat. Beides gehört zu Linz, und beides wird in der Stadt heute offen erzählt.

Sichtbarer im Alltag ist die Tabakfabrik. Peter Behrens und Alexander Popp bauten sie zwischen 1929 und 1935 als einen der ersten Stahlskelettbauten Österreichs, mit geschwungener Fassade, durchlaufenden Fensterbändern und einer Klarheit, die auch neunzig Jahre später funktioniert. 2009 lief die Produktion aus, die Stadt kaufte das Areal, und heute sitzen dort Agenturen, Werkstätten, ein Gründerzentrum und Veranstaltungsflächen; abends finden in den Hallen Konzerte und Clubnächte statt. Auch ohne Termin lohnt der Gang über das Gelände, weil man die Dimension erst zwischen den Gebäuden begreift.

Zum Schluss ans Wasser. Im Linzer Hafen ist mit dem Mural Harbor eine der größten Graffiti-Galerien Europas entstanden, mehrere hundert Wandbilder auf Silos, Lagerhallen und Kaimauern, die sich mit Führung per Boot oder zu Fuß ansehen lassen. Ein Stück flussaufwärts legen die Ausflugsschiffe an der Donaulände ab; von Frühjahr bis Herbst fahren sie stadtnahe Runden und weiter donauaufwärts Richtung Schlögener Schlinge, wo sich der Fluss in einer engen Doppelschleife durch das Granitmassiv des Mühlviertels windet. Wer lieber selbst tritt, nimmt den Donauradweg, der mitten durch Linz führt.

Ausflüge in die Umgebung

Ausflüge ab Linz nach Mauthausen, St. Florian und ins Salzkammergut

Innerhalb einer Bahnstunde liegen ein Chorherrenstift, eine KZ-Gedenkstätte und die ersten Seen des Salzkammerguts.

Mariendom
Mariendom

Rund 25 Kilometer donauabwärts liegt die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, das ehemalige Konzentrationslager, in dem zwischen 1938 und 1945 zehntausende Menschen starben. Die Anlage über dem Granitsteinbruch ist heute Gedenkort und Museum, mit Ausstellungen in den erhaltenen Gebäuden, der Todesstiege am Steinbruch und den Denkmälern der Herkunftsländer der Opfer. Der Besuch ist bedrückend und richtig, und er gehört zu Linz, weil Lager und Werke wirtschaftlich verbunden waren. Mit der Bahn erreichst du den Ort in einer knappen halben Stunde, vom Bahnhof sind es noch einige Kilometer bis hinauf zur Gedenkstätte.

In die andere Richtung, gut 15 Kilometer südlich, steht das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian, eine der größten Barockanlagen Österreichs. Marmorsaal, Bibliothek mit rund 150.000 Bänden und die Kaiserzimmer lassen sich mit Führung besichtigen, im Mittelpunkt aber steht die Bruckner-Orgel in der Stiftsbasilika: Anton Bruckner war hier Sängerknabe, später Organist, und er liegt auf eigenen Wunsch in der Gruft direkt unter dem Instrument begraben. Sein Geburtshaus in Ansfelden, wenige Kilometer entfernt, ist heute ein kleines Museum und lässt sich am selben Tag anhängen.

Nach Süden beginnt hinter Wels und Vöcklabruck das Salzkammergut. Gmunden am Traunsee mit dem Seeschloss Ort ist per Bahn in gut einer Stunde erreichbar, Bad Ischl mit der Kaiservilla liegt etwas weiter, und Hallstatt schaffst du als Tagesausflug über den Umstieg in Attnang-Puchheim, allerdings mit rund zweieinhalb Stunden je Richtung und der Schifffahrt über den See als Schlussstück. Wenn du die Seen wirklich sehen willst, ist Linz die falsche Basis für mehr als einen Tag – als Auftakt vor der Weiterreise funktioniert die Stadt dagegen sehr gut.

Näher und unterschätzt sind die Nachbarstädte. Steyr am Zusammenfluss von Enns und Steyr hat einen der geschlossensten historischen Stadtplätze Österreichs und ist per Bahn in gut einer halben Stunde erreichbar; das Benediktinerstift Kremsmünster mit seiner frühen Sternwarte, dem Mathematischen Turm von 1758, liegt ähnlich weit. Nach Norden führt das Mühlviertel mit Granit, Wäldern und der Braustadt Freistadt, nach Westen das Donautal mit der Schlögener Schlinge. Alle diese Ziele funktionieren als Tagesausflug, ohne dass du das Hotel in Linz wechseln musst.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Linz und unterwegs in der Stadt

Linz liegt an der Westbahn zwischen Wien und Salzburg, und der Hauptbahnhof ist der bequemste Weg in die Stadt.

Mit der Bahn bist du fast immer am besten bedient. Von Wien Hauptbahnhof brauchst du je nach Zug gut eine bis anderthalb Stunden, von Salzburg etwa eine Stunde, von Passau ebenfalls rund eine und von München je nach Verbindung zwei bis zweieinhalb. Auf der Strecke zwischen Wien und Salzburg verkehren ÖBB-Railjets und die Züge der Westbahn parallel, was für dichte Verbindungen und teils unterschiedliche Tarife sorgt. Der Linzer Hauptbahnhof liegt südlich der Innenstadt, und vor der Halle fahren die Straßenbahnlinien ab, die dich in wenigen Minuten zum Hauptplatz bringen.

Mit dem Auto führt die A1 Westautobahn direkt an Linz vorbei; aus Wien sind es knapp 190 Kilometer, aus München rund 240. Für österreichische Autobahnen brauchst du eine Vignette, digital oder zum Kleben, und zwar bevor du auffährst. In der Stadt selbst ist das Auto eher Ballast, denn die Innenstadt ist großflächig Kurzparkzone; du landest in einer der Innenstadtgaragen und zahlst Tagessätze. Wer länger bleibt, stellt den Wagen ab und bewegt sich mit Straßenbahn und zu Fuß, was in Linz meist auch schneller ist.

Fliegen lohnt selten. Der Flughafen Linz in Hörsching, gut zehn Kilometer südwestlich, wird nur von wenigen Linien bedient und ist für Reisende aus Deutschland kaum eine Option. Wer fliegt, kommt in der Regel über Wien oder München und steigt dort auf die Bahn um; vom Flughafen Wien fahren Fernzüge ohne Umsteigen bis Linz, ab München geht es über Salzburg. Für Reisende aus Ostbayern ist die Anfahrt über Passau interessant, weil von dort Züge donauabwärts nach Linz durchbinden.

Vor Ort brauchst du wenig. Die Linz Linien betreiben vier Straßenbahnlinien und ein dichtes Busnetz, Tickets bekommst du an Automaten und per App, für die Bergstrecke der Pöstlingbergbahn gilt ein eigener Tarif. Das gesamte Zentrum lässt sich zu Fuß erschließen: Vom Hauptplatz bis zum Mariendom sind es rund zehn Minuten, über die Brücke zum Ars Electronica Center noch weniger. Räder bekommst du im Zentrum und in Bahnhofsnähe, und der Donauradweg verläuft mitten durch die Stadt – für einen halben Tag flussaufwärts reicht das völlig.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Linz – und welches zu dir passt

Innere StadtInnere StadtZwischen Donau, Landstraße und Schlossberg liegt alles, wofür man nach Linz fährt: der Hauptplatz mit der Dreifaltigkeitssäule, das enge Altstadtviertel, Schloss und Schlossmuseum, der Alte Dom mit Bruckners Orgel und die Promenade mit dem Café Traxlmayr. Abends sammeln sich die Lokale in den Gassen rund um den Alten Markt.Ideal für: Erste Orientierung1–2 TageUrfahrUrfahrNördlich der Donau, bis 1919 eine eigene Stadt und bis heute mit eigenem Selbstverständnis. Am Brückenkopf steht das Ars Electronica Center, hangaufwärts die Anton Bruckner Privatuniversität, dahinter beginnt Alt-Urfahr mit niedrigen Häusern und alten Gasthäusern. Auf dem Jahrmarktgelände am Ufer läuft zweimal im Jahr der Urfahranermarkt.Ideal für: Medienkunst & Donauufer1 TagPöstlingbergPöstlingbergDer 539 Meter hohe Hausberg über der Stadt, erreichbar mit einer der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Oben stehen die barocke Wallfahrtsbasilika mit ihren zwei Türmen und die Grottenbahn von 1906 im alten Festungsturm, dazu der Rundblick über Donau, Altstadt und Alpen. An der Südflanke liegt der Zoo Linz.Ideal für: Aussicht & Familien½ TagNeustadtviertelNeustadtviertelDas Gründerzeitviertel zwischen Landstraße und Hauptbahnhof, geradlinig geschnitten, mit hohen Altbauten, Innenhöfen und einer Dichte an kleinen Lokalen und Bars, die es im Zentrum so nicht mehr gibt. Am südlichen Rand liegen der Volksgarten und das Musiktheater, tagsüber ist es ein ganz normales Wohnviertel.Ideal für: Abends ausgehen½ TagFroschbergFroschbergRuhiges Wohnviertel westlich der Innenstadt, das vom Bahnhofsniveau in Gärten, Einfamilienhäuser und Aussichtslagen ansteigt. Wer hier übernachtet, tauscht Nachtleben gegen Ruhe und ist mit der Straßenbahn trotzdem in wenigen Minuten am Hauptplatz. Am angrenzenden Bauernberg liegt der Botanische Garten mit seinen Gewächshäusern.Ideal für: Ruhig wohnen½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Linz im Jahreslauf

Zwischen Mai und September liegt die Zeit, in der die Donaulände abends voll ist und der Blick vom Pöstlingberg bis zu den Alpen reicht.

Das Klima in Linz ist gemäßigt mit kontinentalem Einschlag, also kälter im Winter und wärmer im Hochsommer als an der deutschen Nordseeküste. Von Dezember bis Februar liegen die Höchstwerte um oder knapp über dem Gefrierpunkt, im Juli und August werden regelmäßig 26 Grad und mehr erreicht, und die Niederschläge fallen im Sommer eher als kräftige Gewitterschauer denn als Landregen. Wichtiger als das Thermometer ist der Veranstaltungskalender: Das Ars Electronica Festival im September, der Urfahranermarkt im Frühjahr und Herbst und der Advent am Hauptplatz verändern Andrang und Zimmerpreise stärker als jedes Wetter.

Jan3°-3°kalt, Museumswetter
Feb5°-2°still, Kaffeehauszeit
Mär11°1°erste Sonne am Ufer
Apr16°5°mild, Urfahranermarkt
Mai21°9°lange Abende, ideal
Jun24°13°warm, Donaulände voll
Jul26°15°Pflasterspektakel, heiß
Aug26°14°warm, Stadt ruhiger
Sep20°10°Ars Electronica, Klangwolke
Okt14°6°klare Sicht vom Berg
Nov8°2°grau, Museen und Kaffee
Dez4°-1°Advent am Hauptplatz

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Linz sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 24 Grad, die Donaulände füllt sich am Abend, und der Blick vom Pöstlingberg reicht bei klarer Luft bis zu den Alpen. Der September hat zusätzlich das Ars Electronica Festival und die Klangwolke im Programm, dafür solltest du das Hotel früh buchen. Juli und August sind warm und in der Stadt selbst ruhiger, weil viele Linzer dann weg sind. Der Dezember lohnt für den Advent am Hauptplatz, und von Januar bis März gehört Linz seinen Museen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Linz

Wie viele Tage sollte man für Linz einplanen?
Ein Tag reicht, wenn du dich auf Hauptplatz, Altstadt und das Ars Electronica Center beschränkst. Zwei Tage sind die passende Größe, weil dann Pöstlingbergbahn, Lentos und ein Abend im Wirtshaus dazupassen. Ab drei Tagen kommen die voestalpine Werksführung, die Gedenkstätte Mauthausen oder das Stift St. Florian in Reichweite.
Lohnt sich das Ars Electronica Center auch ohne Technikinteresse?
Ja, weil dort wenig erklärt und fast alles ausprobiert wird. Die Stationen zu künstlicher Intelligenz, Robotik und Biotechnologie funktionieren als Mitmachlabor, und der Deep Space 8K mit Projektionen auf Wand und Boden ist eher ein Raumerlebnis als eine Ausstellung. Drei Stunden solltest du mindestens einplanen, mit Kindern einen halben Tag.
Wie kommt man auf den Pöstlingberg?
Am einfachsten mit der Pöstlingbergbahn, die als Linie 50 direkt am Hauptplatz startet, die Donau quert und dann in engen Kurven auf 539 Meter klettert. Für die Bergstrecke gilt ein eigener Tarif, frag beim Ticketkauf nach. Zu Fuß hinunter nach Urfahr brauchst du gut eine Stunde, oben am Berg sind die Parkplätze begrenzt.
Was ist eine Linzer Torte?
Ein mürber Nussteig mit Zimt und Nelken, gefüllt mit Ribiselmarmelade und oben mit einem geflochtenen Teiggitter geschlossen. Das älteste bekannte Rezept stammt aus dem Jahr 1653 und gilt als ältestes überliefertes Tortenrezept der Welt. Probieren kannst du sie in den Kaffeehäusern der Innenstadt, etwa im Café Traxlmayr an der Promenade, und sie übersteht die Heimreise im Koffer.
Ist Linz mit Kindern eine gute Idee?
Sehr. Die Grottenbahn auf dem Pöstlingberg fährt seit 1906 mit einem Drachenzug durch Märchengrotten, gleich daneben liegt der Zoo Linz, die Bergbahn selbst ist schon die halbe Attraktion. Im Ars Electronica Center darf fast alles angefasst werden, und eine Rundfahrt mit dem Ausflugsschiff auf der Donau überbrückt jeden Nachmittag.
Was kann man in Linz bei Regen machen?
Die Stadt ist dafür gut ausgestattet. Ars Electronica Center, Lentos Kunstmuseum und Schlossmuseum füllen jeweils mehrere Stunden, die voestalpine Stahlwelt liegt komplett im Trockenen, und die Grottenbahn ist ohnehin ein Innenraum. Bleibt Zeit übrig, hilft ein Nachmittag im Kaffeehaus, für den in Linz niemand eine Entschuldigung braucht.
Kann man das Stahlwerk der voestalpine besichtigen?
Ja, über die voestalpine Stahlwelt am Werksgelände. Neben der Ausstellung zur Stahlerzeugung gibt es Werksführungen im Bus, die über das Betriebsgelände und in Produktionshallen führen. Diese Touren sind anmeldepflichtig, verlangen festes Schuhwerk und haben Altersgrenzen – kläre die Bedingungen vorab, spontan funktioniert der Besuch der Anlage nicht.
Wo geht man in Linz abends aus?
Die höchste Lokaldichte hat das Altstadtviertel rund um Hofgasse und Alten Markt, direkt hinter dem Hauptplatz. Studentischer und günstiger wird es im Neustadtviertel zwischen Landstraße und Hauptbahnhof. Für Konzerte und Clubnächte lohnt der Blick ins Programm der Tabakfabrik, für Klassik das Brucknerhaus an der Donaulände und das Musiktheater am Volksgarten.
Wann findet das Ars Electronica Festival statt?
Jeden September, seit 1979. Das Festival bespielt für einige Tage die ganze Stadt, von umgenutzten Hallen bis zu Universitätsgebäuden, und wird traditionell von der Klangwolke im Donaupark eröffnet, einer Freiluftinszenierung aus Musik, Licht und Projektion bei freiem Eintritt. In dieser Woche sind zentrale Hotels früh ausgebucht, buche also rechtzeitig.
Wie kommt man von Linz ins Salzkammergut?
Mit der Bahn Richtung Westen und Umstieg in Attnang-Puchheim. Gmunden am Traunsee erreichst du in gut einer Stunde, Bad Ischl etwas später, Hallstatt in rund zweieinhalb Stunden inklusive der Schifffahrt vom Bahnhof über den See in den Ort. Als Tagesausflug ab Linz ist das machbar, für mehrere Seen wechselst du besser das Quartier.
Lohnt sich Linz als Tagesausflug von Wien oder Salzburg?
Ja, beide Städte liegen gut eine bis anderthalb Bahnstunden entfernt, und der Hauptbahnhof ist mit der Straßenbahn wenige Minuten vom Hauptplatz getrennt. Für einen Tag reichen Hauptplatz, Altstadt, Mariendom und das Ars Electronica Center bequem. Wer zusätzlich auf den Pöstlingberg will, sollte allerdings früh anreisen oder gleich eine Nacht bleiben.
Wo parkt man in Linz am besten?
Nicht auf der Straße. Die Innenstadt ist großflächig Kurzparkzone mit begrenzter Höchstparkdauer, und die naheliegende Lösung sind die Innenstadtgaragen, in denen Tagessätze gelten. Wer länger bleibt, fragt im Hotel nach einem Garagenkontingent oder stellt den Wagen am Stadtrand ab und fährt mit der Straßenbahn hinein, was Zeit und Nerven spart.
Wann ist die beste Reisezeit für Linz?
Mai, Juni und September, mit Höchstwerten zwischen 20 und 24 Grad, langen Abenden an der Donaulände und klarer Sicht vom Pöstlingberg. Der Juli bringt mit dem Pflasterspektakel Straßenkunst in die Altstadt, der September das Ars Electronica Festival samt Klangwolke. Winterreisende kommen wegen des Advents am Hauptplatz oder wegen der Museen.

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LinzDer Hauptplatz endet im Norden an der Donau, und drüben leuchtet abends eine Medienfassade gegen den Barock an.

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