Stadt · Österreich

Salzburg

Zwischen Mönchsberg und Kapuzinerberg drängt sich eine barocke Altstadt in die Flussschlinge der Salzach, und über allem sitzt die Festung wie ein Bühnenbild, das seit 1077 niemand abgebaut hat.

6 Stadtviertel11 Sehenswürdigkeiten6 Hotels
Überblick

Deine Salzburg-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai bis Juni und September bis Oktober sind die idealen Reisemonate: Die Temperaturen sind angenehm, die Gärten von Mirabell und Hellbrunn in voller Blüte, und die Stadt ist deutlich ruhiger als im Hochsommer. Juli und August bringen die Salzburger Festspiele — kulturell ein Höhepunkt, aber mit entsprechend hohen Preisen und vollen Hotels. Winter lohnt sich besonders im Dezember, wenn der Christkindlmarkt auf dem Domplatz und am Residenzplatz stattfindet und die Festung im Schnee liegt.
Mobilität vor Ort
Salzburg ist kompakt und zu Fuß gut erkundbar. Die Altstadt ist weitgehend autofrei. Öffentliche Busse verbinden alle Stadtteile zuverlässig; die Salzburg Card schließt alle Linien ein. Für Tagesausflüge empfiehlt sich die Bahn oder der Regionalbus.
Nahverkehr
Das Stadtbusnetz der Salzburger Lokalbahn und der Obus-Linien deckt alle wichtigen Punkte ab. Tickets sind an Automaten und per App erhältlich. Mit der Salzburg Card ist die gesamte Nutzung inklusive.
Vom Flughafen
Der Salzburg Airport liegt ca. 4 km vom Zentrum entfernt. Mit dem Obus Linie 2 erreicht man die Altstadt in rund 20 Minuten. Taxis sind direkt am Terminal verfügbar.
Über Salzburg

Reisen nach Salzburg

Salzburg passt fast vollständig zwischen zwei Stadtberge und eine Flussschlinge. Auf der linken Salzachseite drängen sich Dom, Residenzplatz und die Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus so dicht, dass zwischen zwei Sehenswürdigkeiten selten mehr als fünf Gehminuten liegen; darüber sitzt seit 1077 die Festung Hohensalzburg, eine der größten erhaltenen Burganlagen Europas, die nie erstürmt wurde. Auf der rechten Seite liegen der Mirabellgarten mit seinem Barockparterre, die Linzer Gasse und der Sebastiansfriedhof, dahinter steigt der Kapuzinerberg fast senkrecht auf. Die Altstadt steht seit 1996 auf der UNESCO-Welterbeliste. Im Sommer machen die Salzburger Festspiele aus Domplatz und Felsenreitschule Spielstätten, im Advent stehen die Standln des Christkindlmarkts vor der Domfassade, und ganzjährig gehören das Augustiner Bräustübl in Mülln, Salzburger Nockerl, Bosna und ein Regenklima dazu, für das die Stadt ein eigenes Wort hat.

Salzburg – Karte
Reiseführer

Salzburg von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz nach acht ist die Getreidegasse noch leer, die schmiedeeisernen Zunftschilder hängen still über dem Pflaster, und durch eines der Durchhäuser zieht der Geruch von Kaffee und Gemüsekisten vom Grünmarkt am Universitätsplatz herüber. Zwei Stunden später schiebt sich derselbe Gassenzug in Zweierreihen an Hausnummer 9 vorbei, wo Mozart geboren wurde. Salzburg ist eine kleine Stadt mit einem sehr großen Programm, und der Unterschied zwischen einem guten und einem anstrengenden Besuch hängt hier fast nur an der Uhrzeit.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg

Die gesamte Altstadt liegt in einem Fußweg von zwanzig Minuten – Zeit kosten nicht die Wege, sondern die Warteschlangen davor.

Die Festung Hohensalzburg ist der Bezugspunkt für alles Weitere. Erzbischof Gebhard ließ sie 1077 auf dem Festungsberg anlegen, Leonhard von Keutschach baute sie um 1500 zu der Anlage aus, die du heute siehst – mit den Fürstenzimmern, deren gotische Holzvertäfelung und Goldene Stube zu den besterhaltenen Innenräumen ihrer Zeit im deutschsprachigen Raum zählen. Erstürmt wurde die Burg in ihrer Geschichte nie. Hinauf kommst du in gut einer Minute mit der Festungsbahn ab der Festungsgasse oder in rund zwanzig Minuten zu Fuß denselben Hang hinauf; oben lohnt der Gang auf die Basteien, weil sich von dort Altstadt, Salzachbogen und die Kette der Berchtesgadener Alpen in einem einzigen Blick zusammenfügen.

Am Fuß des Bergs beginnt das barocke Zentrum, und es ist erstaunlich kompakt. Der Salzburger Dom, 1628 geweiht und von Santino Solari entworfen, öffnet seine helle Marmorfassade zum Domplatz; drinnen steht das gotische Taufbecken von 1321 auf vier romanischen Löwen, an dem Mozart einen Tag nach seiner Geburt getauft wurde. Die Kuppel traf im Oktober 1944 eine Bombe, der Wiederaufbau war erst 1959 abgeschlossen. Direkt nebenan verbindet das DomQuartier seit 2014 die Prunkräume der Residenz, die Residenzgalerie, die Dombögen und die Sammlungen von Dom und Stift St. Peter zu einem einzigen Rundgang – der beste Weg, das barocke Salzburg an einem verregneten Nachmittag zu verstehen.

Die Getreidegasse ist weniger Straße als Korridor: an den engsten Stellen nur wenige Meter breit, über den Köpfen die schmiedeeisernen Zunftschilder, die früher den Analphabeten sagten, wer hier arbeitet, und heute auch über Filialen internationaler Ketten hängen. Auf Nummer 9 kam Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar 1756 zur Welt; die Familie wohnte im dritten Stock, bis sie 1773 auf die andere Salzachseite ins Tanzmeisterhaus am heutigen Makartplatz zog, das als Mozart-Wohnhaus zu besichtigen ist. Wer dem Gedränge ausweichen will, nimmt die Durchhäuser – überdachte Passagen, die quer zum Universitätsplatz führen und in denen Werkstätten, Höfe und kleine Lokale stecken.

Auf der rechten Salzachseite liegt Schloss Mirabell, das Erzbischof Wolf Dietrich 1606 für Salome Alt errichten ließ. Der Marmorsaal, in dem schon der junge Mozart spielte, dient heute als Trauungssaal des Salzburger Standesamts und gilt als einer der schönsten Säle seiner Art in Europa; der Garten mit Pegasusbrunnen, Heckentheater und Zwergerlgarten bekam seine strenge Form um 1690. Zurück im Süden der Altstadt liegt hinter dem um 696 gegründeten Stift St. Peter der Petersfriedhof mit seinen Arkadengräbern; in den Fels des Mönchsbergs darüber sind die Katakomben geschlagen, frühchristliche Felskammern mit Blick über die Grabreihen. Auf dem Mönchsberg selbst zeigt das Museum der Moderne seit 2004 Gegenwartskunst in einem Kubus aus Untersberger Marmor.

Sehenswürdigkeiten in Salzburg

Alle 11 Sehenswürdigkeiten
Festung & Stadtberge

Festung Hohensalzburg und die Wege über Mönchsberg und Kapuzinerberg

Beide Stadtberge sind vom Zentrum aus in einer Viertelstunde erreicht, und oben verliert sich der Andrang der Gassen sofort.

Festung Hohensalzburg
Festung Hohensalzburg

Für die Festung solltest du zwei Stunden einplanen, nicht vierzig Minuten. Der Rundgang führt durch die Fürstenzimmer, das Festungsmuseum und die Marionettenausstellung, und in einem der Türme sitzt der Salzburger Stier, ein Hornwerk aus dem frühen 16. Jahrhundert, das noch heute mehrmals täglich über die Stadt bläst. Der Blick von den Basteien geht nach Süden über das Salzachtal bis zum Untersberg und zum Tennengebirge, nach Norden ins flache Alpenvorland. Die Festungsbahn fährt dicht getaktet, staut sich an schönen Nachmittagen aber spürbar; wer früh oben ist oder erst gegen Abend hinauffährt, spart die Schlange und bekommt das bessere Licht dazu.

Der Mönchsberg ist der ruhigere der beiden Stadtberge und beginnt direkt hinter der Altstadt. Von der Gstättengasse aus fährt der Mönchsbergaufzug in einer halben Minute hinauf zum Museum der Moderne, dessen Terrasse die bekannteste Aussicht auf Dächer und Festung bietet. Oben verläuft ein Wegenetz über den ganzen Rücken, vorbei an Resten der alten Bürgerwehr, der Richterhöhe und dem Schloss Mönchstein, bis du am Ostende wieder bei der Festung herauskommst. Dass der Fels gepflegt werden muss, sieht man nicht sofort: 1669 löste sich eine Felspartie und begrub einen ganzen Straßenzug; seither halten Bergputzer die Wände über der Stadt frei von losem Gestein, ein Beruf, den es in Salzburg bis heute gibt.

Gegenüber steigt der Kapuzinerberg auf, steiler und deutlich wilder. Von der Linzer Gasse führt eine Stiege an den Stationen eines Kreuzwegs vorbei hinauf zum Kapuzinerkloster; kurz davor liegt die Hettwer Bastei, von der du die klassische Ansicht der Altstadt hast, mit Domkuppel, Festung und Salzach in einem Bild. Weiter oben stand Stefan Zweig von 1919 bis 1934 im Paschinger Schlössl an seinem Schreibtisch, bevor er Österreich verließ, und ganz oben wartet das Franziskischlössl als Gasthaus. Auf dem bewaldeten Rücken lebt außerdem eine kleine Gamspopulation mitten in der Stadt – früh am Morgen stehen die Tiere manchmal direkt neben dem Weg.

Beide Berge sind ganzjährig frei zugänglich, und sie lösen das Salzburger Grundproblem: Die Altstadt ist klein und im Sommer voll, aber hundert Höhenmeter darüber ist praktisch niemand. Für die Reihenfolge gilt eine einfache Regel – morgens auf den Kapuzinerberg, weil die Sonne dann von Osten kommt und die Altstadtfassaden warm ausleuchtet; nachmittags auf den Mönchsberg oder die Festung, wenn das Licht von der anderen Seite fällt. Festes Schuhwerk reicht aus, beide Aufstiege sind gepflasterte oder befestigte Wege, nach Regen allerdings rutschig. Und Regen hat Salzburg reichlich.

Mozart & Festspiele

Auf Mozarts Spuren und die Salzburger Festspiele im Sommer

Zwischen Geburtshaus, Wohnhaus und Taufbecken liegen keine zwanzig Gehminuten – die halbe Mozart-Biografie passt in einen Vormittag.

Mozarts Salzburg verteilt sich auf zwei Adressen und ein Kirchenschiff. Im Geburtshaus in der Getreidegasse 9 wohnte die Familie ab 1747 im dritten Stock; zu sehen sind Originalinstrumente, darunter eine Kindergeige, Briefe und die eingerichteten Wohnräume. Das Mozart-Wohnhaus am Makartplatz, das die Familie 1773 bezog, wurde im Krieg zum Teil zerstört und 1996 wieder aufgebaut – hier ist mehr Platz, hier hängt das bekannte Familienbild, und hier werden die Jahre erzählt, in denen Mozart mit dem Erzbischof brach und 1781 nach Wien ging. Getauft wurde er im Dom, gearbeitet hat er als Hoforganist, gestritten hat er in der Residenz.

Die Salzburger Festspiele sind das, wofür die Stadt weltweit steht. Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss gründeten sie 1920 als Friedensprojekt nach dem Ersten Weltkrieg; die erste Aufführung war der Jedermann auf dem Domplatz am 22. August 1920, und dort steht das Stück bis heute jeden Sommer auf dem Spielplan, bei Regen verlegt ins Große Festspielhaus. Gespielt wird von Ende Juli bis Ende August an Orten, die es so kein zweites Mal gibt, allen voran die Felsenreitschule, ein ehemaliger Steinbruch mit in den Mönchsberg geschlagenen Arkadengalerien. Karten für die großen Produktionen sind Monate vorher weg, die Hotelpreise ziehen im selben Zeitraum kräftig an.

Wer nicht im Hochsommer kommt, findet trotzdem Musik. Die Mozartwoche rund um den Geburtstag Ende Januar bringt Orchester und Solisten von Rang ins Große Festspielhaus und ins Mozarteum, an Ostern spielen die Osterfestspiele, die Herbert von Karajan – 1908 in Salzburg geboren – 1967 gegründet hat. Ganzjährig gibt es Konzerte in den Fürstenzimmern der Festung und im Marmorsaal von Mirabell, das Salzburger Landestheater bespielt Oper und Schauspiel, und das Marionettentheater von 1913 zeigt Zauberflöte und Sound of Music mit Puppen, die man nach zehn Minuten für Menschen hält. Im St. Peter Stiftskulinarium läuft abends ein Mozart-Dinnerkonzert in barockem Saal.

Und dann Sound of Music, der in Salzburg ein seltsames Doppelleben führt: Im deutschsprachigen Raum kennt den Film kaum jemand, für Gäste aus den USA, Großbritannien und Asien ist er der Hauptgrund für die Reise. Gedreht wurde 1964 an echten Orten – die Do-Re-Mi-Szene im Mirabellgarten, die Klosterkulisse am Stift Nonnberg, die Villa der Familie an Schloss Leopoldskron und an der Frohnburg; der Glaspavillon steht heute im Park von Hellbrunn. Die Original Sound of Music Tour von Panorama Tours fährt die Schauplätze in einem halben Tag ab und nimmt den Weg ins Salzkammergut mit, wo in der Basilika von Mondsee die Filmhochzeit entstand.

Aktivitäten & Touren in Salzburg

Alle 7 Aktivitäten
Rundgang & Tagesplan

Salzburg an einem Tag – ein Rundgang durch die Altstadt

Vom Mirabellgarten bis zum Festungsberg sind es knapp anderthalb Kilometer, ein Tag reicht also – wenn du die Reihenfolge richtig legst.

Fang im Mirabellgarten an, kurz nach Sonnenaufgang, wenn der Garten frei zugänglich und noch leer ist. Vom Pegasusbrunnen aus liegt die Festung genau in der Achse über den Blumenrabatten – das ist der Blick, den alle suchen, und um acht Uhr steht niemand im Bild. Danach durch Heckentheater und Zwergerlgarten hinaus zum Makartplatz, wo das Mozart-Wohnhaus wartet, und weiter über den Makartsteg auf die linke Salzachseite. Wer lieber zuerst frühstückt, biegt vorher in die Linzer Gasse ein; die Cafés dort öffnen früher und billiger als die an den großen Plätzen und haben um diese Zeit noch freie Tische.

Drüben gehst du zuerst in die Getreidegasse, solange sie atmet – vor zehn Uhr hast du Zunftschilder und Geburtshaus fast für dich allein. Danach durch eines der Durchhäuser hinaus auf den Universitätsplatz, wo werktags der Grünmarkt aufgebaut ist und hinter den Ständen die Kollegienkirche von Fischer von Erlach steht. Über den Alten Markt mit dem Café Tomaselli und der alten Hofapotheke geht es auf den Residenzplatz mit seinem großen Barockbrunnen, weiter auf den Domplatz und schließlich auf den Kapitelplatz, wo die goldene Kugel mit dem Mann darauf steht und Kinder auf dem überdimensionalen Schachbrett Figuren schieben.

Mittags hinauf auf die Festung, entweder mit der Festungsbahn ab der Festungsgasse oder zu Fuß. Plane oben zwei Stunden ein, iss eine Kleinigkeit auf der Bastei und geh dann nicht denselben Weg zurück, sondern über den Höhenrücken des Mönchsbergs nach Westen – vorbei an Aussichtsplätzen, alten Wehrmauern und dem Museum der Moderne, dessen Aufzug dich in der Gstättengasse wieder auf Straßenniveau setzt. Von dort sind es fünf Minuten zurück in die Altstadt, wo du den Nachmittag am Petersfriedhof und in den Katakomben am Fuß der Felswand ausklingen lässt.

Für den Abend wechselst du noch einmal die Seite. In der Steingasse, der schmalen alten Handelsgasse unter dem Kapuzinerberg, liegen die Bars, in denen die Stadt tatsächlich ausgeht; wer es deftiger will, geht nach Mülln ins Augustiner Bräustübl oder isst im Bärenwirt gleich nebenan. Bleibt ein zweiter Tag, gehört er Hellbrunn mit den Wasserspielen und dem Zoo oder dem Stift Nonnberg und dem Kapuzinerberg. Ein dritter Tag reicht für einen Ausflug ins Salzkammergut, nach Berchtesgaden oder zur Eisriesenwelt bei Werfen. Mit zwei bis drei Tagen bist du in Salzburg gut aufgestellt, mit einem einzigen bleibt die Umgebung außen vor.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Stadtviertel

Salzburgs Stadtviertel von der Altstadt bis nach Mülln

Die Salzach teilt Salzburg in zwei Hälften mit sehr unterschiedlichem Tempo, verbunden über Brücken, die du in fünf Minuten überquerst.

Getreidegasse
Getreidegasse

Links der Salzach liegt die Altstadt, und sie ist kleiner als ihr Ruf. Getreidegasse, Universitätsplatz, Alter Markt, Residenz-, Dom- und Kapitelplatz, dazwischen die Durchhäuser – in einer halben Stunde hast du das Viertel einmal durchquert. Autos fahren hier kaum, die Preise sind die höchsten der Stadt, und nach dem Abendessen wird es rasch still, weil viele Geschäfte und Lokale früh schließen. Wer zum ersten Mal kommt und kurze Wege will, wohnt hier richtig – nur nicht mit einem Zimmer zur Gasse hin, wenn im Sommer das Festspielpublikum bis nach Mitternacht unterwegs ist.

Rechts der Salzach beginnt die Neustadt rund um Mirabellplatz, Makartplatz und Linzer Gasse. Das ist die Alltagsseite: Drogerien neben Konditoreien, ein Kino, Studentenlokale, dazu mit dem Sebastiansfriedhof ein stiller Innenhof, in dem Leopold und Constanze Mozart begraben liegen und der Arzt Paracelsus sein Grabmal hat. Parallel zieht sich die Steingasse als schmale, hohe Schlucht durch das Viertel – hier verlief der alte Handelsweg nach Süden, hier wurde 1792 Joseph Mohr geboren, der Textdichter von Stille Nacht, und hier sitzt man abends in kleinen Bars. Rund um die Andräkirche findet donnerstags der Schrannenmarkt statt, der größte Wochenmarkt der Stadt.

Flussabwärts, am Nordfuß des Mönchsbergs, liegt Mülln, das älteste Vorstadtviertel Salzburgs. Über den Dächern steht die Müllner Kirche, darunter das Augustiner Bräustübl mit seinem Kastanienhof, und am Ufer entlang führt ein Spazierweg zurück in die Altstadt, den kaum ein Tagesgast kennt. Schräg gegenüber auf der rechten Salzachseite, rund um den Hauptbahnhof, liegt die Elisabeth-Vorstadt: Gründerzeithäuser, günstige Küchen aus aller Welt, ein Viertel im Umbruch und für Bahnreisende die praktischste Adresse überhaupt. Beide Viertel liegen eine Viertelstunde zu Fuß vom Zentrum entfernt und sind deutlich billiger als die Altstadt.

Im Süden wird es grün und ruhig. Nonntal liegt zwischen Altstadt und Hellbrunner Allee, im Rücken den Nonnberg mit dem Benediktinenstift, das um 715 gegründet wurde und als ältestes durchgehend bestehendes Frauenkloster nördlich der Alpen gilt; dazwischen Wohnstraßen, Gärten und die Wiesen von Freisaal. Westlich davon, hinter dem Mönchsberg, liegt die Riedenburg als bürgerliches Wohnviertel mit kurzen Wegen ins Zentrum. Wer noch weiter nach Süden geht, kommt über die 1615 angelegte Hellbrunner Allee, eine der ältesten erhaltenen Alleen Mitteleuropas, schnurgerade zum Lustschloss und zum Zoo.

Übernachten

Hotels in Salzburg und die richtige Lage für deinen Aufenthalt

Viele kommen als Tagesgäste aus München oder mit dem Bus – abends um sieben leert sich die Altstadt, und genau dann lohnt das Bleiben.

Die klassischen Adressen liegen alle in Sichtweite der Salzach. Das Hotel Sacher Salzburg steht am rechten Ufer, mit Zimmern, deren Fenster direkt auf Altstadt und Festung zeigen, und dem Sacher-Betrieb samt Torte im Erdgeschoss. Der Goldene Hirsch in der Getreidegasse ist das Gegenteil davon: ein Haus mit Wurzeln im 15. Jahrhundert, niedrige Türstöcke, bemalte Bauernmöbel, seit Jahrzehnten Quartier von Festspielkünstlern. Und wer über allem schlafen will, fährt auf den Mönchsberg zum Hotel Schloss Mönchstein, das mit wenigen Zimmern in einem eigenen Park liegt und von dem aus du in zehn Minuten am Museum der Moderne stehst.

Eine Ebene darunter wird es interessanter. Das Hotel Stein an der Staatsbrücke ist ein Designhaus für Erwachsene, dessen Dachterrasse die vielleicht beste Aussicht auf die Altstadt bietet, die man mit einem Getränk in der Hand haben kann. Das Arthotel Blaue Gans in der Getreidegasse verbindet eines der ältesten Gasthäuser der Stadt mit zeitgenössischer Kunst in Fluren und Zimmern. Und das imlauer Hotel Pitter zwischen Hauptbahnhof und Mirabellgarten ist die verlässliche Salzburger Mitte, mit Dachrestaurant und kurzen Wegen zu Bahn und Bus – gut, wenn du ohne Auto anreist und trotzdem nicht ständig laufen willst.

Die Lagefrage entscheidet sich an der Salzach. Links, in der Altstadt, wohnst du mittendrin und zahlst dafür; rechts, rund um Linzer Gasse und Makartplatz, liegst du fünf Gehminuten von der Staatsbrücke entfernt, meist ruhiger und oft spürbar günstiger. Rund um den Hauptbahnhof in der Elisabeth-Vorstadt findest du die niedrigsten Preise bei bester Verkehrsanbindung, dafür weniger Kulisse vor dem Fenster. Weiter draußen, in Aigen, Parsch oder Liefering, brauchst du den O-Bus – was gut funktioniert, weil das Netz dicht ist, aber jeden Abend eine bewusste Entscheidung über die Rückfahrt verlangt.

Der Preis hängt in Salzburg weniger von der Kategorie ab als vom Datum. Während der Festspiele von Ende Juli bis Ende August, an den Adventwochenenden, in der Mozartwoche Ende Januar und zu Ostern sind die Häuser im Zentrum früh voll und die Raten ein Vielfaches des Üblichen; unter der Woche im November oder Februar bekommst du dieselben Zimmer zu einem Bruchteil. Plane außerdem das Auto mit ein: Altstadthotels haben fast nie eigene Stellplätze, du landest in der Garage im Mönchsberg oder am Mirabellplatz. Frag beim Buchen nach dem Hotelkontingent für die Garage, das spart pro Nacht spürbar.

Hotels in Salzburg

Alle 6 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Salzburg und was auf den Teller kommt

Zwischen Haubenküche und Bierbank liegen in Salzburg selten mehr als zehn Gehminuten.

Ganz oben stehen zwei sehr verschiedene Häuser. Das St. Peter Stiftskulinarium ist an die Felswand des Mönchsbergs gebaut, gehört zum Stift St. Peter und beruft sich auf eine Erwähnung aus dem Jahr 803 – damit zählt es zu den ältesten Gasthäusern Europas; gegessen wird in Gewölben und barocken Sälen, abends auch beim Mozart-Dinnerkonzert. Das Esszimmer in Mülln ist der Gegenentwurf: eine Haubenküche mit französischer Technik und österreichischen Produkten, klein, konzentriert und mit einem Glasboden, unter dem der Almkanal durch das Lokal fließt. Für beide reservierst du besser, für das Esszimmer deutlich im Voraus.

Der Salzburger Alltag spielt im Wirtshaus. Der Bärenwirt in Mülln kocht Bierfleisch, Bratl und Kasnocken in einem Haus, das seit dem 17. Jahrhundert Gäste bewirtet, und schenkt das Augustiner von nebenan aus. Zum Zirkelwirt in der Altstadt ist die unaufgeregte Variante mitten im Zentrum, mit Gastgarten im Hof und einer Karte, die nicht auf Tagesgäste zielt. Und das Triangel neben dem Festspielhaus ist die inoffizielle Kantine der Festspiele – im August sitzen hier Sänger, Techniker und Publikum an denselben Tischen, es gibt Suppen, Salate und Tagesgerichte, und an der Wand hängen Fotos von Leuten, die man vom Programmheft kennt.

Süß und schnell gehört genauso dazu. Das Café Tomaselli am Alten Markt ist eines der ältesten Kaffeehäuser Österreichs, mit Marmortischen, Zeitungshaltern und einer Tortenträgerin, die zwischen den Tischen kreist – bestell eine Melange und lass dir das Blech zeigen, statt auf eine Karte zu warten. Die Original Mozartkugel gibt es nur bei Fürst, wo Paul Fürst sie 1890 erfand; sie ist handgemacht, silberblau eingewickelt und schmeckt anders als die rot-goldenen Industrieversionen aus dem Supermarkt. Das Salzburger Nockerl, ein Soufflé mit drei Spitzen für die drei Hausberge, ist für zwei Personen gedacht, auch wenn das niemand glaubt.

Getrunken wird Bier, und zwar an einem Ort, den es so in keiner anderen Stadt gibt. Das Augustiner Bräustübl in Mülln braut seit 1621 im ehemaligen Augustinerkloster; du nimmst dir einen Steinkrug aus dem Regal, spülst ihn selbst am Brunnen, lässt ihn am Schank füllen und suchst dir im Schmankerlgang deine Jause zusammen, bevor du im Kastaniengarten zwischen hunderten Leuten Platz findest. Die zweite große Marke ist Stiegl, seit 1492 in der Stadt, mit einer Brauwelt im Stadtteil Maxglan. Für zwischendurch gibt es die Bosna, eine scharf gewürzte Bratwurst im Weißbrot, aus dem Standl im Getreidegassen-Durchhaus. In der Festspielzeit geht abends ohne Reservierung wenig.

Restaurants in Salzburg

Anreise & vor Ort

Anreise nach Salzburg und unterwegs in der Stadt

Ab München ist Salzburg gut anderthalb Bahnstunden entfernt, was die Stadt für halb Süddeutschland zum bequemsten Wochenendziel macht.

Mit der Bahn ist Salzburg fast schon ein Vorort von München. Railjet und Regionalzüge brauchen für die Strecke rund anderthalb Stunden, und für die Regionalverbindung gilt das Bayern-Ticket bis Salzburg Hauptbahnhof – eine der günstigsten grenzüberschreitenden Fahrten Europas, wenn ihr zu mehreren reist. Aus Wien fährt der Railjet in etwa zweieinhalb Stunden, aus Innsbruck in gut zwei. Vom Hauptbahnhof sind es rund zehn Minuten zu Fuß zum Mirabellgarten und knapp zwanzig bis in die Altstadt; wer Gepäck dabeihat, nimmt einen der O-Busse, die direkt vor dem Bahnhof im dichten Takt abfahren.

Mit dem Auto kommst du über die A8 aus Richtung München und über die A1 aus Richtung Wien. Auf österreichischen Autobahnen brauchst du grundsätzlich eine Vignette; für einzelne Grenzabschnitte gelten Ausnahmen, die du vor der Fahrt kurz prüfen solltest. In die Altstadt fährst du gar nicht erst hinein, sie ist weitgehend Fußgängerzone. Stattdessen steuerst du die Altstadtgarage an, die komplett im Mönchsberg liegt und dich über einen Fußgängertunnel mitten ins Zentrum entlässt, oder die Garage am Mirabellplatz. Günstiger sind die Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand, von denen Busse ins Zentrum fahren; für zwei Nächte ohne Autonutzung rechnet sich das fast immer.

In der Stadt selbst brauchst du nichts weiter als Schuhe. Vom Mirabellgarten bis zum Domplatz läufst du eine Viertelstunde, damit ist die Hauptachse abgedeckt. Für alles darüber hinaus gibt es das O-Bus-Netz, dessen Oberleitungen zum Stadtbild gehören; Tickets löst du am Automaten oder in der App, beim Fahrer wird es teurer. Zwei kurze Bahnen ersetzen Höhenmeter – die Festungsbahn hinauf zur Festung und der Mönchsbergaufzug in der Gstättengasse hinauf zum Museum der Moderne. Und weil die Stadt flach am Fluss liegt, ist das Rad auf den Salzach-Radwegen oft die schnellste Variante überhaupt.

Der Flughafen W. A. Mozart liegt vier Kilometer westlich des Zentrums, näher als in fast jeder vergleichbaren Stadt; der O-Bus der Linie 2 braucht in die Innenstadt etwa zwanzig Minuten. Direkt am Flughafen steht der Hangar-7 mit der Flugzeug- und Rennwagensammlung von Red Bull, die ohne Eintritt zu besichtigen ist – ein brauchbarer Notfallplan bei Regen oder langer Wartezeit. Und dann die Salzburg Card, über die sich jede Rechnung anders liest: Sie gilt 24, 48 oder 72 Stunden, deckt unter anderem Festungsbahn, Hellbrunn, Museum der Moderne, Mönchsbergaufzug und den öffentlichen Verkehr ab und rechnet sich ab etwa zwei bezahlten Programmpunkten pro Tag.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Tagesausflüge

Tagesausflüge ab Salzburg ins Salzkammergut und nach Berchtesgaden

Von Salzburg aus liegen mehrere Seen und ein Salzbergwerk in weniger als einer Stunde – und die größte Eishöhle der Welt in einem Tagesausflug.

Schloss Hellbrunn
Schloss Hellbrunn

Der kürzeste Ausflug führt nach Süden. Schloss Hellbrunn liegt am Stadtrand und ist mit dem Bus in etwa zwanzig Minuten erreicht; Markus Sittikus ließ es ab 1613 von Santino Solari als Lustschloss bauen, ohne Schlafzimmer, weil hier ausschließlich tagsüber gefeiert wurde. Berühmt ist es für die Wasserspiele – versteckte Düsen in Tischplatten, Grotten und Wegen, die Gäste seit über vierhundert Jahren nass machen, und die Führer wissen bis heute genau, wann sie den Hahn aufdrehen. Die Wasserspiele selbst laufen nur von April bis Anfang November; im Advent bespielt der Hellbrunner Adventzauber den Schlosshof, und der Park ist ganzjährig zugänglich. Direkt daneben liegen der Zoo Salzburg und im Park der Glaspavillon aus Sound of Music.

Nach Osten beginnt das Salzkammergut, und es beginnt näher, als viele denken. Der Fuschlsee liegt eine knappe halbe Stunde entfernt, St. Gilgen am Wolfgangsee erreichst du mit dem Linienbus in rund einer Dreiviertelstunde, Mondsee mit der Basilika, in der die Hochzeitsszene aus Sound of Music gedreht wurde, in ähnlicher Zeit. Wer weiter will, kommt nach Bad Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte, oder nach Hallstatt am gleichnamigen See – dorthin dauert es mit Umsteigen allerdings deutlich länger, und der Ort ist inzwischen so überlaufen, dass sich ein sehr früher Start oder gleich ein anderes Ziel lohnt.

Nach Süden liegt hinter der Grenze Berchtesgaden, rund dreißig Kilometer entfernt und mit dem Auto in gut einer halben Stunde erreicht; Linienbusse fahren ab dem Salzburger Hauptbahnhof direkt hin. Von dort setzt du mit dem Elektroboot über den Königssee nach St. Bartholomä, fährst in das Salzbergwerk ein oder besuchst die Dokumentation Obersalzberg zur NS-Geschichte des Orts. Das Kehlsteinhaus ist nur in der schneefreien Jahreszeit erreichbar. Noch näher liegt die Untersbergbahn in St. Leonhard, die dich in wenigen Minuten auf rund 1.800 Meter bringt – bei Föhnlage siehst du von oben bis zu den Hohen Tauern.

Und dann der Süden des Salzburger Landes, der mit der Bahn erstaunlich gut funktioniert. In Hallein, zwanzig Minuten mit der S-Bahn, führt das Salzbergwerk am Dürrnberg mit Rutschen und einer Floßfahrt über den unterirdischen Salzsee in den Berg, während das Keltenmuseum erklärt, warum hier überhaupt Salz gefördert wurde. Eine halbe Stunde weiter thront über Werfen die Burg Hohenwerfen mit ihren Flugvorführungen, darüber liegt die Eisriesenwelt, die größte Eishöhle der Welt, geöffnet nur von Frühjahr bis Herbst – für den Besuch brauchst du warme Kleidung und einen ganzen Tag. Nach Norden fährt die S-Bahn in gut einer halben Stunde nach Oberndorf, wo 1818 Stille Nacht zum ersten Mal erklang.

Mit Kindern & Tipps

Salzburg mit Kindern und Tipps für entspannte Tage

Zwischen Festungsbahn, Wasserspielen und Marionetten hat Salzburg mehr Kinderprogramm, als die Barockfassaden vermuten lassen.

Salzburg funktioniert mit Kindern besser, als die Fassaden erwarten lassen. Das Haus der Natur am Museumsplatz zeigt auf mehreren Stockwerken Aquarium, Reptilienzoo, Dinosaurier und ein Science Center zum Anfassen und füllt bei Regen locker einen halben Tag. Die Festungsbahn ist für kleine Gäste die eigentliche Attraktion und nicht der Weg dorthin; oben warten Wehrgänge, Kanonen, Türme und die Marionettenausstellung. Und das Salzburger Marionettentheater spielt seit 1913 – die gekürzten Fassungen von Zauberflöte und Sound of Music sind für Kinder ab etwa sechs Jahren gemacht und dauern gut anderthalb Stunden.

Draußen gehört der Tag Hellbrunn. Bei den Wasserspielen werden Kinder garantiert nass, also nimm Wechselsachen mit; nebenan liegt der Zoo Salzburg mit weitläufigen Gehegen am Fuß des Hellbrunner Bergs, über dem Geier ihre Runden ziehen. Die Untersbergbahn ist der schnellste Weg vom Stadtasphalt auf einen echten Gipfel, das Salzbergwerk am Dürrnberg bei Hallein kombiniert Bergmannsrutschen, Grubenbahn und Floßfahrt, und im Sommer sind die Badeseen im Umland – Fuschlsee, Wallersee, Mattsee – in einer halben Stunde erreicht. Für alle drei gilt: früh losfahren, dann bleibt der Nachmittag frei.

Für alle anderen gilt eine Handvoll Regeln, die den Unterschied machen. Erstens die Uhrzeit: Vor zehn und nach siebzehn Uhr ist die Altstadt eine andere Stadt, dazwischen teilst du sie mit Reisegruppen und Tagesbussen. Zweitens das Wetter: Salzburg bekommt deutlich mehr Niederschlag als das übrige Österreich, und der Schnürlregen, wie er hier heißt, kann tagelang fein herunterrieseln – eine Regenjacke gehört ins Gepäck, ein großer Schirm hilft in den engen Gassen wenig. Drittens die Salzburg Card, die sich ab zwei bezahlten Programmpunkten am Tag rechnet und dir gleichzeitig das Ticketlösen im Bus erspart.

Viertens der Kalender. Während der Festspiele im Hochsommer ist Salzburg voll, teuer und großartig, wenn du das Programm willst; wenn nicht, verschiebst du die Reise auf Mai, Juni oder September und bekommst dieselbe Stadt mit halb so vielen Menschen. Fünftens die Öffnungszeiten: In Österreich bleiben die Geschäfte sonntags geschlossen, Ausnahmen gibt es praktisch nur am Bahnhof und am Flughafen. Und sechstens das Geld – gezahlt wird in Euro, Karten werden fast überall akzeptiert, in kleinen Wirtshäusern und an Marktständen gelegentlich noch nicht; ein paar Scheine in der Tasche ersparen dir die Suche nach dem nächsten Bankomaten.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Salzburg – und welches zu dir passt

AltstadtAltstadtZwischen Mönchsberg und Salzach drängen sich Getreidegasse, Dom, Residenzplatz und Stift St. Peter auf wenigen hundert Metern, seit 1996 als UNESCO-Welterbe gelistet. Tagsüber teilst du das Viertel mit Reisegruppen, ab dem frühen Abend gehört es wieder Anwohnern und Festspielpublikum.Ideal für: Barock zu Fuß1–2 TageNeustadt (Andräviertel)Neustadt (Andräviertel)Die rechte Salzachseite rund um Mirabellplatz, Makartplatz und Linzer Gasse ist die Alltagsvariante der Stadt. Donnerstags baut sich an der Andräkirche der Schrannenmarkt auf, parallel schneidet die Steingasse als schmale alte Handelsgasse voller kleiner Bars durch das Viertel.Ideal für: Alltag & Abende½–1 TagMüllnMüllnSalzburgs ältestes Vorstadtviertel liegt flussabwärts unter dem Mönchsberg, mit der Müllner Kirche über den Dächern und dem Augustiner Bräustübl im ehemaligen Kloster. Vom Kastaniengarten führt ein stiller Uferweg in einer Viertelstunde zurück in die Altstadt.Ideal für: Bier & Uferwege½ TagElisabeth-VorstadtElisabeth-VorstadtRund um den Hauptbahnhof liegt das Viertel mit den günstigsten Betten und der besten Verkehrsanbindung. Gründerzeitfassaden, Küchen aus aller Welt und ein Stadtteil im Umbruch, von dem aus du in gut zehn Gehminuten am Mirabellgarten stehst und in zwanzig in der Altstadt.Ideal für: Preiswert & mobil½ TagNonntalNonntalSüdlich der Altstadt wird es grün und ruhig. Über dem Viertel liegt der Nonnberg mit dem um 715 gegründeten Benediktinenstift, darunter Wohnstraßen, Gärten und die Wiesen von Freisaal, dazu die Hellbrunner Allee als schnurgerader Weg hinaus zum Lustschloss.Ideal für: Ruhe & Nonnberg½ TagRiedenburgRiedenburgHinter dem Mönchsberg im Westen liegt ein bürgerliches Wohnviertel mit Gärten, kurzen Wegen ins Zentrum und dem bewaldeten Rainberg als grünem Rücken. Wer zentral, aber ohne Gassenlärm schlafen will, findet hier ruhige Quartiere in Gehweite zur Altstadt.Ideal für: Ruhig wohnen½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Salzburg mit Wetter und Festkalender

Salzburg liegt am Alpennordrand und bekommt deutlich mehr Niederschlag als das übrige Österreich – Regen gehört hier zum Programm, nicht zur Ausnahme.

Das Wetter in Salzburg wird von den Bergen im Süden gemacht: Feuchte Luft aus Nordwesten staut sich am Alpenrand, weshalb hier deutlich mehr Niederschlag fällt als in Wien oder München, mit dem Schwerpunkt im Sommer. Dafür sind die Sommer angenehm warm statt heiß, die Winter mild mit unzuverlässigem Schnee in der Stadt, und an Föhntagen im Herbst steht die Alpenkette so scharf am Horizont, als hätte jemand nachgeschärft. Entscheidender als das Thermometer ist ohnehin der Festkalender – Festspiele, Advent und Mozartwoche verändern Andrang und Preise stärker als jede Wetterlage.

Jan4°-4°still, Mozartwoche
Feb6°-3°kalt, leere Museen
Mär11°1°wechselhaft, erste Gastgärten
Apr15°4°Osterfestspiele, Schauer
Mai20°8°grün und mild, ideal
Jun23°12°lange Abende, Gewitter
Jul25°14°Festspielstart, voll
Aug24°13°Festspiele, Höchstpreise
Sep20°10°klare Föhntage, ruhiger
Okt14°5°goldenes Licht, kühl
Nov8°0°grau, Museumsmonat
Dez4°-3°Christkindlmarkt am Dom

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Salzburg sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 23 Grad, die Gastgärten sind offen, Mönchsberg und Kapuzinerberg lassen sich ohne Schweißausbruch begehen, und die Hotelpreise bleiben im Rahmen. Juli und August gehören den Festspielen – großartig mit Karten, sonst vor allem teuer und voll. Der Dezember ist eine bewusste Entscheidung für den Christkindlmarkt vor der Domfassade, November und Februar sind die Monate für Museen, Katakomben und Kaffeehäuser ohne Wartezeit.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Salzburg

Wie viele Tage sollte man für Salzburg einplanen?
Zwei bis drei Tage. Der erste gehört der Altstadt mit Getreidegasse, Dom, DomQuartier und Festung, der zweite Hellbrunn, den Stadtbergen und der rechten Salzachseite mit Mirabell und Steingasse. Ein dritter Tag reicht für einen Ausflug ins Salzkammergut, nach Berchtesgaden oder zur Eisriesenwelt bei Werfen. Als reiner Tagesausflug ab München funktioniert Salzburg auch, dann aber ohne die Umgebung.
Lohnt sich die Salzburg Card?
Ab etwa zwei bezahlten Programmpunkten pro Tag rechnet sie sich. Enthalten sind unter anderem Festungsbahn und Festung, Hellbrunn, Museum der Moderne, der Mönchsbergaufzug und die öffentlichen Verkehrsmittel; angeboten wird sie für 24, 48 und 72 Stunden. Wer vor allem durch die Gassen spaziert, Kirchen ansieht und auf die Stadtberge steigt, braucht sie nicht – das ist in Salzburg alles kostenlos.
Wie kommt man auf die Festung Hohensalzburg?
Mit der Festungsbahn ab der Festungsgasse dauert die Fahrt gut eine Minute, zu Fuß bist du etwa zwanzig Minuten bergauf unterwegs. An sonnigen Nachmittagen staut sich die Talstation spürbar; früh am Morgen oder am späten Nachmittag geht es ohne Wartezeit, und das Licht auf der Stadt ist dann ohnehin besser. Für den Rundgang oben solltest du rund zwei Stunden einplanen.
Wann sind die Salzburger Festspiele?
Von Ende Juli bis Ende August, und das seit 1920. Gespielt wird im Großen Festspielhaus, im Haus für Mozart und in der Felsenreitschule, der Jedermann traditionell unter freiem Himmel auf dem Domplatz. Karten für die großen Produktionen sind Monate vorher vergeben, die Hotelpreise steigen im selben Zeitraum deutlich. Wer die Stadt ruhig erleben will, meidet diese Wochen bewusst.
Wo übernachtet man in Salzburg am besten?
In der Altstadt links der Salzach wohnst du mittendrin und zahlst am meisten; ein Zimmer zum Hof erspart dir den Lärm der Gassen. Rechts der Salzach rund um Linzer Gasse und Makartplatz ist es ruhiger und günstiger, die Staatsbrücke liegt fünf Gehminuten entfernt. Am preiswertesten und verkehrsgünstigsten wohnst du in der Elisabeth-Vorstadt beim Hauptbahnhof, in Mülln dafür am gemütlichsten.
Wo parkt man in Salzburg am günstigsten?
Auf einem der Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand, von denen Busse ins Zentrum fahren – das lohnt sich, sobald du länger als ein paar Stunden bleibst. Zentral ist die Altstadtgarage im Mönchsberg die praktischste Lösung, weil ein Fußgängertunnel direkt in die Altstadt führt. In die Gassen selbst fährst du nicht hinein, sie sind weitgehend Fußgängerzone und werden kontrolliert.
Was muss man in Salzburg probiert haben?
Salzburger Nockerl, das Soufflé mit drei Spitzen für die drei Hausberge, und eine Bosna, die scharf gewürzte Bratwurst im Weißbrot aus einem Standl in der Getreidegasse. Dazu die handgemachte Original Mozartkugel bei Fürst, ein Bier im Augustiner Bräustübl in Mülln, wo du den Steinkrug selbst am Brunnen spülst, und eine Melange im Café Tomaselli am Alten Markt.
Ist Salzburg als Tagesausflug ab München machbar?
Ja. Die Bahn braucht für die Strecke rund anderthalb Stunden, für die Regionalverbindung gilt das Bayern-Ticket bis Salzburg Hauptbahnhof, was in der Gruppe sehr günstig wird. An einem Tag schaffst du Getreidegasse, Dom, Festung und den Mirabellgarten in Ruhe. Hellbrunn, die Stadtberge und alles außerhalb der Stadt brauchen dagegen eine Übernachtung.
Wann ist die beste Reisezeit für Salzburg?
Mai, Juni und September, mit Höchstwerten zwischen 20 und 23 Grad, offenen Gastgärten und moderaten Preisen. Juli und August sind Festspielzeit – voll und teuer, dafür mit dem stärksten Programm des Jahres. Der Dezember lohnt wegen des Christkindlmarkts vor dem Dom. Rechne ganzjährig mit Regen, Salzburg zählt zu den niederschlagsreichsten Städten Österreichs.
Wo wurde Sound of Music in Salzburg gedreht?
Die Do-Re-Mi-Szene entstand im Mirabellgarten, die Klosterszenen am Stift Nonnberg, die Villa der Familie an Schloss Leopoldskron und an der Frohnburg. Der Glaspavillon steht heute im Park von Hellbrunn, die Hochzeit wurde in der Basilika von Mondsee im Salzkammergut gedreht. Geführte Touren fahren die Schauplätze in einem halben Tag ab, inklusive der Fahrt hinaus zu den Seen.
Was kann man in Salzburg bei Regen machen?
Das DomQuartier verbindet Residenz, Dom und Stift St. Peter zu einem langen Innenrundgang, das Haus der Natur füllt mit Aquarium und Science Center einen halben Tag, und die Katakomben im Fels des Mönchsbergs sind ohnehin überdacht. Dazu kommen Salzburg Museum, Museum der Moderne, die Durchhäuser der Getreidegasse als trockene Abkürzung und ein langer Nachmittag im Kaffeehaus.
Welche Ausflüge lohnen sich ab Salzburg?
Hellbrunn mit den Wasserspielen liegt zwanzig Busminuten vom Zentrum entfernt. Berchtesgaden mit Königssee und Salzbergwerk ist rund dreißig Kilometer weit weg, St. Gilgen am Wolfgangsee erreichst du mit dem Bus in etwa einer Dreiviertelstunde. Weiter südlich locken Hallein mit dem Salzbergwerk am Dürrnberg sowie Werfen mit Burg Hohenwerfen und der Eisriesenwelt, der größten Eishöhle der Welt.
Was kann man in Salzburg mit Kindern machen?
Das Haus der Natur mit Aquarium, Reptilienzoo und Science Center, die Fahrt mit der Festungsbahn samt Wehrgängen und Kanonen oben, die Wasserspiele in Hellbrunn mit dem Zoo Salzburg nebenan und das Marionettentheater mit gekürzten Fassungen. Dazu die Untersbergbahn auf einen echten Gipfel und das Salzbergwerk am Dürrnberg mit Bergmannsrutschen und Floßfahrt.
Ist Salzburg teuer?
In der Altstadt ja, bei Hotels und Restaurants spürbar über deutschem Großstadtniveau. Den Unterschied macht das Datum: Während der Festspiele, an den Adventwochenenden und zu Ostern kosten Zimmer im Zentrum ein Vielfaches. Günstiger wird es rechts der Salzach und rund um den Hauptbahnhof – und die besten Dinge, Stadtberge, Kirchen, Gassen und der Blick von der Hettwer Bastei, kosten nichts.

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SalzburgZwischen Mönchsberg und Kapuzinerberg drängt sich eine barocke Altstadt in die Flussschlinge der Salzach, und über allem sitzt die Festung wie ein Bühnenbild, das seit 1077 niemand abgebaut hat.

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