Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg
Die gesamte Altstadt liegt in einem Fußweg von zwanzig Minuten – Zeit kosten nicht die Wege, sondern die Warteschlangen davor.
Die Festung Hohensalzburg ist der Bezugspunkt für alles Weitere. Erzbischof Gebhard ließ sie 1077 auf dem Festungsberg anlegen, Leonhard von Keutschach baute sie um 1500 zu der Anlage aus, die du heute siehst – mit den Fürstenzimmern, deren gotische Holzvertäfelung und Goldene Stube zu den besterhaltenen Innenräumen ihrer Zeit im deutschsprachigen Raum zählen. Erstürmt wurde die Burg in ihrer Geschichte nie. Hinauf kommst du in gut einer Minute mit der Festungsbahn ab der Festungsgasse oder in rund zwanzig Minuten zu Fuß denselben Hang hinauf; oben lohnt der Gang auf die Basteien, weil sich von dort Altstadt, Salzachbogen und die Kette der Berchtesgadener Alpen in einem einzigen Blick zusammenfügen.
Am Fuß des Bergs beginnt das barocke Zentrum, und es ist erstaunlich kompakt. Der Salzburger Dom, 1628 geweiht und von Santino Solari entworfen, öffnet seine helle Marmorfassade zum Domplatz; drinnen steht das gotische Taufbecken von 1321 auf vier romanischen Löwen, an dem Mozart einen Tag nach seiner Geburt getauft wurde. Die Kuppel traf im Oktober 1944 eine Bombe, der Wiederaufbau war erst 1959 abgeschlossen. Direkt nebenan verbindet das DomQuartier seit 2014 die Prunkräume der Residenz, die Residenzgalerie, die Dombögen und die Sammlungen von Dom und Stift St. Peter zu einem einzigen Rundgang – der beste Weg, das barocke Salzburg an einem verregneten Nachmittag zu verstehen.
Die Getreidegasse ist weniger Straße als Korridor: an den engsten Stellen nur wenige Meter breit, über den Köpfen die schmiedeeisernen Zunftschilder, die früher den Analphabeten sagten, wer hier arbeitet, und heute auch über Filialen internationaler Ketten hängen. Auf Nummer 9 kam Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar 1756 zur Welt; die Familie wohnte im dritten Stock, bis sie 1773 auf die andere Salzachseite ins Tanzmeisterhaus am heutigen Makartplatz zog, das als Mozart-Wohnhaus zu besichtigen ist. Wer dem Gedränge ausweichen will, nimmt die Durchhäuser – überdachte Passagen, die quer zum Universitätsplatz führen und in denen Werkstätten, Höfe und kleine Lokale stecken.
Auf der rechten Salzachseite liegt Schloss Mirabell, das Erzbischof Wolf Dietrich 1606 für Salome Alt errichten ließ. Der Marmorsaal, in dem schon der junge Mozart spielte, dient heute als Trauungssaal des Salzburger Standesamts und gilt als einer der schönsten Säle seiner Art in Europa; der Garten mit Pegasusbrunnen, Heckentheater und Zwergerlgarten bekam seine strenge Form um 1690. Zurück im Süden der Altstadt liegt hinter dem um 696 gegründeten Stift St. Peter der Petersfriedhof mit seinen Arkadengräbern; in den Fels des Mönchsbergs darüber sind die Katakomben geschlagen, frühchristliche Felskammern mit Blick über die Grabreihen. Auf dem Mönchsberg selbst zeigt das Museum der Moderne seit 2004 Gegenwartskunst in einem Kubus aus Untersberger Marmor.














