Stadt · Österreich

Innsbruck

Vom Pflaster unter dem Goldenen Dachl bis auf den Felsgrat des Hafelekar auf 2.256 Metern brauchst du eine gute halbe Stunde – Bahnhof, Bergbahn, fertig.

6 Stadtviertel11 Sehenswürdigkeiten6 Hotels
Überblick

Deine Innsbruck-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Innsbruck ist ganzjährig bereisbar. Von Dezember bis März zieht die Stadt Wintersportler an – Skigebiete wie Patscherkofel und Axamer Lizum sind per Stadtbus erreichbar. Juni bis September eignet sich ideal für Wanderungen auf der Nordkette, Temperaturen um 22–26 Grad und lange Abende. April und Oktober sind ruhiger, günstiger und für Städtereisen ohne Skiambitionen oft die angenehmste Wahl.
Mobilität vor Ort
Innsbruck ist kompakt und zu Fuß gut erschließbar. Straßenbahnen und Busse verbinden alle Stadtteile zuverlässig; die Innsbruck Card schließt den Nahverkehr ein. Für Skigebiete und Ausflüge ins Umland gibt es direkte Busverbindungen ab Hauptbahnhof.
Nahverkehr
Straßenbahn und Stadtbus decken das gesamte Stadtgebiet ab. Die Nordkettenbahn startet an der Rennweg-Station nahe der Hofburg. Taktfolge tagsüber alle 10–15 Minuten auf den Hauptlinien.
Vom Flughafen
Der Flughafen Innsbruck liegt nur 4 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Buslinie F verbindet Flughafen und Hauptbahnhof in rund 20 Minuten. Taxis und Mietwagen sind ebenfalls verfügbar.
Über Innsbruck

Reisen nach Innsbruck

Innsbruck ist Tirols Landeshauptstadt, eine Universitätsstadt mit rund 130.000 Einwohnern, die zwischen der Wand der Nordkette und dem Patscherkofel ins Inntal geklemmt liegt – und genau diese Enge macht sie aus. In der Altstadt drängen sich unter Laubengängen das Goldene Dachl mit seinen 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln, der Stadtturm mit offenem Rundgang in 31 Metern Höhe, der barocke Dom St. Jakob und die Hofkirche, in der 28 überlebensgroße Bronzefiguren das leere Grabmal Kaiser Maximilians I. bewachen. Zwei Gassen weiter beginnt die Maria-Theresien-Straße mit Annasäule und Triumphpforte, und über ihrem nördlichen Ende steht das Gebirge wie eine Kulisse. Am Rennweg startet die von Zaha Hadid entworfene Hungerburgbahn und übergibt an zwei Pendelbahnen, die dich ans Hafelekar bringen; im Süden thront ihr älterer Innsbrucker Bau, die 2002 eröffnete Bergisel-Schanze, über der Stadt. Dazu Schloss Ambras mit seiner Kunst- und Wunderkammer, zwei Olympische Winterspiele in den Knochen, Haubenküche neben Speckknödeln und im Advent gleich mehrere Christkindlmärkte.

Innsbruck – Karte
Reiseführer

Innsbruck von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um halb neun liegt die Herzog-Friedrich-Straße noch im blauen Schatten, während oben am Grat der Nordkette schon Sonne auf dem Fels steht. Eine Viertelstunde später sitzt du in der Hungerburgbahn, eine knappe halbe Stunde danach auf 2.256 Metern, und unter dir schiebt sich der Inn als grünes Band durch eine Stadt, die von hier oben wie ein Architekturmodell aussieht. Innsbruck ist keine Bergstadt mit Altstadt dazu und keine Altstadt mit Bergblick – es ist beides gleichzeitig, in einer Dichte, für die du anderswo einen halben Reisetag Anfahrt einplanen müsstest.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Innsbruck

Das historische Zentrum passt in einen Kreis von kaum einem Kilometer Durchmesser – vom Goldenen Dachl erreichst du fast alles in unter zehn Gehminuten.

Alles beginnt am Goldenen Dachl, und zwar mit dem Blick nach oben. Der spätgotische Prunkerker wurde um 1500 für Maximilian I. an den Neuhof gesetzt, damit der Kaiser dem Treiben auf dem Platz zusehen konnte, ohne sich hineinzustellen; 2.657 feuervergoldete Kupferschindeln decken das Dach, darunter zeigen Reliefs den Herrscher zwischen seinen beiden Ehefrauen und eine Reihe von Morisken-Tänzern. Im Gebäude dahinter erzählt ein kleines Museum die Geschichte Maximilians. Der Platz davor ist der volle Innsbruck-Moment: gebogene Gasse, Laubengänge, Erker – und über den Dächern die Felswand der Nordkette, die so nah steht, dass sie unwirklich wirkt. Ein paar Schritte weiter kommst du zum Stadtturm, dessen offener Rundgang in 31 Metern Höhe über eine enge Wendeltreppe erreichbar ist und die beste Übersicht über den Grundriss der Altstadt liefert.

Am östlichen Rand der Altstadt liegt der Habsburger-Block. Die Kaiserliche Hofburg wurde unter Maria Theresia im Wiener Rokoko umgebaut, der größte Raum ist der Riesensaal mit den Porträts ihrer Kinder – darunter jenes Mädchen, das als Marie Antoinette in Paris enden sollte. Gleich nebenan steht die Hofkirche, die alle nur Schwarzmanderkirche nennen: 28 überlebensgroße Bronzefiguren, echte und erfundene Ahnen, stehen Spalier um den Kenotaph Maximilians I. Der Kaiser selbst liegt gar nicht darin, sondern in Wiener Neustadt – das Grabmal wurde nie fertig, und genau diese Lücke macht den Raum so eigen. Im selben Haus liegt die Silberne Kapelle mit den Gräbern von Erzherzog Ferdinand II. und Philippine Welser, und angeschlossen ist das Tiroler Volkskunstmuseum mit seinen historischen Bauernstuben. Ein paar Gehminuten weiter, an der Museumstraße, steht das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum mit den Kunstsammlungen des Landes von der Gotik bis in die Moderne – das Haus wird derzeit generalsaniert und bleibt dafür geschlossen, die Wiedereröffnung ist für 2028 geplant, bis dahin zeigen andere Standorte Teile der Sammlung.

Zwei Minuten nördlich, an der Nordwestecke der Altstadt, ragt der Dom St. Jakob auf, ein Barockbau des frühen 18. Jahrhunderts mit Doppelturmfassade, Fresken der Brüder Asam und dem kleinen Gnadenbild Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren über dem Hochaltar – das eigentliche Ziel der Wallfahrer, viel kleiner als der Rahmen vermuten lässt. Hinter der Hofburg beginnt der Hofgarten, eine der ältesten Parkanlagen im Alpenraum, mit altem Baumbestand und Schachbrettern unter Platanen. Nach Süden zieht die Maria-Theresien-Straße als breite Achse aus der Altstadt hinaus: erst die Annasäule von 1706, die an den Abzug bayerischer Truppen erinnert, am Ende die Triumphpforte von 1765, deren Südseite eine Hochzeit feiert und deren Nordseite trauert, weil Kaiser Franz I. Stephan mitten in den Festtagen starb.

Zwei Ziele liegen außerhalb des Zentrums und lohnen trotzdem den halben Tag. Schloss Ambras am südöstlichen Stadtrand ließ Erzherzog Ferdinand II. für sich und Philippine Welser zur Renaissance-Residenz ausbauen; erhalten sind die Kunst- und Wunderkammer mit ihren Kuriositäten, die Rüstkammern, eine große Habsburger-Porträtgalerie und der 43 Meter lange Spanische Saal, dessen Holzdecke allein den Besuch trägt. Mit dem Bus bist du in gut zwanzig Minuten dort, unten schließt ein englischer Landschaftsgarten an. Auf der anderen Seite der Stadt steht am Bergisel neben der Schanze das Tirol Panorama mit dem Riesenrundgemälde vom Aufstand des Jahres 1809 – ein Rundbild, das den Betrachter mitten in die Schlacht stellt, ergänzt um das Kaiserjägermuseum nebenan.

Sehenswürdigkeiten in Innsbruck

Alle 11 Sehenswürdigkeiten
Nordkette & Bergbahnen

Mit der Nordkettenbahn von der Altstadt auf 2.256 Meter

Die Talstation liegt am Rennweg beim Congress, keine fünf Gehminuten vom Goldenen Dachl entfernt.

Der Aufstieg läuft in drei Etappen, und die erste ist schon Architektur: Die Hungerburgbahn, 2007 eröffnet, fährt in Waggons, deren Kabine sich in der Steigung mitdreht, durch einen Tunnel unter der Stadt hindurch, über den Inn und den Hang hinauf zur Hungerburg. Ihre vier Stationen entwarf Zaha Hadid als geschwungene Glasschalen, die wie Gletscherzungen über den Bahnsteigen liegen. Oben steigst du in die Seegrubenbahn um, die dich auf 1.905 Meter bringt, und von dort in die Hafelekarbahn bis auf 2.256 Meter. Vom Zentrum bis ganz oben dauert das rund 25 Minuten reine Fahrzeit – in dieser knappen halben Stunde wechselst du von der Fußgängerzone in Hochgebirge, und der Temperatursturz ist entsprechend. Nimm eine Jacke mit, auch wenn unten im August 28 Grad stehen.

Oben angekommen lohnt der Fußweg über die Bergstation hinaus. In gut einer Viertelstunde stehst du auf der Hafelekarspitze auf 2.334 Metern, mit Blick nach Süden über die ganze Stadt bis zu den Stubaier und Zillertaler Gletschern und nach Norden in das leere, felsige Karwendel. Wer weitergehen will, nimmt den Goetheweg, der auf der Nordseite unter der Kammlinie entlang Richtung Pfeishütte zieht – ein Panoramaweg, für den du feste Schuhe und Trittsicherheit brauchst, keine Kletterausrüstung. Auf Höhe der Seegrube führt der Perspektivenweg als leichter Balkonpfad an der Hangkante entlang, mit Sitzobjekten, die den Blick bewusst rahmen. Und für Geübte beginnt hier oben der Innsbrucker Klettersteig über den Grat, der deutlich mehr verlangt als gutes Schuhwerk.

Ein paar praktische Dinge entscheiden über den Tag. Erstens: Sieh dir vor der Auffahrt die Webcams der Bergstationen an. Es kommt regelmäßig vor, dass die Stadt in Hochnebel liegt und oben die Sonne scheint – aber genauso oft hängt eine Wolkenwand in der Seegrube, während unten alles frei ist, und dann zahlst du für Nebel. Zweitens: Die letzte Talfahrt ist deutlich früher, als Sommergäste erwarten; präg dir die Zeit an der Kasse ein, bevor du losläufst. Drittens sind die Nachmittagsstunden im Sommer die vollsten, während der frühe Morgen fast leer ist. Und viertens braucht der Berg keinen ganzen Tag – zwei bis drei Stunden reichen für Auffahrt, Gipfelweg und eine Pause auf der Terrasse der Seegrube.

Die Nordkette ist nicht der einzige Hausberg. Im Süden bringt dich die Patscherkofelbahn von Igls auf den Rücken des Patscherkofel, der bei 2.246 Metern deutlich runder und sanfter ausfällt als die schroffe Nordseite. Von dort startet der Zirbenweg, ein fast ebener Höhenweg durch einen alten Zirbenbestand hinüber zum Glungezer, mit dem Blick die ganze Zeit auf die Nordkette gegenüber – in rund zwei Stunden zu gehen, familientauglich, und zurück fährst du mit der Bahn von Tulfes ins Tal. Nach Igls kommst du mit der historischen Straßenbahnlinie 6, die sich in weiten Kehren aus der Stadt hinaufschraubt und für sich schon eine kleine Fahrt ist.

Aktivitäten & Touren in Innsbruck

Rundgang & Tagesplan

Innsbruck an einem Tag – vom Goldenen Dachl zum Bergisel

Vom Hauptbahnhof bis zum Goldenen Dachl läufst du eine knappe Viertelstunde und hast dabei schon die halbe Innenstadt durchquert.

Starte früh in der Altstadt, solange die Gassen leer sind. Vom Bahnhof gehst du über die Museumstraße hinein, drehst eine Runde durch die Herzog-Friedrich-Straße mit ihren Laubengängen, stellst dich vor das Goldene Dachl und steigst danach gleich auf den Stadtturm – nach zehn Uhr wird es dort oben eng. Weiter zum Domplatz, wo der Dom St. Jakob hinter einer unscheinbaren Ecke plötzlich in voller Barockbreite steht, und von dort zum Block aus Hofburg und Hofkirche. Für beide zusammen brauchst du gut anderthalb Stunden. Wenn du nur eines schaffst, nimm die Hofkirche mit den Bronzefiguren – die Hofburg ist prächtig, aber die Schwarzen Mander sind einzigartig.

Gegen Mittag entscheidest du, ob du hoch willst. Vom Hofgarten sind es fünf Minuten zur Talstation der Hungerburgbahn am Rennweg, und ein Abstecher auf die Seegrube oder ganz hinauf ans Hafelekar kostet dich inklusive Pause etwa zwei bis drei Stunden. Wer lieber unten bleibt, nimmt stattdessen den Marktplatz mit der Markthalle, isst dort einfach und gut zu Mittag und geht anschließend über die Innbrücke ans andere Ufer, wo die bunte Häuserzeile über dem Wasser steht. Der Blick zurück auf Altstadt und Gebirge ist von der Brückenmitte am besten, und am frühen Nachmittag steht die Sonne dafür richtig.

Am Nachmittag geht es nach Süden. Die Maria-Theresien-Straße führt dich an der Annasäule vorbei zur Triumphpforte, dahinter beginnt Wilten mit dem Stift und der Rokokobasilika. Von dort ist es nicht mehr weit zum Bergisel; die Straßenbahn hält direkt unterhalb des Areals, danach bleibt ein kurzer Anstieg. Oben nimmst du den Lift im Schanzenturm bis zur Aussichtsplattform, siehst der Anlaufspur beim Abtauchen zu und hast die ganze Stadt vor dir. Direkt daneben liegt das Tirol Panorama mit dem Riesenrundgemälde. Für Schanze, Museum und Rückweg planst du zweieinhalb bis drei Stunden ein.

Bleibt der Abend, und der gehört wieder der Innenstadt: Aperitif in einem Lokal an der Maria-Theresien-Straße, Abendessen in der Altstadt oder in Wilten, danach ein letzter Gang über den beleuchteten Marktplatz ans Innufer. Wer zwei Tage hat, hängt am nächsten Vormittag Schloss Ambras an und am Nachmittag entweder die Swarovski Kristallwelten in Wattens oder eine Wanderung am Patscherkofel. Bei drei Tagen kommt ein ganzer Bergtag auf der Nordkette dazu oder ein Ausflug ins Stubaital – dann fühlt sich Innsbruck zum ersten Mal nicht mehr nach Abhaken an.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Stadtteile

Innsbrucks Stadtteile von der Altstadt bis Wilten

Der Inn teilt die Stadt in eine breite südliche Hälfte mit allen großen Bauten und einen schmalen, ruhigeren Streifen am Nordhang.

Goldenes Dachl
Goldenes Dachl

Die Altstadt ist der mittelalterliche Kern zwischen Inn und Burggraben, kompakt genug, dass du sie mehrmals am Tag durchquerst, ohne es zu merken. Hier stehen Goldenes Dachl, Stadtturm, Dom, Hofburg und Hofkirche fast in Sichtweite voneinander, dazwischen Laubengänge, Innenhöfe und die dichteste Konzentration an Gasthäusern und Cafés der Stadt. Wer zum ersten Mal kommt und wenig Zeit hat, wohnt hier richtig – mit dem Nebeneffekt, dass an Adventwochenenden und in den Sommermonaten tagsüber viel los ist. Direkt südlich schließt die Maria-Theresien-Straße an, breiter, jünger, mit den großen Geschäften und den Terrassen, von denen aus man das Gebirge frontal vor sich hat.

Nördlich des Inn liegen Mariahilf und St. Nikolaus, die Viertel mit der berühmten bunten Häuserzeile am Ufer. Dahinter wird es schnell ruhig: Altbauten, kleine Lokale, Werkstätten und ein Hang, der gleich hinter der zweiten Häuserreihe steil ansteigt. Weiter westlich beginnt Hötting, der älteste Stadtteil und lange ein eigenes Dorf, mit einem historischen Ortskern am Hang, Gaststätten mit Blick über das ganze Inntal und Wegen, die ohne Umweg in Richtung Nordkette hinaufführen. Wer morgens vor dem Frühstück eine Stunde bergauf gehen will, wohnt hier am kürzesten am Ziel.

Im Nordosten des Zentrums liegt Saggen, Innsbrucks Gründerzeitviertel: breite, baumbestandene Straßen, Villen und Wohnhäuser aus der Kaiserzeit, viel Ruhe und trotzdem nur ein paar Gehminuten bis zum Hofgarten und zum Congress. Das ist die Adresse für alle, die abends nicht Stimmen unter dem Fenster hören wollen und tagsüber trotzdem alles zu Fuß erledigen. Östlich davon schließt Pradl an, dicht bebaut, unaufgeregt und im besten Sinn alltäglich – ein Wohnviertel mit Parks, Sportanlagen und Lokalen, in denen mehr Innsbrucker als Gäste sitzen, und mit kurzen Wegen in Richtung Bahnhof.

Südlich der Gleise beginnt Wilten, der Stadtteil mit der längsten Geschichte und der jüngsten Bevölkerung. Hier stand die römische Siedlung, aus der Innsbruck später hervorging, hier gründeten Prämonstratenser eines der ältesten Stifte Tirols, und die Wiltener Basilika daneben ist eine der großen Rokokokirchen des Landes. Rund um das Wiltener Platzl reihen sich Beisln, Bars und kleine Bühnen, weil die Universität nicht weit ist. Über allem steigt der Bergisel an, mit Schanze, Panoramaturm, Tirol Panorama und viel Wald – der Übergang von Stadt zu Berg dauert in Wilten ungefähr fünf Minuten zu Fuß.

Übernachten

Hotels in Innsbruck und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Innsbruck ist klein genug, dass die Lage weniger über den Weg entscheidet als über den Lärmpegel vor dem Fenster.

In der Altstadt selbst wohnst du zwischen den Sehenswürdigkeiten. Das Boutiquehotel Weisses Rössl ist ein kleines, familiengeführtes Haus mitten im Gassengeflecht, mit individuell geschnittenen Zimmern und Wirtshaus im Erdgeschoss. Das Romantik Hotel Schwarzer Adler liegt am Rand des historischen Kerns in Richtung Hofburg und setzt auf getäfelte Stuben und Tiroler Ausstattung statt auf Designerstücke. Wer moderner mag, findet mit dem STAGE 12 Hotel by Penz ein Designhaus direkt an der Maria-Theresien-Straße, dessen Dachterrasse den Blick auf die Nordkette gleich mitliefert. Alle drei haben dieselbe Eigenheit: Du bist in zwei Minuten überall, und an lauen Abenden hörst du die Gassen noch im Zimmer.

Etwas außerhalb des Kerns wird es ruhiger, ohne dass die Wege wirklich länger werden. Das Hotel Das Innsbruck liegt am Innrain nah an der Uferpromenade, nur zwei, drei Gehminuten vom Goldenen Dachl entfernt. Das aDLERS Hotel Innsbruck ist das Gegenmodell zur historischen Stube: ein schlankes Hochhaus in Bahnhofsnähe, dessen Bar und Zimmer in den oberen Etagen über die Dächer hinweg direkt auf das Gebirge sehen – die beste Aussicht, die du in dieser Stadt aus dem Bett heraus bekommst. Und das NALA individuellhotel südlich der Innenstadt in Richtung Wilten ist die entspannte, gestalterisch eigenwillige Variante, mit Garten und viel Handschrift in den Zimmern.

Die Preise folgen in Innsbruck weniger der Kategorie als dem Kalender. Teuer wird es rund um die Vierschanzentournee Anfang Januar, wenn das Springen am Bergisel die Stadt füllt, an den Adventwochenenden mit ihren Christkindlmärkten, über Silvester und in den Hochsommerwochen. Deutlich günstiger reist du im späten Frühjahr, im Oktober und im November – dieselben Häuser, dieselbe Stadt, ein Bruchteil der Rate. Wenn dein Termin flexibel ist, leg den Städtetrip auf Dienstag bis Donnerstag; das entspannt nebenbei auch die Reservierung im Restaurant.

Zwei praktische Punkte zum Schluss. Erstens das Auto: Die Altstadt ist weitgehend fußläufig und nur eingeschränkt befahrbar, Hotels im Kern haben selten eigene Stellplätze, du landest in einer der Innenstadtgaragen. Frag beim Buchen nach dem Hotelkontingent für die Garage – viele Häuser haben eines. Zweitens die Gästekarte: Wer in Innsbruck und Umgebung übernachtet, bekommt in der Regel eine Karte der Region, die im Sommer geführte Wanderungen und im Winter den Skibus einschließt. Frag beim Check-in aktiv danach, sie wird nicht immer von selbst über den Tresen geschoben.

Hotels in Innsbruck

Alle 6 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Innsbruck und was Tirol auf den Teller bringt

In kaum einer anderen Stadt dieser Größe stehen Haubenlokale und Knödelwirtshäuser so dicht nebeneinander wie hier.

Ganz oben in der Skala arbeiten mehrere kleine Küchen, die alle vom selben Umland leben. Die Wilderin in der Altstadt kocht ausgesprochen produktnah und saisonal, mit Wild, Kräutern und Gemüse aus der Region und einer Karte, die sich mit dem Jahr dreht. Das Oniriq geht deutlich weiter Richtung Avantgarde und arbeitet mit österreichischen Erzeugnissen in Menüform. Das Sitzwohl verbindet die klassische österreichische Linie mit mediterraner Leichtigkeit, und das Lichtblick sitzt im obersten Geschoss der Rathausgalerien, wo zum Teller ein Rundumblick über die Dächer und auf die Nordkette kommt. Für alle vier gilt: reservieren, und zwar früher als du denkst – die Räume sind klein.

Die zweite Ebene ist die eigentliche Innsbrucker Spezialität, das Wirtshaus mit Substanz. Der Stiftskeller nahe der Hofburg ist die große, laute Variante mit weitläufigem Gastgarten, in dem im Sommer die halbe Stadt sitzt. Der Goldene Adler an der Herzog-Friedrich-Straße gehört zu den ältesten Gasthäusern der Stadt und serviert alpine Küche in historischen Räumen. Das Gasthaus Anich ein Stück westlich der Altstadt ist die bodenständige Adresse ohne Inszenierung, mit den Klassikern in guter Ausführung. Und das Restaurant Cammerlander am Innufer deckt die internationale, gesellige Ecke ab, mit Terrasse in Richtung Fluss. Zum Nachmittag gehört das Café Sacher am Rennweg, im Gebäude der Hofburg, mit Melange und Sachertorte im Wiener Ton.

Was auf den Teller kommt, ist Tiroler Bauernküche mit langer Übung. Das Gröstl aus Bratkartoffeln, Fleischresten und Zwiebeln, oben ein Spiegelei, kommt in der Pfanne auf den Tisch. Knödel gibt es in drei Grundformen: Speckknödel in der Suppe, Kaspressknödel flach gedrückt und in Butter gebraten, Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan. Schlutzkrapfen sind halbmondförmige Teigtaschen mit Spinat-Topfen-Fülle, und beim Käse solltest du dich an den kräftigen Bergkäse und an den mageren, sehr eigenwilligen Graukäse halten. Nachtisch heißt Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel, und auf dem Christkindlmarkt heißt er Kiachl – ein in Fett ausgebackener Hefefladen, süß mit Preiselbeeren oder pikant mit Sauerkraut.

Getrunken wird regional. Bier kommt aus Tiroler Brauereien wie Zillertal oder Starkenberger, dazu gibt es mitten an der Maria-Theresien-Straße eine Hausbrauerei, in der direkt am Sudkessel ausgeschenkt wird. Wein spielt in Tirol kaum eine Rolle, dafür der Schnaps: Obstbrände und Zirbenschnaps aus den Zapfen der Zirbe stehen in jedem Wirtshaus. Zwei Hinweise zur Praxis: Viele traditionelle Gasthäuser haben einen festen Ruhetag, oft Sonntag oder Montag – prüf das vorher, statt vor verschlossener Tür zu stehen. Und für frische Sachen zum Mitnehmen lohnt die Markthalle am Innrain, wo Bauern aus dem Umland Käse, Speck und Gemüse verkaufen und man an den Ständen auch einfach essen kann.

Restaurants in Innsbruck

Alle 9 Restaurants
Winter & Skifahren

Skifahren in Innsbruck und den Gebieten rundherum

Kaum ein Städtetrip in den Alpen macht es so bequem, morgens Ski zu fahren und mittags im Museum zu stehen, ohne das Quartier zu wechseln.

Bergisel-Schanze
Bergisel-Schanze

Innsbruck vermarktet die Gebiete rund um die Stadt gemeinsam, und das ergibt Sinn: Ein gutes Dutzend Skiberge liegt im Umkreis einer knappen Autostunde, verbunden durch Skibusse, die für Übernachtungsgäste in der Regel inklusive sind. Du wohnst also einmal in der Stadt und suchst dir jeden Morgen das Gebiet nach Wetter, Schnee und Laune aus, statt eine Woche lang denselben Hang abzufahren. Für einen Städtetrip mit ein, zwei Skitagen ist das die bequemste Konstruktion der Ostalpen – Skiverleih und Depots findest du sowohl in der Stadt als auch an den Talstationen.

Die Charaktere unterscheiden sich deutlich. Die Nordkette direkt über der Stadt ist das steile, sportliche Extrem mit legendär anspruchsvollen Abfahrten im Bereich der Seegrube; Anfänger sind hier falsch, Freerider dafür genau richtig. Der Patscherkofel auf der Sonnenseite ist das ruhige Gegenstück mit breiten, freundlichen Pisten und der Geschichte der olympischen Abfahrten von 1964 und 1976. Die Axamer Lizum liegt in einem nach Norden ausgerichteten Talkessel und hält den Schnee entsprechend lange, Kühtai punktet mit seiner Höhenlage von rund 2.000 Metern, und wenn im Herbst oder späten Frühjahr sonst nichts geht, fährst du auf den Stubaier Gletscher hinaus.

Der Winter in Innsbruck funktioniert aber auch ohne Ski. Im Advent verteilen sich mehrere Christkindlmärkte über die Stadt – der stimmungsvollste steht in den engen Gassen unter dem Goldenen Dachl, der größte auf der Maria-Theresien-Straße, dazu kommen kleinere in Wilten, im Bergisel-Umfeld und oben auf der Hungerburg mit Blick über die beleuchtete Stadt. Anfang Januar macht die Vierschanzentournee am Bergisel Station, und die Stadt ist an diesem Tag ein einziger Zuschauerstrom; Karten und Zimmer solltest du dafür Monate vorher sichern. Dazu Rodelbahnen an den Hängen rundherum und die olympische Bobbahn in Igls, auf der Gäste unter Anleitung mitfahren können.

Praktisch heißt Winterstädtetrip vor allem: Kleide dich für zwei Klimazonen. Unten im Tal liegt oft gar kein Schnee, während oben Hochwinter herrscht, und der Föhn kann die Temperatur innerhalb eines Tages um zehn Grad und mehr verschieben. Rechne außerdem damit, dass an sonnigen Wochenenden die Talstationen morgens voll sind – wer den ersten Bus nimmt, spart die erste Stunde Wartezeit. Und plane mindestens einen Nachmittag ohne Programm ein: Innsbruck im Winterlicht, wenn die Sonne früh hinter der Nordkette verschwindet und die Altstadt zu leuchten beginnt, ist ein eigener Grund für die Reise.

Mit Kindern

Innsbruck mit Kindern

Die kurzen Wege sind hier das eigentliche Familienargument – zwischen Zoo, Schanze und Altstadt liegen keine Autostunden, sondern Bahn- und Busminuten.

Schloss Ambras
Schloss Ambras

Der sicherste Treffer ist der Alpenzoo am Hang über der Stadt, der ausschließlich Tiere der Alpen zeigt: Steinbock, Bartgeier, Wolf, Luchs, Fischotter und ein Kaltwasser-Aquarium mit heimischen Fischen. Er gilt als der höchstgelegene Zoo Europas, liegt auf drei Hektar Hanggelände und wird mit der Hungerburgbahn angefahren, die als Fahrt selbst schon Programm ist – Tunnel, Brücke, schräge Kabine. Rechne mit zwei bis drei Stunden und mit einigen Höhenmetern auf den Wegen; ein Kinderwagen ist machbar, aber anstrengend. Wer danach noch Kraft hat, fährt gleich weiter zur Seegrube und lässt die Kinder oben ins Gelände laufen.

Das zweite große Ziel liegt zwanzig Kilometer östlich in Wattens: die Swarovski Kristallwelten, ein Ensemble unterirdischer Wunderkammern hinter dem wasserspeienden Riesenkopf im Hang, ergänzt um einen weitläufigen Garten mit begehbarem Spielturm und Karussell. Das ist deutlich mehr Erlebniswelt als Museum, und genau deshalb funktioniert es bei Kindern zuverlässig; von Innsbruck fährt ein direkter Shuttle. Innerhalb der Stadt zieht die Bergisel-Schanze: Der Aufzug im Turm, der Blick von oben in die Anlaufspur und die Vorstellung, dass hier Menschen freiwillig hinunterspringen, halten auch Zehnjährige eine Stunde lang wach.

Für die Zwischenzeiten hat Innsbruck Parks und Wasser. Im Hofgarten neben der Altstadt gibt es Spielplätze, alte Bäume und Schach im Großformat, in Pradl den weitläufigen Rapoldipark, und im Sommer fährt halb Innsbruck zum Baggersee am östlichen Stadtrand oder ins Freibad. In Schloss Ambras ziehen die Rüstkammern mit den Kinderharnischen und die Wunderkammer mit ihren Kuriositäten auch jene an, die vor dem Wort Museum sonst zurückweichen. Und am Berg funktionieren im Sommer die Rodelbahnen und Erlebniswege der umliegenden Bergbahnen, im Winter die Schlittenverleihe an den Talstationen.

Ein Rat zur Planung: Unterschätze die Höhenmeter nicht. Zwischen Innufer und Hafelekar liegen mehr als 1.600 Meter, und Kinder reagieren auf die dünnere Luft und die Sonne oben deutlich stärker als Erwachsene. Nimm auch im Hochsommer Jacken, Mützen und Sonnencreme mit auf den Berg, plane pro Tag nur ein großes Ziel und halte den Nachmittag frei. Praktisch ist außerdem, dass fast alle Familienziele mit dem öffentlichen Verkehr angebunden sind – Zoo, Bergbahnen, Schanze und Ambras erreichst du ohne Auto, was Parkplatzsuche und Nerven spart.

Tagesausflüge

Tagesausflüge ab Innsbruck ins Stubaital und nach Wattens

Innsbruck liegt am Kreuzungspunkt mehrerer Seitentäler, und in fast jedes davon kommst du ohne Auto.

Nordkette und Hafelekar
Nordkette und Hafelekar

Der klassische Halbtagesausflug führt nach Wattens zu den Swarovski Kristallwelten, gut zwanzig Kilometer östlich und per Shuttle direkt ab Innsbruck erreichbar. Kaum weiter liegt Hall in Tirol, dessen Altstadt zu den größten erhaltenen Tirols zählt: enge Gassen, ein Hauptplatz mit Rathaus, dazu die Burg Hasegg mit dem Münzerturm, in der ab 1486 der Haller Guldiner geprägt wurde – der Prototyp jener großen Silbermünze, die anderswo später Taler hieß. Der Ort liegt an der Bahnlinie und ist in wenigen Minuten erreicht, sodass sich beides bequem an einem Tag verbinden lässt. Wer Bergbau spannender findet, fährt weiter nach Schwaz, wo eine Grubenbahn ins Silberbergwerk hineinfährt.

Nach Süden öffnet sich das Stubaital, und dorthin bringt dich die Stubaitalbahn, eine Überlandstraßenbahn, die ab dem Innsbrucker Hauptbahnhof über Wiesen und Hänge nach Fulpmes fährt. Die Fahrt selbst ist die halbe Attraktion. Im hinteren Talende liegt der Stubaier Gletscher mit Aussichtsplattform auf über 3.000 Metern, davor der WildeWasserWeg entlang der Ruetz und der breit über die Felsstufe fächernde Grawa-Wasserfall. Im Winter ist der Gletscher das schneesicherste Ziel der Umgebung, im Sommer wanderst du hier durch ein Tal, das trotz seiner Nähe zur Stadt sehr schnell sehr alpin wird.

Weniger anstrengend, aber ebenso lohnend ist das Seefelder Plateau nordwestlich der Stadt, das der Zug in rund einer halben Stunde über eine kurvenreiche Bergstrecke erreicht. Oben auf gut 1.100 Metern liegt ein weites, sonniges Hochplateau mit Loipen im Winter und leichten Wanderwegen im Sommer, zweimal Austragungsort olympischer Langlaufbewerbe. Nach Osten führt der Weg ins Zillertal, nach Westen ins Ötztal – beides sind lange Täler, die für einen Tagesausflug ab Innsbruck knapp werden, sich aber für einen Zwischenstopp auf der Weiterreise anbieten.

Und dann ist da noch die Grenze. Über den Brennerpass, der direkt vor der Haustür liegt, bist du in gut einer Stunde in Südtirol – Sterzing mit seiner Laubengasse ist der nächstgelegene lohnende Stopp, Brixen und Bozen kosten etwas mehr Zeit. In die andere Richtung liegen Garmisch-Partenkirchen und die Zugspitze, ebenfalls im Bereich einer guten Stunde. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, denk an das Vignetten- und Mautthema: Die Brennerautobahn wird gesondert abgerechnet, und an Ferienwochenenden ist die Strecke eine der zuverlässig verstopftesten Alpenquerungen.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Innsbruck und unterwegs in der Stadt

Ab München bist du mit dem Zug in weniger als zwei Stunden da, und vom Bahnsteig bis zur Altstadt sind es fünfzehn Gehminuten.

Die Bahn ist für Innsbruck die naheliegendste Wahl. Von München fahren mehrmals täglich Direktzüge über Rosenheim und Kufstein durch das Inntal und brauchen dafür knapp unter zwei Stunden; aus Zürich und aus Wien gibt es ebenfalls durchgehende Verbindungen, jeweils deutlich länger. Der Hauptbahnhof liegt am östlichen Rand der Innenstadt, und weil das Zentrum so kompakt ist, brauchst du danach kein Verkehrsmittel mehr: Über die Museumstraße läufst du in einer knappen Viertelstunde bis unter das Goldene Dachl. Für Nachtreisende ist Innsbruck außerdem Halt mehrerer Nachtzugverbindungen quer durch die Alpen.

Mit dem Auto kommst du aus Deutschland über die Inntalautobahn A12, die ab der Grenze bei Kufstein direkt nach Innsbruck führt. Für österreichische Autobahnen brauchst du eine Vignette, und die Brennerautobahn nach Süden wird zusätzlich separat bemautet. Rechne an Ferienwochenenden mit Staus und mit Verkehrsmaßnahmen in Tirol, bei denen der Verkehr auf der Autobahn dosiert wird oder das Ausweichen auf Landstraßen gesperrt ist – wer die Karte am Handy nutzt und der Umleitung folgt, landet dann schnell in einer Kontrolle. In der Stadt selbst stellst du den Wagen in einer Innenstadtgarage ab und lässt ihn dort stehen; die Altstadt ist nur eingeschränkt befahrbar.

Der Flughafen Innsbruck liegt ungewöhnlich stadtnah, wenige Kilometer westlich des Zentrums, und ist mit einer Stadtbuslinie in etwa zwanzig Minuten mit dem Hauptbahnhof verbunden – wer aus Wien oder von weiter her einfliegt, steht schneller in der Altstadt als in den meisten Städten dieser Größe. Für Reisende aus Deutschland ist die Anreise über den Flughafen München oft die praktischere Alternative, von dort fahren Transferbusse direkt nach Innsbruck. Der Anflug auf Innsbruck selbst gilt übrigens als einer der anspruchsvollsten in Europa, weil die Maschinen im engen Tal in Kurven einschweben.

Vor Ort erledigst du fast alles zu Fuß, für den Rest gibt es ein enges Netz aus Straßenbahnen und Bussen. Zwei Linien lohnen sich als Fahrt an sich: die Straßenbahn hinauf nach Igls, die sich in weiten Kehren aus der Stadt schraubt, und die Stubaitalbahn ab Hauptbahnhof, die als Überlandbahn bis Fulpmes fährt. Wenn du mehrere Museen und eine Bergbahn an einem Tag planst, sieh dir die Innsbruck Card an – sie bündelt Sehenswürdigkeiten, Bergbahnen und den öffentlichen Verkehr für 24, 48 oder 72 Stunden und rechnet sich schnell. Übernachtungsgäste bekommen zusätzlich eine Gästekarte der Region mit weiteren Leistungen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Innsbruck – und welches zu dir passt

AltstadtAltstadtDer mittelalterliche Kern zwischen Inn und Burggraben, kompakt genug für mehrere Runden am Tag: Goldenes Dachl, Stadtturm, Dom St. Jakob, Hofburg und Hofkirche liegen fast in Sichtweite voneinander, dazwischen Laubengänge, Innenhöfe und die dichteste Gasthausdichte der Stadt.Ideal für: Erstbesuch & kurze Wege1 TagMariahilf-St. NikolausMariahilf-St. NikolausNördlich des Inn, gleich gegenüber der Altstadt, steht die bunt verputzte Häuserzeile, die Innsbruck weltweit verkauft. Dahinter wird es rasch ruhig: Altbauten, kleine Lokale und ein Hang, der hinter der zweiten Häuserreihe steil Richtung Nordkette ansteigt.Ideal für: Uferblick & Fotos½ TagWiltenWiltenSüdlich der Gleise liegt der Stadtteil mit der längsten Geschichte und der jüngsten Bevölkerung: römische Wurzeln, eines der ältesten Stifte Tirols, eine große Rokokobasilika und rund um das Wiltener Platzl die Beisln und Bars der Universitätsstadt. Darüber steigt der Bergisel an.Ideal für: Ausgehen & Bergisel½ TagSaggenSaggenInnsbrucks Gründerzeitviertel im Nordosten des Zentrums, mit breiten baumbestandenen Straßen, Villen und Wohnhäusern aus der Kaiserzeit. Ruhig genug für einen erholsamen Schlaf und trotzdem nur wenige Gehminuten von Hofgarten, Congress und der Talstation der Hungerburgbahn entfernt.Ideal für: Ruhig übernachten½ TagHöttingHöttingDer älteste Stadtteil war lange ein eigenes Dorf am sonnigen Hang über dem Inn und hat sich einen historischen Ortskern bewahrt. Von hier führen Wege ohne Umweg in Richtung Nordkette hinauf, und die Gasthäuser am Hang blicken über das ganze Inntal.Ideal für: Hanglage & Wandern½ TagPradlPradlÖstlich des Zentrums liegt das dicht bebaute, unaufgeregte Wohnviertel mit Parks, Sportanlagen und Lokalen, in denen mehr Innsbrucker als Gäste sitzen. Die Wege zum Hauptbahnhof sind kurz, die Preise niedriger als im Kern – ein guter Ort, um die Stadt im Alltagsmodus zu erleben.Ideal für: Alltag & Preis-Leistung½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Innsbruck: Wetter und Feste im Jahreslauf

Innsbruck liegt auf gut 570 Metern im Inntal, und der Föhn sorgt dafür, dass hier im Februar zweistellige Plusgrade genauso vorkommen wie Neuschnee im Mai.

Das Klima in Innsbruck ist alpin geprägt, aber durch die Tallage milder als die Höhe vermuten lässt. Die Sommer bringen regelmäßig 25 bis 30 Grad und dazu kräftige Nachmittagsgewitter, die Winter sind kalt und im Tal oft schneearm, während oben auf der Nordkette Hochwinter herrscht. Prägend ist der Föhn, ein warmer Fallwind aus dem Süden, der die Temperatur binnen Stunden nach oben treibt, für glasklare Fernsicht sorgt und vielen Menschen Kopfschmerzen macht. Wichtiger als das Thermometer ist ohnehin die Höhe: Zwischen Innufer und Hafelekar liegen über 1.600 Meter, und das sind an jedem Tag des Jahres rund zehn Grad Unterschied.

Jan3°-6°Vierschanzentournee, kalt
Feb6°-5°Skitage, klare Sicht
Mär11°-1°Föhntage, Firn oben
Apr16°3°wechselhaft, Stadt grünt
Mai20°8°mild, oben noch Schnee
Jun24°11°lange Tage, Wandersaison
Jul26°13°warm, Gewitter am Nachmittag
Aug25°13°voll, Bergwetter stabil
Sep20°9°klare Luft, ruhige Gassen
Okt15°5°goldene Hänge, günstig
Nov8°0°grau, Nebensaison
Dez4°-4°Christkindlmärkte, Saisonstart

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Innsbruck sind Juni, Juli und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 26 Grad, die Höhenwege sind schneefrei, die Bergbahnen fahren im vollen Takt, und die Abende reichen für ein spätes Essen im Freien. Der September ist von den dreien der klarste Monat, mit stabiler Fernsicht und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer. Wer wegen des Schnees kommt, wählt Januar bis März, wobei Anfang Januar die teuerste Woche des Jahres ist. Der Dezember gehört den Christkindlmärkten, und November ist der günstigste und leerste Monat, wenn dir Nebel und kurze Tage nichts ausmachen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Innsbruck

Wie viele Tage sollte man für Innsbruck einplanen?
Zwei volle Tage decken die Altstadt mit Goldenem Dachl, Hofburg und Hofkirche, einen Bergtag auf der Nordkette und den Bergisel ab. Ein dritter Tag lohnt sich, wenn Schloss Ambras oder die Kristallwelten in Wattens dazukommen sollen. Ab vier Tagen wird ein ganzer Wandertag oder ein Ausflug ins Stubaital möglich, ohne dass es hektisch wird.
Lohnt sich die Innsbruck Card?
Sie rechnet sich meist schon, wenn du an einem Tag die Nordkettenbahnen fährst und zwei Museen ansiehst. Die Karte bündelt Sehenswürdigkeiten, Bergbahnen und den öffentlichen Verkehr für 24, 48 oder 72 Stunden. Wer dagegen vor allem spazieren geht und in Lokalen sitzt, fährt ohne Karte günstiger – rechne deinen konkreten Plan einmal durch, bevor du kaufst.
Wie lange dauert die Fahrt mit der Nordkettenbahn?
Vom Rennweg beim Congress bis ganz hinauf ans Hafelekar auf 2.256 Meter sind es rund 25 Minuten reine Fahrzeit in drei Etappen: Hungerburgbahn, Seegrubenbahn, Hafelekarbahn. Plane trotzdem zwei bis drei Stunden ein, damit Gipfelweg und eine Pause hineinpassen. Nimm eine Jacke mit, oben ist es rund zehn Grad kühler als in der Stadt.
Wo hat man den besten Blick über Innsbruck?
Vom Stadtturm in 31 Metern Höhe siehst du den Grundriss der Altstadt von oben, von der Bergisel-Schanze die ganze Stadt im Talkessel, und von Seegrube oder Hafelekar das komplette Inntal bis zu den Gletschern im Süden. Kostenlos und oft übersehen: die öffentlich zugängliche Dachterrasse der Rathausgalerien mitten im Zentrum.
Braucht man in Innsbruck ein Auto?
Nein. Das Zentrum ist zu Fuß in einer Viertelstunde durchquert, Bergbahnen, Zoo, Bergisel und Schloss Ambras sind mit Straßenbahn und Bus angebunden, und für Ausflüge nach Hall, ins Stubaital oder nach Seefeld gibt es Bahn und Überlandbahn. Wer trotzdem mit dem Auto anreist, stellt es am besten für die ganze Dauer in einer Innenstadtgarage ab.
Was isst man in Innsbruck typischerweise?
Tiroler Gröstl mit Spiegelei, Speckknödel in der Suppe, gebratene Kaspressknödel und Schlutzkrapfen mit Spinat-Topfen-Fülle. Dazu kräftiger Bergkäse, der eigenwillige Graukäse und Tiroler Speck. Als Nachspeise Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel, im Advent Kiachl mit Preiselbeeren oder Sauerkraut. Getrunken wird Tiroler Bier, danach ein Zirbenschnaps.
Ist Innsbruck im Winter auch ohne Ski interessant?
Ja, und für viele sogar mehr als im Sommer. Im Advent verteilen sich mehrere Christkindlmärkte über die Stadt, vom engen Markt unter dem Goldenen Dachl bis hinauf auf die Hungerburg mit Blick über die beleuchtete Stadt. Dazu kommen Rodelbahnen, die Bergbahnen für reine Aussichtsfahrten und Museen, die im Winter deutlich leerer sind.
Wann springt die Vierschanzentournee am Bergisel?
Die Innsbrucker Station ist traditionell die dritte der vier Springen und fällt auf die ersten Januartage. Das genaue Datum verschiebt sich jedes Jahr leicht, prüfe es also vor der Buchung. An diesem Wochenende sind Hotels in der ganzen Stadt früh ausgebucht und deutlich teurer als sonst – wer nur die Altstadt sehen will, legt den Besuch besser daneben.
Wie kommt man von München nach Innsbruck?
Mit dem Zug am einfachsten: Es gibt mehrmals täglich Direktverbindungen über Rosenheim und Kufstein durch das Inntal, Fahrzeit knapp unter zwei Stunden bis zum Innsbrucker Hauptbahnhof. Mit dem Auto führt der Weg über die Inntalautobahn A12; für österreichische Autobahnen brauchst du eine gültige Vignette, die du vor der Grenze kaufst.
Kann man Schloss Ambras zu Fuß erreichen?
Zu Fuß geht es, ist aber ein Anstieg von rund einer Stunde ab dem Zentrum. Bequemer ist der Bus, mit dem du in gut zwanzig Minuten am Schloss stehst. Plane für Wunderkammer, Rüstkammern, Porträtgalerie und den Spanischen Saal etwa zwei Stunden ein, dazu den Schlossgarten, wenn das Wetter mitspielt.
Was macht man in Innsbruck bei Regen?
Der Block aus Hofburg, Hofkirche mit den Bronzefiguren und Tiroler Volkskunstmuseum steht so dicht beieinander, dass du zwischen den Häusern kaum nass wirst – und füllt problemlos einen halben Tag. Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, sonst die erste Adresse für Tiroler Kunst, wird derzeit generalsaniert und fällt bis auf Weiteres aus. Bleiben Schloss Ambras, das Tirol Panorama am Bergisel und die Swarovski Kristallwelten in Wattens, die fast vollständig unter der Erde liegen. Für Pausen zwischendurch bieten sich die Kaffeehäuser rund um die Altstadt an.
Wann ist Innsbruck am vollsten?
An den Adventwochenenden, zwischen Weihnachten und Neujahr, rund um die Vierschanzentournee Anfang Januar und in den Hochsommerwochen im Juli und August. Innerhalb des Tages ist die Altstadt zwischen elf und siebzehn Uhr am dichtesten. Früh morgens und nach dem Abendessen hast du dieselben Gassen fast für dich – das ist der beste Zeitpunkt für Fotos.
Wo übernachtet man in Innsbruck am besten?
In der Altstadt und rund um die Maria-Theresien-Straße bist du mitten im Geschehen, hörst abends aber die Gassen. Saggen im Nordosten ist die ruhige Gründerzeit-Alternative mit kurzen Wegen, Wilten südlich der Gleise die junge, günstigere Ecke mit vielen Lokalen. Für Bahnreisende sind die Häuser rund um den Hauptbahnhof am bequemsten.

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InnsbruckVom Pflaster unter dem Goldenen Dachl bis auf den Felsgrat des Hafelekar auf 2.256 Metern brauchst du eine gute halbe Stunde – Bahnhof, Bergbahn, fertig.

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