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Bregenz

Vom Bootsanleger am Bodensee bis zur mittelalterlichen Oberstadt sind es in Bregenz keine zwanzig Gehminuten – und dazwischen liegt die größte Seebühne der Welt.

6 Stadtviertel12 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Bregenz-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die Hauptsaison liegt zwischen Juli und August, wenn die Bregenzer Festspiele stattfinden und die Seepromenade ihr vollstes Leben entfaltet. Frühling (Mai/Juni) und früher Herbst (September) sind ideal für ruhigere Erkundungen mit angenehmen Temperaturen und weniger Andrang. Der Winter ist ruhig, aber die Nähe zu den Skigebieten im Bregenzerwald macht Bregenz auch in dieser Zeit zur praktischen Basis.
Mobilität vor Ort
Bregenz ist per Bahn ausgezeichnet angebunden; der Bahnhof liegt unmittelbar am Bodensee und ist fußläufig zur Innenstadt. Innerhalb der Stadt und in die Bodenseeregion empfiehlt sich das Bodensee-Ticket für Bus, Bahn und Schiff.
Nahverkehr
Stadtbusse verbinden Bahnhof, Innenstadt und Pfänderbahn-Talstation. Das Bodensee-Ticket gilt grenzüberschreitend für Österreich, Deutschland und die Schweiz.
Vom Flughafen
Vom Flughafen Friedrichshafen (FDH) sind es rund 30 Minuten mit Bus und Bahn. Zürich Flughafen (ZRH) ist mit der Bahn in ca. 1,5 Stunden erreichbar, Innsbruck (INN) in etwa 2 Stunden.
Über Bregenz

Reisen nach Bregenz

Bregenz ist die einzige Landeshauptstadt Österreichs am Bodensee, mit knapp 30.000 Einwohnern eine der kleinsten – und eine der am dichtesten gepackten. Direkt am See steht die Seebühne, auf der die Bregenzer Festspiele jeden Sommer Oper unter freiem Himmel spielen, gleich daneben der geätzte Glaskubus des Kunsthaus Bregenz von Peter Zumthor und am Kornmarktplatz das vorarlberg museum. Hundert Höhenmeter darüber beginnt die Oberstadt, der ummauerte mittelalterliche Kern mit Martinsturm und der Stadtpfarrkirche St. Gallus, von dessen Gassen aus du über die Dächer auf den See blickst. Hinter der Stadt steigt der Pfänder auf 1.064 Meter, mit der Pfänderbahn in wenigen Minuten erreichbar, oben ein frei zugänglicher Alpenwildpark und ein Panorama über den ganzen See bis in die Schweizer Berge. Dazu Seepromenade, Hafen mit Kursschiffen, das Seebad Mili und eine Küche zwischen Käsknöpfle und Bodenseefelchen. Lindau, der Bregenzerwald und das Rheintal liegen jeweils weniger als eine halbe Stunde entfernt.

Bregenz – Karte
Reiseführer

Bregenz von A bis Z

Aktualisiert August 2026

An einem Juliabend stehen auf der Seepromenade tausende Menschen in Sommerkleidern und warten darauf, dass die Tribüne öffnet; hinter ihnen liegt der Bodensee still da, vor ihnen ragt ein Bühnenbild aus dem Wasser, das größer ist als die halbe Altstadt. Sobald der erste Ton kommt, wird die Stadt dahinter für drei Stunden fast lautlos. Genau das kann Bregenz – Ausnahmezustand und Kleinstadt an einem einzigen Abend. Am nächsten Morgen sitzen dieselben Leute mit dem Kaffee am Ufer, und über dem See hängt noch Nebel.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bregenz

Zwischen Kunsthaus, Kornmarktplatz und Martinsturm liegen keine zwei Kilometer, du brauchst in Bregenz weder Bus noch Auto.

Am Seeufer steht der Bau, an dem sich die Stadt misst: das Kunsthaus Bregenz, 1997 nach Plänen von Peter Zumthor fertiggestellt, ein Kubus aus geätzten Glasschindeln, der von außen wie ein mattes Lichtobjekt wirkt und innen fast ohne Kunstlicht auskommt – das Tageslicht sickert über die Fassade in die Ausstellungsräume. Gezeigt wird ausschließlich Gegenwartskunst, meist in wenigen großen Einzelausstellungen pro Jahr, für die Künstlerinnen und Künstler das ganze Haus bespielen. Selbst wenn dich die laufende Position kaltlässt, sind Treppenhaus und Lichtführung den Eintritt wert, und ins Café am Karl-Tizian-Platz kommst du auch ohne Ticket.

Zwei Minuten weiter am Kornmarktplatz steht das vorarlberg museum, 2013 eröffnet und schon von außen ungewöhnlich: In den Beton der Fassade sind tausende Blüten geprägt, deren Form von den Böden gewöhnlicher PET-Flaschen stammt. Drinnen läuft die Geschichte des Landes von der römischen Siedlung Brigantium über Stickerei und Textilindustrie bis in die Gegenwart, dazu Wechselausstellungen, die oft mehr über Vorarlberg erzählen als jeder Überblickstext. Am selben Platz spielt das Vorarlberger Landestheater im Theater Kornmarkt, und die Ränder des Platzes sind eine der besseren Adressen für einen Kaffee im Freien.

Von der Innenstadt führt die Maurachgasse in wenigen Minuten hinauf in die Oberstadt, den ummauerten Kern, aus dem Bregenz gewachsen ist. Das Wahrzeichen dort ist der Martinsturm mit seiner wuchtigen barocken Zwiebelhaube aus der Zeit um 1600; im Erdgeschoss liegt eine Kapelle mit mittelalterlichen Fresken, darüber eine Ausstellung zur Stadtgeschichte, betreut vom vorarlberg museum, und ganz oben eine Galerie mit Blick über See und Rheintal. Ringsum stehen Mauerreste, ein Stadttor und das Deuringschlössle. Etwas unterhalb steht die Stadtpfarrkirche St. Gallus, außen zurückhaltend, innen mit einer hellen Ausstattung des 18. Jahrhunderts, die kaum jemand hinter dieser Fassade vermutet.

Der Rest verteilt sich am Wasser. Die Seebühne kannst du auch außerhalb der Festspielwochen vom Ufer aus ansehen – ein Bühnenbild bleibt zwei Sommer lang stehen und ist von der Promenade aus umsonst zu haben. Daneben liegen Festspielhaus und Casino Bregenz, davor der Hafen, von dem die Schiffe der Vorarlberg Lines ablegen. Westlich des Festspielgeländes, am Strandweg, liegt das Seebad Mili, 1825 als Militärbad der Garnison erbaut und damit die älteste Badeanstalt am Bodensee – ein hölzerner Pfahlbau, dem der Spitzname aus jener Zeit geblieben ist. Und wer Höhe will, ohne gleich auf den Pfänder zu fahren, steigt auf den Gebhardsberg zur Ruine der Burg Hohenbregenz und zur Wallfahrtskirche St. Gebhard.

Sehenswürdigkeiten in Bregenz

Alle 12 Sehenswürdigkeiten
Festspiele & Seebühne

Bregenzer Festspiele auf der größten Seebühne der Welt

Die Tribüne am Ufer fasst rund 7.000 Zuschauer, und an schönen Abenden im Hochsommer ist kaum ein Platz frei.

Seebühne und Festspiele
Seebühne und Festspiele

Das Prinzip der Bregenzer Festspiele ist seit Jahrzehnten dasselbe. Im Hochsommer, meist von Mitte Juli bis Ende August, wird eine große Oper auf der Seebühne inszeniert und zwei Sommer hintereinander gespielt, während im Festspielhaus nebenan Opern, Konzerte und szenische Experimente laufen. Auf dem Wasser standen so schon Carmen, Turandot, Rigoletto und Madame Butterfly – Produktionen, deren Bühnenbilder als riesige Skulpturen aus dem See ragen und die man noch Jahre später auf Fotos wiedererkennt. Das Orchester der Festspiele sind die Wiener Symphoniker, die für die Sommerwochen nach Vorarlberg übersiedeln; der Platz vor dem Festspielhaus trägt ihren Namen.

Karten sind das eigentliche Thema. Der Vorverkauf startet lange vor der Saison, gute Kategorien für Wochenendtermine sind schnell weg, und je näher der Termin rückt, desto mehr bleibt nur noch Restkontingent. Rechne damit, dass rund um deinen Wunschtermin auch die Hotels in Bregenz und in den Nachbarorten am See spürbar anziehen. Eine Regel überrascht Erstbesucher regelmäßig: Die Vorstellung auf dem See findet auch bei Wind und leichtem Regen statt – erst wenn das Wetter es unmöglich macht, wird ins Festspielhaus verlegt, wo dann in reduzierter Form gespielt wird. Eine Regenjacke und eine dünne Decke gehören deshalb in jede Festspieltasche, auch wenn der Nachmittag 28 Grad hatte.

Der Abend hat einen eigenen Rhythmus. Ab dem späten Nachmittag füllt sich die Seepromenade, in den Lokalen am Kornmarkt und in der Oberstadt sitzen Gäste vor früh servierten Menüs, und eine gute halbe Stunde vor Beginn setzt sich die ganze Stadt Richtung Tribüne in Bewegung. Reserviere fürs Abendessen entweder deutlich vorher oder gleich für nach der Vorstellung – im Zeitfenster davor sind die Küchen im Zentrum am Anschlag. Nach dem Schlussapplaus leert sich die Tribüne erstaunlich schnell; wer im Rheintal oder auf der deutschen Seeseite übernachtet, sollte die späten Verbindungen vorher im Fahrplan nachsehen, statt sich darauf zu verlassen.

Und wenn keine Festspiele sind? Dann bleibt Bregenz eine Kulturstadt im Kleinformat, was viele unterschätzen. Im Frühjahr holt der Bregenzer Frühling internationale Tanzcompagnien ins Festspielhaus, das Vorarlberger Landestheater spielt am Kornmarkt durch die Saison, und das Kunsthaus wechselt mehrmals im Jahr komplett das Programm. Dazu kommen Konzerte im Festspielhaus außerhalb der Sommerwochen. Der Vorteil gegenüber Juli und August liegt auf der Hand: Karten bekommst du kurzfristig, die Hotelpreise sind normal, und die Seepromenade gehört wieder denen, die hier wohnen.

Pfänder & Bergblick

Der Pfänder über Bregenz und der Blick über den Bodensee

Die Talstation der Pfänderbahn liegt gut zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt, oben stehst du auf über tausend Metern.

Die Pfänderbahn fährt seit 1927 von der Stadt auf den Hausberg und braucht dafür nur wenige Minuten – gut sechshundert Höhenmeter, für die du zu Fuß rund zwei Stunden brauchen würdest. Oben öffnet sich der Blick, für den die Leute kommen: der Bodensee liegt wie eine Landkarte da, mit Lindau vorne, dem deutschen Ufer gegenüber, dem flachen Rheindelta zur Linken und bei klarer Luft der Schweizer Seeseite dahinter. Im Rücken staffeln sich die Vorarlberger Berge. Für Fotos ist der frühe Morgen die beste Zeit, weil dann oft Nebel im Tal und über dem See liegt und nur die Ufer und Bergrücken herausschauen.

Oben ist der Pfänder mehr als eine Aussichtsterrasse. Von der Bergstation führt ein Rundweg durch den Alpenwildpark, in dem Rehe, Steinböcke, Wildschweine und Murmeltiere in weitläufigen Gehegen leben; der Weg ist frei zugänglich und streckenweise auch mit Kinderwagen zu schaffen. In der Sommersaison zeigt eine Greifvogelschau Flüge von Adlern, Geiern und Falken über dem Hang – die Zeiten wechseln, ein Blick auf den aktuellen Plan vor der Auffahrt erspart Wartezeit. Dazu gibt es ein Berghaus mit Terrasse, von der aus du beim Essen dieselbe Aussicht hast wie von der Plattform, nur im Sitzen.

Wandern lässt sich vom Gipfel in mehrere Richtungen. Der Klassiker ist der Abstieg zurück nach Bregenz: rund anderthalb bis zwei Stunden auf breiten Wegen durch Wald und über Wiesen, den See fast durchgehend im Blickfeld, und unten läufst du direkt weiter an die Promenade. Wer es flacher mag, bleibt auf den Panoramawegen am Höhenrücken; wer weiter will, geht Richtung Bregenzerwald. Im Winter ist der Pfänder ein Rodel- und Winterwanderberg: Die Skilifte wurden 2022 abgebaut, geblieben sind die Rodelbahn hinunter nach Bregenz, präparierte Winterwanderwege am Höhenrücken und Routen für Schneeschuhe und Tourenski – wer Abfahrten sucht, fährt weiter ins Land hinein.

Die kostenlose Alternative heißt Gebhardsberg. Von der Stadt führt ein steiler, gut markierter Weg in etwa einer Stunde hinauf auf den Felskopf, auf dem die Ruine der Burg Hohenbregenz und die Wallfahrtskirche St. Gebhard stehen; oben gibt es Gastronomie in den Burgmauern und einen Blick, der das große Pfänder-Panorama nicht ersetzt, dafür aber näher an der Stadt liegt und tiefer ins Rheintal reicht. Ambitionierte verbinden beide Berge über die markierten Wege am Hang zu einer Halbtagesrunde; welche Varianten aktuell begehbar sind, zeigt die Wanderkarte an der Bergstation.

Aktivitäten & Touren in Bregenz

Rundgang & Tagesplan

Bregenz an einem Tag – vom Hafen hinauf in die Oberstadt

Vom Bahnhof bis zum Martinsturm sind es keine zwanzig Gehminuten, ein Tag reicht also – wenn du den Berg auf den Morgen legst.

Fang oben an. Die erste Bergfahrt der Pfänderbahn ist der beste Moment des Tages, weil das Licht flach über dem See steht und die Aussichtsplattform noch dir gehört; eine Runde durch den Alpenwildpark, ein Kaffee auf der Terrasse, und du weißt, wie die Stadt und ihr Umland zusammenhängen. Zurück im Tal gehst du nicht sofort ins Zentrum, sondern erst ans Wasser: über die Seeanlagen zum Hafen, vorbei an den Anlegern der Kursschiffe, mit dem Bühnenbild der Seebühne als Kulisse zur Linken. Bis hierher ist noch kein Eintritt fällig.

Danach die Museumsachse. Das Kunsthaus Bregenz braucht mindestens eine Stunde, wenn die laufende Ausstellung dich packt auch zwei; das vorarlberg museum am Kornmarktplatz ist der bessere Einstieg, wenn du wissen willst, warum Vorarlberg anders tickt als der Rest Österreichs. Wer nur Zeit für eines hat, entscheidet nach Wetter und Laune – Zumthors Haus wirkt an grauen Tagen am stärksten. Zum Mittagessen bleibst du im Umkreis: Am Kornmarktplatz und in den Gassen dahinter liegen Wirtshäuser und Cafés dicht beieinander, vom Café Götze für Mehlspeisen bis zu bodenständigen Küchen.

Nachmittags geht es bergauf. Über die Maurachgasse steigst du in die Oberstadt, läufst an den Mauerresten entlang, schaust dir den Martinsturm von innen an und stellst dich oben auf die Galerie – von dort ordnet sich die Route des Vormittags noch einmal von oben. Danach die Stadtpfarrkirche St. Gallus und ein Halt in einem der Gasthäuser der Oberstadt, in denen es auch mitten in der Saison ruhiger zugeht als am Wasser. Wer noch Kraft hat, hängt den Aufstieg zum Gebhardsberg an; das kostet eine gute Stunde pro Richtung und lohnt sich am späten Nachmittag.

Für den Abend zurück ans Ufer. Im Sommer bedeutet das Baden im Seebad Mili oder auf den Liegewiesen, im Rest des Jahres einen Spaziergang auf der Promenade Richtung Osten, wo die Stadt in Uferweg und Schilf übergeht. Danach Abendessen am See oder oben in der Oberstadt, je nachdem, ob du Aussicht oder Gemütlichkeit willst. Mit zwei Tagen hängst du eine Schifffahrt nach Lindau und einen halben Tag Bregenzerwald an, mit drei Tagen kommen Dornbirn, das Rheindelta oder ein Abstecher in die Schweiz dazu.

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Stadtteile

Die Stadtteile von Bregenz zwischen Seeufer und Hang

Bregenz ist in der Senkrechten organisiert – zwischen Uferpromenade und Hanglage liegen keine drei Kilometer, aber mehrere hundert Höhenmeter.

Pfänder
Pfänder

Unten am Wasser liegt der Teil, den alle zuerst sehen: Hafen und Seepromenade mit Festspielgelände, Festspielhaus, Casino, Schiffsanlegern und einem durchgehend öffentlichen Uferstreifen, der im Osten Richtung Lochau weiterläuft. Hier passiert im Juli und August alles gleichzeitig, während dieselben Wege im November Joggern, Hundebesitzern und dem Nebel gehören. Direkt dahinter beginnt die Innenstadt mit Kornmarktplatz, Leutbühel und den Einkaufsstraßen – kompakt genug, dass du vom Bahnhof aus jeden Punkt in einer Viertelstunde erreichst, und mit den meisten Hotels, Cafés und Restaurants der Stadt.

Eine Etage höher, hinter Mauerresten und Stadttor, liegt die Oberstadt. Sie ist der historische Kern und heute vor allem ein Wohnviertel mit ein paar Gasthäusern, in dem abends wenig los ist – wer im Zentrum die Ruhe sucht, findet sie hier nach zehn Minuten Aufstieg. Noch weiter oben zieht sich Fluh als Streusiedlung den Hang hinauf: Wiesen, Obstbäume, verstreute Häuser, dazwischen Waldstücke und immer wieder Blickschneisen auf den See. Zu Fuß ist das anstrengend, mit dem Stadtbus dagegen unkompliziert, und für Wanderungen Richtung Pfänder und Gebhardsberg ist die Hanglage der natürliche Ausgangspunkt.

Westlich des Zentrums, jenseits der Bahnlinie, liegt Vorkloster – der Name erinnert daran, dass das Viertel vor dem Zisterzienserkloster Mehrerau liegt. Das ist der alltäglichste Teil von Bregenz: Wohnblöcke, Werkstätten, Supermärkte, Vereinslokale und eine Bevölkerung, die hier nicht Urlaub macht, sondern lebt. Für Reisende ist das kein Nachteil, im Gegenteil – die Preise sind niedriger als am Wasser, die Wege ins Zentrum kurz, und Richtung Seeufer öffnet sich die Landschaft zum Rheindelta hin. Rieden schließlich ist die ruhige Wohnlage am Rand des Zentrums, mit Gärten, kurzen Wegen in die Altstadt und Blick über den See.

Praktisch heißt das für die Quartierwahl: Innenstadt und Seeufer für alle, die zu Fuß alles erreichen und abends nicht mehr fahren wollen; Oberstadt, wenn dir Ruhe wichtiger ist als der kürzeste Weg zur Promenade; Vorkloster und Rieden, wenn du günstiger wohnen willst und ein paar Minuten Bus oder Rad nicht stören; Fluh nur, wenn du mit dem Auto kommst und die Aussicht der eigentliche Grund für die Reise ist. Alle Varianten liegen im selben Stadtgebiet – Bregenz ist klein genug, dass keine davon wirklich abgelegen wäre.

Übernachten

Hotels in Bregenz und die passende Lage für deinen Aufenthalt

In den Festspielwochen kostet ein Zimmer in Bregenz ein Vielfaches des Jahresschnitts, im Februar einen Bruchteil davon.

Die repräsentativste Adresse ist das Grand Hotel Bregenz – MGallery Collection, ein historisches Haus am Seeufer, das nach der Sanierung Grandhotel-Substanz mit modernem Komfort verbindet und vom Festspielgelände nur ein paar Schritte entfernt liegt. Eine Nummer alltagstauglicher, dafür mitten im Stadtleben, ist das Hotel Messmer am Kornmarkt, das direkt an dem Platz steht, an dem Museum, Theater und Cafés zusammenkommen. Beide sind das, was du buchst, wenn der Weg zur Vorstellung kurz sein soll und du nach Mitternacht nicht mehr in ein Auto steigen willst.

In der mittleren Kategorie hat Bregenz mehr Auswahl, als die Größe der Stadt vermuten lässt. Das Hotel Germania ist ein solides Vier-Sterne-Stadthotel für Kultur- und Geschäftsreisende, das Hotel Schwärzler ein gepflegtes Haus mit eigenem Restaurant und dem Vorteil, dass Gäste mit Auto hier keine Parkplatzsuche haben. Wer nur ein Bett, ein Frühstück und eine zentrale Lage braucht, fährt mit dem Hotel Garni Bodensee am günstigsten – Garni heißt in Vorarlberg wie überall: Frühstück ja, Restaurant nein, dafür ein Preis, der in der Nebensaison deutlich unter dem der großen Häuser liegt.

Die Preisfrage entscheidet in Bregenz weniger die Kategorie als das Datum. Von Mitte Juli bis Ende August, wenn die Festspiele laufen, sind die zentralen Häuser früh ausgebucht und die Raten ein Vielfaches des Normalen; dasselbe gilt für Wochenenden mit Kongressen oder größeren Veranstaltungen im Festspielhaus. Umgekehrt bekommst du dieselben Zimmer unter der Woche im November, Januar oder Februar zu einem Bruchteil. Wenn dein Termin fest steht und Bregenz voll ist, weiche auf die Nachbarorte am See aus: Lochau, Hard und Hörbranz liegen wenige Minuten entfernt, Lindau und Dornbirn sind per Bahn schnell erreicht.

Zwei praktische Hinweise. Erstens haben längst nicht alle Stadthotels eigene Stellplätze; frag beim Buchen nach Parkgarage und Tagessatz, statt am Anreisetag zu suchen – im Zentrum ist der Parkraum bewirtschaftet und in den Festspielwochen knapp. Zweitens lohnt der Blick auf die Bahnanbindung mehr als in größeren Städten: Der Bahnhof liegt zwischen Zentrum und Seeufer, viele Hotels sind von dort zu Fuß erreichbar, und wer ohne Auto anreist, spart sich in Bregenz schlicht ein Problem, das er sonst den ganzen Aufenthalt mit sich herumträgt.

Hotels in Bregenz

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Bregenz und was Vorarlberg auf den Teller bringt

Die Vorarlberger Küche ist eine Käseküche mit Seefisch daneben – und beides bekommst du in Bregenz im Wirtshaus günstiger als am Ufer.

Am Wasser isst du für die Aussicht mit. Das Wirtshaus am See liegt direkt am Bodensee und macht bodenständige österreichische Küche mit regionalen Zutaten und Fisch aus dem See; im Sommer ist die Terrasse der Grund, warum du zwei Wochen vorher reservieren solltest. Ein paar Schritte weiter am Hafen ist Chen's Dining Bar die panasiatische Ausnahme im Programm, wenn Käse und Rindsuppe für einen Abend genug waren. Mehr Seeblick gibt der Uferstreifen nicht her – der Rest der Stadt kocht ein paar Straßen weiter.

Die ehrlicheren Adressen liegen ein Stück vom Ufer weg. In der Oberstadt kocht das Gasthaus Goldener Hirschen Vorarlberger Wirtshausküche in einem Haus, das älter ist als der halbe Rest der Stadt, und das Gasthaus Zeigerle ist die Hausmannskost-Variante ohne jede Inszenierung. Unten im Zentrum gibt das Gasthaus Kornmesser österreichisch-bayerische Küche zu Preisen, bei denen auch Einheimische mittags einkehren, das Restaurant Maurachbund steht für die modernere Lesart derselben Region, und für Kaffee und Mehlspeise gehst du ins Café Götze, ein Kaffeehaus alter Schule mitten in der Stadt. Hinter der Bahnlinie in Vorkloster verbindet das Schwärzler Restaurant am Bodensee – der Zusatz im Namen meint die Region, nicht die Adresse – Vorarlberger Klassiker mit internationalem Einschlag, ohne Seeblick, dafür mit Parkplatz vor der Tür. Faustregel für die Festspielwochen: reservieren, und zwar für vor oder nach der Vorstellung, nicht mittendrin.

Bestellen solltest du Käsknöpfle – handgeschabte Nockerln mit reichlich Bergkäse, Röstzwiebeln und Apfelmus dazu, das in Vorarlberg nicht Beilage, sondern Bestandteil ist. Der Käse dafür kommt aus dem Bregenzerwald, wo Alp- und Bergkäse in Sennereien reifen und über die Käsestraße bis in die Wirtshäuser der Landeshauptstadt wandern. Daneben steht Riebel, ein Grießgericht aus dem Rheintal, das als Frühstück und als süßes Hauptgericht funktioniert, und als Vorspeise das luftgetrocknete Mostbröckle. Aus dem See kommen Felchen und Kretzer, meist gebraten oder geräuchert, und die Saison dafür ist eine Frage des Fangs, nicht der Karte.

Getrunken wird regional. Die großen Vorarlberger Brauereien sitzen in Dornbirn und Bludenz, ihre Biere stehen praktisch überall auf der Karte, dazu kommen Most und Obstbrände aus dem Rheintal und Weine aus dem nahen Österreich und der Schweiz. Zwei Eigenheiten solltest du kennen: In vielen Wirtshäusern gibt es eine Mittagspause zwischen Mittag- und Abendservice, spontan um 15 Uhr essen zu wollen geht selten gut. Und in der Oberstadt wie in den Vororten haben Gasthäuser oft einen festen Ruhetag – ein kurzer Blick auf die Öffnungszeiten am Vortag erspart den Umweg bergauf.

Restaurants in Bregenz

Alle 8 Restaurants
Bodensee & Wasser

Baden, Schifffahrt und Radwege am Bodensee bei Bregenz

Der See erreicht im Hochsommer rund 20 bis 23 Grad – warm genug für lange Nachmittage, kühl genug für den Sprung nach der Stadtbesichtigung.

Kunsthaus Bregenz
Kunsthaus Bregenz

Zum Baden geht Bregenz an den Strandweg westlich des Hafens. Das Seebad Mili ist der historische Teil: ein Bad auf Holzstegen und Plattformen, das seit 1825 direkt ins Wasser gebaut steht und seinen Spitznamen aus seiner Zeit als Militärbad behalten hat. Gleich daneben liegen Strandbad und Seehallenbad mit Sprungturm, einem Becken für kleinere Kinder, Liegewiesen und Kiosk – im Juli sitzt hier halb Vorarlberg. Wer es kostenlos will, findet an der Uferpromenade Richtung Osten freie Badestellen mit Wiesen und flachem Einstieg. Der Bodensee ist kein Meer: keine Gezeiten, aber vor der Rheinmündung durchaus Strömung, dazu ein Ufer, das schnell tief wird, und Wasser, das im Juni noch spürbar kalt sein kann.

Vom Hafen legen die Kursschiffe der Vorarlberg Lines ab, und das ist die entspannteste Art, den Drei-Länder-See kennenzulernen. Die kurze Variante ist die Fahrt nach Lindau, hinüber zur bayerischen Inselstadt mit ihrer Hafeneinfahrt zwischen Löwe und Leuchtturm; die längeren Kurse führen weiter über den See Richtung Schweiz und in den oberen Seeteil. Fahrplan und Saison solltest du vorher prüfen – im Winter ruht der Kursbetrieb weitgehend, in den Sommermonaten fahren die Schiffe dagegen dicht getaktet, und die Kombination Hinfahrt per Schiff, Rückfahrt per Bahn funktioniert entlang des Ufers verlässlich.

Bregenz liegt am Bodensee-Radweg, der auf rund 260 Kilometern einmal um den See führt und zu den meistbefahrenen Radrouten Europas gehört. Von der Stadt aus fährst du nach Osten in gut einer halben Stunde nach Lindau, nach Westen ins Rheindelta bei Hard und Fußach – ein Naturschutzgebiet mit Schilfgürteln, Beobachtungsständen und einer Vogelwelt, für die Ornithologen aus halb Europa anreisen. Die Strecke ist flach, durchgehend beschildert und auch mit Kindern machbar. Leihräder bekommst du in der Stadt, und viele Kursschiffe nehmen Räder gegen Aufpreis mit, was Tagestouren in eine Richtung möglich macht.

Aufs Wasser kommst du auch selbst. Stand-up-Paddling ist am flachen Vorarlberger Ufer verbreitet, Boards lassen sich in der Saison vor Ort leihen, und für die ersten Meter reicht ein ruhiger Morgen ohne Wind. Wer segeln oder surfen will, findet Vereine und Schulen entlang des Ufers zwischen Bregenz und Hard. Eine Warnung, die hier ernst gemeint ist: Der Bodensee kann bei aufziehendem Wind innerhalb kurzer Zeit unangenehm werden, und die Sturmwarnleuchten an den Ufern blinken nicht zur Dekoration – bei orangem Blinklicht gehören Boards und kleine Boote an Land.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Bregenz und unterwegs im Rheintal

Der Bahnhof liegt zwischen Innenstadt und Seeufer – vom Bahnsteig bis zur Promenade sind es keine fünf Minuten.

Mit der Bahn ist Bregenz aus Deutschland und der Schweiz unkompliziert erreichbar. Von München fährst du je nach Verbindung rund zweieinhalb Stunden, allerdings durchs Allgäu über Memmingen und damit ohne Seeblick; Zürich liegt bei etwa anderthalb Stunden. Wer aus Baden-Württemberg kommt, nimmt die Bodenseegürtelbahn über Friedrichshafen, die dem Nordufer folgt und das Wasser streckenweise direkt vor das Fenster legt. Innerhalb Vorarlbergs verbindet die S-Bahn Bregenz im dichten Takt mit Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bludenz; nach Lindau sind es nur wenige Minuten. Für Reisende ohne Auto ist das der entscheidende Punkt: Fast alle lohnenden Tagesziele im Rheintal liegen an dieser Achse.

Mit dem Auto kommst du über die A14 Rheintal-/Walgauautobahn beziehungsweise aus Deutschland über die A96 und den Pfändertunnel. Für Österreichs Autobahnen brauchst du eine Vignette – digital oder als Klebevignette, erhältlich unter anderem an den letzten Tankstellen vor der Grenze. Rechne in den Festspielwochen und an Sommerwochenenden mit dichtem Verkehr am Seeufer und mit bewirtschafteten Parkflächen im Zentrum. Wer mehrere Tage bleibt, stellt den Wagen am besten für die Dauer ab: In Bregenz selbst brauchst du ihn nicht, und für Ausflüge ist die Bahn meist schneller als die Suche nach einem Parkplatz.

Innerhalb der Stadt kommst du zu Fuß fast überall hin. Vom Bahnhof zum Kornmarktplatz sind es wenige Minuten, zum Kunsthaus ebenso, in die Oberstadt gut eine Viertelstunde bergauf. Für Hanglagen und die Vororte gibt es den Stadtbus, der mit dem übrigen Landesnetz im Verkehrsverbund Vorarlberg zusammenhängt; Tages- und Wochenkarten gelten dabei landesweit, was Ausflüge nach Dornbirn oder in den Bregenzerwald spürbar günstiger macht. Räder lassen sich in der Stadt leihen, und der Uferweg ist die angenehmste Verbindung zwischen Zentrum, Seebad und Nachbarorten.

Flughäfen liegen in mehreren Richtungen, keiner davon direkt vor der Tür. Friedrichshafen auf der deutschen Seeseite ist der nächste, Memmingen, Zürich, München und Innsbruck sind über Bahn oder Bus erreichbar und aus Deutschland selten die erste Wahl – für die meisten Gäste ist die direkte Bahnanreise ohnehin schneller und billiger. Wichtig für alle, die weiter in die Schweiz oder nach Liechtenstein wollen: Dort wird in Franken gezahlt, Karten funktionieren fast überall, und die Grenze überquerst du im Zug oder Bus ohne festen Halt, aber mit gelegentlichen Kontrollen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge in der Region

Ausflüge ab Bregenz in den Bregenzerwald und über die Grenze

Von Bregenz aus erreichst du zwei Staatsgrenzen in weniger als einer halben Stunde, und beide führen in eine andere Landschaft.

Der naheliegendste Ausflug ist Lindau, nur wenige Bahnminuten entfernt und mit dem Schiff sogar noch schöner zu erreichen. Die bayerische Altstadt liegt auf einer Insel im See, die Hafeneinfahrt zwischen steinernem Löwen und Leuchtturm ist eines der bekanntesten Motive des Bodensees, und ein halber Tag reicht für Hafen, Maximilianstraße und einen Kaffee am Wasser. Als Kombination funktioniert das gut: hin mit dem Kursschiff, zurück mit der Bahn, oder umgekehrt. An Sommerwochenenden ist die Insel voll – wer kann, fährt am Vormittag oder am späten Nachmittag.

Nach Süden und Osten öffnet sich der Bregenzerwald, und das ist der Ausflug, der Bregenz zur Basis macht. Die Landbusse fahren ab Bregenz ins Tal, nach Schwarzenberg mit seinen holzgeschindelten Fassaden, nach Andelsbuch, wo im Werkraum Haus das Handwerk der Region ausgestellt wird, und weiter nach Bezau. Der Bregenzerwald ist zugleich Käseland – die Käsestraße verbindet Sennereien, Alpen und Gasthäuser – und eine der bekanntesten Adressen für zeitgenössische Holzarchitektur, mit Bushaltestellen, Schulen und Werkstätten, für die Architekten eigens anreisen. Ein Tag reicht für einen ersten Eindruck, drei wären besser.

Im Rheintal reihen sich die Nachbarstädte in Bahnminuten auf. Dornbirn ist die größte Stadt Vorarlbergs, mit dem Naturmuseum inatura und der Karrenbahn auf den Hausberg. Hohenems hat mit dem Jüdischen Museum in der Villa Heimann-Rosenthal, mitten im ehemaligen jüdischen Viertel, eine der aufschlussreichsten Ausstellungen des Landes und ist einer der Spielorte der Schubertiade. Feldkirch trägt eine erhaltene Altstadt mit Laubengängen und die Schattenburg über den Dächern. Und zwischen all dem liegt das Rheindelta bei Hard und Fußach, ein Naturschutzgebiet aus Schilf und Flachwasser, in dem im Frühjahr und Herbst Zugvögel rasten.

Über die Grenzen wird es endgültig international. St. Gallen in der Schweiz erreichst du in gut einer Stunde; die barocke Stiftsbibliothek dort gehört zum UNESCO-Welterbe und ist einer der eindrucksvollsten Bibliotheksräume Europas. Dahinter steigt der Alpstein mit dem Säntis an, dessen Gipfel per Seilbahn erreichbar ist. Liechtenstein mit der Hauptstadt Vaduz liegt eine knappe Stunde südlich, das Fürstentum lässt sich an einem Nachmittag abhandeln. Alle diese Ziele funktionieren als Tagesausflug ab Bregenz, ohne dass du das Hotel wechseln musst – genau das macht die Stadt als Standquartier so praktisch.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Bregenz – und welches zu dir passt

InnenstadtInnenstadtZwischen Bahnhof, Kornmarktplatz und Leutbühel liegt das kompakte Zentrum mit Museen, Theater, Einkaufsstraßen und den meisten Hotels und Cafés der Stadt. Vom Bahnsteig bis zur Seepromenade sind es keine fünf Minuten, in die Oberstadt eine Viertelstunde bergauf.Ideal für: Erste Basis ohne Auto1 TagHafen / SeepromenadeHafen / SeepromenadeDer Uferstreifen mit Festspielgelände, Festspielhaus, Casino, Schiffsanlegern und Liegewiesen ist im Sommer die Bühne der Stadt und im Winter ein stiller Spazierweg. Von hier legen die Kursschiffe nach Lindau ab, und die Promenade läuft durchgehend Richtung Osten weiter.Ideal für: Festspiele & Seeluft½ TagOberstadtOberstadtDer ummauerte mittelalterliche Kern über der Stadt, mit Martinsturm, Stadttor, Mauerresten und dem Deuringschlössle. Ein paar Gassen, ein paar Wirtshäuser mit Vorarlberger Küche und ein Blick über die Dächer auf den See – abends deutlich ruhiger als unten am Wasser.Ideal für: Geschichte & Ruhe½ TagFluhFluhDie Streusiedlung am Hang über Bregenz: Wiesen, Obstbäume, verstreute Häuser und immer wieder Blickschneisen auf den Bodensee. Für Wanderungen Richtung Pfänder und Gebhardsberg ist die Hanglage der natürliche Ausgangspunkt, ins Zentrum bringt dich der Stadtbus.Ideal für: Aussicht & Wandern½ TagVorklosterVorklosterWestlich der Bahnlinie liegt der alltäglichste Teil von Bregenz, benannt nach seiner Lage vor dem Zisterzienserkloster Mehrerau. Wohnblöcke, Werkstätten und Vereinslokale statt Kulisse, dafür niedrigere Preise, kurze Wege ins Zentrum und der Weg hinaus ins Rheindelta.Ideal für: Günstig wohnenwenige StundenRiedenRiedenRuhige Wohnlage am Rand des Zentrums, mit Gärten, wenig Verkehr und kurzen Wegen in die Altstadt. Wer abends nicht mehr in ein Auto steigen, tagsüber aber auch keine Festspielmenge vor der Tür haben will, wohnt hier richtig – zum Seeufer läuft man ein paar Minuten.Ideal für: Ruhig übernachtenwenige Stunden
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Bregenz und das Wetter am Bodensee im Jahreslauf

Bregenz gehört zu den niederschlagsreichsten Städten Österreichs, dafür federt der See die Temperaturen in beide Richtungen ab.

Das Klima in Bregenz ist gemäßigt und stark vom Bodensee geprägt: Der See hält die Winter milder und die Sommer weniger drückend, als es die Lage am Alpenrand vermuten ließe. Dafür fällt hier viel Niederschlag, im Sommer häufig als kurzes Nachmittagsgewitter aus den Bergen, im Spätherbst als tagelanges Grau. Föhntage bringen im Frühjahr und Herbst ungewöhnlich warme Luft und eine Fernsicht, bei der du vom Pfänder aus die Gipfel des Alpsteins bis zum Säntis auszählen kannst. Wichtiger als das Thermometer ist aber der Kalender: Von Mitte Juli bis Ende August bestimmen die Festspiele Preise, Andrang und Verfügbarkeit.

Jan4°-2°grau, Nebel im Rheintal
Feb6°-2°kalt, Museumswetter
Mär11°1°erste Sonnentage am Ufer
Apr15°5°wechselhaft, Hänge grünen
Mai19°9°lange Abende, ideal
Jun23°12°warm, Gewitter am Nachmittag
Jul25°14°Festspiele, Stadt am Anschlag
Aug24°14°See am wärmsten, voll
Sep20°11°klare Fernsicht, ideal
Okt14°7°Föhntage, weiter Blick
Nov8°2°trüb, Museumsmonat; ab Mitte November Bregenzer Weihnacht
Dez4°-1°Bregenzer Weihnacht am Kornmarktplatz

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Bregenz sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 19 und 23 Grad, die Uferwege sind frei, der Pfänder liefert an klaren Tagen die volle Fernsicht, und die Hotelpreise bewegen sich im Normalbereich. Juli und August gehören den Festspielen und dem See – warm, lebendig, teuer und früh ausgebucht. Wer wandern und baden kombinieren will, kommt Ende Juni oder Anfang September; wer Kunst und Ruhe sucht, im November oder Februar, wenn die Stadt wieder sich selbst gehört.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Bregenz

Wie viele Tage sollte man für Bregenz einplanen?
Zwei volle Tage decken Seeufer, Kunsthaus, vorarlberg museum, Oberstadt und den Pfänder ab, ohne dass es hektisch wird. Ein Tag reicht für einen ersten Eindruck, wenn du früh mit der Pfänderbahn hinauffährst. Mit drei bis vier Tagen kommen Bregenzerwald, Lindau und das Rheintal dazu – und ein Festspielabend braucht ohnehin einen eigenen Tag.
Was sollte man in Bregenz auf keinen Fall auslassen?
Die Auffahrt mit der Pfänderbahn am frühen Morgen, das Kunsthaus Bregenz von Peter Zumthor, den Martinsturm samt Galerie in der Oberstadt und einen Spaziergang über die Seepromenade am Festspielgelände vorbei. Dazu ein Teller Käsknöpfle in einem Wirtshaus abseits des Ufers – das ist die Version von Vorarlberg, die auf keiner Ansichtskarte steht.
Lohnt sich die Fahrt mit der Pfänderbahn?
Ja, und zwar mehr als jedes Museum, wenn das Wetter mitspielt. Die Bahn überwindet in wenigen Minuten gut sechshundert Höhenmeter, oben warten der frei zugängliche Alpenwildpark, in der Sommersaison eine Greifvogelschau und ein Panorama über den ganzen Bodensee. Prüfe vor dem Kauf die Bergwetterlage – bei geschlossener Wolkendecke siehst du oben nichts.
Wie kommt man an Karten für die Bregenzer Festspiele?
Über den offiziellen Vorverkauf, der lange vor der Saison startet. Gute Kategorien an Wochenenden sind früh vergriffen, unter der Woche und in den Randterminen der Saison hast du deutlich bessere Chancen. Buche Karte und Hotel möglichst gleichzeitig, denn in den Festspielwochen ziehen die Übernachtungspreise in Bregenz und an den Nachbarorten kräftig an.
Was passiert bei Regen auf der Seebühne?
Gespielt wird auch bei Wind und leichtem Regen – die Seebühne ist dafür ausgelegt, das Publikum sitzt im Freien. Erst wenn das Wetter eine Aufführung unmöglich macht, wird ins benachbarte Festspielhaus verlegt, dann allerdings in reduzierter Form. Nimm deshalb immer eine Regenjacke mit, auch wenn der Nachmittag hochsommerlich war; Schirme sind auf der Tribüne unpraktisch.
Kann man im Bodensee bei Bregenz baden?
Ja. Von Juni bis September liegt die Wassertemperatur meist zwischen 18 und 23 Grad, im Hochsommer am oberen Ende. Das Seebad Mili ist das klassische Freibad direkt am Wasser, kostenlose Badestellen findest du an der Uferpromenade Richtung Osten. Der Einstieg wird schnell tief, und im Juni fühlt sich der See noch deutlich kühler an, als der Sonnenschein vermuten lässt.
Wo übernachtet man in Bregenz am besten?
Innenstadt und Seeufer sind die erste Wahl, weil du von dort alles zu Fuß erreichst und nach einem Festspielabend nicht mehr fahren musst. Die Oberstadt ist die ruhigere Variante zehn Minuten bergauf, Vorkloster und Rieden sind günstiger und trotzdem zentrumsnah. Wenn Bregenz ausgebucht ist, weiche auf Lochau, Hard, Hörbranz, Lindau oder Dornbirn aus.
Was isst man in Bregenz typischerweise?
Käsknöpfle mit Bergkäse aus dem Bregenzerwald, Röstzwiebeln und Apfelmus sind das Nationalgericht der Region. Dazu kommen Riebel, ein Grießgericht aus dem Rheintal, das luftgetrocknete Mostbröckle als Vorspeise und Fisch aus dem See, meist Felchen oder Kretzer. Getrunken wird Bier aus Dornbirn oder Bludenz, dazu Most und Obstbrände aus dem Rheintal.
Wie kommt man ohne Auto nach Bregenz?
Mit der Bahn, und zwar bequem: Der Bahnhof liegt zwischen Innenstadt und Seeufer, von München sind es je nach Verbindung rund zweieinhalb Stunden, von Zürich etwa anderthalb. Innerhalb Vorarlbergs verbindet die S-Bahn Bregenz dicht getaktet mit Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bludenz, nach Lindau dauert es nur wenige Minuten.
Wo parkt man in Bregenz?
In den bewirtschafteten Parkflächen und Garagen rund um Bahnhof und Zentrum – in die engen Gassen der Oberstadt fährst du besser gar nicht erst hinein. Frag im Hotel nach Stellplatz und Tagessatz, viele Häuser haben Kontingente. In den Festspielwochen und an Sommerwochenenden ist der Parkraum am Seeufer knapp; ohne Auto bist du in Bregenz ohnehin schneller unterwegs.
Lohnt sich Bregenz mit Kindern?
Ja, vor allem wegen der Kombination aus See und Berg. Der Alpenwildpark auf dem Pfänder mit Rehen, Steinböcken und Murmeltieren ist frei zugänglich, die Bergfahrt selbst schon ein Erlebnis, und im Seebad Mili verbringt man einen kompletten Nachmittag. Dazu Schiffsfahrten auf dem Bodensee, der flache Radweg am Ufer und das Rheindelta mit seiner Vogelwelt.
Was kann man in Bregenz bei Regen machen?
Kunsthaus Bregenz und vorarlberg museum füllen zusammen einen kompletten Tag, dazu der Martinsturm mit seiner Stadtgeschichte-Ausstellung und der Kapelle. Wer mehr braucht, fährt in zehn Bahnminuten nach Dornbirn ins Naturmuseum inatura oder nach Hohenems ins Jüdische Museum. Und an grauen Tagen wirkt Zumthors Lichtführung im Kunsthaus stärker als bei praller Sonne.
Wann ist die beste Reisezeit für Bregenz?
Mai, Juni und September mit Höchstwerten zwischen 19 und 23 Grad, freien Uferwegen und normalen Hotelpreisen. Juli und August sind warm und lebendig, aber von den Festspielen bestimmt – Karten und Zimmer musst du früh buchen. November bis Februar ist die stille Zeit für Museen und Kaffeehäuser, ab Mitte November kommt die Bregenzer Weihnacht am Kornmarktplatz dazu.

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