Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bregenz
Zwischen Kunsthaus, Kornmarktplatz und Martinsturm liegen keine zwei Kilometer, du brauchst in Bregenz weder Bus noch Auto.
Am Seeufer steht der Bau, an dem sich die Stadt misst: das Kunsthaus Bregenz, 1997 nach Plänen von Peter Zumthor fertiggestellt, ein Kubus aus geätzten Glasschindeln, der von außen wie ein mattes Lichtobjekt wirkt und innen fast ohne Kunstlicht auskommt – das Tageslicht sickert über die Fassade in die Ausstellungsräume. Gezeigt wird ausschließlich Gegenwartskunst, meist in wenigen großen Einzelausstellungen pro Jahr, für die Künstlerinnen und Künstler das ganze Haus bespielen. Selbst wenn dich die laufende Position kaltlässt, sind Treppenhaus und Lichtführung den Eintritt wert, und ins Café am Karl-Tizian-Platz kommst du auch ohne Ticket.
Zwei Minuten weiter am Kornmarktplatz steht das vorarlberg museum, 2013 eröffnet und schon von außen ungewöhnlich: In den Beton der Fassade sind tausende Blüten geprägt, deren Form von den Böden gewöhnlicher PET-Flaschen stammt. Drinnen läuft die Geschichte des Landes von der römischen Siedlung Brigantium über Stickerei und Textilindustrie bis in die Gegenwart, dazu Wechselausstellungen, die oft mehr über Vorarlberg erzählen als jeder Überblickstext. Am selben Platz spielt das Vorarlberger Landestheater im Theater Kornmarkt, und die Ränder des Platzes sind eine der besseren Adressen für einen Kaffee im Freien.
Von der Innenstadt führt die Maurachgasse in wenigen Minuten hinauf in die Oberstadt, den ummauerten Kern, aus dem Bregenz gewachsen ist. Das Wahrzeichen dort ist der Martinsturm mit seiner wuchtigen barocken Zwiebelhaube aus der Zeit um 1600; im Erdgeschoss liegt eine Kapelle mit mittelalterlichen Fresken, darüber eine Ausstellung zur Stadtgeschichte, betreut vom vorarlberg museum, und ganz oben eine Galerie mit Blick über See und Rheintal. Ringsum stehen Mauerreste, ein Stadttor und das Deuringschlössle. Etwas unterhalb steht die Stadtpfarrkirche St. Gallus, außen zurückhaltend, innen mit einer hellen Ausstattung des 18. Jahrhunderts, die kaum jemand hinter dieser Fassade vermutet.
Der Rest verteilt sich am Wasser. Die Seebühne kannst du auch außerhalb der Festspielwochen vom Ufer aus ansehen – ein Bühnenbild bleibt zwei Sommer lang stehen und ist von der Promenade aus umsonst zu haben. Daneben liegen Festspielhaus und Casino Bregenz, davor der Hafen, von dem die Schiffe der Vorarlberg Lines ablegen. Westlich des Festspielgeländes, am Strandweg, liegt das Seebad Mili, 1825 als Militärbad der Garnison erbaut und damit die älteste Badeanstalt am Bodensee – ein hölzerner Pfahlbau, dem der Spitzname aus jener Zeit geblieben ist. Und wer Höhe will, ohne gleich auf den Pfänder zu fahren, steigt auf den Gebhardsberg zur Ruine der Burg Hohenbregenz und zur Wallfahrtskirche St. Gebhard.














