Wer Bregenz abseits der touristischen Hauptachsen erleben möchte, findet in Fluh einen Stadtteil, der das alltägliche Vorarlberg zeigt: ruhige Wohnstraßen, Hanglagen mit freiem Blick über den Bodensee und eine Atmosphäre, die eher vom Leben der Einheimischen als vom Reisebetrieb geprägt ist. Hier parken keine Reisebusse, und die Wege sind nicht mit Hinweisschildern zugepflastert – wer hierher kommt, kommt bewusst. Die Lage von Fluh ist einer der größten Vorzüge des Viertels. Der Stadtteil schmiegt sich an die Hänge oberhalb von Bregenz, was ihm eine natürliche Distanz zum Trubel der Innenstadt verleiht, ohne dass man weit entfernt wäre. Zu Fuß oder mit dem Bus ist die Bregenzer Altstadt mit dem Martinsturm und dem Vorarlberg Museum gut erreichbar. Gleichzeitig öffnet sich von den höher gelegenen Straßen ein Panorama, das den Bodensee in seiner ganzen Breite zeigt – morgens, wenn das Licht flach über das Wasser streicht, ist das ein Anblick, der sich einprägt. Das Viertel spricht vor allem jene an, die Bregenz nicht nur als Kulisse für die berühmten Festspiele sehen, sondern die Stadt als Lebensraum verstehen wollen. Familien, Wanderer, die die Routen rund um den Pfänder erkunden, und Reisende, die ruhige Unterkünfte einer zentralen Hotellage vorziehen, fühlen sich hier wohl. Die Nähe zur Natur ist spürbar: Grünflächen, Obstgärten und Waldränder sind keine Seltenheit in diesem Teil von Bregenz. Gastronomisch und infrastrukturell ist Fluh ein Wohnviertel ohne eigene Restaurantszene im klassischen Sinne – wer abends ausgehen möchte, fährt in die Bregenzer Innenstadt oder in die Nähe des Seeufers. Das macht den Stadtteil ehrlich: Er ist kein aufgehübschtes Touristenviertel, sondern ein echter Teil einer mittelgroßen österreichischen Stadt, in der das Leben seinen eigenen Rhythmus hat.

Pfänder
Der Pfänder bei Bregenz bietet einen der weitreichendsten Panoramablicke der Alpen – über den Bodensee bis hin zu vier Ländern.
Panoramablick auf bis zu 200 Alpengipfel und vier Länder gleichzeitig