Stadt · Österreich

Dornbirn

Ein paar Kilometer hinter dem Marktplatz hört die Stadt auf, und der Weg führt in eine Schlucht, in der die Dornbirner Ach zwischen senkrechten Felswänden verschwindet.

3 Stadtviertel5 Sehenswürdigkeiten4 Hotels
Überblick

Deine Dornbirn-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Dornbirn ist ganzjährig bereisbar. Der Frühling (April bis Juni) bringt grüne Hänge, wenig Touristen und angenehme Temperaturen für Wanderungen in der Rappenlochschlucht. Der Sommer (Juli/August) ist die Hauptsaison mit Messeevents, vollem Veranstaltungskalender und warmem Wetter am Waldbad Gütle. Der Herbst überzeugt mit goldenen Wäldern und ruhigerer Atmosphäre. Winter in Dornbirn ist mild verglichen mit den Bergregionen – für Skifahrer ist die Stadt Ausgangspunkt, kein Ziel.
Mobilität vor Ort
Dornbirn liegt verkehrsgünstig an der Rheintal-Autobahn A14 und an der Bahnlinie zwischen Bregenz und Feldkirch. Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut; mit dem Vorarlberg-Ticket lässt sich die gesamte Region komfortabel erkunden.
Nahverkehr
Stadtbusse verbinden die Stadtteile regelmäßig. Die Bahnverbindungen nach Bregenz und Feldkirch fahren im Stundentakt, Regionalzüge auch öfter. Das Vorarlberg-Ticket gilt auf allen Linien des Landes.
Vom Flughafen
Der nächste internationale Flughafen ist Friedrichshafen (FDH) in Deutschland, ca. 45 Minuten mit dem Auto. Zürich-Flughafen (ZRH) ist in etwa 1,5 Stunden erreichbar und bietet mehr Verbindungen.
Über Dornbirn

Reisen nach Dornbirn

Dornbirn ist mit rund 50.000 Einwohnern die größte Stadt Vorarlbergs und zugleich die am wenigsten offensichtliche: keine geschlossene Altstadtkulisse, sondern ein weiter Marktplatz mit dem rot gestrichenen Rheintalhaus von 1639, der klassizistischen Stadtpfarrkirche St. Martin und Caféterrassen, auf denen der halbe Ort seinen Nachmittag verbringt. Ringsum liegt eine Stadt, die im 19. Jahrhundert von der Textilindustrie geformt wurde – aus ihren Fabrikbauten sind mehrere Kulturbühnen geworden, und auf dem Areal der stillgelegten Rüsch-Werke, einer Eisengießerei und Maschinenfabrik, stehen heute das Naturmuseum inatura und der Kunstraum in der alten Montagehalle. Östlich davon endet das Siedlungsgebiet abrupt am Hang: Im Gütle beginnen Rappenloch- und Alplochschlucht mit dem Staufensee dazwischen, darüber steht der 976 Meter hohe Karren mit Seilbahn und verglaster Aussichtskante, und eine schmale Straße mit Tunneln führt hinauf ins Bergdorf Ebnit. Nach Bregenz an den Bodensee sind es mit dem Zug rund eine Viertelstunde, in den Bregenzerwald mit dem Landbus eine halbe bis dreiviertel Stunde – als Standquartier für Rheintal, See und Wald funktioniert Dornbirn damit sehr gut.

Dornbirn – Karte
Reiseführer

Dornbirn von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Am Marktplatz sitzen um vier Uhr nachmittags Handwerker, Studentinnen und Rentner an denselben Tischen, hinter ihnen steht ein tiefrot gestrichenes Holzhaus von 1639. Ein paar Kilometer weiter östlich hört die Stadt dann einfach auf – dort schiebt sich die Dornbirner Ach zwischen senkrechte Felswände, und darüber hängt eine Seilbahn im Draht. Dornbirn ist die größte Stadt Vorarlbergs und trotzdem keine, die sich in Szene setzt, sondern eine Fabrikstadt, die ihre Hallen zu Museen umgebaut hat und draußen am Hang an der Felswand endet.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dornbirn

Das Zentrum läufst du in zwanzig Minuten ab – die Ziele, für die Dornbirn steht, liegen dort, wo die Stadt an den Hang stößt.

Alles beginnt am Marktplatz, und zwar an einem Haus, das auf jedem Bild der Stadt auftaucht: dem Roten Haus von 1639, einem Rheintalhaus mit Holzschindeln, dessen tiefrote Fassade der einzige laute Farbton am ganzen Platz ist. Schräg gegenüber steht die Stadtpfarrkirche St. Martin, ein klassizistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert, dessen Säulenportikus im Rheintal ohne Vergleich dasteht. Dazwischen Brunnen, Bäume, Terrassen und an Markttagen die Stände der Produzenten aus der Umgebung. Dieser Platz ist kein Museumsstück, sondern der Ort, an dem sich Dornbirn tatsächlich trifft – am ehrlichsten spätnachmittags an einem Werktag.

Wenige Gehminuten weiter, im Stadtpark, steht die inatura in den Bauten eines ehemaligen Werksareals. Das Naturmuseum erzählt Vorarlberg von unten nach oben – Rheintal, Wald, Fels, Wasser – und tut das fast durchgehend zum Anfassen, Drehen und Ausprobieren statt hinter Glas. Erwachsene bleiben meist an den Modellen zur Entstehung der Berge hängen, Kinder an den Mitmachstationen; dazu kommen wechselnde Sonderausstellungen. Weil alles im Inneren liegt und der Weg vom Zentrum kurz ist, ist die inatura zugleich der beste Plan B, wenn im Rheintal der Dauerregen einsetzt.

Gleich nebenan liegt die Montagehalle, eine offene Stahlhalle aus der Industriezeit, die als Kunstraum Dornbirn für Gegenwartskunst bespielt wird – große Installationen in einem Raum, der selbst schon eine Ansage ist. Die Ausstellungen laufen saisonal, ein Blick ins Programm vor dem Besuch lohnt sich also. Dass die Stadt Baukultur ernst nimmt, merkst du auch sonst: In Dornbirn sitzt das Vorarlberger Architektur Institut, und zwischen Altbauten stehen immer wieder klare Holz- und Betonbauten der letzten Jahrzehnte, für die die Region international bekannt geworden ist.

Die beiden Ziele, für die Besucher eigens anreisen, liegen allerdings außerhalb des Zentrums, beide in östlicher Richtung am Hang. Im Gütle beginnen die Rappenloch- und die Alplochschlucht mit ihren Stegen hoch über der Dornbirner Ach, darüber bringt die Karrenseilbahn dich in wenigen Minuten auf 976 Meter zum Panoramarestaurant und zur verglasten Karrenkante. Beides passt an einem Tag zusammen, wenn du früh startest. Und beides hat seine Tücken – die Wintersperre in den Schluchten, Wartungspausen und Wetterlaunen am Berg –, um die es in den nächsten beiden Abschnitten geht.

Sehenswürdigkeiten in Dornbirn

Schluchten & Gütle

Rappenlochschlucht und Alplochschlucht im Gütle

Unten in der Schlucht ist es feucht, kühl und laut – Sandalen und Kinderwagen sind hier die falsche Ausrüstung.

Die Dornbirner Ach hat sich östlich der Stadt zwei Schluchten in den Fels gefräst, die unmittelbar hintereinander liegen. Vom Gütle aus kommt zuerst die Rappenlochschlucht, die bekanntere der beiden – sie zählt zu den größten Schluchten Mitteleuropas, und wer zwischen den senkrechten Wänden steht, versteht sofort, warum: Über dir bleibt vom Himmel ein schmaler Streifen, unter dir schiebt sich das Wasser grünlich durch ausgewaschene Kessel, und die Gischt hängt auch an trockenen Sommertagen in der Luft. Oberhalb des Staufensees folgt das Alploch, die engere der beiden Schluchten. Der Weg führt über Stege und durch in den Fels geschlagene Passagen, nicht über einen Spazierweg.

Der klassische Rundgang startet im Gütle am östlichen Stadtrand, zieht durch die Rappenlochschlucht hinauf zum Staufensee und weiter in die enge Alplochschlucht; zurück geht es über den Waldweg oberhalb der Schlucht oder auf demselben Weg. Je nach Tempo und Fotostopps solltest du dafür rund zwei bis drei Stunden einplanen. Der Staufensee ist kein Naturgewässer, sondern ein Speicher, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Stromversorgung der Dornbirner Textilbetriebe angelegt wurde – heute ein sehr ruhiger Punkt mit Bergwald ringsum und eine sinnvolle Pause zwischen den beiden Schluchten. Wer mehr will, geht vom See weiter talein Richtung Ebnit.

Ein Punkt, den du vor der Anreise klären solltest: Die Schluchtwege liegen in Felssturzgebiet, nach großen Abbrüchen war der Zugang jahrelang gesperrt. Inzwischen sind beide wieder offen – das Rappenloch seit 2023, das Alploch seit 2024 – und frei zugänglich. Entscheidend ist die Saison: In den Wintermonaten sind die Schluchten aus Sicherheitsgründen gesperrt, begehbar sind sie in der Regel von Anfang Mai bis Ende Oktober. Kurzfristige Sperren für Sicherungsarbeiten bleiben möglich; hol dir deshalb kurz vor der Fahrt die aktuelle Auskunft der Stadt beziehungsweise des Tourismusbüros, statt dich auf ältere Reiseberichte oder Fotos aus sozialen Netzwerken zu verlassen. Ist alles offen, brauchst du feste Schuhe mit Profil, eine dünne Jacke – in der Schlucht ist es deutlich kühler als im Tal – und Geduld an den engen Stellen.

Am Talausgang liegt das Gütle, und dort hängt mehr an der Schlucht als nur der Weg. Das Waldbad Enz an der Gütlestraße, kurz vor dem Gütle, ist ein Freibad im Wald, das in der Sommersaison die Familien der halben Stadt anzieht, daneben gibt es Gastronomie und die Talstation der Karrenseilbahn – Schlucht und Berg lassen sich also ohne Ortswechsel kombinieren. Mit kleinen Kindern ist die komplette Runde zu lang und stellenweise ausgesetzt; dann reicht der Weg bis zum ersten großen Aussichtspunkt und zurück. Ohne Auto kommst du mit dem Stadtbus hin, die Parkplätze im Gütle sind an Sommerwochenenden früh voll.

Aktivitäten & Touren in Dornbirn

Hausberg

Mit der Karrenseilbahn auf den Karren über Dornbirn

Wenige Minuten Fahrt trennen den Talboden von einer Kanzel, die frei über der Felswand hängt.

Karrenseilbahn und Karrenkante
Karrenseilbahn und Karrenkante

Der Karren ist Dornbirns Hausberg, 976 Meter hoch, und er steht so nah an der Stadt, dass die Seilbahn praktisch aus dem Siedlungsgebiet startet. Die Talstation liegt östlich des Zentrums in Richtung Gütle und ist mit dem Stadtbus oder zu Fuß erreichbar; die Fahrt selbst dauert nur wenige Minuten und gewinnt dabei über fünfhundert Höhenmeter. Weil der Berg als Felsrücken direkt über dem Talboden aufragt, kippt der Blick sofort: Unter dir liegt das komplett flache Rheintal mit seinen Städten in Reihe, rechts öffnet sich der Bodensee, links staffeln sich die Ketten von Alpstein und Vorarlberger Bergen.

Oben ist die Hauptattraktion nicht der Gipfel, sondern die Karrenkante – eine verglaste Aussichtsplattform, die über die Felskante hinausgeschoben ist und dir den Talboden senkrecht unter die Füße legt. Auch das Panoramarestaurant an der Bergstation ist ein weitgehend verglaster Bau, der auf Stahlträgern selbst über die Kante hinausragt und Vorarlberger Küche mit dieser Aussicht kombiniert; wer nicht schwindelfrei ist, sucht sich hier besser einen Tisch weiter innen. An klaren Föhntagen im Herbst reicht der Blick über den ganzen See; an Hochsommertagen liegt oft Dunst im Tal, dann ist der frühe Morgen die bessere Wahl.

Für alle, die nicht nur schauen wollen, ist der Karren ein Startpunkt statt ein Ziel. Vom Bergrestaurant führen Wanderwege weiter über die Hangkante Richtung Bergwald und hinunter ins Gütle – der Abstieg ist steil, durchgehend im Wald und je nach Kondition eine gute Stunde Arbeit für die Knie, dafür sparst du dir die Talfahrt. Beliebt ist auch die Kombination andersherum: morgens durch die Schluchten, mittags mit der Bahn hinauf, oben essen, zu Fuß zurück. Feste Schuhe brauchst du in beiden Richtungen, Turnschuhe rutschen auf dem feuchten Waldboden.

Der zweite Berg der Stadt heißt Bödele und liegt auf gut tausend Metern oberhalb von Dornbirn, erreichbar über eine kurvige Straße oder mit dem Bus. Im Sommer ist die Hochfläche ein Wandergebiet mit weiten Wiesen und Blick auf die Bregenzerwälder Gipfel, im Winter ein kleines, familientaugliches Skigebiet mit Loipen – schneesicher ist es auf dieser Höhe allerdings nicht jedes Jahr. Für ernsthaftes Skifahren fährst du besser eine Dreiviertelstunde weiter nach Damüls oder Mellau; das Bödele ist die Variante für einen halben Tag Schnee ohne große Anfahrt.

Familien & Regentage

Dornbirn mit Kindern und was an Regentagen bleibt

Im Rheintal regnet es mehr als im deutschen Flachland – ein Plan B gehört hier zu jeder Reiseplanung dazu.

inatura im Stadtpark
inatura im Stadtpark

Der Anker für Familien ist die inatura im Stadtpark. Das Museum ist konsequent auf Ausprobieren gebaut: Stationen zum Kurbeln, Tasten und Hören, lebende Tiere in Terrarien, ein Zugang zu Geologie und Wald, der ohne Vorwissen funktioniert. Kinder ab etwa vier Jahren kommen gut zurecht, Schulkinder halten leicht zwei bis drei Stunden durch, und weil das Haus mitten in der Stadt liegt, lässt es sich mit einem Eis am Marktplatz abschließen. Prüfe vorher, ob gerade eine Sonderausstellung läuft – die bindet an Regentagen zusätzliche Besucher.

Draußen sind die naheliegenden Ziele das Waldbad Enz im Sommer und der Karren das ganze Jahr. Die Seilbahnfahrt ist für Kinder ein eigenes Ereignis, oben reicht eine kurze Runde ums Bergrestaurant, bevor es hungrig wieder hinuntergeht. Die Rappenlochschlucht dagegen ist kein Kleinkinderziel: nasse Stege, Absturzkanten, streckenweise laut und eng – mit Tragehilfe statt Kinderwagen machbar, mit Laufanfängern eine Geduldsprobe. Ab dem Grundschulalter ist die Schlucht dann genau das Abenteuer, an das sich die Kinder nach der Reise erinnern.

Für Tage, an denen es durchzieht, hat das Rheintal mehr zu bieten, als der Ortsplan vermuten lässt. Neben der inatura sind das der Kunstraum in der Montagehalle, die Mohren Biererlebniswelt am Brauereistandort mit Brauereimuseum und Führungen, das Veranstaltungsprogramm im Kulturhaus und – ganz unromantisch, aber praktisch – die großen überdachten Einkaufsflächen am Stadtrand, die an Regensamstagen halb Vorarlberg anziehen. In der Nachbarschaft kommen das Kunsthaus Bregenz mit seiner Hülle aus geätztem Glas am Seeufer und die Museen in Hohenems dazu, beide in weniger als einer halben Stunde erreichbar.

Praktisch unterwegs: Das Zentrum ist flach und in wenigen Minuten durchquert, die Stadtbusse verbinden Bahnhof, Marktplatz und die Talstationen am Ostrand. Weil sich Dornbirn über eine große Fläche zieht, lohnt es sich, Ziele am Hang zu bündeln statt zwischen Zentrum und Gütle hin- und herzufahren. Und plane bei Kindern eher weniger als mehr: Ein Vormittag inatura, ein Nachmittag am Berg und ein Abendessen im Wirtshaus füllen einen Tag in Dornbirn vollständig aus.

Rundgang & Tagesplan

Dornbirn an einem Tag vom Marktplatz ins Gütle

Ein voller Tag reicht für Stadt, Schlucht und Berg – aber nur, wenn du die Reihenfolge nicht falsch herum wählst.

Starte am Marktplatz, solange die Terrassen noch leer sind. Erst das Rote Haus von 1639 und die Stadtpfarrkirche St. Martin mit ihrem Säulenportikus, dann ein Kaffee an einem der Tische am Platz, von dem aus du siehst, wie die Stadt in Gang kommt. Danach durch Marktstraße und die Gassen ringsum, wo zwischen Geschäften und Konditoreien immer wieder Bauten stehen, die aus der Textilzeit stammen. Wer geführt gehen will, findet in Dornbirn regelmäßig Stadtrundgänge, die genau diese Schichten – Bauernort, Fabrikstadt, Gegenwartsarchitektur – nacheinander aufblättern.

Gegen zehn wechselst du in den Stadtpark zur inatura. Zwei Stunden sind ein realistisches Maß, mit Kindern eher drei; danach lohnt der Blick in die benachbarte Montagehalle, wenn dort gerade eine Ausstellung des Kunstraums läuft. Zum Mittagessen musst du nicht weit: Rund um den Marktplatz gibt es vom Wirtshaus bis zum Restaurant im Roten Haus alles, was du für eine ordentliche Pause brauchst. Halte es leicht – der Nachmittag geht in die Schlucht, und mit vollem Magen sind die Stege kein Vergnügen.

Am frühen Nachmittag fährst du ins Gütle, mit dem Stadtbus oder in wenigen Autominuten. Von dort führt der Weg durch das Rappenloch hinauf zum Staufensee und weiter durch das Alploch – zwei bis drei Stunden, feste Schuhe, dünne Jacke. Prüfe vorher, ob die Wege offen sind; im Winter sind die Schluchten gesperrt, und dann hängst du stattdessen den Berg an: Die Talstation der Karrenseilbahn liegt ohnehin gleich nebenan, und die Karrenkante mit Blick über das ganze Rheintal ist der bessere Ersatz als jeder Umweg.

Für den Abend zwei Möglichkeiten. Entweder du bleibst oben und isst im Panoramarestaurant am Karren, während unten die Lichter des Rheintals angehen – dann brauchst du die letzte Talfahrt im Blick, die je nach Saison früh liegt. Oder du fährst zurück ins Zentrum und lässt den Tag in einem Wirtshaus mit Käsknöpfle und einem Mohrenbier ausklingen. Bei zwei Tagen hängst du am nächsten Morgen den Bregenzerwald oder Bregenz an; drei Tage decken zusätzlich einen Abstecher über die Grenze nach St. Gallen oder ins Rheindelta ab.

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Stadtteile

Die Stadtteile von Dornbirn zwischen Markt und Hang

Dornbirn ist aus mehreren eigenständigen Dörfern zusammengewachsen, und das merkst du bis heute an jedem Ortskern.

Marktplatz und Rotes Haus
Marktplatz und Rotes Haus

Das Zentrum heißt schlicht Markt und ist der einzige Teil der Stadt, der städtisch gebaut ist: Marktplatz mit dem Roten Haus und St. Martin, Marktstraße als Einkaufsachse, Kulturhaus, Verwaltung, Gastronomie, dazu der Bahnhof in Gehweite. Wer ohne Auto anreist oder nur einen Tag bleibt, wohnt hier richtig – von diesem Punkt aus erreichst du alles Innerstädtische zu Fuß und alles Äußere mit einer kurzen Busfahrt. Abends bleibt es ruhiger, als die Größe der Stadt vermuten lässt; Dornbirn ist kein Ausgehziel, sondern eine Arbeits- und Wohnstadt.

Nördlich und östlich schließen die gewachsenen Viertel an, allen voran Oberdorf. Der Name sagt, was es ist: der obere, hangnähere Teil der Stadt, mit alten Höfen zwischen Neubauten, ruhigen Wohnstraßen, Streuobstwiesen und einem Blick, der über das flache Rheintal hinweggeht. Wer hier übernachtet, tauscht die kurzen Wege ins Zentrum gegen Ruhe und Nähe zum Grün und ist schneller am Hang als am Marktplatz. Für Reisende mit Auto ist das eine gute Kombination, für Bahnreisende ohne Rad eher unpraktisch.

Südlich des Zentrums liegt Hatlerdorf, historisch ein eigener Ort und bis heute ein Stadtteil mit eigenem Kern, eigener Kirche und Geschäften für den Alltag. Dazu kommen weiter außen Haselstauden im Norden und Rohrbach im Westen, beide ebenfalls aus Dörfern hervorgegangen. Diese Struktur erklärt, warum Dornbirn auf der Karte so groß wirkt und im Zentrum so klein bleibt: Die Stadt hat sich nie um einen Kern verdichtet, sondern die vorhandenen Dörfer zusammengezogen, dazwischen liegen Wiesen, Gewerbe und Wohnstraßen.

Und dann gibt es noch Ebnit, das mit dem Rest der Stadt am wenigsten zu tun hat. Der Ortsteil liegt auf rund tausend Metern in einem Bergtal hinter den Schluchten, erreichbar über eine schmale Straße mit engen Tunneln, und zählt gut hundert Einwohner – ein Walserdorf, das 1932 nach Dornbirn eingemeindet wurde. Im Sommer ist Ebnit Ausgangspunkt für Wanderungen, im Winter fast still. Wer die Straße hinauffährt, sollte wissen, dass sie streckenweise einspurig ist – Wohnmobile und breite Fahrzeuge tun sich schwer, und Gegenverkehr braucht Absprache.

Übernachten

Hotels in Dornbirn und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Dornbirn ist zuerst eine Geschäftsstadt – das drückt die Preise am Wochenende und treibt sie unter der Woche.

Wer Hotels in Dornbirn sucht, sollte den Rhythmus der Stadt kennen. Als Wirtschaftszentrum Vorarlbergs und Messestandort füllen sich die Häuser von Montag bis Donnerstag mit Geschäftsreisenden, während Freitag bis Sonntag oft die günstigeren Raten liegen – genau umgekehrt zu klassischen Städtezielen. Rund um die großen Messetermine kippt das komplett: Dann ist im ganzen Rheintal zwischen Bregenz und Feldkirch kaum ein Zimmer frei, und die Preise ziehen deutlich an. Ein kurzer Blick in den Messekalender vor der Buchung erspart dir böse Überraschungen.

Im Zentrum steht mit dem Vienna House by Wyndham Martinspark Dornbirn das bekannteste Haus der Stadt, ein Hotelbau der 1990er-Jahre, der bis heute als Beispiel für die Vorarlberger Baukultur gilt und Design mit Businessausstattung verbindet. Klassischer und familiär geführt ist das Hotel Krone Dornbirn, ein Stadthotel mit kurzen Wegen ins Zentrum. Das hirschen dornbirn – das boutiquestyle hotel setzt auf kleine Zimmerzahl und individuelle Einrichtung, der Hotel Katharinenhof Dornbirn auf soliden Vierstern-Komfort etwas außerhalb des unmittelbaren Zentrums, was mit Auto kein Nachteil ist.

Die Lagefrage ist in Dornbirn einfacher als in engen Altstädten: Das Zentrum ist flach, überschaubar und ruhig, laute Ausgehviertel gibt es nicht. Entscheidend ist eher, wie du dich fortbewegst. Ohne Auto wählst du ein Haus zwischen Bahnhof und Marktplatz, dann brauchst du für Zug, Bus und Restaurants keine Planung. Mit Auto kannst du auch am Stadtrand oder in den hangnahen Vierteln wohnen und bist morgens schneller im Gütle als jeder, der aus dem Zentrum losfährt. Frühstückszeiten sind in Vorarlberg tendenziell früh angesetzt.

Zwei Alternativen lohnen den Vergleich. Erstens Bregenz: 15 Zugminuten entfernt, mit Seeufer und größerem Abendangebot, dafür in den Festspielwochen im Juli und August teuer und ausgebucht – dann ist Dornbirn die günstigere Basis für beide Städte. Zweitens der Bregenzerwald: Wer ohnehin wandern will, wohnt in Schwarzenberg, Bezau oder Andelsbuch im Gasthof statt im Stadthotel und fährt für Museen und Schlucht ins Tal hinunter. Ferienwohnungen sind in Dornbirn selbst rar, das Angebot besteht überwiegend aus Hotels und Gasthöfen.

Hotels in Dornbirn

Alle 4 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Restaurants in Dornbirn und was Vorarlberg auf den Teller bringt

Käse, Butter und Bergmilch bestimmen die Küche – und die warme Küche endet früher, als deutsche Gäste erwarten.

Das prominenteste Lokal der Stadt sitzt im prominentesten Haus: Das Restaurant Rotes Haus am Marktplatz kocht österreichisch-regional mit saisonalem Anspruch in dem roten Rheintalhaus von 1639, was Abendessen und Sehenswürdigkeit in einem Gang erledigt. Reservieren ist hier keine Formalität, sondern nötig. Bodenständiger geht es im Gasthaus Bethlehem zu, einem Vorarlberger Wirtshaus mit ehrlicher Küche und Portionen, die nach einem Schluchttag angemessen sind. Beide Adressen zeigen die zwei Register, in denen Dornbirn kocht – gehoben regional und Wirtshaus, dazwischen wenig.

Dornbirn ist außerdem Bierstadt: Die Mohrenbrauerei braut hier seit dem 19. Jahrhundert und ist die größte Brauerei Vorarlbergs. Öffentlich zugänglich ist am Brauereistandort an der Dr.-Waibel-Straße die Mohren Biererlebniswelt mit Brauereimuseum, Kreativbrauerei und Lädele – dort kommst du dem Bier am Ort seiner Herkunft am nächsten. Der historische Mohrenbräu Braukeller im selben Areal wird dagegen vor allem für Feiern und Veranstaltungen vermietet; wer dort essen oder verkosten will, braucht einen Termin und keine spontane Idee. Wer lieber mit Aussicht isst, fährt hinauf zum Café Restaurant am Karren, wo regionale Gerichte auf den Blick über das gesamte Rheintal treffen; achte in dem Fall auf die letzte Talfahrt der Seilbahn.

Auf der Karte steht, was Vorarlberg ausmacht. Käsknöpfle – die heimische Variante der Kässpätzle mit Bergkäse und Röstzwiebeln – sind das Gericht, an dem sich Küchen messen lassen. Dazu Riebel, eine Grießspeise aus der Pfanne, die traditionell mit Apfelmus gegessen wird, Bergkäse und Alpkäse aus dem Bregenzerwald in verschiedenen Reifegraden sowie Suppen und Schmorgerichte, die aus der bäuerlichen Küche stammen. Rund um den Funkensonntag im Spätwinter kommen Funkenküchle dazu, ein Schmalzgebäck, das es sonst kaum gibt.

Zwei praktische Eigenheiten solltest du einplanen. Erstens wird in Vorarlberg früh gegessen: Viele Küchen schließen am Abend deutlich vor 22 Uhr, in kleineren Gasthäusern oft schon um 21 Uhr, und wer erst spät losgeht, findet nur noch kalte Karten. Zweitens sind Ruhetage verbreitet – Sonntag und Montag treffen es besonders häufig, ebenso Betriebsurlaube zwischen den Saisonen. Ein Anruf oder ein Blick auf die Website am Tag vorher spart den Umweg, gerade wenn du auf ein bestimmtes Lokal zusteuerst.

Restaurants in Dornbirn

Anreise & vor Ort

Anreise nach Dornbirn und unterwegs im Rheintal

Dornbirn liegt am äußersten Westzipfel Österreichs – von München, Zürich und Stuttgart aus ist es oft näher als von Wien.

Mit der Bahn ist die Anreise unkompliziert, weil Dornbirn an der durchgehenden Linie durch das Rheintal liegt. Nach Bregenz sind es rund eine Viertelstunde, nach Feldkirch etwa zwanzig Minuten, nach Bludenz gut vierzig; tagsüber fahren die Züge dicht. Direktverbindungen Richtung Innsbruck und Wien halten in Dornbirn. Aus Deutschland kommst du in der Regel über Lindau, aus der Schweiz über St. Margrethen oder Buchs; der Umstieg findet meist in Lindau-Reutin oder Bregenz statt. Der Bahnhof liegt zentral, vom Marktplatz trennen dich wenige Gehminuten.

Mit dem Auto führt der Weg über die A14 Rheintal-Autobahn, die von Bregenz nach Bludenz verläuft und mehrere Ausfahrten für Dornbirn hat. Wichtig für alle, die aus Deutschland oder der Schweiz kommen: Für österreichische Autobahnen brauchst du eine Vignette, die es digital oder als Klebevignette gibt – die Kontrolldichte ist hoch. Zu den Berufsverkehrszeiten steht das Rheintal regelmäßig, morgens Richtung Norden, abends Richtung Süden; plane Fahrten nach Bregenz oder in die Schweiz besser außerhalb dieser Fenster.

Für die Anreise mit dem Flugzeug gibt es keinen nahen Großflughafen, dafür mehrere in Reichweite. Zürich ist mit gut anderthalb Autostunden der größte und am besten angebundene, Friedrichshafen am nördlichen Bodenseeufer mit rund einer Stunde der nächstgelegene, Memmingen im Allgäu und Innsbruck folgen, München ist die große Alternative im Nordosten. Von Zürich aus funktioniert auch die Weiterreise mit der Bahn ohne Mietwagen; wer allerdings Bregenzerwald, Bödele und die Bergstraßen mitnehmen will, ist mit Auto deutlich flexibler unterwegs.

Vor Ort brauchst du kein Auto, um in die Stadt zu kommen. Dornbirn hat ein Stadtbusnetz, das Bahnhof, Zentrum und die Talstationen am Ostrand verbindet, und in den Landbus-Linien des Verkehrsverbunds hängen die Nachbarorte und der Bregenzerwald mit dran; Tickets gelten in ganz Vorarlberg. Das Zentrum ist flach und in wenigen Minuten durchquert, weite Teile der Stadt lassen sich mit dem Rad erledigen – Radwege durch das Rheintal gehören zu den besten Österreichs. Parken im Zentrum läuft über Kurzparkzonen und Parkhäuser.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Ausflüge in Vorarlberg

Ausflüge ab Dornbirn in den Bregenzerwald und an den Bodensee

Von Dornbirn aus erreichst du in einer halben Stunde einen See, ein Alpental und zwei Staatsgrenzen.

Der naheliegendste Ausflug ist Bregenz, gut eine Viertelstunde mit dem Zug: Seepromenade, die Seebühne der Bregenzer Festspiele, das Kunsthaus Bregenz von Peter Zumthor und der Pfänder mit Blick über den ganzen Bodensee. Im Juli und August dreht sich in Bregenz alles um die Festspiele, dann ist die Stadt abends voll und die Hotels teuer – als Tagesgast aus Dornbirn umgehst du genau das. Weiter südlich liegt Feldkirch mit einer mittelalterlichen Altstadt und der Schattenburg über den Dächern, ebenfalls in rund zwanzig Bahnminuten.

Nach Osten öffnet sich der Bregenzerwald, und dorthin fährst du wegen der Kombination aus Landschaft, Handwerk und Baukultur. In Schwarzenberg stehen die Holzhäuser mit Schindelfassaden dicht an dicht, in Andelsbuch zeigt der Werkraum das Handwerk der Region in einem Bau von Peter Zumthor, in Bezau bringt dich eine Seilbahn auf die Sonnenseite des Tals. Dazwischen liegen Sennereien der Bregenzerwälder Käsestraße, in denen du Bergkäse in unterschiedlichen Reifegraden probieren und kaufen kannst. Für die Runde reicht ein Tag, zwei sind angenehmer.

Ans Wasser geht es Richtung Nordwesten. Am Rheindelta zwischen Hard und Fußach mündet der Rhein in den Bodensee, und das Naturschutzgebiet dort gehört zu den wichtigsten Vogelrastplätzen Mitteleuropas – flache Wege, Beobachtungsstellen, im Frühjahr und Herbst der beste Zeitpunkt. Baden lässt sich an den Strandbädern zwischen Hard, Bregenz und Lochau, und der Bodensee-Radweg führt direkt daran vorbei. Mit dem Schiff kommst du im Sommer von Bregenz nach Lindau, Friedrichshafen oder auf die Insel Mainau, ohne dass du ein Auto brauchst.

Und dann die Grenzen. In die Schweiz sind es je nach Übergang zwanzig bis vierzig Minuten: St. Gallen mit dem Stiftsbezirk und seiner Barockbibliothek, das Appenzellerland mit bemalten Häusern und der Säntis als Aussichtsberg. Liechtenstein mit Vaduz erreichst du in gut vierzig Minuten, Lindau auf seiner Insel im Bodensee in etwa einer halben Stunde. Denk bei Fahrten in die Schweiz an die dortige Autobahnvignette und daran, dass an den Rheinbrücken zu Stoßzeiten kontrolliert wird – mit der Bahn umgehst du beides.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Dornbirn – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Dornbirn mit Wetter im Jahreslauf

Das Rheintal ist mild, aber nass – die Frage ist weniger die Temperatur als die Zahl der klaren Tage.

Dornbirn liegt auf gut 400 Metern am Fuß der Berge, und genau daraus ergibt sich sein Wetter: milde Winter mit wenig beständigem Schnee im Tal, warme Sommer mit hoher Luftfeuchte und Nachmittagsgewittern, dazu insgesamt reichlich Niederschlag – die Staulage vor den Bergen sorgt dafür, dass hier mehr Regen fällt als im deutschen Flachland. Dafür bringt der Föhn immer wieder ungewöhnlich klare, warme Tage, vor allem im Herbst und im Vorfrühling; an solchen Tagen reicht der Blick vom Karren über den ganzen Bodensee. Wichtiger als das Thermometer ist für die Planung, ob Schluchtwege und Seilbahn geöffnet sind.

Jan4°-3°Nebel im Tal, Museumswetter
Feb6°-3°Funkenfeuer im Rheintal, kalt und klar
Mär11°0°erste warme Tage, Wege oft noch nass
Apr15°3°wechselhaft, die Hänge grünen
Mai20°8°lange Abende, Schlucht in Bestform
Jun23°11°warm, Gewitter am Nachmittag
Jul25°13°heiß im Tal, Waldbad und Berg
Aug24°13°Ferienmonat, im Gütle viel los
Sep20°10°klare Fernsicht, Messezeit
Okt15°6°Föhntage mit weitem Blick
Nov8°1°trüb, Monat für Museen
Dez4°-2°Weihnachtsmarkt am Marktplatz

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Dornbirn sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 23 Grad, die Schluchtwege sind in der Regel offen, der Karren liefert an klaren Tagen die volle Fernsicht bis zum Bodensee, und du kannst Stadt, Berg und Bregenzerwald an aufeinanderfolgenden Tagen kombinieren. Juli und August sind warm und familientauglich, im Tal aber schwül und im Gütle voll. Der Oktober liefert mit den Föhntagen die klarsten Aussichten des Jahres, November bis Februar sind Monate für Museen, Wirtshäuser und einen kurzen Skitag am Bödele.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Dornbirn

Reicht ein Tag in Dornbirn?
Für Marktplatz, inatura und entweder Schlucht oder Karren reicht ein voller Tag. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann beide Ziele am Hang plus ein Abendessen im Wirtshaus hineinpassen. Bleibst du drei Tage, nutzt du Dornbirn als Standquartier für Bregenz, den Bregenzerwald oder einen Abstecher über die Schweizer Grenze.
Was sollte man in Dornbirn auf keinen Fall auslassen?
Den Marktplatz mit dem Roten Haus von 1639 und der klassizistischen Stadtpfarrkirche St. Martin, die inatura im Stadtpark und die Auffahrt mit der Karrenseilbahn zur verglasten Karrenkante. Sind die Schluchtwege im Gütle in der Saison offen, gehört die Runde durch Rappenloch und Alploch unbedingt dazu – sie ist das Erlebnis, das Dornbirn von den Nachbarstädten unterscheidet.
Ist die Rappenlochschlucht aktuell geöffnet?
Ja – nach der jahrelangen Felssturzsperre ist das Rappenloch seit 2023 und das Alploch seit 2024 wieder frei und kostenlos begehbar. Entscheidend ist die Saison: In den Wintermonaten sind beide Schluchten gesperrt, offen sind sie in der Regel von Anfang Mai bis Ende Oktober. Kurzfristige Sperren für Sicherungsarbeiten bleiben möglich, hol dir den Status also kurz vor der Anfahrt bei der Stadt oder beim Tourismusbüro.
Wie lange dauert die Runde durch Rappenloch und Alploch?
Rechne für den Rundweg ab Gütle durch das Rappenloch zum Staufensee und weiter ins Alploch mit etwa zwei bis drei Stunden, je nach Tempo und Fotostopps. Du brauchst feste Schuhe mit Profil und eine dünne Jacke, weil es zwischen den Felswänden spürbar kühler ist als im Tal. Nasse Stege und Absturzkanten machen die Runde für Kleinkinder ungeeignet.
Wie kommt man zur Karrenseilbahn?
Die Talstation liegt östlich des Zentrums in Richtung Gütle und ist mit dem Stadtbus, dem Rad oder in einem längeren Fußmarsch vom Marktplatz erreichbar; mit dem Auto sind es wenige Minuten, Parkplätze gibt es vor Ort. Die Fahrt auf 976 Meter dauert nur wenige Minuten. Prüfe vorher die Betriebszeiten, denn die Bahn hat Revisionspausen und im Winter kürzere Tage.
Lohnt sich Dornbirn mit Kindern?
Ja, vor allem wegen der inatura, die konsequent zum Ausprobieren gebaut ist und auch bei Dauerregen zwei bis drei Stunden trägt. Dazu kommen die Seilbahnfahrt auf den Karren und im Sommer das Waldbad Enz an der Gütlestraße. Die Rappenlochschlucht passt erst ab Grundschulalter, mit Laufanfängern ist sie eine Geduldsprobe und mit Kinderwagen nicht machbar.
Zentrum oder hangnah – wo wohnt man in Dornbirn praktischer?
Ohne Auto zwischen Bahnhof und Marktplatz, weil du von dort Züge, Stadtbusse und Restaurants zu Fuß erreichst. Mit Auto kannst du auch hangnah oder am Stadtrand wohnen und bist morgens schneller im Gütle. Wichtig ist der Blick in den Messekalender: Rund um große Messetermine ist das Rheintal ausgebucht und deutlich teurer als sonst.
Ist Dornbirn oder Bregenz die bessere Basis?
Bregenz punktet mit Seeufer, Kunsthaus und Abendleben, ist in den Festspielwochen im Juli und August aber teuer und ausgebucht. Dornbirn liegt 15 Zugminuten entfernt, ist ruhiger und meist günstiger und bietet mit Schlucht und Karren die stärkeren Naturziele. Wer beides sehen will, wohnt in Dornbirn und fährt für den See mit dem Zug hinüber.
Was isst man in Dornbirn typischerweise?
Käsknöpfle, die Vorarlberger Variante der Kässpätzle mit Bergkäse und Röstzwiebeln, sind das Standardgericht. Dazu Riebel aus der Pfanne mit Apfelmus, Bergkäse und Alpkäse aus dem Bregenzerwald in verschiedenen Reifegraden sowie deftige Schmorgerichte. Getrunken wird das Bier der Mohrenbrauerei, die seit dem 19. Jahrhundert in Dornbirn braut.
Wie kommt man ohne Auto nach Dornbirn?
Mit der Bahn über das Rheintal: Von Bregenz sind es rund eine Viertelstunde, von Feldkirch etwa zwanzig Minuten, und Direktverbindungen Richtung Innsbruck und Wien halten in Dornbirn. Aus Deutschland steigst du meist in Lindau um, aus der Schweiz in St. Margrethen oder Buchs. Der Bahnhof liegt zentral, zum Marktplatz sind es wenige Gehminuten.
Braucht man für die Anreise mit dem Auto eine Vignette?
Ja. Die A14 Rheintal-Autobahn ist vignettenpflichtig wie alle österreichischen Autobahnen, erhältlich digital oder als Klebevignette, und kontrolliert wird regelmäßig. Wer anschließend in die Schweiz weiterfährt, braucht dort eine eigene Vignette. Rechne im Rheintal außerdem mit Stau zu den Berufsverkehrszeiten, morgens nordwärts und abends südwärts.
Was kann man in Dornbirn bei Regen machen?
Die inatura im Stadtpark ist der offensichtliche Plan B und füllt problemlos einen halben Tag. Dazu kommen der Kunstraum in der benachbarten Montagehalle mit wechselnden Ausstellungen, die Mohren Biererlebniswelt am Brauereistandort, das Programm im Kulturhaus und die überdachten Einkaufsflächen am Stadtrand. In Reichweite liegen außerdem das Kunsthaus Bregenz und die Museen in Hohenems, beide in weniger als einer halben Stunde.
In welchen Monaten sind Schlucht und Berg am verlässlichsten offen?
Mai, Juni und September, mit Höchstwerten zwischen 20 und 23 Grad, offenen Schluchtwegen und guter Fernsicht vom Karren. Der Oktober bringt mit den Föhntagen die klarsten Blicke des Jahres, Juli und August sind warm, im Tal aber schwül und im Gütle voll. Von November bis Februar reist du für Museen, Wirtshäuser und einen kurzen Skitag am Bödele.

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