Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dornbirn
Das Zentrum läufst du in zwanzig Minuten ab – die Ziele, für die Dornbirn steht, liegen dort, wo die Stadt an den Hang stößt.
Alles beginnt am Marktplatz, und zwar an einem Haus, das auf jedem Bild der Stadt auftaucht: dem Roten Haus von 1639, einem Rheintalhaus mit Holzschindeln, dessen tiefrote Fassade der einzige laute Farbton am ganzen Platz ist. Schräg gegenüber steht die Stadtpfarrkirche St. Martin, ein klassizistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert, dessen Säulenportikus im Rheintal ohne Vergleich dasteht. Dazwischen Brunnen, Bäume, Terrassen und an Markttagen die Stände der Produzenten aus der Umgebung. Dieser Platz ist kein Museumsstück, sondern der Ort, an dem sich Dornbirn tatsächlich trifft – am ehrlichsten spätnachmittags an einem Werktag.
Wenige Gehminuten weiter, im Stadtpark, steht die inatura in den Bauten eines ehemaligen Werksareals. Das Naturmuseum erzählt Vorarlberg von unten nach oben – Rheintal, Wald, Fels, Wasser – und tut das fast durchgehend zum Anfassen, Drehen und Ausprobieren statt hinter Glas. Erwachsene bleiben meist an den Modellen zur Entstehung der Berge hängen, Kinder an den Mitmachstationen; dazu kommen wechselnde Sonderausstellungen. Weil alles im Inneren liegt und der Weg vom Zentrum kurz ist, ist die inatura zugleich der beste Plan B, wenn im Rheintal der Dauerregen einsetzt.
Gleich nebenan liegt die Montagehalle, eine offene Stahlhalle aus der Industriezeit, die als Kunstraum Dornbirn für Gegenwartskunst bespielt wird – große Installationen in einem Raum, der selbst schon eine Ansage ist. Die Ausstellungen laufen saisonal, ein Blick ins Programm vor dem Besuch lohnt sich also. Dass die Stadt Baukultur ernst nimmt, merkst du auch sonst: In Dornbirn sitzt das Vorarlberger Architektur Institut, und zwischen Altbauten stehen immer wieder klare Holz- und Betonbauten der letzten Jahrzehnte, für die die Region international bekannt geworden ist.
Die beiden Ziele, für die Besucher eigens anreisen, liegen allerdings außerhalb des Zentrums, beide in östlicher Richtung am Hang. Im Gütle beginnen die Rappenloch- und die Alplochschlucht mit ihren Stegen hoch über der Dornbirner Ach, darüber bringt die Karrenseilbahn dich in wenigen Minuten auf 976 Meter zum Panoramarestaurant und zur verglasten Karrenkante. Beides passt an einem Tag zusammen, wenn du früh startest. Und beides hat seine Tücken – die Wintersperre in den Schluchten, Wartungspausen und Wetterlaunen am Berg –, um die es in den nächsten beiden Abschnitten geht.












