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Wer Dornbirn verstehen möchte, beginnt am Marktplatz. Hier verdichtet sich die Geschichte der größten Stadt Vorarlbergs auf wenigen hundert Quadratmetern: Rund um den Platz stehen Gebäude aus verschiedenen Epochen, die gemeinsam ein ungewöhnlich lebendiges Ensemble ergeben. Das rote Biedermeierhaus, das sogenannte Rote Haus, ist dabei der unbestrittene Blickfang – ein Fachwerkbau aus dem frühen 18. Jahrhundert, dessen charakteristische Fassade in keinem Reisealbum aus Dornbirn fehlt.
Der Platz selbst ist kein museales Freilichtmuseum, sondern ein Ort, der täglich genutzt wird. Händler, Spaziergänger, Schulklassen und Touristen teilen sich den Raum auf eine entspannte Art, die typisch für Vorarlberg ist. An Markttagen – wenn Stände mit regionalen Produkten aufgebaut werden – entfaltet der Platz seine ganze Anziehungskraft: Käse aus dem Bregenzerwald, frisches Gemüse aus der Region und handwerkliche Erzeugnisse wechseln die Besitzer, während im Hintergrund die Stadtpfarrkirche St. Martin ihre ruhige Präsenz zeigt.
Architektonisch lohnt es sich, langsam um den Platz herumzugehen und die Fassaden im Detail zu betrachten. Neben dem Roten Haus finden sich Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert sowie jüngere Bauten, die zeigen, wie Dornbirn über Generationen hinweg gewachsen ist. Wer früh morgens kommt, erlebt den Platz in einem anderen Licht: Die Stimmung ist ruhig, das Licht fällt weich auf die Fassaden, und die Stadt erwacht langsam.
Ein Besuch am Marktplatz Dornbirn lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die angrenzende Altstadt verbinden. Die kurzen Wege in die umliegenden Gassen und zu weiteren Sehenswürdigkeiten machen ihn zum natürlichen Ausgangspunkt für jeden Stadtrundgang.