
◆ STADT · VORARLBERG
Feldkirch ist die heimliche Schönheit Vorarlbergs – eine Stadt, die kaum eine Geländewunde davongetragen hat. Während ringsum die Alpen in den Himmel wachsen, duckt sich die alte Montfort-Residenz ins Knie der Ill, dort, wo Österreich, Liechtenstein und die Schweiz in Sichtweite zusammenrücken. Über den Dächern thront die Schattenburg, eine der besterhaltenen Burgen des Landes, und unter ihr verläuft sich der Blick in Marktgassen voller Arkaden, in Erker und schmiedeeiserne Schilder, in den gotischen Dom St. Nikolaus und an den gedrungenen Katzenturm. Hier wird nicht inszeniert, sondern gelebt: Wochenmarkt unter den Lauben, Weinstuben in alten Bürgerhäusern, im Sommer das poolbar-Festival im alten Hallenbad. Feldkirch ist klein, dicht und überraschend – das Tor in den Westen, das man fast übersieht und das einen umso länger festhält.

Feldkirch verdankt sein Gesicht den Grafen von Montfort, die die Stadt um 1200 planmäßig anlegten und mit der Schattenburg krönten. Anders als die meisten Vorarlberger Orte ist Feldkirch nie Industriestadt geworden – und so überstand der mittelalterliche Grundriss die Jahrhunderte fast unversehrt. Die Marktgasse zieht sich unter durchlaufenden Laubengängen dahin, getragen von Säulen und überspannt von Erkern; an den Fassaden hängen schmiedeeiserne Zunftzeichen, und an den Rändern der Altstadt stehen noch Türme der alten Befestigung – allen voran der wuchtige Katzenturm, dessen Glocke zu den größten Vorarlbergs zählt.
Das Wahrzeichen aber ist die Schattenburg. Sie wacht auf ihrem Felssporn über der Stadt, eine der besterhaltenen Burganlagen Österreichs, mit Bergfried, Rittersälen und einem der ältesten Heimatmuseen des Landes. Wer den steilen Burgweg hinaufsteigt, blickt von oben auf das Schindeldächermeer der Altstadt und hinaus ins Rheintal, bis zu den Schweizer Bergen. Im Burghof serviert die Schattenburg-Schenke das vielleicht berühmteste Schnitzel Vorarlbergs – größer als der Teller, eine Institution für sich.
Trotz seiner Geschichte ist Feldkirch keine konservierte Kulisse. Im Dom St. Nikolaus, einer spätgotischen Hallenkirche mit seltenem Doppelchor, leuchten moderne Glasfenster; das Montforthaus am Stadtrand vereint Kongresszentrum und Konzertbühne in kühner Architektur; und im Sommer verwandelt das poolbar-Festival das alte Hallenbad in einen Treffpunkt für Musik, Design und Diskurs. travelperfect empfiehlt, sich einfach durch die Lauben treiben zu lassen, am Wochenmarkt regionale Käse und Most zu kosten und den Aufstieg zur Schattenburg für den späten Nachmittag aufzuheben, wenn das Licht in die Gassen fällt.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel




· Sehenswürdigkeiten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Burg & Mittelalter
Vom Marktplatz führt der steile Burgweg hinauf zur Schattenburg, einer der besterhaltenen Burgen Österreichs. Im Inneren erzählt eines der ältesten Heimatmuseen des Landes von der Montfort-Zeit, von Waffen, Wohnkultur und Handwerk. Von der Terrasse fällt der Blick über die Schindeldächer der Altstadt bis ins Rheintal – und im Burghof serviert die Schenke das legendäre Schattenburg-Schnitzel.
Altstadt & Lauben
Die Marktgasse ist Feldkirchs Bühne: durchlaufende Laubengänge, Erker, schmiedeeiserne Zunftzeichen und der gotische Dom St. Nikolaus mit seltenem Doppelchor. Am Katzenturm endet der Bummel an einem der wuchtigsten Reste der Stadtbefestigung. Wer mittwochs oder samstags kommt, trifft auf den Wochenmarkt mit Vorarlberger Käse, Most und Brot.
Natur am Stadtrand
Gleich über der Stadt liegt der frei zugängliche Wildpark Feldkirch am Ardetzenberg – mit Steinböcken, Wildschweinen, Luchsen und einem schattigen Rundweg, der Familien wie Spaziergänger anzieht. Wer weitergeht, erreicht Aussichtspunkte über das Rheintal und das Dreiländereck. Ein leichter Halbtag in der Natur, mitten in der Stadt.
Kultur & Sommer
Feldkirch ist mehr als Mittelalter: Das Montforthaus vereint Kongress und Konzertbühne in markanter Architektur, und im Sommer verwandelt das poolbar-Festival das alte Hallenbad sechs Wochen lang in einen Treffpunkt für Musik, Design und Debatte. Ein Programm, das die kleine Stadt mit einem überraschend großen kulturellen Puls auflädt.
03 · Wann
Feldkirch liegt geschützt im Rheintal, deutlich tiefer als die alpinen Orte Vorarlbergs – das Klima ist mild, mit warmen Sommern und meist schneearmen, aber feuchten Wintern. Föhnlagen können im Frühjahr und Herbst für überraschend warme, klare Tage sorgen. Frühling und Frühherbst sind ideal für die Altstadt; der Sommer bringt das poolbar-Festival, der Advent eine stimmungsvolle Altstadt.
04 · Häufige Fragen
Frühling (Mai–Juni) und Frühherbst (September–Oktober) sind ideal: mildes Vorland-Klima, blühende oder herbstlich gefärbte Altstadt und wenig Andrang. Im Hochsommer läuft das poolbar-Festival, das die Stadt kulturell auflädt. Wer Adventsstimmung sucht, kommt im Dezember, wenn die Altstadt stimmungsvoll beleuchtet ist.
Die Altstadt mit Schattenburg, Dom und Katzenturm lässt sich gut an einem Tag erleben. Mit Wildpark, Wochenmarkt und einem Abstecher ins nahe Liechtenstein oder Rheintal füllt sich leicht ein zweiter Tag. Feldkirch eignet sich auch hervorragend als ruhige Standortbasis für Ausflüge in den Westen Österreichs und ins Dreiländereck.
Feldkirch liegt direkt an der Arlbergbahn und ist per Zug bequem erreichbar – Bregenz in rund 30 Minuten, Innsbruck über den Arlberg, Zürich und Buchs (CH) in Reichweite. Die nächsten Flughäfen sind Friedrichshafen am Bodensee und Zürich. In der Altstadt selbst ist man am besten zu Fuß unterwegs.
Unbedingt. Die Schattenburg zählt zu den besterhaltenen Burgen Österreichs und beherbergt eines der ältesten Heimatmuseen des Landes. Der Aufstieg über den Burgweg ist kurz, aber steil; oben warten Rittersäle, das Museum und ein Panoramablick über die Altstadt bis ins Rheintal. Im Burghof serviert die Schenke ein berühmt großes Schnitzel.
Das poolbar-Festival ist Feldkirchs großes Sommer-Kulturfestival: Über mehrere Wochen im Juli und August verwandelt es das alte Hallenbad in einen Treffpunkt für Konzerte, Design, Architektur und Diskurs. Es gilt als eines der eigenwilligsten Festivals Westösterreichs und zieht ein junges, kreatives Publikum an.
Ja, die Lage im Dreiländereck ist ideal. Vaduz und das Fürstentum Liechtenstein sind in kurzer Zeit erreichbar, der Bodensee bei Bregenz und die Festspielstadt liegen rund eine halbe Stunde entfernt, und der Bregenzerwald wie das Montafon laden zu Bergtagen ein. Auch die Schweiz mit Buchs und dem Rheintal ist nur einen Katzensprung entfernt.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Feldkirch und im Dreiländereck.
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