Wer Feldkirch abseits der historischen Altstadt erkunden möchte, findet in Tosters ein Viertel, das sich auf den ersten Blick bescheiden gibt – und dabei umso mehr überrascht. Der Stadtteil liegt im westlichen Teil von Feldkirch, dort, wo die Stadt langsam in die offene Rheintallandschaft übergeht und die Silhouette der Alpen zum ständigen Begleiter wird. Hier dominieren keine touristischen Hauptstraßen, sondern ruhige Wohnquartiere, Obstgärten und Spazierwege, die zum Entschleunigen einladen. Tosters hat den Charakter eines gewachsenen Wohnviertels, in dem das Alltagsleben der Feldkircher Bevölkerung sichtbar ist. Kleine Gassen, gepflegte Einfamilienhäuser und gelegentliche Ausblicke auf die umliegenden Hügel prägen das Bild. Wer morgens früh durch das Viertel läuft, erlebt eine Stille, die in der nahen Innenstadt kaum zu finden ist – und gleichzeitig ist das Zentrum von Feldkirch mit der Schattenburg und der Marktgasse in wenigen Minuten erreichbar. Für Naturfreunde bietet die Lage von Tosters einen echten Vorteil: Die Nähe zu Wanderwegen Richtung Ardetzenberg und in die umliegenden Hanglagen macht den Stadtteil zu einem guten Ausgangspunkt für Ausflüge in die Vorarlberger Bergwelt. Auch Radfahrer schätzen die vergleichsweise ruhigen Straßen und die Anbindung an das regionale Radwegenetz im Rheintal. Gastronomisch und infrastrukturell ist Tosters ein typisches Wohnviertel: Die Versorgung des täglichen Bedarfs ist gegeben, das große Angebot an Restaurants und Cafés findet sich jedoch in der Feldkircher Innenstadt, die von Tosters aus bequem erreichbar ist. Wer hier übernachtet, wählt bewusst die ruhigere Alternative zum Stadttrubel und profitiert gleichzeitig von der guten Anbindung. Für Reisende, die Feldkirch als Basis für Ausflüge ins Montafon, nach Liechtenstein oder in die Bregenzerwald-Region nutzen, ist Tosters eine solide, unkomplizierte Wahl.

Ruine Tosters
Die Ruine Tosters thront über Feldkirch und zeugt von der mittelalterlichen Herrschaftsgeschichte Vorarlbergs — ein stiller Zeuge aus Stein mit weitem Blick ins Rheintal.
Mittelalterliche Mauerreste des Sitzes der Herren von Tosters