Stadt · Österreich

Kitzbühel

Vom Pflaster der Vorderstadt bis zum Zielhang der Streif sind es ein paar Gehminuten – kaum ein anderer Alpenort schiebt mittelalterliche Altstadt und Weltcup-Arena so dicht zusammen.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Kitzbühel-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Kitzbühel hat zwei Hochsaisons: Winter (Dezember bis März) für Skifahren und die Hahnenkamm-Rennen im Januar sowie Sommer (Juli bis September) für Wandern, Biken und den Schwarzsee. Die Schulterzeit im Mai, Juni und Oktober bietet ruhigere Gassen, günstigere Hotelpreise und milde Temperaturen – ideal für Stadtbummel und erste Bergtouren. Der Advent ist stimmungsvoll, aber voll; wer Ruhe sucht, reist im November oder nach Ostern.
Mobilität vor Ort
Kitzbühel hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke Wörgl–St. Johann und ist gut mit dem Zug erreichbar. Skibus-Linien verbinden Ort und Liftanlagen. Ein Auto ist für Ausflüge praktisch, in der Altstadt selbst aber hinderlich.
Nahverkehr
Lokale Buslinien verbinden den Bahnhof mit dem Schwarzsee, den Liftanlagen am Hahnenkamm und dem Kitzbüheler Horn. Die KitzSki-Gästekarte vieler Unterkünfte schließt die Busnutzung ein.
Vom Flughafen
Flughafen Salzburg (ca. 80 km) und Innsbruck (ca. 75 km) sind die nächsten internationalen Airports. Beide sind per Zug oder Transferbus in rund 80–90 Minuten erreichbar.
Über Kitzbühel

Reisen nach Kitzbühel

Kitzbühel ist eine Kleinstadt mit rund 8.000 Einwohnern auf 762 Metern, eingeklemmt zwischen dem Hahnenkamm im Westen und dem 1.996 Meter hohen Kitzbüheler Horn im Osten – und sie lebt seit Jahrhunderten davon, dass hier oben etwas zu holen war. Erst Kupfer und Silber: Die Gruben am Rerobichl nördlich der Stadt trieben um 1600 die tiefsten Schächte der damaligen Welt in den Berg und machten die Bürger so wohlhabend, dass sie sich die breiten, bunt verputzten Häuser mit den hinter geraden Fassadenmauern versteckten Dächern leisten konnten, die Vorderstadt und Hinterstadt bis heute prägen. Dann der Schnee: 1893 fuhr Franz Reisch als Erster auf Skiern vom Kitzbüheler Horn ab, 1931 wurde zum ersten Mal das Hahnenkammrennen ausgetragen, und seither ist die Streif der Maßstab, an dem sich Abfahrer messen lassen müssen. Dazwischen liegt alles andere – der Kirchhügel mit St. Andreas und Liebfrauenkirche, das Museum im mittelalterlichen Getreidekasten mit der größten Sammlung von Alfons-Walde-Bildern, der Schwarzsee als einer der wärmsten Badeseen Tirols, mehrere Golfplätze, ein ATP-Sandplatzturnier im Hochsommer und eine Fußgängerzone, in der Sportgeschäfte und Luxusboutiquen nebeneinanderstehen.

Kitzbühel – Karte
Reiseführer

Kitzbühel von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Im Januar hängen orangefarbene Fangnetze über dem Zielhang, aus den Lautsprechern läuft die Zwischenzeit, und ein paar Gehminuten weiter tragen Leute in der Vorderstadt ihre Einkaufstüten an bunt verputzten Bürgerhäusern vorbei. Kitzbühel ist mittelalterliche Bergbaustadt und Weltcup-Bühne in einem, und wer im Juli wiederkommt, findet auf demselben Hang Kühe, Wanderwege und einen Ort, der plötzlich sehr ruhig ist.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kitzbühel

Der historische Kern besteht aus zwei Gassen, und vom oberen Ende der Vorderstadt bis zur Talstation der Hahnenkammbahn läufst du keine zehn Minuten.

Kitzbühels Altstadt ist im Kern ein Doppelstrang. Die Vorderstadt ist die breitere der beiden Gassen, heute Fußgängerzone, gesäumt von Bürgerhäusern in Ocker, Rosé und Grün, deren Dächer hinter geraden Fassadenmauern verschwinden – die Inn-Salzach-Bauweise, die du von Rattenberg bis Burghausen wiederfindest. Bezahlt wurden diese Häuser vom Bergbau: Kupfer und Silber aus den Gruben rund um die Stadt machten Kitzbühel im 15. und 16. Jahrhundert wohlhabend, das Stadtrecht trägt der Ort seit 1271. Am oberen Ende der Gasse steht die gotische Katharinenkirche mit einem spätgotischen Flügelaltar im schmalen Innenraum. Parallel dazu läuft die Hinterstadt, enger, stiller und ohne die Schaufensterdichte der Nachbargasse – hier spürst du das Mittelalter deutlicher als zwanzig Meter weiter westlich.

Nördlich der Altstadt steigt eine Terrasse an, auf der zwei Kirchen dicht nebeneinanderstehen. Die Pfarrkirche St. Andreas ist im Kern spätgotisch, im 15. Jahrhundert errichtet und später barock ausgestattet; ihr Turm ist von fast jedem Punkt der Stadt aus sichtbar. An der Südseite ihres Chors liegt die Rosakapelle, deren Deckenfresko Simon Benedikt Faistenberger nach 1751 malte – er stammte aus jener Kitzbüheler Künstlerfamilie, die im Barock in halb Tirol gearbeitet hat. Zwei Schritte weiter steht die Liebfrauenkirche, deren wuchtiger Glockenturm die Silhouette Kitzbühels stärker prägt als jedes andere Bauwerk; von Faistenberger stammen dort die Fresken von 1739 in Gewölbe und Wänden der oberen Kapelle. Der Weg hinauf dauert vom Zentrum aus fünf Minuten, und der Blick zurück über die Dächer bis zum Hahnenkamm ist der beste, den du ohne Bergbahn bekommst.

Das Museum Kitzbühel sitzt in der Hinterstadt im ehemaligen Getreidekasten, einem Speicherbau auf den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer und damit im ältesten Gebäudebestand des Ortes. Drei Themen liegen dort übereinander: die Bergbaugeschichte, die den Ort groß gemacht hat, die Anfänge des Wintersports mit frühen Skiern und Rennplaketten – und die größte öffentlich zugängliche Sammlung von Alfons Walde. Walde, 1891 geboren und in Kitzbühel aufgewachsen, malte Skifahrer, Bauernhöfe und Schneehänge in flächigen, warmen Farben und hat damit das Bild vom Tiroler Winter geprägt, das bis heute auf Plakaten und Postkarten klebt. Wer die Bilder gesehen hat, erkennt draußen die Motive wieder – das ist der eigentliche Grund, das Museum an den Anfang und nicht ans Ende zu stellen.

Der Rest der Sehenswürdigkeiten steht nicht in der Stadt, sondern über ihr. Im Westen führt die Hahnenkammbahn hinauf zum Start der Streif auf rund 1.665 Metern, im Osten bringt dich die Hornbahn Richtung Kitzbüheler Horn, mit 1.996 Metern der höchste Punkt am Stadtrand und ein Aussichtsberg, dessen Blick vom Wilden Kaiser bis zu den vergletscherten Gipfeln der Hohen Tauern reicht. Nordwestlich liegt der Schwarzsee, ein dunkles Moorgewässer mit Schilfgürtel und Strandbad, das sich im Sommer schneller aufheizt als jeder Bergsee und deshalb als einer der wärmsten Badeseen Tirols gilt. Alle drei erreichst du ohne Auto: zum See zu Fuß in einer knappen halben Stunde, zu den Bergbahnen mit dem Ortsbus.

Sehenswürdigkeiten in Kitzbühel

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Hahnenkamm & Streif

Hahnenkamm und Streif in Kitzbühel

Die Streif ist keine besonders lange Abfahrt, aber sie verliert auf gut drei Kilometern rund 860 Höhenmeter, und ein Gutteil davon gleich nach dem Start.

Die Rennstrecke beginnt auf etwa 1.665 Metern und endet auf rund 805 Metern am Stadtrand. Was dazwischen liegt, kennen Skifans auswendig: Nach wenigen Sekunden kippt die Piste in die Mausefalle, einen Sprung über eine Kante, hinter der es mit einer Neigung von bis zu 85 Prozent weitergeht. Danach der Steilhang mit seiner Querung, in der jedes Jahr Fahrer die Linie verlieren, dann Brückenschuss, Seidlalmsprung und Lärchenschuss, bis die Hausbergkante die Strecke in die letzte Traverse kippt. Im Zielschuss stehen wieder deutlich über 130 km/h an. Die schnellsten Läufe bleiben knapp unter zwei Minuten; die Bestzeit von Fritz Strobl aus dem Jahr 1997 mit 1:51,58 hat bis heute Bestand, und mit fünf Abfahrtssiegen zwischen 1998 und 2012 ist der Schweizer Didier Cuche Rekordsieger auf der Streif – er löste damit Franz Klammer und dessen vier Siege ab.

Gefahren wird seit 1931, ausgerichtet vom Kitzbüheler Ski Club, und das Rennwochenende im Januar verwandelt die Stadt. Rund um Abfahrt und Slalom füllen zehntausende Zuschauer die Zielarena und die Vorderstadt, Hotelzimmer sind ein Jahr im Voraus vergeben, die Preise ziehen kräftig an, und in den Seitengassen stehen Zelte, Bühnen und Absperrgitter. Wer dabei sein will, kümmert sich früh um Karten und Unterkunft und rechnet damit, dass er mehr Zeit im Gedränge als auf Skiern verbringt. Wer die Stadt in Ruhe sehen möchte, legt seine Reise bewusst um diese Tage herum – Ausweichen ist im Ort selbst nicht möglich.

Im Sommer wird aus dem Mythos ein Spaziergang. Die Hahnenkammbahn bringt dich hinauf, oben startet der Weg entlang der Rennstrecke, an dem Stationen die einzelnen Schlüsselstellen erklären; du stehst dort, wo im Januar die Kamera hängt, und siehst zum ersten Mal, wie steil das wirklich ist. Für den Abstieg bis in die Stadt solltest du gut anderthalb bis zwei Stunden einplanen, feste Schuhe sind Pflicht, weil der Wiesenhang bei Nässe rutscht. Wer nicht laufen mag, fährt mit derselben Bahn wieder hinunter und nimmt oben nur die Aussicht und eine Einkehr mit.

Auf halber Höhe liegt die Seidlalm, und die ist ihrerseits Skigeschichte: Während der Hahnenkammrennen im Januar 1966 saßen dort Serge Lang, Bob Beattie und Honoré Bonnet zusammen und entwarfen die Idee eines Alpinen Skiweltcups. Beschlossen wurde die Serie im August 1966 bei der Weltmeisterschaft im chilenischen Portillo, und gestartet ist sie am 5. Januar 1967 mit dem ersten Weltcuprennen in Berchtesgaden. Die Hahnenkammbahn selbst fährt seit 1928 und gehört damit zu den ältesten Bergbahnen Österreichs; die Bauten aus ihrer Frühzeit tragen die Handschrift von Alfons Walde, der nicht nur malte, sondern auch als Architekt arbeitete. Wer beides an einem Tag verbindet – morgens das Museum, nachmittags der Berg –, versteht Kitzbühel schneller als über jede Broschüre.

Aktivitäten & Touren in Kitzbühel

Skifahren & KitzSki

Skifahren in Kitzbühel und das Skigebiet KitzSki

Das Skigebiet reicht weit über den Hahnenkamm hinaus – von der Stadt bis nach Mittersill im Salzburger Land hängt alles an einem Skipass.

Streif am Hahnenkamm
Streif am Hahnenkamm

KitzSki verbindet Kitzbühel mit Kirchberg im Westen sowie Jochberg, Pass Thurn und Mittersill im Süden und kommt damit auf über 200 Pistenkilometer und rund 60 Bahnen und Lifte. Der Charakter ist typisch für die Kitzbüheler Alpen: keine schroffen Felswände, sondern weiche, breite Grasrücken, die im Winter zu langen, kupierten Abfahrten werden und viel Platz zum Fahren lassen. Genau deshalb ist das Gebiet für sichere Mittelklassefahrer eine der angenehmsten Adressen der Ostalpen – die schweren Passagen sind klar markiert, das meiste ist rot und flüssig zu fahren.

Das Rückgrat der Verbindung ist die 3S-Bahn zwischen Pengelstein und Wurzhöhe, eine Dreiseilumlaufbahn, deren längstes Feld zwischen zwei Stützen rund 2.500 Meter überspannt. Sie hängt über einem Graben, in dem kein Lift stehen könnte, und macht aus zwei getrennten Skibergen ein durchgehendes Gebiet. Für die Tagesplanung heißt das: Von der Stadt bis zur Resterhöhe und wieder zurück ist ein voller Skitag, kein Nebenbei-Ausflug. Plane die letzte Verbindung großzügig, denn wer sie verpasst, kommt nur noch mit dem Skibus zurück.

Der wunde Punkt ist die Höhe. Kitzbühel selbst liegt auf 762 Metern, die Pisten enden großteils zwischen 800 und 2.000 Metern, und im milden Dezember oder in einem warmen März entscheidet die Beschneiung darüber, wie weit man ins Tal fährt. Die zuverlässigsten Wochen liegen zwischen Anfang Januar und Mitte März. Wer auf Nummer sicher gehen will, verlagert seine Tage in den südlichen Teil des Gebiets rund um Resterhöhe und Pass Thurn, wo die Pisten spürbar höher liegen und den Schnee länger halten als die Hänge direkt über der Stadt.

Für Anfänger und Familien sind die flacheren Sektoren rund um Kirchberg und die Übungshänge am Ortsrand die bessere Wahl als der Hahnenkamm, dessen Klassiker steil bleiben. Die Streif selbst ist außerhalb der Rennvorbereitung in Teilen als Piste befahrbar – wer sie einmal von oben sehen will, sollte allerdings ehrlich einschätzen, dass die Schlüsselstellen im Winter nichts mit dem sommerlichen Wanderweg zu tun haben. Abseits der großen Bahnen nutzen Tourengeher und Freerider die Bichlalm südöstlich der Stadt: ein eigenständiges kleines Gebiet, dessen Doppelsessellift nach Jahren Stillstand wieder läuft und zur Bergstation auf rund 1.600 Metern führt. Präpariert ist dort wenig, den Reiz machen die Skirouten und das freie Gelände aus – Freerider lässt eine Pistenraupe zum Stuckkogel auf 1.888 Metern hinaufziehen.

Wandern & Sommer

Wandern in Kitzbühel vom Horn bis zum Schwarzsee

Die Kitzbüheler Alpen sind Grasberge, und das ist im Sommer ihr größter Vorteil – hier gehst du auf weichem Boden statt über Geröll.

Schwarzsee
Schwarzsee

Der Hausberg heißt Kitzbüheler Horn und ist mit 1.996 Metern gerade knapp unter der Zweitausendermarke geblieben. Von der Stadt bringt dich die Hornbahn in zwei Sektionen hinauf, alternativ führt eine Mautstraße bis zum Alpenhaus. Oben stehen Gipfelhaus und Sendeturm, und der Blick geht bei klarer Luft über den Wilden Kaiser im Norden bis zu den vergletscherten Gipfeln der Hohen Tauern im Süden. Der Aufstieg zu Fuß von der Stadt ist gut zwölfhundert Höhenmeter schwer und nichts für den ersten Urlaubstag; die meisten fahren hinauf und wandern über die Almwege wieder hinunter.

Unterhalb des Gipfels liegt auf 1.880 Metern der Alpenblumengarten, seit 1985 angelegt, frei zugänglich und mit rund 20.000 Quadratmetern einer der größten Alpengärten der Alpen. Auf ausgeschilderten Steigen wachsen dort über 300 Arten aus den Alpen, dem Kaukasus, den Anden und dem Himalaya nebeneinander, beschriftet und ohne Zaun. Die beste Zeit ist von Ende Juni bis August, wenn Enzian, Arnika und Alpenrosen gleichzeitig blühen; im Frühsommer liegt oben mitunter noch Schnee. Der Rundgang dauert eine gute halbe Stunde, lässt sich aber problemlos mit einer Wanderung Richtung Bergstation oder hinüber zur Hornköpflhütte verbinden.

Wer es flacher mag, bleibt unten. Der Weg zum Schwarzsee führt in einer knappen halben Stunde aus dem Zentrum durch Wiesen und Wald an das dunkle Moorgewässer mit Strandbad, Schilfgürtel und Liegewiese – die einfachste Sommerkombination überhaupt, weil du am Rückweg noch im Ort essen kannst. Ambitionierter sind die Mehrtagesrouten, die durch die Region führen: Der weitwandernde KAT Walk zieht in Etappen quer durch die Kitzbüheler Alpen, und wer nur einen Tag hat, nimmt eine der Almrunden zwischen Hahnenkamm, Ehrenbachhöhe und Bichlalm, auf denen fast immer eine bewirtschaftete Hütte auf dem Weg liegt.

Auf zwei Rädern ist die Region ähnlich gut erschlossen. Vom Hahnenkamm führt ein Flow Trail in weiten Kurven und Wellen ins Tal, ein Singletrail für Mountainbiker mit Grundtechnik, und die Bergbahnen nehmen Räder mit. Auf der Straße ist die Auffahrt zum Kitzbüheler Horn der bekannteste Anstieg der Gegend und taucht regelmäßig in Radrennen auf. Dazu kommen mehrere Golfplätze rund um Schwarzsee, Reith und Aurach, die aus Kitzbühel im Sommer eine der bekanntesten Golfadressen der Ostalpen machen – Startzeiten solltest du in der Hochsaison vorab reservieren.

Rundgang & Tagesplan

Kitzbühel an einem Tag mit Altstadt und Hausberg

Ein Tag reicht für Stadt und einen Berg, wenn du die Reihenfolge nicht verdrehst – morgens unten, mittags oben.

Starte in der Vorderstadt, bevor die Geschäfte öffnen. Dann liegt die Gasse fast leer, das Licht steht flach zwischen den Fassaden, und du siehst, was den Häusern sonst niemand ansieht: erhaltene Gewölbe in den Durchgängen, alte Hauszeichen, die geraden Mauerkanten über den Dächern. Am oberen Ende schaust du in die Katharinenkirche, danach wechselst du in die Hinterstadt und läufst sie in die Gegenrichtung zurück. Für den historischen Zusammenhang lohnt eine geführte Runde – die Stadtführungen durch das historische Kitzbühel erzählen den Bergbau, die Stadterhebung und die Bauweise entlang der Strecke. Termine und Dauer wechseln saisonal, aktuelle Angaben bekommst du beim Tourismusverband.

Danach hinauf zum Kirchhügel mit St. Andreas und der Liebfrauenkirche, ein Umweg von wenigen Minuten mit dem besten Blick zurück über die Dächer. Wieder unten führt dich der Weg in die Hinterstadt zum Museum Kitzbühel im alten Getreidekasten. Nimm dir dort mindestens eine Stunde, vor allem für die Walde-Sammlung im obersten Geschoss – sie liefert die Bilder, an die du dich am Nachmittag oben am Berg erinnern wirst. Wer mit Kindern unterwegs ist, steuert stattdessen früher den Berg an und schiebt das Museum auf einen Regentag.

Für den Nachmittag entscheidest du dich für eine Seite des Tals. Westlich bringt dich die Hahnenkammbahn zum Start der Streif, wo im Sommer der Themenweg entlang der Rennstrecke beginnt; für den Abstieg zu Fuß brauchst du gut anderthalb bis zwei Stunden. Östlich fährt die Hornbahn Richtung Kitzbüheler Horn mit Alpenblumengarten und Gipfelpanorama. Beides an einem Tag geht sich nicht aus. Als Faustregel: Wer wegen des Skisports kommt, nimmt den Hahnenkamm, wer wegen der Landschaft kommt, das Horn.

Abends zurück ins Zentrum. Der Aperitif funktioniert in der Vorderstadt, das Essen anschließend entweder bodenständig im Huberbräu-Stüberl oder im Zinnkrug, gehobener im Chizzo, das in einem der ältesten Häuser der Stadt sitzt. Wer zwei Tage hat, hängt am Folgetag den jeweils anderen Berg an oder läuft zum Schwarzsee hinaus; bei drei Tagen passt ein Ausflug nach St. Johann in Tirol, an den Wilden Kaiser oder über den Pass Thurn ins Salzburger Land dazu. Länger als drei Tage bleibt in der Regel nur, wer Ski fährt, golft oder wandert – dann werden schnell fünf daraus.

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Übernachten

Hotels in Kitzbühel und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Entscheidung fällt in Kitzbühel weniger über die Sterne als über die Frage, ob du abends zu Fuß in die Vorderstadt willst.

Im Zentrum wohnst du am kürzesten Weg zu allem. Das Hotel Kaiserhof Kitzbühel steht als klassisches Stadthotel in Gehweite zur Fußgängerzone und zu den Bahnen, mit der Tiroler Gastlichkeit, die man von einem Vier-Sterne-Haus in diesem Ort erwartet. Etwas oberhalb liegt das Hotel Kitzhof Mountain Design Resort, das dieselbe Nähe mit moderner Architektur, großem Spa und Blick über die Stadt verbindet. Beide Adressen haben denselben Vorteil und denselben Nachteil: Du bist mittendrin, und in den Wochen um das Hahnenkammrennen bekommst du das auch nachts mit.

Ruhiger wird es an den Hängen. Der Tennerhof, ein Relais-&-Châteaux-Haus in einem alten Gutshof am Fuß des Kitzbüheler Horns, ist die stillste der bekannten Adressen, mit Gourmetrestaurant, Spa und getäfelten Stuben, in denen die Zeit langsamer läuft. Auf der anderen Seite thront das Hotel Schloss Lebenberg in einem Schlossbau des 16. Jahrhunderts über der Stadt, mit dem weitesten Panorama, das ein Hotel hier zu bieten hat, und einem Shuttle ins Zentrum. Das Kempinski Hotel Das Tirol steht gar nicht in Kitzbühel, sondern rund sieben Kilometer talauswärts in Jochberg, direkt an der Piste – die richtige Wahl, wenn Wellness und Skianbindung wichtiger sind als der Abendspaziergang durch die Altstadt, denn zwischen Hotel und Vorderstadt liegt eine Fahrt mit Auto oder Shuttle.

Die Preise folgen dem Kalender, nicht der Kategorie. Am teuersten sind die Tage rund um das Hahnenkammrennen im Januar, gefolgt von Weihnachten und Neujahr sowie den deutschen und niederländischen Winterferien im Februar. Der Hochsommer mit Wanderern, Golfern und dem Tennisturnier zieht ebenfalls an. Deutlich günstiger reist du Ende Juni, Anfang September und im späten Oktober. Rechne aber damit, dass viele Häuser in der Zwischensaison – etwa nach dem Skibetrieb im April und im November vor dem Saisonstart – ganz schließen; prüfe die Öffnungszeiten deines Wunschhotels, bevor du die Anreise planst.

Zwei praktische Punkte, die viele unterschätzen. Erstens ist die Vorderstadt Fußgängerzone, du fährst also nicht vor die Haustür deines Hotels – frag beim Buchen nach Garage, Zufahrt zum Ausladen und Parkkosten, gerade im Winter mit Skigepäck. Zweitens lohnt der Blick auf die Gästekarte, die viele Betriebe im Sommer ausgeben und die Bergbahnen und Busse einschließt; die Konditionen ändern sich saisonal, deshalb fragst du besser direkt im Haus nach, statt dich auf ältere Angaben zu verlassen.

Hotels in Kitzbühel

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Kitzbühel zwischen Haubenküche und Tiroler Stube

Für einen Ort mit 8.000 Einwohnern hat Kitzbühel auffällig viele ausgezeichnete Küchen, isst im Alltag aber weiter deftig.

Ganz oben stehen drei Häuser mit Hauben, die sich nur in der Handschrift unterscheiden. Das Tennerhof Gourmet Restaurant kocht im historischen Gutshof am Fuß des Horns eine moderne alpine Linie mit Produkten aus der Region, serviert in getäfelten Stuben und mit entsprechend langem Abend. Das Restaurant Neuwirt bringt tirolerische Haubenküche in den Ortskern, mit klarer, klassisch grundierter Karte. Und das Lois Stern spielt auf demselben Niveau eine ganz eigene Partie: asiatisch-mediterrane Fusionsküche, seit Jahrzehnten von Maria und Lois Stern geführt und die Adresse, wenn dir nach dem dritten Knödeltag der Sinn nach etwas anderem steht. Alle drei arbeiten mit kleinen Gästezahlen und sind in der Hochsaison Wochen im Voraus ausgebucht – reserviere vor der Anreise, nicht am Anreisetag, und prüfe beim Lois Stern vorher die Öffnungstage, weil dort nur abends gekocht wird und nicht an jedem Wochentag.

Eine Ebene darunter wird der Abend entspannter, lauter und näher am Alltag. Das Chizzo sitzt in einem der ältesten Gebäude der Stadt und verbindet österreichische Küche mit italienischer Leichtigkeit, was in Kitzbühel eine lange Tradition hat. Wer es gleich alpin und ohne Menüfolge will, landet im Huberbräu-Stüberl mit holzgetäfelten Stuben und herzhafter Wirtshausküche oder im Zinnkrug, wo Tiroler Klassiker neben italienischen Einflüssen auf der Karte stehen. Beide sind Wirtshäuser im besten Sinn – enge Tische, Holz an den Wänden, keine Inszenierung.

Regional heißt in Tirol vor allem Knödel und Käse. Tiroler Gröstl aus gebratenen Kartoffeln, Fleischresten und Spiegelei ist das Gericht für den Tag danach; Kaspressknödel schwimmen in klarer Rindsuppe, Schlutzkrapfen sind halbmondförmige Teigtaschen mit Spinat-Topfen-Füllung, und Kasspatzln kommen mit gerösteten Zwiebeln obendrauf. Beim Käse lohnt der Graukäse, ein magerer Sauermilchkäse mit sehr deutlicher Ansage, den man mit Zwiebel und Essig isst. Als Nachtisch führt kein Weg am Kaiserschmarrn vorbei, im Sommer mit Preiselbeeren, und wer im Spätsommer da ist, bestellt Moosbeernocken mit Heidelbeeren.

Zwei Hinweise zur Praxis. Erstens sind die Hütten am Berg keine Notlösung, sondern Teil des Essens hier – rund um Hahnenkamm und Ehrenbachhöhe liegen bewirtschaftete Almen, in denen mittags oft besser und ehrlicher gekocht wird als in mancher Talstation, und die Seidlalm hat obendrein ihre Rolle in der Skigeschichte. Zweitens ist Kitzbühel kein billiges Pflaster, aber der Unterschied zwischen Vorderstadt und Seitengasse ist real: Wer zwei Straßen weitergeht, zahlt spürbar weniger für Gröstl und Bier. Reservieren solltest du in beiden Fällen, vor allem an Wochenenden und in den Wintersaisonwochen.

Restaurants in Kitzbühel

Anreise & vor Ort

Anreise nach Kitzbühel und Parken in der Gamsstadt

Kitzbühel gehört zu den wenigen Alpenorten, die man mit dem Zug bequemer erreicht als mit dem Auto.

Der Ort liegt an der Bahnstrecke zwischen Wörgl und St. Johann in Tirol, die weiter Richtung Zell am See und Salzburg führt. Aus Deutschland fährst du in der Regel über Kufstein und steigst in Wörgl um, aus Innsbruck dauert die Fahrt etwa 80 Minuten. Kitzbühel hat zwei Halte: den Bahnhof Kitzbühel östlich des Zentrums und den kleineren Bahnhof Kitzbühel Schwarzsee im Nordwesten, der praktisch ist, wenn deine Unterkunft in dieser Ecke liegt. Vom Bahnhof Kitzbühel läufst du in gut zehn Minuten in die Altstadt, für Gepäck und Skiausrüstung nimmst du den Ortsbus oder ein Taxi.

Mit dem Auto kommst du von Norden über die Inntalautobahn und verlässt sie bei Wörgl, danach geht es auf der Landstraße durch das Brixental über Kirchberg nach Kitzbühel. Von Salzburg her fährst du über St. Johann in Tirol ein. Für österreichische Autobahnen brauchst du die Vignette, im Winter gehören Winterreifen und Ketten ins Auto, weil die Zufahrten zu den Hanglagen steil sind. Rechne im Januar rund um das Hahnenkammrennen und an Anreisesamstagen der Winterferien mit erheblichen Wartezeiten auf den Zubringerstraßen.

In der Stadt selbst brauchst du das Auto nicht. Die Vorderstadt ist Fußgängerzone, das Zentrum lässt sich komplett zu Fuß erledigen, und für die Wege zu den Bergbahnen, zum Schwarzsee und in die Nachbarorte fährt der Ortsbus. Im Winter kommen Skibusse dazu, die die Einstiege des Skigebiets bedienen. Abgestellt wird das Auto in einer der Parkgaragen am Rand der Fußgängerzone oder auf den ausgeschilderten Parkplätzen; erkundige dich vorab, ob dein Hotel eine Garage oder eine Zufahrtsberechtigung zum Ausladen hat.

Für die Anreise mit dem Flugzeug bieten sich Salzburg und Innsbruck an, beide je nach Verkehr etwa eine bis anderthalb Fahrstunden entfernt; München liegt gut zwei Stunden weg und hat dafür die größere Auswahl an Verbindungen. Mietwagen bekommst du an allen dreien. Wer ohne Auto anreist, sollte vorher klären, wie er vom Bahnhof zur Unterkunft kommt – viele Hotels holen Gäste ab, gerade in den Hanglagen am Lebenberg oder Richtung Horn, wo der Fußweg mit Koffer und Skisack keine Freude macht.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge

Ausflüge ab Kitzbühel in die Kitzbüheler Alpen

Kitzbühel liegt an einer Nahtstelle – nach Norden der Wilde Kaiser, nach Süden über den Pass Thurn die Hohen Tauern.

Kitzbüheler Horn
Kitzbüheler Horn

Am nächsten liegt St. Johann in Tirol, rund zehn Kilometer nördlich, mit bemalten Bürgerhäusern, einer barocken Pfarrkirche und deutlich niedrigeren Preisen als in Kitzbühel. Von dort ist es nicht weit an den Fuß des Wilden Kaisers mit den Dörfern Going, Ellmau und Scheffau, wo sich die schroffe Kalkwand über grüne Almböden schiebt – der stärkste landschaftliche Kontrast zu den weichen Grasbergen rund um Kitzbühel. Wanderer nehmen von dort einen der Wege in die Kaiserregion, Familien fahren zur Hohen Salve oder zu einem der Erlebnisberge, die in dieser Ecke dicht beieinanderliegen.

Nach Süden führt die Straße über den Pass Thurn ins Salzburger Land. Nach Mittersill und weiter in den Oberpinzgau ist es nicht weit, und von dort erreichst du in gut einer Stunde die Krimmler Wasserfälle, die in mehreren Stufen sehr tief fallen und über einen ausgebauten Steig begehbar sind. Etwas näher liegen Zell am See mit seinem See und Kaprun mit dem Kitzsteinhorn, wo auch im Sommer Schnee liegt. Im Sommerhalbjahr lässt sich außerdem die Großglockner Hochalpenstraße anhängen; sie ist mautpflichtig und nur in der schneefreien Zeit geöffnet, deshalb prüfst du die aktuellen Öffnungstermine vor der Fahrt.

Für einen Städtetag hast du zwei Richtungen. Kufstein im Inntal liegt gut vierzig Kilometer entfernt und trägt eine mächtige Festung über der Altstadt, in der die Heldenorgel unter freiem Himmel gespielt wird. Salzburg ist rund achtzig Kilometer weit weg und füllt problemlos einen ganzen Tag mit Altstadt, Festung und Museen. Innsbruck erreichst du in etwa anderthalb Stunden – Goldenes Dachl, Hofkirche und die Nordkettenbahn hinauf auf über zweitausend Meter. Alle drei funktionieren gut mit der Bahn, was an Wintertagen mit Schneefall die entspanntere Variante ist.

Wer in der näheren Umgebung bleiben will, findet Ziele, die kaum eine halbe Stunde entfernt sind. In Aurach südlich der Stadt liegt ein Wildpark mit heimischen Tieren, der vor allem mit Kindern funktioniert. In Jochberg erinnert ein Schaubergwerk an die Kupferförderung, die dieser Gegend ihren Wohlstand brachte. Und rund um Reith, Oberndorf und Going ziehen sich Radwege und flache Talwege durch die Wiesen, auf denen du im Sommer stundenlang unterwegs sein kannst, ohne einen einzigen Höhenmeter zu machen.

Familie & Veranstaltungen

Kitzbühel mit Kindern und die Termine im Jahreslauf

Mit Kindern funktioniert Kitzbühel im Sommer besser als im Winter, weil kurze Wege und warmes Wasser hier zusammenfallen.

Vorderstadt
Vorderstadt

Der Schwarzsee ist das familienfreundlichste Ziel des Ortes. Das Moorwasser wird im Hochsommer angenehm warm, das Ufer fällt flach ab, es gibt ein Strandbad mit Liegewiese, und vom Zentrum läufst du in einer knappen halben Stunde hin – oder du nimmst die Bahn bis zum Halt Schwarzsee. Dazu kommen die Bergbahnen, die den Aufstieg abnehmen: Oben am Kitzbüheler Horn wartet der Alpenblumengarten mit beschilderten Pflanzen, unten in Aurach ein Wildpark mit heimischen Tieren. Für Regentage bleiben das Museum in der Hinterstadt und das öffentliche Hallenbad.

Im Winter ist Kitzbühel ein anspruchsvolles Pflaster für Anfänger. Die klassischen Abfahrten am Hahnenkamm sind steil, die Wege zwischen den Sektoren weit, und die Preise für Skischule und Ausrüstung liegen über dem, was man aus kleineren Tälern kennt. Familien fahren deshalb häufig auf der Kirchberger Seite oder auf den Übungshängen am Ortsrand, wo die Hänge flacher und die Wege kürzer sind. Wer nicht Ski fährt, findet trotzdem Programm: geräumte Winterwanderwege in den Hanglagen, Loipen in den flachen Wiesen Richtung Schwarzsee und Rodelmöglichkeiten in der Umgebung.

Der bekannteste Termin des Jahres ist das Hahnenkammrennen im Januar mit Abfahrt und Slalom an einem Wochenende. Das ist ein Erlebnis, aber kein Familienausflug – die Zielarena ist voll, die Wege sind eng, und mit kleinen Kindern verbringst du den Tag im Gedränge. Im Hochsommer kommt das ATP-Sandplatzturnier dazu, das seit Jahrzehnten im Tennisstadion gespielt wird und den Ort für eine Woche mit Tennispublikum füllt. Im Frühsommer rollt außerdem eine bekannte Oldtimer-Rallye durch die Kitzbüheler Alpen, deren Fahrzeuge in der Vorderstadt Halt machen.

In der Adventzeit wird es ruhiger und dunkler. Zwischen den Bürgerhäusern der Altstadt stehen dann Hütten, die Fassaden sind beleuchtet, und in den Kirchen finden Konzerte statt – eine gute Zeit für zwei Nächte, wenn du weder Ski fahren noch wandern willst. Grundsätzlich gilt für alle Termine: Prüfe den Veranstaltungskalender, bevor du buchst. Kitzbühel hat einen ruhigen und einen lauten Modus, und die Enttäuschung entsteht fast immer dadurch, dass jemand den einen erwartet und den anderen bekommt.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Kitzbühel – und welches zu dir passt

VorderstadtVorderstadtDie breitere der beiden Altstadtgassen und heute Fußgängerzone: bunte Bürgerhäuser mit versteckten Dächern, Sportgeschäfte neben Luxusboutiquen, Cafés unter den Arkaden und am oberen Ende die gotische Katharinenkirche. Hier spielt sich das öffentliche Leben ab, im Januar auch das laute.Ideal für: Bummeln & Abends ausgehen½ TagHinterstadtHinterstadtDie stillere Parallelgasse, enger und ohne Schaufensterdichte, mit Bürgerhäusern aus der Bergbauzeit und dem Museum Kitzbühel im ehemaligen Getreidekasten auf den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer. Der Teil der Altstadt, in dem man das Mittelalter noch am ehesten spürt.Ideal für: Geschichte & Museum½ TagSchwarzseeSchwarzseeKitzbühels grüne Seite im Nordwesten, rund um den dunklen Moorsee mit Strandbad, Schilfgürtel und Liegewiese. Dazu Golffairways, flache Spazierwege durch die Wiesen und ein eigener Bahnhalt an der Strecke Richtung Wörgl – im Sommer die entspannteste Adresse des Ortes.Ideal für: Baden & Golf½–1 TagAm HornAm HornDie Hanglage östlich des Zentrums, benannt nach dem Kitzbüheler Horn, das darüber aufsteigt. Ruhige Straßen, alte Gutshöfe und Hotels mit Blick über die Stadt, dazu der kurze Weg zur Hornbahn. Wer abends in die Altstadt will, läuft je nach Lage bergab oder nimmt den Bus.Ideal für: Ruhe mit Bergblick½ TagLebenbergLebenbergEin bewaldeter Rücken westlich über der Stadt, auf dem das Schloss Lebenberg aus dem 16. Jahrhundert sitzt – heute ein Hotel mit dem weitesten Panorama, das man hier ohne Bergbahn bekommt. Ansonsten ruhige Hanglage mit Wiesenwegen, die im Winter als Loipen und Winterwanderwege dienen.Ideal für: Panorama & Rückzug½ TagBichlachBichlachDer ländliche Rand von Kitzbühel mit Höfen, Heustadeln und weiten Wiesen, aus denen der Blick frei auf Hahnenkamm und Horn geht. Wenig Betrieb, dafür kurze Wege ins offene Gelände und zu den flachen Rad- und Spazierrouten Richtung Reith und Oberndorf.Ideal für: Landschaft & Spazieren½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Kitzbühel im Jahreslauf

Kitzbühel hat zwei volle Saisons und zwei ausgesprochen leere Zwischenzeiten, in denen halbe Straßenzüge geschlossen haben.

Kitzbühel liegt auf 762 Metern in einem breiten Alpental, das im Winter Kaltluft sammelt und im Sommer angenehm bleibt. Die Hochwerte erreichen im Juli und August gut zwanzig Grad, während die Nächte auch im Hochsommer kaum über gut zehn Grad hinauskommen – eine Jacke gehört das ganze Jahr ins Gepäck. Im Winter liegen die Tageswerte im Tal um den Gefrierpunkt, klare Nächte kippen deutlich unter minus zehn Grad. Wichtiger als das Thermometer ist aber der Kalender: Das Hahnenkammrennen im Januar, die Winterferien im Februar und der Hochsommer bestimmen Andrang und Preise stärker als jedes Wetter, und im April sowie im November schließen viele Betriebe ganz.

Jan2°-8°Hahnenkammrennen, teuer und voll
Feb4°-7°beste Schneelage, lange Tage
Mär9°-3°Firn und Sonne auf den Pisten
Apr13°1°Zwischensaison, viele Häuser zu
Mai18°5°grüne Wiesen, Bergbahnen erst spät
Jun21°9°Almrosenblüte, wenig los
Jul23°11°warm, Tennisturnier, Gewitter
Aug22°10°Badewetter am Schwarzsee
Sep18°7°klare Fernsicht, ruhige Wege
Okt13°3°goldene Lärchen, kurze Tage
Nov7°-2°leerste Zeit des Jahres
Dez3°-6°Advent, ab Weihnachten voll

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Kitzbühel hängt davon ab, warum du kommst. Für Ski und Schnee sind Februar und März die verlässlichsten Wochen – die Schneedecke ist am dicksten, die Tage sind schon länger, und der Trubel des Hahnenkammrennens ist vorbei. Für Wandern, Baden und Berge sind Juli, August und September die stärksten Monate, wobei der September mit klarer Fernsicht und leeren Wegen der angenehmste davon ist. Januar ist Rennmonat mit entsprechenden Preisen, April und November sind Zwischensaison, in der Bergbahnen stillstehen und viele Hotels und Restaurants geschlossen haben.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Kitzbühel

Wie viele Tage sollte man für Kitzbühel einplanen?
Zwei bis drei Tage reichen für Altstadt, Museum und einen der beiden Hausberge. Wer Ski fährt, wandert oder golft, plant besser vier bis fünf Tage, weil das Skigebiet bis Mittersill reicht und einzelne Tagesziele allein einen ganzen Tag füllen.
Warum gilt die Streif als schwerste Abfahrt der Welt?
Sie verliert auf gut drei Kilometern rund 860 Höhenmeter und schickt die Fahrer schon nach wenigen Sekunden über die Mausefalle in einen Hang mit bis zu 85 Prozent Neigung. Danach folgen Steilhang, Hausbergkante und ein Zielschuss mit deutlich über 130 km/h – Sprünge, Traversen und Eis in einer Kombination, die es sonst nirgends gibt.
Kann man die Streif im Sommer selbst begehen?
Ja. Von der Bergstation der Hahnenkammbahn führt ein Themenweg entlang der Rennstrecke ins Tal, mit Stationen an den Schlüsselstellen. Für den Abstieg brauchst du gut anderthalb bis zwei Stunden und feste Schuhe, weil der Wiesenhang bei Nässe rutschig wird. Wer nicht laufen mag, fährt mit derselben Bahn zurück.
Wann findet das Hahnenkammrennen statt und lohnt sich der Besuch?
Das Rennwochenende liegt im Januar; die genauen Termine gibt der Kitzbüheler Ski Club jedes Jahr neu bekannt. Der Besuch lohnt für Skifans sehr, für alle anderen weniger: Die Stadt ist voll, Hotelzimmer sind lange im Voraus vergeben, und die Preise liegen weit über dem Rest des Winters.
Lohnt sich Kitzbühel auch ohne Ski im Sommer?
Sehr. Die Kitzbüheler Alpen sind Grasberge mit weichen Wegen, dazu kommen der Alpenblumengarten am Kitzbüheler Horn, der warme Schwarzsee, mehrere Golfplätze und Mountainbike-Trails wie der Flow Trail am Hahnenkamm. Von Juli bis September ist der Ort deutlich ruhiger und günstiger als im Winter.
Wo kann man in Kitzbühel baden?
Im Schwarzsee nordwestlich des Zentrums, einem dunklen Moorgewässer mit Strandbad, Schilfgürtel und Liegewiese. Weil das torfbraune Wasser die Sonnenwärme gut speichert, gilt er als einer der wärmsten Badeseen Tirols. Zu Fuß bist du in einer knappen halben Stunde dort, mit der Bahn hältst du direkt an der Station Schwarzsee.
Wie kommt man ohne Auto nach Kitzbühel?
Mit dem Zug über die Strecke Wörgl–St. Johann in Tirol, die weiter nach Zell am See und Salzburg führt. Aus Deutschland steigst du meist in Wörgl um, aus Innsbruck dauert die Fahrt etwa 80 Minuten. Vom Bahnhof Kitzbühel läufst du in gut zehn Minuten in die Altstadt, vor Ort fahren Orts- und Skibusse.
Wo parkt man in Kitzbühel?
Nicht in der Vorderstadt – die ist Fußgängerzone. Genutzt werden die Parkgaragen am Rand des Zentrums und die ausgeschilderten Parkplätze. Wer im Hotel bucht, fragt vorab nach Garage und Zufahrtsberechtigung zum Ausladen; im Winter mit Skigepäck und steilen Hangzufahrten macht das den größten Unterschied.
In welchem Viertel wohnt man in Kitzbühel am besten?
Rund um Vorderstadt und Hinterstadt bist du zu Fuß bei allem, musst im Januar aber mit Lärm rechnen. Am Horn und am Lebenberg wohnst du ruhiger und mit Aussicht, brauchst dafür Shuttle oder Bus. Die Ecke um den Schwarzsee ist die grünste Variante und im Sommer mit Bad und Golfplatz die praktischste.
Was isst man in Kitzbühel typischerweise?
Tiroler Gröstl aus gebratenen Kartoffeln, Fleisch und Spiegelei, Kaspressknödel in klarer Rindsuppe, Schlutzkrapfen mit Spinat-Topfen-Füllung und Kasspatzln mit gerösteten Zwiebeln. Dazu Graukäse, ein magerer Sauermilchkäse mit kräftigem Aroma, und als Nachtisch Kaiserschmarrn oder im Spätsommer Moosbeernocken.
Ist Kitzbühel teuer?
Kitzbühel gehört zu den teuersten Orten Tirols, aber der Preis hängt stark am Datum. Am höchsten liegt er rund um das Hahnenkammrennen, zu Weihnachten und in den Winterferien. Ende Juni, Anfang September und im Oktober zahlst du deutlich weniger, und zwei Gassen abseits der Vorderstadt sind auch Essen und Getränke spürbar günstiger.
Wie schneesicher ist Kitzbühel?
Der Ort liegt auf 762 Metern, die Pisten reichen großteils von rund 800 bis knapp 2.000 Meter – die Talabfahrten hängen deshalb an der Beschneiung. Am verlässlichsten ist die Zeit von Anfang Januar bis Mitte März. Wer sichergehen will, verlagert Skitage in den höheren Südteil rund um Resterhöhe und Pass Thurn.
Was kann man in Kitzbühel bei Regen machen?
Das Museum Kitzbühel im alten Getreidekasten mit der Alfons-Walde-Sammlung füllt gut eine bis zwei Stunden, dazu kommen die Kirchen am Kirchhügel, das öffentliche Hallenbad und die Spa-Bereiche der größeren Hotels. Bei längerem Regen bieten sich Tagesausflüge nach Kufstein, Innsbruck oder Salzburg an, die alle mit der Bahn erreichbar sind.

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KitzbühelVom Pflaster der Vorderstadt bis zum Zielhang der Streif sind es ein paar Gehminuten – kaum ein anderer Alpenort schiebt mittelalterliche Altstadt und Weltcup-Arena so dicht zusammen.

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