Wer die Treppe zum Tirol Panorama auf dem Bergisel hinaufsteigt, ahnt noch nicht, was ihn erwartet. Dann öffnet sich der Rundraum – und plötzlich steht man mitten in einer anderen Zeit. Das Riesenrundgemälde misst 1000 Quadratmeter und zeigt die Schlachten von 1809, als Tiroler Schützen unter Andreas Hofer gegen napoleonische Truppen kämpften. Die Illusion ist vollständig: Durch die gestufte Plattform, die dreidimensionale Vorlandschaft aus echten Gegenständen und die Rundumdarstellung verschwimmt die Grenze zwischen Gemälde und Wirklichkeit. Das Werk selbst hat eine bewegte Geschichte. Ursprünglich 1896 in Paris gemalt und später in München ausgestellt, kam das Panorama nach Jahrzehnten des Vergessens und einer aufwendigen Restaurierung schließlich nach Innsbruck. Seit 2011 ist es im eigens dafür errichteten Panoramagebäude auf dem Bergisel zu sehen – einem Bau, der sich harmonisch in die Hanglage unterhalb der Bergisel-Schanze einfügt. Das Museum verbindet das Gemälde mit der permanenten Ausstellung zur Tiroler Geschichte, die Objekte, Dokumente und Inszenierungen aus verschiedenen Epochen zeigt. Der Besuch beginnt meist in der Dauerausstellung, die sich über mehrere Räume erstreckt und die Geschichte Tirols von der Frühzeit bis zur Gegenwart aufrollt. Vitrinen mit Originalwaffen, Uniformen und persönlichen Gegenständen aus dem Freiheitskampf von 1809 stehen neben Exponaten zur Alltagskultur und zur politischen Geschichte des Landes. Die Inszenierung ist durchdacht: Kein Raum wirkt überladen, jede Station hat Raum zum Atmen. Der eigentliche Höhepunkt bleibt das Rundgemälde. Die Audioguides, die im Eintrittspreis inbegriffen sind, erklären einzelne Szenen und helfen, die Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen zu entschlüsseln. Wer genau hinschaut, entdeckt im Gemälde den Bergisel selbst – die Schanze, auf der man gerade steht, ist Teil des dargestellten Schlachtfeldes. Dieser Moment der Überlagerung von Vergangenheit und Gegenwart macht den Besuch zu einem ungewöhnlichen Erlebnis. Nach dem Museumsbesuch lohnt sich ein Spaziergang zur nahegelegenen Bergisel-Sprungschanze von Zaha Hadid, von der aus sich ein weiter Blick über Innsbruck und das Inntal öffnet.
Ein modernes Museum mit einer Dauerausstellung zur Tiroler Geschichte und dem zentralen Riesenrundgemälde (1000 m²), das die Schlachten von 1809 in beeindruckender Illusionswirkung zeigt. Audioguides sind inklusive. Der Besuch dauert rund 1,5 bis 2 Stunden.
Das Riesenrundgemälde wurde 1896 in Paris gemalt und zeigt die Schlachten auf dem Bergisel im Jahr 1809, als Tiroler Schützen unter Andreas Hofer gegen napoleonische Truppen kämpften. Nach Jahrzehnten der Auslagerung und einem langen Restaurierungsprozess wurde das Panorama 2011 in einem eigens errichteten Gebäude auf dem historischen Bergisel in Innsbruck der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum verbindet das Gemälde seither mit einer umfassenden Dauerausstellung zur Geschichte Tirols.
