Stadt · Österreich

Mayrhofen

Hier hört das Zillertal auf, ein einziges Tal zu sein – vier Gründe laufen im Ort zusammen, und zwei Bergbahnen heben dich in wenigen Minuten aus einem Dorf auf 630 Metern in ein Hochgebirgsrevier.

4 Stadtviertel6 Sehenswürdigkeiten6 Hotels
Überblick

Deine Mayrhofen-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mayrhofen hat zwei klare Hochsaisons: Dezember bis März für Wintersport, Juli und August für Wandern und Mountainbiking. Die Skisaison am Penken beginnt meist Mitte November und reicht bis in den April. Wer ruhigere Verhältnisse sucht, kommt im Juni oder September – die Berge sind schneefrei, die Hütten geöffnet und die Preise spürbar niedriger. Mai und Oktober sind Zwischensaison mit eingeschränktem Angebot, aber großer Ruhe.
Mobilität vor Ort
Mayrhofen liegt am Ende des Zillertals und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Zillertalbahn verbindet den Ort regelmäßig mit Jenbach, wo Anschluss an das ÖBB-Fernstreckennetz besteht. Im Ort selbst sind die meisten Ziele zu Fuß erreichbar.
Nahverkehr
Die Zillertalbahn fährt von Jenbach bis Mayrhofen. Im Winter verkehren zusätzliche Skibusse zu den Gondelbahnen. Penken- und Ahornbahn sind vom Ortszentrum fußläufig erreichbar.
Vom Flughafen
Vom Flughafen Innsbruck ca. 1 Stunde mit dem Auto über die A12. Per Zug nach Jenbach, dann Zillertalbahn bis Mayrhofen.
Über Mayrhofen

Reisen nach Mayrhofen

Mayrhofen liegt auf gut 630 Metern genau dort, wo sich das Zillertal auffächert: Zillergrund, Stilluppgrund, Zemmgrund und das Tuxertal laufen hier zusammen, und der Ort sitzt im Knoten dieser vier Gründe. Aus dem Bauerndorf, das bis heute knapp 4.000 Einwohner zählt, ist dadurch der bekannteste Ort des Tals geworden – schon im 19. Jahrhundert brachen von hier die ersten Bergsteiger in die Zillertaler Alpen auf, die Sektion Berlin des Alpenvereins baute ihre Hütten in die Kare dahinter, und der Berliner Höhenweg trägt diesen Namen bis heute. Über dem Dorf stehen zwei sehr unterschiedliche Berge: der Penken, sportlich, laut und mit der Harakiri als steilster präparierter Piste Österreichs, und gegenüber der Ahorn, ein sonniges Hochplateau, das die Ahornbahn mit einer der größten Pendelbahnkabinen des Landes in wenigen Minuten erreicht. Dazwischen liegt ein Ortszentrum, das für seine Größe erstaunlich viel Betrieb aushält – Bergsportläden neben Konditoreien, Après-Ski-Bars neben Wirtshäusern in alten Zillertaler Bauernhäusern, und am Ende der Hauptstraße der Endbahnhof der schmalspurigen Zillertalbahn, die seit über hundert Jahren von Jenbach heraufkommt. Wer weiterfährt, erreicht über die Mautstraße den Schlegeis-Stausee auf 1.782 Metern oder das Tuxertal hinauf den Hintertuxer Gletscher, auf dem das ganze Jahr über Ski gefahren wird.

Mayrhofen – Karte
Reiseführer

Mayrhofen von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um halb neun sammelt sich die Schlange an der Penkenbahn mitten im Dorf, zwei Straßen weiter riecht es aus der Konditorei nach frischem Blätterteig, und über den Dächern hängt noch die Kaltluft, die nachts aus den Gründen herunterfließt. Mayrhofen ist kein Ort, der sich zufällig einen Berg teilt – hier endet das Zillertal, fächert sich in vier Seitentäler auf, und das ganze Dorf ist so gebaut, dass du morgens in Turnschuhen aus dem Hotel gehst und mittags auf zweitausend Metern stehst.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Mayrhofen

Die Sehenswürdigkeiten in Mayrhofen verteilen sich auf zwei Etagen – ein kompakter Ortskern im Tal und alles Übrige oben, hinter einer Bergbahnfahrt von wenigen Minuten.

Die Penkenbahn ist der Ausgangspunkt für fast alles, was Mayrhofen bekannt gemacht hat. Ihre Talstation steht mitten im Ort, wenige Gehminuten von der Hauptstraße entfernt, und sie bringt dich auf rund 1.800 Meter hinauf an den Rand einer weitläufigen Bergwelt, die im Winter zum Skigebiet und im Sommer zum Wander- und Bikerevier wird. Oben öffnet sich der Blick über das gesamte Zillertal, talauswärts bis weit nach Norden und nach Süden auf die vergletscherten Grenzkämme. Wer nur einen Tag hat und sich zwischen den beiden Hausbergen entscheiden muss, nimmt den Penken, wenn ihn Betrieb nicht stört, und weiß danach ziemlich genau, wie dieser Ort funktioniert.

Auf der gegenüberliegenden Talseite fährt die Ahornbahn hinauf, und sie ist selbst eine Sehenswürdigkeit: Ihre Kabinen zählen zu den größten Pendelbahnkabinen Österreichs und befördern in einem einzigen Zug so viele Fahrgäste, wie sonst ein Dutzend Gondeln fasst. Oben auf knapp zweitausend Metern liegt ein weites, sonniges Plateau statt eines schmalen Grats, mit flachen Wegen, Almböden und einem Panorama, das ohne jede Anstrengung zu haben ist. Im Sommer finden auf dem Plateau Greifvogelvorführungen statt; Termine und Zeiten wechseln saisonal, ein Blick auf die Aushänge der Bergbahnen lohnt sich vor der Auffahrt.

Die berühmteste Abfahrt des Ortes liegt am Penken. Die Harakiri gilt mit rund 78 Prozent Gefälle als steilste präparierte Piste Österreichs, und sie ist kein Marketingtitel, sondern ein Hang, an dem viele Skifahrer nach den ersten Schwüngen umkehren. Vereist ist sie am frühen Morgen fast unfahrbar, am späten Vormittag nach der Sonne wird sie handhabbar. Wer sie nicht fahren will, schaut vom Sessellift daneben zu, was ehrlicherweise die häufigere Variante ist. Gleich in der Nachbarschaft liegt der Snowpark am Penken, der Freestyler aus halb Europa anzieht und im Winter zu den bekanntesten Anlagen der Ostalpen zählt.

Im Tal selbst sind die Sehenswürdigkeiten bodenständiger, aber nicht weniger typisch. In der Erlebnissennerei Zillertal etwas außerhalb des Ortskerns siehst du durch Glasscheiben, wie aus Bergmilch Käse wird, kannst danach im Laden probieren und stehst bei den Kühen im Stall – bei schlechtem Wetter die beste Adresse mit Kindern. Das Erlebnisbad Mayrhofen deckt denselben Fall mit Wasser statt Käse ab. Und am nördlichen Ortsende endet die Zillertalbahn, eine Schmalspurstrecke von Jenbach herauf, auf der in der Saison auch Dampfzüge verkehren; die Fahrpläne dafür veröffentlicht die Bahn jeweils für das laufende Jahr.

Sehenswürdigkeiten in Mayrhofen

Skifahren & Skigebiet

Skifahren in Mayrhofen zwischen Penken, Ahorn und Gletscher

Mayrhofen leistet sich zwei Skiberge, die nicht miteinander verbunden sind – und genau diese Trennung macht den Ort für gemischte Gruppen so brauchbar.

Der Ahorn ist der Berg für alle, die noch lernen oder in Ruhe fahren wollen. Weil das Skigebiet als abgeschlossenes Hochplateau über der Talstation liegt, gibt es dort oben breite, flache Hänge, wenig Durchgangsverkehr und keine Abkürzungen, auf denen dir jemand mit hohem Tempo entgegenkommt. Der Penken auf der anderen Seite ist das Gegenteil: ein weitläufiges, gut ausgebautes Gebiet mit anspruchsvollen roten Abfahrten, dem Snowpark und der Harakiri. Familien mit unterschiedlichen Fahrniveaus teilen sich hier den Tag oft auf zwei Berge auf und treffen sich abends im Ort wieder – ungewöhnlich, aber es funktioniert besser als der Kompromiss auf einem einzigen Hang.

Vom Penken aus geht es auf Skiern weiter, aber nicht beliebig weit. Die Pistenverbindung reicht über die Gebiete oberhalb von Finkenberg zum Rastkogel und von dort auf die Eggalm über Lanersbach, sodass sich mehrere Tage lang neues Gelände findet. Der Hintertuxer Gletscher gehört zwar zur selben Skiregion, hängt aber nicht am selben Liftnetz – das letzte Stück ins hintere Tuxertal legst du mit Skibus oder Auto zurück. Zusätzlich gilt der Zillertaler Superskipass für die Skigebiete des gesamten Tals, was bei längeren Aufenthalten und wechselhaftem Wetter Sinn ergibt. Preise und Gültigkeiten ändern sich von Saison zu Saison – prüfe sie vor der Buchung direkt beim Anbieter, statt dich auf Zahlen aus älteren Beiträgen zu verlassen.

Der wichtigste praktische Hinweis betrifft den Morgen. Die Penkenbahn ist die naheliegendste, aber nicht die einzige Auffahrt in dasselbe Gebiet: Von Finkenberg und aus dem Talboden bei Hippach führen weitere Bahnen hinauf, und wer dort einsteigt, spart in der Hochsaison regelmäßig eine erhebliche Wartezeit. Skibusse verbinden die Talstationen; ob die Fahrt für dich kostenlos ist, hängt an Skipass und Gästekarte, der Takt an Saison und Linie. Zweite Faustregel: Nach zehn Uhr ist die Schlange unten meist abgebaut, dafür sind die Hänge belebt – wer ausschlafen will, verliert im Wesentlichen die leeren Pisten, nicht den Skitag.

Für den Rand der Saison lohnt der Blick weiter hinein ins Tuxertal. Am Hintertuxer Gletscher wird ganzjährig Ski gefahren, auch im Hochsommer, und im November wie im Mai ist er oft der einzige verlässlich schneesichere Punkt der Region. Von Mayrhofen sind es gut zwanzig Kilometer talaufwärts, mit dem Auto rund eine halbe Stunde, mit dem Linienbus entsprechend länger. Wer im Frühjahr bucht, sollte diese Option von vornherein einplanen: Die Talabfahrten in Mayrhofen selbst liegen tief und sind im April häufig nicht mehr durchgehend befahrbar.

Aktivitäten & Touren in Mayrhofen

Wandern & Bergsport

Wandern in Mayrhofen von der Olpererhütte bis zum Berliner Höhenweg

Im Sommer verschiebt sich das Zentrum des Ortes um rund dreißig Kilometer nach hinten – dorthin, wo die Gründe an die Gletscher stoßen.

Schlegeis-Stausee
Schlegeis-Stausee

Die bekannteste Halbtagestour startet nicht in Mayrhofen, sondern an der Staumauer des Schlegeis-Stausees auf 1.782 Metern. Von dort führt ein gut angelegter Steig in etwa anderthalb bis zwei Stunden und rund 600 Höhenmetern hinauf zur Olpererhütte auf etwa 2.389 Metern. Kurz unterhalb der Hütte quert eine schmale Hängebrücke einen Bach, und der Blick von dort über den türkisen Stausee hinweg auf die Gletscher ist der Grund, warum an schönen Julitagen eine Schlange vor der Brücke steht. Wer das Foto ohne Wartezeit will, geht mit dem ersten Bus oder am späten Nachmittag, wenn die Tagesgäste zurückfahren.

Eine Nummer größer ist der Berliner Höhenweg, ein mehrtägiger Höhenweg durch die Zillertaler Alpen, der von Hütte zu Hütte führt. Seinen Namen verdankt er den Häusern der Alpenvereinssektion Berlin, die auf der Runde liegen; dazwischen übernachtest du auf Hütten anderer Sektionen. Die Berliner Hütte im Zemmgrund ist dabei ein Bauwerk für sich – ein denkmalgeschütztes Haus mit Saal und Treppenhaus aus der Gründerzeit des Alpinismus, wie man es sonst kaum noch findet. Der Weg verlangt Trittsicherheit, Ausdauer und teilweise Erfahrung im weglosen Gelände; einzelne Übergänge führen über Blockwerk und Altschneefelder. Hüttenplätze musst du vorab reservieren, die Saison ist kurz und endet je nach Schneelage schon im September.

Für alle, die nicht in der Höhe unterwegs sein wollen, liegt das leichtere Programm auf dem Ahorn und in den Talböden. Vom Plateau der Ahornbahn führen flache Panoramawege über offene Almböden, mit ausreichend Einkehrmöglichkeiten und ohne ausgesetzte Stellen – eine der wenigen Gegenden, in denen sich Kinderwagen und Hochgebirgspanorama nicht ausschließen. Unten laufen entlang des Zillers und in die Gründe hinein breite Talwege, auf denen du in eigenem Tempo bis zu den ersten Almen kommst und jederzeit umdrehen kannst. Der Wanderbus in die Seitentäler nimmt dir dabei die uninteressanten Kilometer ab.

Wer klettern will, findet rund um Mayrhofen mehrere Klettersteige mit sehr unterschiedlichem Anspruch, vom übersichtlichen Einstiegssteig bis zu Routen, die ausdrücklich geübten Steigern vorbehalten sind – lies die Schwierigkeitsangaben vor Ort und unterschätze die Ausstiege nicht. Orientierung, aktuelle Wegverhältnisse und geführte Touren bekommst du im Naturparkhaus in Ginzling, dem Zentrum des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen. Dort erfährst du auch, welche Steige nach Gewittern oder Steinschlag gesperrt sind, was in diesen Tälern häufiger vorkommt, als es die Karten vermuten lassen.

Seitentäler & Stauseen

Die vier Gründe hinter Mayrhofen und der Schlegeis-Stausee

Hinter dem Ortsende teilt sich das Tal in vier Äste, und jeder davon hat einen eigenen Charakter und eine eigene Zufahrtsregel.

Die vier Gründe
Die vier Gründe

Der Zemmgrund führt nach Süden über Ginzling in Richtung Gletscher und ist der am stärksten erschlossene der drei eigentlichen Gründe. Über ihn erreichst du die Schlegeis-Alpenstraße, eine mautpflichtige Bergstraße mit engen Kehren und Tunneln, die zum Schlegeis-Stausee auf 1.782 Metern hinaufführt. Die gewaltige, leicht gekrümmte Staumauer aus den 1970er-Jahren riegelt ein Hochtal ab, hinter dem sich die Grenzkämme zu Südtirol auftürmen; rund um den See läuft ein einfacher Uferweg, an dem sich der Charakter der Landschaft in wenigen Minuten von Erschließung zu Wildnis dreht. Die Straße ist nur in der schneefreien Zeit geöffnet, üblicherweise vom späten Frühjahr bis in den Herbst.

Wer nicht selbst fahren will oder mag, nimmt den Linienbus oder eine geführte Panoramafahrt von Mayrhofen aus. Das ist bei dieser Strecke keine Bequemlichkeitsentscheidung: Die Alpenstraße ist an manchen Stellen so schmal, dass Gegenverkehr geregelt werden muss, und die Parkflächen an der Staumauer sind an schönen Sommertagen früh voll. Vor der Fahrt lohnt ein Blick auf Wetter und Öffnung – oben liegen fast 1.200 Höhenmeter mehr als im Ort, und was unten ein warmer Nachmittag ist, kann an der Mauer ein zugiger Zehn-Grad-Tag mit Wolkenauflage sein. Eine Windjacke gehört auch im Juli in den Rucksack.

Deutlich stiller sind die beiden anderen großen Gründe. Der Stilluppgrund zieht sich schmal und schattig nach Süden, mit Wasserfällen an den Flanken und einem Stausee weit hinten; die Talstraße ist für den privaten Verkehr nur eingeschränkt befahrbar, ein Wanderbus übernimmt den Weg hinein. Der Zillergrund führt nach Osten und endet an einem hochgelegenen Speicher unter den Reichenspitzen – eine der Gegenden, in denen du auch im August längere Zeit niemandem begegnest. Beide eignen sich für Tage, an denen der Betrieb am Penken zu viel wird und du trotzdem nicht auf Berge verzichten willst.

Der vierte Ast ist das Tuxertal, das von Mayrhofen nach Westen abzweigt und über Finkenberg und Lanersbach bis Hintertux ansteigt. Er ist der einzige der vier Äste, bei dem Straße, Besiedlung und Skibetrieb auf ganzer Länge bis ins Hochgebirge reichen, und deshalb funktioniert er weniger als Rückzugsort und mehr als Verlängerung des Skigebiets. Für Mayrhofen ist das praktisch: Egal ob im Mai die Talabfahrten fehlen oder im August die Hitze im Tal steht – eine halbe Stunde weiter oben liegt zuverlässig Schnee.

Rundgang & Tagesplan

Mayrhofen an einem Tag zwischen Ortszentrum und Ahorn

Ein Tag reicht für Dorf und einen Berg, wenn du die Reihenfolge nicht verdrehst – oben, solange die Luft klar ist, unten, wenn die Sonne aus dem Tal geht.

Beginne früh an einer der beiden Talstationen, am besten an der Ahornbahn, wenn du das ruhigere Programm willst, an der Penkenbahn, wenn du Betrieb in Kauf nimmst und dafür das größere Gelände bekommst. Der Grund für den frühen Start ist nicht der Andrang, sondern die Sicht: In den Zillertaler Alpen bauen sich im Sommer regelmäßig ab dem frühen Nachmittag Quellwolken auf, und was um neun Uhr bis zu den Gletschern reicht, ist um drei oft eine graue Wand. Im Winter gilt dasselbe umgekehrt für die Pistenqualität, die im Lauf des Vormittags von hart zu weich wechselt.

Oben planst du zwei bis drei Stunden ein. Auf dem Ahorn läufst du eine Runde über das Plateau und kehrst in einem der Bergrestaurants ein – die Ahornhütte ist die naheliegende Adresse für Almküche mit Aussicht. Auf dem Penken hast du die Wahl zwischen Wegen entlang des Hangs und dem Panoramarestaurant an der Bergstation, das den Vorteil hat, dass du dafür keinen Meter zusätzlich gehen musst. Nimm in beiden Fällen eine Jacke mit, auch wenn es unten warm ist: Aus fünfundzwanzig Grad im Ort werden auf zweitausend Metern rund sechzehn, und im Wind fühlt es sich oben nach deutlich weniger an.

Am Nachmittag zurück ins Dorf. Der Ortskern ist in einer knappen Stunde abgelaufen, und der schönste Teil davon ist der Abschnitt zwischen den Bergbahnen und dem Bahnhof, wo sich Sportgeschäfte, Bäckereien und Hotels aneinanderreihen. Plane eine Pause im Café Kostner ein, einer Konditorei und Bäckerei, die es seit Generationen gibt und in der die Torten deutlich ernster genommen werden als in den Bars nebenan. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, schiebst du stattdessen die Erlebnissennerei oder das Erlebnisbad in diese Lücke – beides funktioniert auch bei Regen.

Für den Abend gibt es zwei Richtungen, und sie schließen sich fast aus. Entweder du gehst früh und in Ruhe essen, etwa im Wirtshaus zum Griena, einem alten Zillertaler Bauernhaus mit bodenständiger Küche, oder du steigst in das Après-Ski-Programm entlang der Hauptstraße ein, das im Winter am frühen Nachmittag beginnt und bis in die Nacht läuft. Wer zwei Tage hat, hängt am zweiten den jeweils anderen Berg an; bei drei bis vier Tagen kommen der Schlegeis-Stausee und einer der stillen Gründe dazu, und erst ab fünf Tagen lohnt sich ein Ausflug an den Hintertuxer Gletscher zusätzlich.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Übernachten

Hotels in Mayrhofen und die richtige Lage im Ort

In Mayrhofen entscheidet die Adresse weniger über die Aussicht als über den Lärmpegel nach zweiundzwanzig Uhr.

Der Ort hat für seine Größe ein ungewöhnlich breites Angebot, weil er zwei sehr verschiedene Publikumsgruppen bedient. Auf der einen Seite stehen große Sport- und Wellnesshäuser mitten im Zentrum, allen voran das Hotel Strass, das Pool- und Saunabereich mit einem eigenen Ausgehprogramm im Haus kombiniert, und das traditionsreiche Hotel Neue Post direkt an der Hauptstraße. Auf der anderen Seite finden sich ruhigere Adressen wie das ElisabethHotel Premium Private Retreat, ein Haus für Erwachsene mit Spa-Schwerpunkt, oder das Hotel Berghof mit Wellnessbereich und Blick über das Tal. Beide Welten liegen hier keine zehn Gehminuten auseinander.

Wer klein und bodenständig sucht, wird ebenfalls fündig. Der Gasthof Zillertal steht für die Kategorie, die in vielen Alpenorten verschwunden ist – ein familiengeführtes Haus mit Gaststube, in dem du deutlich günstiger wohnst als in den Spa-Häusern und trotzdem zu Fuß zu den Bahnen kommst. Für Gruppen und Familien, die selbst kochen wollen, sind Apartments oft die klügere Wahl; die Ahorn Lodge etwa ist als Apartmenthaus organisiert, mit eigener Küche und mehr Platz als in einem Doppelzimmer. Wie nah eine Unterkunft tatsächlich an der jeweiligen Talstation liegt, prüfst du am besten auf der Karte, weil sich der Ort über gut zwei Kilometer streckt.

Die Lagefrage ist in Mayrhofen wichtiger als anderswo. Rund um die Hauptstraße und die Bergbahnen bist du im Winter unmittelbar am Geschehen, hörst aber auch, dass die Bars bis spät geöffnet haben – wer empfindlich schläft, fragt gezielt nach einem Zimmer zur Rückseite oder wählt eine Unterkunft am Ortsrand Richtung Ziller oder in den Weilern hangaufwärts. Im Sommer dreht sich das Bild, dann ist der Ort abends ruhig und die zentrale Lage nur noch praktisch. Wer ohne Auto anreist, sollte auf die Entfernung zum Bahnhof achten, sonst wird aus der letzten Etappe ein Fußmarsch mit Koffer.

Preise und Verfügbarkeit hängen weniger von der Kategorie ab als vom Datum. Weihnachten und Neujahr, die Februarferien und die Wochen mit Musikveranstaltungen im Frühjahr sind früh ausgebucht und deutlich teurer als der Rest des Jahres; Anfang Dezember, Januar nach den Ferien, Juni und die zweite Septemberhälfte sind die günstigen Fenster. Rechne außerdem damit, dass viele Betriebe in den Zwischensaisonen im April und November ganz schließen – das betrifft Hotels, Restaurants und Bergbahnen gleichermaßen. Wer in diesen Wochen kommt, prüft vorher, was überhaupt geöffnet hat.

Hotels in Mayrhofen

Alle 6 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Partnerangebote in Kürze

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Partnerangebote in Kürze
Essen & Trinken

Restaurants in Mayrhofen und was das Zillertal auf den Teller bringt

Zwischen Almhütte und Burgerladen liegen in Mayrhofen zweihundert Meter, und beide sind an einem Skitag gut gefüllt.

Die ehrlichste Küche des Ortes steht in den alten Häusern. Das Wirtshaus zum Griena ist ein altes Zillertaler Bauernhaus mit niedrigen Stuben, in dem regionale Klassiker gekocht werden, wie sie in der Gegend tatsächlich gegessen werden – wenige Tische, entsprechend voll an Abenden in der Hochsaison, reservieren ist keine schlechte Idee. Wer es eine Stufe gehobener mag, ohne dabei die Region zu verlassen, findet im Restaurant Der Postwirt eine Karte, die alpine Zutaten mit mediterraner Leichtigkeit verbindet. Beide Häuser zeigen, dass Mayrhofen kulinarisch mehr kann, als der Après-Ski-Ruf vermuten lässt.

Tagsüber verlagert sich das Essen nach oben. Am Penken liegt das Panoramarestaurant unmittelbar an der Bergstation, was es zur bequemsten Mittagsadresse des Gebiets macht, am Ahorn übernimmt die Ahornhütte mit Almküche in rustikalem Rahmen. Für die Pause zwischendurch ist das Café Kostner im Ort die verlässliche Bank – Konditorei, Bäckerei und Kaffeehaus in einem, mit hausgemachten Torten und frischem Gebäck. Wer abends etwas Unkompliziertes für hungrige Kinder oder eine große Runde sucht, landet meist bei Mo's Restaurant, wo Burger und amerikanische Küche in einem lauten, unkomplizierten Rahmen serviert werden.

Regional heißt im Zillertal vor allem eines: Zillertaler Krapfen, halbmondförmige Teigtaschen aus Roggen- und Weizenmehl, gefüllt mit Kartoffeln und Graukäse und im Fett herausgebacken. Dazu kommen Kaspressknödel in der Suppe, Tiroler Gröstl aus Kartoffeln, Speck und Rindfleisch mit Spiegelei sowie Melchermuas, ein einfaches Schmalzgericht aus Mehl, Milch und Butter, das früher Almkost war. Süß endet fast jedes Essen beim Kaiserschmarrn. Der Graukäse, der in vielen dieser Gerichte steckt, ist ein magerer Sauermilchkäse mit sehr deutlicher Ansage – wer ihn zum ersten Mal probiert, tut das besser in kleiner Dosis.

Beim Trinken bleibst du am besten im Tal. Zillertal Bier stammt aus Zell am Ziller, wenige Kilometer talauswärts, und gehört zu den ältesten Privatbrauereien Tirols; die Zillertaler Schnapsbrennereien liefern das, was danach kommt. Zwei praktische Hinweise für die Planung: In den Bergrestaurants wird warmes Essen meist nur bis zum frühen Nachmittag serviert, weil die Bahnen am späten Nachmittag schließen – wer erst um vier Uhr Hunger bekommt, findet oben oft nur noch Getränke. Und im Ort selbst wird früher gegessen als in Städten; wer um halb zehn noch eine Küche sucht, hat die Auswahl bereits deutlich verkleinert.

Restaurants in Mayrhofen

Anreise & vor Ort

Anreise nach Mayrhofen mit Zillertalbahn und Auto

Mayrhofen ist einer der wenigen Alpenorte, in denen die Bahn nicht der Kompromiss ist, sondern die bequemere Lösung.

Mit der Bahn fährst du bis Jenbach im Inntal, einem Halt an der Hauptstrecke zwischen München, Innsbruck und Salzburg, an dem auch Fernzüge stehen bleiben. Dort steigst du direkt am selben Bahnhof in die schmalspurige Zillertalbahn um, die das Tal hinauf bis Mayrhofen fährt und dort endet; für die Strecke solltest du rund eine Stunde einplanen. Der Endbahnhof liegt am nördlichen Ortsrand, von dort sind es je nach Unterkunft wenige Gehminuten bis zu einem längeren Fußweg – bei viel Gepäck lohnt sich die Frage nach einem Abholservice, den viele Häuser anbieten.

Mit dem Auto führt der Weg über die A12 Inntalautobahn und die Ausfahrt ins Zillertal, danach rund fünfunddreißig Kilometer auf der Zillertalstraße bis ans Talende. Vom Flughafen Innsbruck brauchst du bei freier Fahrt etwa eine Stunde, aus München rund zwei. Der entscheidende Punkt ist der Wochentag: Samstags ist im Winter Anreisetag für das gesamte Tal, und die Zillertalstraße staut sich dann über viele Kilometer. Wer die Wahl hat, reist unter der Woche an oder legt die Fahrt in die frühen Morgenstunden – das spart im Zweifel mehr Zeit als jede Abkürzung, die es hier ohnehin nicht gibt.

Im Ort selbst brauchst du das Auto praktisch nicht. Die Talstationen von Penkenbahn und Ahornbahn, Geschäfte, Restaurants und der Bahnhof liegen entlang einer Achse, die du in gut zwanzig Minuten abläufst. Wer weiter hinaus will, nutzt die Skibusse im Winter und die Wanderbusse im Sommer, die auch in die Seitentäler fahren, für die private Zufahrt teilweise gesperrt ist. Die Gästekarte der Region schließt je nach Saison und Ausführung Busse und Bergbahnen ein; welche Leistungen konkret enthalten sind, wechselt, frag deshalb im Quartier nach, statt dich auf ältere Angaben zu verlassen.

Zwei Details, die viele erst vor Ort merken. Erstens sind mehrere Zufahrten in die Gründe mautpflichtig oder nur mit Genehmigung befahrbar, allen voran die Schlegeis-Alpenstraße; wer das nicht einplant, steht mit dem Auto vor einer Schranke. Zweitens sind die Parkflächen im Ortszentrum begrenzt und die Tiefgaragen an Skitagen früh belegt – Hotels mit eigenem Parkplatz sind im Winter mehr wert, als sie im Sommer erscheinen. Wer nur für einen Tagesausflug kommt, stellt den Wagen an einer der Talstationen ab und geht die letzten Meter zu Fuß.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Mit Kindern & bei Regen

Mayrhofen mit Kindern und das Programm bei schlechtem Wetter

Der Ort funktioniert mit Kindern besser als sein Ruf, weil das familientaugliche Programm oben auf dem Ahorn liegt und nicht mitten im Betrieb.

Ahornbahn
Ahornbahn

Im Winter ist der Ahorn die richtige Antwort auf fast jede Familienfrage. Weil das Skigebiet als Plateau über der Talstation liegt, sind die Hänge breit, die Neigungen moderat und die Wege überschaubar, und Skischulen haben ihre Anfängerbereiche entsprechend dort oben. Kinder, die schon sicher fahren, wechseln später auf den Penken, wo das Gelände deutlich anspruchsvoller wird. Für alle, die nicht Ski fahren, bleibt die Bergbahn trotzdem sinnvoll: Winterwanderwege und Aussichtspunkte auf dem Plateau machen den Tag oben rund, ohne dass jemand in einen Skikurs muss. Rodelbahnen gibt es in Mayrhofen ebenfalls, welche davon gerade präpariert ist, hängt an der Schneelage.

Im Sommer verlagert sich das Programm auf die flachen Wege des Plateaus, auf die Almen mit Tieren und auf die Greifvogelvorführungen, die dort in der Saison stattfinden. Unten im Tal sind die kurzen, breiten Wege entlang des Zillers und in die ersten Kilometer der Gründe hinein gut mit Kinderwagen zu machen. Wer eine Wanderung mit Belohnung sucht, plant sie so, dass am Ende eine bewirtschaftete Alm steht – im Zillertal ist das fast immer möglich und funktioniert erfahrungsgemäß besser als jedes Argument über die Aussicht.

Für Regentage hat Mayrhofen zwei verlässliche Adressen. Die Erlebnissennerei Zillertal zeigt die Käseherstellung hinter Glas, hat einen Stall mit Tieren und einen Laden, in dem sich verkosten lässt; das dauert je nach Interesse ein bis zwei Stunden. Das Erlebnisbad Mayrhofen deckt den Rest des Tages mit Wasser, Rutschen und Wärme ab und ist an nassen Nachmittagen entsprechend gut besucht. Beide liegen im Tal und sind ohne Bergbahn erreichbar, was an Tagen mit tiefen Wolken der entscheidende Vorteil ist.

Ein Punkt, den Familien vorher bedenken sollten: Mayrhofen ist im Winter auch ein Après-Ski-Ort, und das ist im Zentrum ab dem späten Nachmittag deutlich hörbar. Wer mit kleineren Kindern anreist, wählt die Unterkunft besser etwas abseits der Hauptstraße oder in den Weilern am Hang – der Weg zu den Bahnen bleibt kurz, die Abende werden aber spürbar ruhiger. In den Sommermonaten stellt sich die Frage nicht, dann ist der Ort auch im Zentrum ein normales Bergdorf mit früher Bettzeit.

Après-Ski & Veranstaltungen

Après-Ski in Mayrhofen und die Termine im Jahreslauf

Mayrhofen hat sich einen Ruf erarbeitet, der ihm im Sommer nicht ganz gerecht wird – im Winter allerdings ziemlich genau stimmt.

Penken und Harakiri
Penken und Harakiri

Das Après-Ski beginnt hier nicht am Abend, sondern am frühen Nachmittag und wandert vom Berg ins Tal. Rund um die Talstation der Penkenbahn und entlang der Hauptstraße reihen sich Bars und Lokale, in denen ab etwa drei Uhr Musik läuft und die Skischuhe erst gar nicht ausgezogen werden; das Hotel Strass ist mit seinen Bars eine der bekanntesten Adressen dafür. Das ist laut, voll und für manche genau der Grund für die Reise – und für andere ein Argument, die Unterkunft zwei Straßen weiter zu buchen. Beides ist legitim, man sollte nur vorher wissen, in welche Kategorie man gehört.

Der lauteste Punkt des Jahres liegt im Frühjahr, wenn ein mehrtägiges Musikfestival britischer Prägung den Ort, die Bergbahnen und die Clubs bespielt und Mayrhofen für eine Woche in ein Festivalgelände verwandelt. Die Termine wechseln jährlich, Unterkünfte sind in dieser Woche früh ausgebucht und teuer, und wer klassischen Skiurlaub sucht, plant besser darum herum. Wer umgekehrt genau deshalb kommt, sollte Karten und Zimmer weit im Voraus buchen und einkalkulieren, dass die Pisten in dieser Zeit ihre eigenen Regeln haben.

Der Rest des Jahreslaufs ist gemächlicher und stärker mit dem Tal verbunden. Im Frühjahr feiert das benachbarte Zell am Ziller sein traditionsreiches Frühlingsfest, im Spätsommer und Herbst ziehen im gesamten Zillertal die Almabtriebe durch die Orte, wenn geschmückte Rinder von den Almen ins Tal kommen und die Dörfer daraus ein Fest machen. Im Advent stellen die Zillertaler Gemeinden kleine Weihnachtsmärkte auf, meist an den Wochenenden. Feste Daten nennen wir hier bewusst nicht – sie verschieben sich mit Wetter, Wochentagen und Almsaison, die aktuellen Termine gibt der Tourismusverband heraus.

Für die Planung heißt das dasselbe wie in jedem Ort mit zwei Gesichtern: Prüfe vor der Buchung, welches du gerade bekommst. Willst du Betrieb, buchst du in die Hochsaison und die Festivalwoche hinein und nimmst Preise und Andrang in Kauf. Willst du Berge ohne Publikum, wählst du Anfang Dezember, den Januar nach den Ferien, den Juni oder die zweite Septemberhälfte – dann ist Mayrhofen ein ruhiges Talende mit sehr großen Bergen dahinter, und die Bilder aus den Après-Ski-Videos wirken wie aus einem anderen Ort.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Mayrhofen – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Mayrhofen mit Wetter und Schnee im Jahreslauf

In Mayrhofen entscheidet nicht das Thermometer über die Reisezeit, sondern die Frage, ob du oben Schnee oder unten Wiesen willst.

Mayrhofen liegt auf gut 630 Metern in einem inneralpinen Tal, das im Winter Kaltluft sammelt und im Sommer angenehm warm wird. Im Juli und August erreichen die Höchstwerte um die zwanzig bis fünfundzwanzig Grad, während die Nächte auch im Hochsommer selten über gut zehn Grad kommen – und auf zweitausend Metern liegen die Werte noch einmal deutlich darunter. Im Winter pendeln die Tagestemperaturen im Tal um den Gefrierpunkt, klare Nächte fallen weit in den Minusbereich. Wichtiger als die Temperatur sind aber zwei andere Größen: die Schneelage, die im tief gelegenen Talboden früher nachgibt als in den Skigebieten, und der Ferienkalender, der Preise und Andrang stärker bestimmt als jedes Wetter.

Jan3°-8°kalt und schneesicher, nach den Ferien ruhig
Feb5°-7°beste Schneelage, längere Tage
Mär10°-3°Sonne und Firn auf den Pisten
Apr14°1°Zwischensaison, viele Betriebe geschlossen
Mai19°6°Tal grünt, Höhenwege noch verschneit
Jun22°9°Almrosen, wenig Betrieb, Mautstraßen öffnen
Jul24°11°warm, Hüttensaison, Nachmittagsgewitter
Aug23°11°Hochsaison im Tal, alle Hütten offen
Sep19°8°klare Fernsicht, leere Wege, Almabtriebe
Okt14°4°goldene Lärchen, Bahnen fahren kürzer
Nov8°-2°leerste Wochen des Jahres
Dez3°-6°Advent ruhig, ab Weihnachten voll

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Mayrhofen hängt davon ab, warum du kommst. Für Schnee sind Februar und März die verlässlichsten Wochen – die Schneedecke ist am mächtigsten, die Tage sind schon länger, und die Sonne steht hoch genug, dass die Steilhänge am Penken bis mittags weich werden. Für Wandern, Hütten und die Fahrt zum Schlegeis-Stausee sind Juli, August und September die starken Monate, wobei der September mit klarer Luft und leeren Wegen der angenehmste davon ist. Januar ist kalt und nach den Ferien überraschend ruhig, Juni eine unterschätzte Mischung aus grünem Tal und wenig Betrieb. April und November sind Zwischensaison, in der Bergbahnen stillstehen und ein Teil der Hotels und Restaurants geschlossen hat.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Mayrhofen

Wie viele Tage sollte man für Mayrhofen einplanen?
Drei Tage decken beide Hausberge und den Ortskern ab. Bei vier bis fünf Tagen kommen der Schlegeis-Stausee und einer der stillen Gründe dazu, und Skifahrer, die das ganze verbundene Gebiet bis ins Tuxertal abfahren wollen, brauchen realistisch eine Woche.
Penken oder Ahorn – welcher Berg passt besser?
Der Penken ist der größere, sportlichere und betriebsamere Berg mit anspruchsvollen Abfahrten, dem Snowpark und der Harakiri. Der Ahorn ist ein sonniges Hochplateau mit breiten, ruhigen Pisten und flachen Sommerwegen und damit die bessere Wahl für Anfänger, Familien und alle, die es entspannt mögen.
Wie steil ist die Harakiri wirklich?
Rund 78 Prozent Gefälle an der steilsten Stelle, womit sie als steilste präparierte Piste Österreichs gilt. Am frühen Morgen ist sie oft hart und vereist und dann nur für sehr sichere Fahrer sinnvoll; nach ein paar Sonnenstunden wird sie deutlich zugänglicher. Wer unsicher ist, fährt sie nicht – ein Ausstieg auf halber Strecke ist kaum möglich.
Wie kommt man zum Schlegeis-Stausee?
Über die mautpflichtige Schlegeis-Alpenstraße ab dem Zemmgrund hinter Ginzling, die nur in der schneefreien Zeit geöffnet ist. Ohne eigenes Auto fährst du mit dem Linienbus oder einer geführten Panoramafahrt ab Mayrhofen. Die Parkplätze an der Staumauer sind an schönen Sommertagen früh belegt, ein zeitiger Start lohnt sich.
Wie anspruchsvoll ist die Wanderung zur Olpererhütte?
Der Steig ab der Staumauer des Schlegeis-Stausees überwindet rund 600 Höhenmeter und braucht etwa anderthalb bis zwei Stunden hinauf. Technisch ist er unschwierig, aber durchgehend steil und ohne Schatten – feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz gehören dazu. Die bekannte Hängebrücke liegt kurz unterhalb der Hütte.
Wie kommt man ohne Auto nach Mayrhofen?
Mit dem Zug bis Jenbach an der Inntal-Hauptstrecke und dort ohne Bahnhofswechsel weiter mit der schmalspurigen Zillertalbahn, die in gut einer Stunde bis zum Endbahnhof Mayrhofen fährt. Vor Ort brauchst du kein Auto, weil Bergbahnen, Geschäfte und Restaurants entlang einer Achse liegen und Ski- beziehungsweise Wanderbusse in die Seitentäler fahren.
Wann ist die beste Reisezeit für Mayrhofen?
Für Schnee Februar und März, wenn die Schneedecke am mächtigsten und die Tage schon länger sind. Für Wandern und die Hochtäler Juli bis September, mit dem September als ruhigster und klarster Variante. April und November sind Zwischensaison, in der Bergbahnen stillstehen und viele Betriebe schließen.
Ist Mayrhofen für Skianfänger geeignet?
Ja, aber gezielt am Ahorn. Das Skigebiet liegt als Plateau über der Talstation, die Hänge sind breit und moderat geneigt, und die Skischulen haben ihre Anfängerbereiche dort oben. Der Penken ist deutlich anspruchsvoller und für die ersten Tage die falsche Adresse – der Wechsel lohnt erst, wenn rote Abfahrten sicher sitzen.
Wo übernachtet man in Mayrhofen am besten?
Nah an der Hauptstraße und den Bergbahnen bist du im Winter unmittelbar am Geschehen, hörst aber das Après-Ski bis spät. Wer ruhig schlafen will, wählt eine Adresse Richtung Ziller oder in den Weilern am Hang und nimmt ein paar Gehminuten mehr in Kauf. Im Sommer spielt die Frage kaum eine Rolle, dann ist der Ort abends still.
Lohnt sich der Ausflug an den Hintertuxer Gletscher?
Vor allem am Rand der Saison. Am Hintertuxer Gletscher wird ganzjährig Ski gefahren, und im November, April und Mai ist er oft der einzige verlässlich schneesichere Punkt der Region, während die Talabfahrten in Mayrhofen bereits aper sind. Von Mayrhofen sind es gut zwanzig Kilometer durch das Tuxertal, mit dem Auto rund eine halbe Stunde.
Was isst man im Zillertal typischerweise?
Zillertaler Krapfen, halbmondförmige Teigtaschen mit Kartoffel-Graukäse-Füllung, dazu Kaspressknödel in der Suppe, Tiroler Gröstl mit Spiegelei und Melchermuas als altes Almgericht. Süß endet fast jedes Essen beim Kaiserschmarrn. Getrunken wird Zillertal Bier aus dem benachbarten Zell am Ziller.
Was kann man in Mayrhofen bei Regen machen?
Die Erlebnissennerei Zillertal zeigt hinter Glas, wie aus Bergmilch Käse wird, und hat Stall und Verkostung dazu. Das Erlebnisbad Mayrhofen füllt mit Wasser und Rutschen einen ganzen Nachmittag. Beide liegen im Tal und funktionieren ohne Bergbahn, was an Tagen mit tiefen Wolken der entscheidende Vorteil ist.
Wann sollte man die Anreise am Wochenende vermeiden?
Samstags im Winter, wenn im gesamten Zillertal Bettenwechsel ist. Die Zillertalstraße ist die Hauptzufahrt von der Inntalautobahn her und staut sich dann über viele Kilometer. Wer die Wahl hat, reist unter der Woche an oder fährt sehr früh am Morgen – die einzige echte Alternative wäre der weite Umweg über den Gerlospass aus dem Salzburger Land.
Ist Mayrhofen im Sommer auch ohne Skifahren interessant?
Sehr. Hinter dem Ort beginnen vier Seitentäler mit Almen, Stauseen und Alpenvereinshütten, von hier startet der mehrtägige Berliner Höhenweg, und beide Bergbahnen fahren im Sommer für Wanderer und Biker. Der Ort selbst ist dann deutlich ruhiger als in der Wintersaison.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Mayrhofen die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Übernachten

Hotels in Mayrhofen zum Ankommen und Wohlfühlen

Alle · 6HotelsBoutiqueDesignLuxus

Genießen

Restaurants in Mayrhofen wo die Stadt am besten schmeckt

Erleben

Aktivitäten & Touren in Mayrhofen Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

MayrhofenHier hört das Zillertal auf, ein einziges Tal zu sein – vier Gründe laufen im Ort zusammen, und zwei Bergbahnen heben dich in wenigen Minuten aus einem Dorf auf 630 Metern in ein Hochgebirgsrevier.
Reise buchen

Deine Mayrhofen-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Partnerangebote in Kürze

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Hotels ansehen6 in Mayrhofen

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Touren & Tickets3 in Mayrhofen

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter.

Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen