Der Morgen beginnt noch im Tal, wenn die ersten Gondeln der Penkenbahn aus dem Zentrum Mayrhofens nach oben gleiten. Drinnen beschlagen die Scheiben, draußen schiebt sich das Zillertal in die Tiefe, und nach wenigen Minuten öffnet sich oben eine Welt, die mit dem verschlafenen Dorf unten kaum noch etwas gemein hat. Willkommen auf der Penken-Arena, einem der anspruchsvollsten Skigebiete Tirols. Das Herzstück des Penken-Skitags ist die Vielfalt der Pisten. Wer morgens früh startet, erwischt die Hänge noch in perfektem Zustand: Der Carving-Schwung auf der breiten Abfahrt zur Horbergbahn sitzt dann wie von selbst, und die Sicht reicht bis zu den Zillertaler Alpen. Fortgeschrittene Fahrer zieht es unweigerlich zur legendären Harakiri-Piste, mit bis zu 78 Prozent Gefälle die steilste präparierte Abfahrt Österreichs. Hier herrscht am frühen Vormittag ehrfürchtige Stille, bevor die ersten Mutigsten die Kante überqueren. Für alle, die lieber das gesamte Skigebiet erkunden, verbindet das Streckennetz der Mayrhofen-Hippach-Region den Penken mit dem Ahorn und bietet zusammen ein weitläufiges Terrain. Zwischendurch lohnt eine Pause an der Bergstation Penken selbst: Hier sitzt man mit Blick auf den Olperer und die Hohen Tauern, die Sonne brennt trotz Winterkälte auf der Terrasse, und ein Teller Tiroler Gröstl bringt die Energie zurück für die Nachmittagsrunden. Der Penken-Skitag eignet sich für Skifahrer und Snowboarder mit soliden Grundkenntnissen, die mehr wollen als grüne Anfängerhänge. Kinder und Familien finden im Bereich der Mittelstation ruhigere Abschnitte, während Könner auf den schwarzen Pisten unter der Penken-Bergstation ihre Grenzen austesten können. Die Gondeln der Penkenbahn verkehren regelmäßig, sodass auch der Rückweg ins Tal entspannt und ohne Wartezeiten gelingt, wenn man den Nachmittagsansturm etwas früher meidet.
Ein Skitag auf dem Penken bedeutet: früh morgens in die Gondel, oben ankommen und sofort in ein weitläufiges Pistennetz eintauchen, das von sanften Carving-Hängen bis zur berüchtigten Harakiri-Steilabfahrt reicht. Dazwischen Tiroler Küche in der Sonne, Blick auf die Zillertaler Alpen — und Abfahrten, die man so schnell nicht vergisst.
