Wer einmal die Schlegeis-Panoramafahrt ab Mayrhofen erlebt hat, versteht sofort, warum das Zillertal zu den eindrucksvollsten Hochtälern der Alpen zählt. Die Fahrt beginnt im lebhaften Mayrhofen, wo sich das Tal noch weit und offen zeigt, und führt dann auf der Zillertaler Höhenstraße tiefer ins Gebirge hinein — vorbei an Bergbauernhöfen, rauschenden Bächen und Lärchenwäldern, die im Herbst in leuchtendem Gold erstrahlen. Das eigentliche Herzstück der Tour ist die Ankunft am Schlegeis-Stausee, der auf 1.782 Metern Seehöhe in einem Hochtal liegt, das von den Dreitausendern des Zillertaler Hauptkamms eingerahmt wird. Das türkisgrüne Wasser des Stausees, gespeist von Gletschern wie dem Schlegeiskees, wirkt in dieser kargen Hochgebirgslandschaft fast unwirklich. Wer am Ufer entlangspaziert, blickt hinauf zu Gipfeln wie dem Hochfeiler, dem mit 3.510 Metern höchsten Berg der Zillertaler Alpen — ein Anblick, der sich ins Gedächtnis brennt. Die Staumauer selbst ist ein beeindruckendes Ingenieurbauwerk: Über 130 Meter hoch ragt sie aus dem Fels, und von ihrer Krone aus öffnet sich ein Panorama, das sich in alle Himmelsrichtungen erstreckt. Entlang des Sees gibt es gut ausgeschilderte Wege für kurze Spaziergänge, sodass auch Gäste ohne Wandererfahrung das Hochtal in Ruhe erkunden können. Einkehrmöglichkeiten direkt am See laden dazu ein, bei einem Tiroler Kaffee oder einer Brettljause die Bergwelt auf sich wirken zu lassen. Die Schlegeis-Panoramafahrt eignet sich für Familien mit Kindern ebenso wie für ältere Reisende oder alle, die das Hochgebirge ohne anstrengende Wanderung erleben möchten. Die Straße ist in der Regel von Mai bis Oktober befahrbar, wobei Frühsommer und Frühherbst besonders lohnend sind: Im Juni blühen noch die letzten Almrosen, im September färbt sich das Tal in warmen Rottönen.
Eine Fahrt durch das Zillertal bis hinauf zum Schlegeis-Stausee — vorbei an Almhöfen und Lärchenwäldern, mit dem Blick auf Gletscher und den Hochfeiler. Kein anstrengender Aufstieg, dafür echtes Hochgebirge zum Anfassen: türkisblaues Wasser, mächtige Staumauer und Tiroler Einkehr auf fast 1.800 Metern.
