
◆ STADT · KÄRNTEN
Villach ist keine Stadt, die sich aufdrängt – sie lässt sich entdecken. Zwischen der weiten Schleife der Drau und dem schiefen Turm der Stadtpfarrkirche St. Jakob entfaltet Kärntens zweitgrößte Stadt eine südliche Gelassenheit, die man so nördlich der Alpen kaum vermutet. Die pastellfarbenen Bürgerhäuser am Hauptplatz erzählen von Salzhandel und Bürgerstolz, während aus den Gewölbekellern italienische Espressomaschinen zischen. Vor den Toren liegen die warmen Quellen von Warmbad, der Hausberg Dobratsch und die türkisblauen Badeseen Faaker und Ossiacher See – und am Dreiländereck reicht ein Tagesausflug nach Italien oder Slowenien. Wer im August kommt, gerät mitten in den Villacher Kirchtag, das größte Brauchtumsfest des Landes.

Villach verdankt seine Bedeutung der Drau und den Wegen, die sich hier kreuzen. Schon zu römischer Zeit führte die wichtige Verbindung über die Alpen durch dieses Tal, und die warmen Quellen von Warmbad wurden bereits damals genutzt. Im Mittelalter machte der Handel mit Salz, Eisen und Wein aus dem Süden die Stadt reich – noch heute zeugen die langgezogenen Gewölbe und Innenhöfe der Bürgerhäuser am Hauptplatz von diesem Wohlstand. Über allem ragt die Stadtpfarrkirche St. Jakob auf, deren rund 95 Meter hoher Turm sich leicht zur Seite neigt und den man über gut 200 Stufen erklimmen kann, um die ganze Stadt und die umliegenden Berge zu überblicken.
Was Villach von anderen Kärntner Städten unterscheidet, ist seine Nähe zum Süden – nicht nur geografisch. Bis nach Italien und Slowenien sind es nur wenige Kilometer, und das Dreiländereck südlich der Stadt markiert den Punkt, an dem die drei Länder zusammenstoßen. Diese Lage hat die Stadt geprägt: Man trinkt den Cappuccino ernsthaft, die Küche kennt Pasta ebenso wie Kärntner Kasnudeln, und im Sommer verlagert sich das Leben an die Ufer der Drau und an die Badeseen. Der Faaker See mit seinem fast karibisch wirkenden Türkis und der größere Ossiacher See liegen beide nur Minuten vom Zentrum entfernt.
Den eigenen Takt findet die Stadt im Wechsel der Jahreszeiten. Im Sommer steigt man früh in den Dobratsch oder fährt über die Villacher Alpenstraße bis hinauf zum Rosstratten, badet am Nachmittag im See und sitzt am Abend bei einem Villacher Bier am Hauptplatz. Im Winter dampfen die Quellen von Warmbad, und das seltene Naturphänomen Maibachl sprudelt nur zu bestimmten Zeiten warmes Wasser an die Oberfläche. Den lautesten Moment des Jahres aber bringt der Villacher Kirchtag Anfang August: eine Woche lang füllt sich die Stadt mit Trachten, Blasmusik und Lebkuchenherzen – travelperfect empfiehlt, dafür rechtzeitig ein Zimmer zu sichern.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel





· Sehenswürdigkeiten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Altstadt & Geschichte
Die kompakte Altstadt lässt sich an einem Vormittag erkunden: vom Hauptplatz mit seinen Bürgerhäusern hinauf auf den schiefen Turm der Stadtpfarrkirche St. Jakob, durch enge Gassen und schattige Innenhöfe bis zum Draulände-Ufer. Ein Abstecher ins Museum der Stadt Villach erklärt das berühmte Relief Kärntens und die römische Vergangenheit der Region.
Thermen & Wohlbefinden
Schon die Römer schätzten die natürlich warmen Quellen von Warmbad-Villach, in denen das Wasser am eigenen Ursprung aus dem Boden steigt. Heute laden die KärntenTherme und mehrere Thermenhotels zum Baden und Entspannen ein. Wer Glück mit dem Wasserstand hat, erlebt das seltene Maibachl, eine warme Quelle, die nur zu bestimmten Zeiten frei im Wald sprudelt.
Berge & Aussicht
Der Hausberg Dobratsch erhebt sich als Naturpark über die Stadt. Die mautpflichtige Villacher Alpenstraße schraubt sich in Kehren bis auf rund 1.730 Meter zum Rosstratten hinauf, von wo Wanderwege und Aussichtspunkte den Blick bis zu den Julischen Alpen und in drei Länder öffnen. Im Sommer ein Eldorado für Wanderer und Paragleiter, im Winter ein ruhiges Tourengebiet.
Seen & Sommer
Villach ist von zwei der schönsten Badeseen Kärntens umgeben. Der Faaker See südlich der Stadt leuchtet in einem fast unwirklichen Türkis vor der Kulisse des Mittagskogels; der größere Ossiacher See im Norden bietet lange Uferpromenaden, Strandbäder und im Sommer das Carinthischer-Sommer-Festival in Ossiach. Beide lassen sich per Boot, Rad oder zu Fuß umrunden.
03 · Wann
Villach liegt im sonnenreichen Süden Österreichs und gilt mit seiner geschützten Tallage als vergleichsweise mild. Der Sommer gehört den Seen, Bergen und Festen; Frühling und Herbst eignen sich für Altstadt, Wandern und Thermen ohne Gedränge. Auch im Winter hat die Stadt ihren Reiz, wenn die warmen Quellen von Warmbad dampfen und die umliegenden Skigebiete öffnen.
04 · Häufige Fragen
Für Seen, Berge und Feste ist der Sommer von Juni bis September ideal, dann sind Faaker und Ossiacher See badewarm. Wer Altstadt, Wandern und Thermen ohne Andrang sucht, reist im milden Frühling oder im goldenen Herbst. Auch der Winter lohnt: Dann dampfen die warmen Quellen von Warmbad, und die umliegenden Skigebiete öffnen.
Für die Stadt selbst genügen ein bis zwei Tage. Wer aber Warmbad, den Dobratsch, die beiden Badeseen und einen Abstecher ins Dreiländereck nach Italien oder Slowenien verbinden will, sollte drei bis fünf Tage einplanen. Villach eignet sich hervorragend als Basis für die ganze Region rund um Faaker und Ossiacher See.
Villach ist ein wichtiger Bahnknoten mit direkten Verbindungen nach Wien, Salzburg, Klagenfurt sowie nach Italien und Slowenien. Der nächste Flughafen ist Klagenfurt (KLU) rund 40 km östlich; auch Ljubljana und Triest sind in etwa 1,5 bis 2 Stunden erreichbar. Mit dem Auto liegt die Stadt am Schnittpunkt mehrerer Autobahnen Richtung Süden.
Die beiden bekanntesten sind der Faaker See südlich der Stadt mit seinem leuchtend türkisen Wasser vor dem Mittagskogel und der größere Ossiacher See im Norden. Beide sind in wenigen Minuten erreichbar und bieten Strandbäder, Bootsverleihe und Uferwege. Der Wörthersee bei Klagenfurt liegt ebenfalls in Reichweite.
Wer Brauchtum erleben will, sollte ihn nicht verpassen: Der Villacher Kirchtag Anfang August gilt als das größte Brauchtums- und Trachtenfest Österreichs, mit Festumzug, Blasmusik, Lebkuchenherzen und tagelangem Trubel in der ganzen Altstadt. In dieser Woche sind Unterkünfte allerdings früh ausgebucht – rechtzeitig reservieren ist Pflicht.
Warmbad-Villach ist ein Thermalbad-Stadtteil im Süden der Stadt, wo natürlich warmes Wasser direkt aus dem Boden steigt – ein seltener Umstand, der schon die Römer anzog. Heute gibt es die KärntenTherme und mehrere Thermenhotels. Eine Besonderheit ist das Maibachl, eine wilde warme Quelle im Wald, die nur bei bestimmten Wasserständen sprudelt.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Villach und am See.
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