Mitten in der Kunstmeile Krems, untergebracht in einem ehemaligen Klostergebäude des Areals rund um die Minoritenkirche in Stein, empfängt das Forum Frohner Besucherinnen und Besucher mit einer ruhigen, fast meditativen Atmosphäre. Die historischen Mauern und die klaren, weiß gehaltenen Ausstellungsräume bilden einen reizvollen Kontrast: Hier treffen jahrhundertealte Architektur und kompromisslos zeitgenössische Kunst aufeinander. Namensgeber ist der österreichische Künstler Adolf Frohner (1934–2007), eine der prägenden Figuren der österreichischen Nachkriegskunst. Das Haus bewahrt und vermittelt sein Werk und stellt es zugleich in den Dialog mit Arbeiten anderer Künstlerinnen und Künstler. So entsteht kein museales Mausoleum, sondern ein lebendiger Ort, an dem Frohners expressive Bildsprache immer wieder neu befragt wird. Der Besuch beginnt im Foyer, von dem aus sich die Ausstellungsräume in überschaubarer Folge erschließen. Weil das Forum bewusst klein gehalten ist, kann man sich auf einzelne Werke konzentrieren, ohne von der Fülle überwältigt zu werden. Wechselnde Sonderausstellungen sorgen dafür, dass sich auch ein zweiter Besuch lohnt – mal stehen Frohners Malerei und Zeichnung im Zentrum, mal eröffnen Gegenüberstellungen mit jüngeren Positionen neue Blickwinkel. Das Forum Frohner ist Teil der dicht bespielten Kremser Kunstmeile, zu der unter anderem die Kunsthalle Krems und die Landesgalerie Niederösterreich zählen. Wer ohnehin in Stein und Krems unterwegs ist, kann den Besuch ideal mit einem Spaziergang durch die historischen Gassen verbinden. Der Donaublick und die Weingärten der Wachau liegen in unmittelbarer Nähe – Kultur und Landschaft lassen sich hier mühelos zu einem ganzen Tag verbinden. Gerade für Kunstinteressierte, die abseits der großen Touristenströme einen konzentrierten, intensiven Kunstgenuss suchen, ist das Forum Frohner ein lohnendes Ziel. Die menschliche Größe des Hauses, die ruhige Lage und der direkte Bezug zu einem bedeutenden österreichischen Künstler machen den Besuch zu einem nachdenklichen, persönlichen Erlebnis.
Erwarte ein überschaubares, konzentriertes Kunsthaus mit klaren Ausstellungsräumen in historischen Klostermauern. Im Mittelpunkt steht das Werk Adolf Frohners, ergänzt durch wechselnde Sonderausstellungen. Die ruhige Atmosphäre lädt zum genauen Hinsehen ein.
Das Forum Frohner ist dem Werk des österreichischen Künstlers Adolf Frohner (1934–2007) gewidmet, einer prägenden Figur der Nachkriegskunst des Landes. Untergebracht in einem ehemaligen Klostergebäude im Kremser Stadtteil Stein, ist es Teil der Kunstmeile Krems und vermittelt Frohners Schaffen im Dialog mit zeitgenössischer Kunst.
