Sas Conzas – die Gerbereien von Bosa

Sas Conzas – die Gerbereien von Bosa

Die Sas Conzas sind die ehemaligen Gerbereien Bosas: ein Industriedenkmal aus mehrgeschossigen Steinbauten am Südufer des Temo, mit kleinem Museum.

Die Sas Conzas sind die ehemaligen Gerbereien Bosas, die sich am Südufer des Flusses Temo aneinanderreihen – gegenüber der pastellfarbenen Altstadt von Sa Costa. Sie erzählen von einem Bosa, das die meisten Besucher übersehen: nicht das malerische Postkartenmotiv, sondern eine Stadt, die im 19. Jahrhundert ein Zentrum der sardischen Lederverarbeitung war. Die mehrgeschossigen Steinbauten sind auf ihre Funktion hin gebaut: Die oberen Etagen sind offen und luftdurchströmt, damit die gegerbten Häute trocknen konnten, während im Erdgeschoss gearbeitet wurde. Das Flusswasser des Temo lieferte das Wasser für die Gerbprozesse und trieb die Betriebe an – eine ganze Industriezeile, die sich über Jahrzehnte am Ufer entwickelte. Dass der Temo der einzige schiffbare Fluss Sardiniens ist, machte den Standort zusätzlich attraktiv. Nach dem Niedergang des Handwerks im 20. Jahrhundert wurden die Gerbereien aufgegeben und verfielen teilweise. Heute stehen sie als seltenes Industriedenkmal am Ufer – ein Ensemble von gewerblicher Architektur, wie es auf Sardinien kaum ein zweites Mal gibt. Ein restaurierter Teil beherbergt ein kleines Museum, das die Geschichte des Gerberviertels und die Arbeitsweise der Conzas dokumentiert. Für Besucher sind die Sas Conzas vor allem ein Kontrastprogramm zum touristischen Bosa: ein Spaziergang am Südufer, der das handwerkliche, weniger bekannte Gesicht der Stadt zeigt. Vom Wasser aus – etwa bei einer Bootsfahrt auf dem Temo – reihen sich die Gerbereien besonders eindrucksvoll am Ufer auf. Öffnungszeiten und Eintritt des Museums variieren saisonal; sie sollten vor Ort oder bei der Touristeninformation erfragt werden.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Beste Besuchszeit
Ein Spaziergang am Südufer lohnt sich besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht die gegenüberliegende Pastell-Altstadt einfärbt. Für das Museum sollte man die saisonal wechselnden Öffnungszeiten vorab erfragen, da es nicht ganzjährig geöffnet ist. Eine Bootsfahrt auf dem Temo bietet die schönste Perspektive auf die Gerbereien.
01Foto-Tipp 1

Die Gerbereizeile vom Wasser aus bei einer Bootsfahrt fotografieren

02Foto-Tipp 2

Die offenen Trockenetagen als grafisches Motiv einfangen

03Foto-Tipp 3

Vom Nordufer den Kontrast zwischen Gerbereien und Pastell-Altstadt aufnehmen

04Foto-Tipp 4

Spätes Nachmittagslicht für warme Töne auf dem Stein nutzen

Sehenswürdigkeit

Castello Malaspina

Von der Burg über der Altstadt lässt sich die Lage der Gerbereien am Fluss aus der Höhe überblicken.

Sehenswürdigkeit

San Pietro extra muros

Die älteste Kirche Bosas liegt am selben Uferweg flussaufwärts und ergänzt den Spaziergang am Südufer.

Restaurant

Osteria Ponte Vecchio

Am Ufer nahe der alten Brücke gelegen, gut für eine Pause nach dem Besuch des Gerberviertels.

Ehemalige Gerbereien als seltenes Industriedenkmal

Mehrgeschossige Steinbauten am Südufer des Temo

Offene, luftdurchströmte Trockenetagen

Zeugnis der sardischen Lederverarbeitung im 19. Jahrhundert

Kleines Museum in einem restaurierten Gebäude

Eindrucksvolle Ansicht vom Wasser aus

01Tipp 1

Den Spaziergang am Südufer für das weniger bekannte Bosa einplanen.

02Tipp 2

Die Gerbereien bei einer Bootsfahrt auf dem Temo vom Wasser aus betrachten.

03Tipp 3

Öffnungszeiten und Eintritt des Museums vorab erfragen, da sie saisonal variieren.

04Tipp 4

Gegenüberliegende Altstadt von Sa Costa für den Kontrast in den Blick nehmen.

Was sind die Sas Conzas in Bosa?

Die Sas Conzas sind die ehemaligen Gerbereien Bosas, mehrgeschossige Steinbauten am Südufer des Temo. Sie stammen aus der Zeit, als Bosa im 19. Jahrhundert ein Zentrum der sardischen Lederverarbeitung war, und stehen heute als Industriedenkmal.

Kann man die Sas Conzas besichtigen?

Ja. Ein restaurierter Teil beherbergt ein kleines Museum, das die Geschichte des Gerberviertels zeigt. Die Bauten selbst lassen sich bei einem Spaziergang am Südufer und besonders vom Wasser aus betrachten. Öffnungszeiten und Eintritt variieren saisonal.

Warum stehen die Gerbereien am Fluss?

Das Flusswasser des Temo lieferte das Wasser für die Gerbprozesse und trieb die Betriebe an. Die oberen, offenen Etagen dienten dem Trocknen der Häute. Dass der Temo der einzige schiffbare Fluss Sardiniens ist, machte den Standort zusätzlich attraktiv.

Lohnt sich ein Besuch der Sas Conzas?

Ja, vor allem für Reisende, die das handwerkliche, weniger bekannte Bosa abseits des Postkartenmotivs suchen. Das Industriedenkmal ist auf Sardinien außergewöhnlich und vom Wasser aus besonders eindrucksvoll.

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