Das Castello Malaspina, auch Castello di Serravalle genannt, wurde im 12. Jahrhundert von der toskanischen Adelsfamilie Malaspina auf dem Hügel über Bosa errichtet und prägt seither die Silhouette der Stadt. Von unten gesehen krönt es das Altstadtviertel Sa Costa, dessen pastellfarbene Häuser sich in dichten Reihen den Hang hinaufstaffeln – das klassische Bild Bosas. Der Aufstieg führt durch die steilen Treppengassen von Sa Costa zur Burg hinauf und ist selbst ein Teil des Erlebnisses: Mit jeder Stufe öffnet sich der Blick weiter. Von den teils erhaltenen Ringmauern und Türmen fällt er schließlich über das Dächermeer der Altstadt, den weiten Mäander des Flusses Temo und hinaus aufs Meer der sardischen Westküste. Es ist der schönste Aussichtspunkt der Stadt und der beste Ort, um die Geografie Bosas – Fluss, Altstadt und Küste – auf einen Blick zu verstehen. Im Inneren der Anlage birgt die Burg ein kunsthistorisches Kleinod: die Kapelle Nostra Signora de Sos Regnos Altos mit einem seltenen gotischen Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert. Diese Wandmalereien gehören zu den bedeutendsten ihrer Art auf Sardinien und sind ein zusätzlicher Grund für den Aufstieg. Als die wichtigste Sehenswürdigkeit Bosas verlangt das Castello Malaspina festes Schuhwerk und etwas Kondition für den Anstieg durch die Gassen; bei Sommerhitze empfiehlt sich der frühe Morgen oder der späte Nachmittag. Für den Besuch der Burg ist ein Ticket erforderlich; Öffnungszeiten und Eintrittspreise variieren saisonal und sollten vorab erfragt werden.
Vom Mauerring den Mäander des Temo und die Altstadt aus der Höhe einfangen





























