Wenige Kilometer vor Porto Conte liegt einer der besterschlossenen Nuraghen Nordsardiniens: Der Komplex von Palmavera vereint einen Hauptturm aus Kalkstein, einen später angefügten Nebenturm und die Grundmauern Dutzender Rundhütten, darunter die sogenannte Versammlungshütte mit umlaufender Steinbank. Die Anlage stammt aus der Bronzezeit und gehört zur Nuraghenkultur, die Sardinien über Jahrhunderte prägte und Tausende dieser Turmbauten über die Insel verteilte. Palmavera zeigt diese Kultur in mehreren Bauphasen: Um den ältesten Hauptturm legten sich später ein zweiter Turm und ein ganzes Dorf aus Rundhütten, von dem heute die kreisrunden Grundmauern erhalten sind. Die Versammlungshütte mit ihrer umlaufenden Steinbank gilt als Ort gemeinschaftlicher oder kultischer Zusammenkünfte. Wer den Komplex begeht, bekommt einen anschaulichen Eindruck davon, wie Sardiniens rätselhafte Turmbaukultur gelebt hat – greifbarer als an vielen anderen, weniger erschlossenen Nuraghen. Der Besuch ist kostenpflichtig; ein Ticket ist erforderlich. Schatten gibt es auf dem Gelände kaum, weshalb sich Sonnenschutz und Wasser empfehlen. Da Palmavera nur wenige Kilometer von den Stränden der Riviera del Corallo entfernt liegt, lässt sich der Besuch gut mit einem Strandtag an Le Bombarde oder einem Ausflug in den Naturpark Porto Conte verbinden. Für Reisende, die sich für Archäologie und die Frühgeschichte Sardiniens interessieren, ist er eine der lohnendsten Stationen im Umland von Alghero.
Besucher erkunden einen Hauptturm aus Kalkstein, einen später angefügten Nebenturm und die kreisrunden Grundmauern eines ganzen Dorfes aus Rundhütten. Ein Höhepunkt ist die Versammlungshütte mit umlaufender Steinbank. Die Anlage ist gut erschlossen und vermittelt einen anschaulichen Eindruck der sardischen Nuraghenkultur. Schatten gibt es kaum, ein Ticket ist erforderlich.
Palmavera entstand in der Bronzezeit als Teil der sardischen Nuraghenkultur. Um den ältesten Hauptturm wurden in späteren Phasen ein zweiter Turm und ein Dorf aus Rundhütten errichtet. Die Anlage dokumentiert mehrere Bauphasen und das gemeinschaftliche Leben der Turmbaukultur, die Tausende Nuraghen über Sardinien verteilte.
