In der einstigen Sommervilla des Kardinals Scipione Borghese verdichtet sich auf zwei Etagen, was Sammlerglück im 17. Jahrhundert bedeutete. Die Galleria Borghese gehört zu den bedeutendsten Kunstsammlungen Roms und beeindruckt nicht durch Masse, sondern durch die Dichte erstrangiger Werke in einem überschaubaren, prachtvoll ausgestatteten Haus inmitten des Parks der Villa Borghese. Die Höhepunkte der Skulptur stammen von Gian Lorenzo Bernini. In seinen Marmorgruppen wird Daphne unter den Fingern Apolls zu Lorbeer, und in der Entführung der Proserpina bekommt der Marmor unter Plutos Griff geradezu nachgebende Dellen, ein Effekt, der die technische Meisterschaft des jungen Bernini zeigt. Diese Werke gelten als Schlüsselstücke der barocken Bildhauerei und sind allein eine Reise wert. Auch die Malerei ist erstrangig vertreten. Die Sammlung birgt ein halbes Dutzend Gemälde Caravaggios, frühe Meisterwerke Tizians und weitere Glanzstücke der italienischen Kunst. Hinzu kommt Antonio Canovas Paolina Borghese, das berühmte Marmorbildnis der Schwester Napoleons als ruhende Venus, das zu den meistbeachteten Werken des Klassizismus zählt. Der Besuch ist streng getaktet. Die Galleria arbeitet mit Zwei-Stunden-Slots, einer verpflichtenden Reservierung und einer begrenzten Gästezahl pro Zeitfenster, um die Werke und das Haus zu schützen. Gebucht wird in der Regel Wochen im Voraus, was eine vorausschauende Planung nötig macht. Nach dem Rundgang lohnt der Spaziergang durch den weitläufigen Park der Villa Borghese, der mit Wegen, Wasserspielen und Aussichtspunkten einen ruhigen Ausklang bietet und das antike wie das grüne Rom verbindet.
Auf zwei Etagen einer prachtvoll ausgestatteten Villa reihen sich Spitzenwerke der Skulptur und Malerei: Berninis Marmorgruppen, mehrere Caravaggios, Tizian und Canovas Paolina Borghese. Der Besuch ist auf ein Zwei-Stunden-Zeitfenster mit begrenzter Gästezahl beschränkt, sodass der Rundgang ruhig, aber zeitlich getaktet verläuft. Im Anschluss lädt der umgebende Park der Villa Borghese zum Spaziergang ein.
Die Sammlung geht auf Kardinal Scipione Borghese zurück, einen leidenschaftlichen Mäzen und Sammler des frühen 17. Jahrhunderts, der den jungen Bernini förderte und bedeutende Gemälde zusammentrug. Die Villa wurde als Sommerresidenz und Schaubühne der Sammlung errichtet. Später kamen Werke wie Canovas Paolina Borghese hinzu. Heute ist die Galleria ein staatliches Museum.
