Die Via Krupp ist eine der bekanntesten Bauleistungen Capris: ein Fußweg, der Anfang des 20. Jahrhunderts in die fast senkrechte Felswand zwischen Capri-Stadt und der Marina Piccola gelegt wurde. Auftraggeber war der deutsche Industrielle Friedrich Alfred Krupp, der von seinem Hotel aus schnell zu seinen Booten an der Marina Piccola gelangen wollte. Aus diesem praktischen Bedürfnis entstand ein Stück Ingenieurskunst, das längst selbst zur Sehenswürdigkeit geworden ist. Der Weg legt seine Haarnadelkurven so eng übereinander, dass die Serpentinen aus der Ferne wie ein Ornament wirken, das in den Fels gezeichnet wurde. Besonders von oben, von den Gärten des Augustus aus, entfaltet sich dieses Bild – einer der meistfotografierten Anblicke der Insel. Die geschwungene Linienführung vor der hellen Felswand über dem blauen Meer ist zu einem Symbol Capris geworden. Wegen wiederkehrenden Steinschlags war die Via Krupp immer wieder gesperrt; ob sie aktuell begehbar ist, sollte man vor Ort erfragen. Unabhängig davon ist der Blick auf die Serpentinen von den Gärten des Augustus jederzeit frei zugänglich. Wer den Weg selbst gehen kann, verbindet damit den Abstieg zur Marina Piccola mit einem besonderen Erlebnis; wer ihn gesperrt vorfindet, genießt das Bauwerk von oben. In beiden Fällen gehört die Via Krupp zu den charakteristischen Motiven der Insel.
Ein in die Steilküste gehauener Serpentinenweg, dessen Haarnadelkurven sich eng übereinanderlegen. Von oben, etwa von den Gärten des Augustus, wirkt die Linienführung wie ein Ornament vor heller Felswand und blauem Meer. Ist der Weg begehbar, führt er hinab zur Marina Piccola; ist er gesperrt, bleibt der Blick von oben das Erlebnis. Mit dem Besuch der Gärten lässt sich beides gut verbinden.
Friedrich Alfred Krupp ließ den Weg Anfang des 20. Jahrhunderts in die fast senkrechte Felswand legen, um von seinem Hotel schnell zu seinen Booten an der Marina Piccola zu gelangen. Das Ergebnis wurde als ingenieurtechnische Leistung berühmt und prägt bis heute das Bild der Südküste Capris.
