Villa Jovis liegt am Nordostkap Capris auf dem Monte Tiberio und war die größte der zwölf Villen, die Kaiser Tiberius auf der Insel errichten ließ. Von 27 bis 37 n. Chr. lenkte er von hier aus das Römische Reich – Nachrichten erreichten Rom über ein System aus Signalstationen und Schiffen, sodass der Kaiser auch aus der Abgeschiedenheit der Insel regieren konnte. Die Ruine erstreckt sich über mehrere Ebenen am Hang. Erhalten sind die gewaltigen Zisternen, die das Regenwasser für die Villa speicherten, dazu Reste von Thermen und Wohntrakten. Vom höchsten Punkt reicht der Blick weit über den Golf von Neapel und die Halbinsel von Sorrent. Berüchtigt ist der „Salto di Tiberio“, die steil abfallende Klippe, über die der Kaiser der Überlieferung nach missliebige Gäste in den Tod stürzen ließ – eine Legende, die untrennbar zum Ort gehört. Der Aufstieg vom Ortskern Capris dauert etwa 45 Minuten und führt über schmale Gassen und gepflasterte Wege stetig bergauf. Der Spaziergang gehört zu den schönsten der Insel, ist aber an heißen Tagen anstrengend. Festes Schuhwerk, Wasser und Sonnenschutz sind ratsam. Oben angekommen, verbindet sich die archäologische Bedeutung der Anlage mit einem der weitesten Ausblicke Capris – ein Ziel für alle, die mehr als die Postkartenmotive der Insel suchen.
Eine ausgedehnte Ruine über mehreren Hangebenen: gewaltige Zisternen, Reste von Thermen und Wohntrakten sowie der Salto di Tiberio. Vom höchsten Punkt öffnet sich ein weiter Blick über den Golf von Neapel und die Halbinsel Sorrent. Das Gelände ist uneben, der Rundgang verlangt Trittsicherheit. Hin- und Rückweg sind Teil des Erlebnisses, da man die Villa nur zu Fuß erreicht.
Kaiser Tiberius ließ Villa Jovis als größte seiner zwölf Capri-Villen erbauen. Von 27 bis 37 n. Chr. regierte er von hier aus das Römische Reich, wobei Nachrichten über Signalstationen und Schiffe nach Rom gelangten. Um den zurückgezogenen Kaiser ranken sich zahlreiche Legenden, darunter die des Salto di Tiberio.
